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Caspar Lemlein n975 – Großkaufmann in Nürnberg


Eltern: B-26/g Hans Lemlein n060, Hall-26/c Catharina Haller H360

(* etwa ?1435), † 17.9.1510 in Nürnberg

1461-1510 Bürger in Nürnberg, Teilhaber der Imhofgesell- schaft. - Kinderlos und unverheiratet.

Regesten:

Zusammenfassung:

 •  Ab 1461 als Nürnberger Bürger beurkundet.

 •  Ab 1474 (nach dem Tod des Vaters Hans) zusammen mit Bruder Hans und Vetter Michel mit den Bamberger Lehen belehnt, wobei der Bruder Hans 1475-1476 außer Landes ist.

 •  Um 1485 wird Caspar Lemlein Teilhaber der Imhof-Gesellschaft. Verschiedene Konto-Aufstellungen bis zu Caspars Tod 1510.

 •  1487 ziehen Anton Haller und die (Vettern Caspar und Michel) Lemblein auf einen (Gerichts-)Tag nach Bamberg.

 •  1488 ist Hans Lemlein gestorben, und die Vettern Caspar und Michel Lemlein werden mit den Bamberger Lehen belehnt.

 •  Ein Haus in der Egidienstraße (heute Theresienstr. 21) gehört 1482 dem Hanns Lemlein sel., 1491 und 1496 dem Caspar Lemlein, 1498-1519 dem Conrad Imhoff.

 •  1510 ist Caspar gestorben und sein Vetter Michael wird der alleinige Lehensträger.

 •  Caspar hat 1510 2000 fl Einlage bei der Imhof-Gesellschaft.

 •  1.3.1512: Michel Lemlein stiftet einen Jahrtag für den verstorbenen Caspar Lemlein.


 •  1461 stiftet der Bamberger Rat 6 Kanndeln Weyns für Hannsen Lemleyns Sün von Nur(nberg) als sie hie woren In der wochen vor pfingsten Anno 61.
[Stadtarchiv Bamberg, Rep.B7/64 f.153 (nicht 154!), Wochenstubenrechnung, Schenkung und Erung. Fotokopie durch Gerhard Lemmel. Vergl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.143]

→ Bei Hannsen Lemleyns Sün muß es sich um die Söhne Hans und/oder Caspar des Nürnberger Ratsherrn Hans Lemlein handeln. Dessen dritter Sohn Michel lebte in Bamberg.

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 •  6.1.1475: Vollmacht Hans Lemleins zu Nürnberg, Bürgers auf der Krembnitz, für seinen Bruder Kaspar Leml(ein), für sie Mannlehen zu empfangen. - Insiegel des Ausstellers und der Richter und Totmen der Stadt Krembnitz.
[StA Bamberg, Nürnberger Patrizier-Urkunden, Rep. A 102 Lade 426 Nr.634. Hinweis auf diese Urkunde und Fotokopie durch Hans Paschke.]

 •  1484 Quittung des Michel Lemblein, Bürger zu Nürnberg, über die durch seinen Vetter Caspar Lemlein, Bürger zu Nürnberg, richtig gelegte Vormundschaftsrechnung.
[Lemlein-Archiv, wie oben, Urk.31]

 •  Um 1485 wird Caspar Lemlein Teilhaber der Imhof-Gesellschaft (wohl anlässlich der Heirat Michel Lemlein ∞ 1484 Katharina Imhoff); dort hatte er bei seinem Tod 2000 fl Einlage.
[H.v.Haller, Größe und Quellen..., 1967, S.141]

 •  27.2.1487 klagt Caspar Lemleins Anwalt um 11 Pfund 24 dn gerechtents gelts zins und umb 40 Kese und zwar auf alle Güter und Recht so Johannes fewerer zu Trunstat zu dorff hat.
[StA Bamberg, Rep. B 52 Nr.713 (Kaiserl. Landger.-Buch von 1488-1495) f.7; laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.42]

 •  12.1.1487 Ratsverlass Nürnberg: Anthon Haller wird aufgetragen, "mit den Lemblein auff ein tag gen Bamberg zu ziehen".
[Staatsarchiv Nürnberg, Verlässe des Inneren Rates Nr.205 fol.4v; Kopie durch Frau Archivoberrätin Schmidt-Fölkersamb 1998]
[vergl. H.v.Haller, 96.BHVB 1958 S.137]

→ Haller zitiert "mit den Leblein (Lemlein)", was nicht ganz richtig ist, denn es ist eindeutig "Lemblein" zu lesen.

→ Die "Lemblein" sind die Vettern Caspar und Michel, die Nürnberger Bürger sind und für den Tag in Bamberg zur juristischen Unterstützung vom Nürnberger Rat den Anton Haller mitgeschickt bekommen, der ein Genannter und Richter von Wöhrd ist. Bei dem Tag in Bamberg dürfte es um die Lemleinschen Lehen des Bamberger Bischofs gehen (HDL). Es lässt sich aber nicht feststellen, um welches Problem es hier ging, denn "Protokollbücher des Lehenhofes" oder "Akten des Lehenhofes und -gerichts" sind erst aus der 2. Hälfte des 16.Jh. überliefert [Mtlg Dr.Rupprecht, Staatsarchiv Bamberg, 1999].

 •  11.1.1490: Johannes Mulner, der Anwalt der Lemlein, geht abermals gegen Johannes Feurer vor. Diesmal werden eingeklagt: 13 Pfund 29 dn an gelt an Kesen und eyern und gerichtscheden, mer 72 wesset Kes fünffthalb Jare Im Lxxx Jare verfallen; mere 2 schoffel Korns gult Im Lxxxix Jare verfallen.

 •  14.3.1491 und 26.8.1493 klagt Johannes Mulner als Michel Lemleins Castner gegen Feurer.
[StA Bamberg, Rep. B 52 Nr. 713 f.86 (1490); 147; 262-263]
[Laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.43]

 •  1490 Abschrift eines Verwilligungsbriefes: Die Vettern Caspar und Michel Lemlein, Bürger zu Nürnberg, erklären als Grundherren des Hermann Lungner zu Cleuckaw ihr Einverständnis, daß er an Contz Graen zu Cleuckaw 1 1/2 fl. jährlich Zins und Gült aus seinem Gut zu Cl. um 13 fl. auf Wiederkauf zu kaufen gegeben hat. (Papier ohne Siegel).
[Lemmel-Archiv Urk. 35b] [Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.154]

 •  Ein Haus in der Egidienstraße (heute Theresienstr. 21) gehört 1482 dem Hanns Lemlein sel., 1491 und 1496 dem Caspar Lemlein, 1498-1519 dem Conrad Imhoff.
[Fritz Traugott Schulz: Nürnbergs Bürgerhäuser und ihre Ausstattung. 1.Band: Das Milchmarktviertel, 2.Hälfte]

 •  8.3.1497 in Nürnberg: Hans Mäler/Möler's Behausung an Sant Egidien gassen zwischen Caspar Lemleins und Friderich Katwolß(?) Häusern gelegen.
[Stadtarchiv Nürnberg, Urk. 1497 März 8. - Kopie durch Dr.Beyerstedt 1993]

 •  1492-1498: 1 Umschlag mit 10 Kontoaufstellungen (Soll und Haben), betr. Abrechnungen des Conz ImHof mit Caspar Lemmel über dessen Beteiligungen an der Handelsgesellschaft (im einzelnen nur sehr mühsam zu entziffern!)
[Germ.Nat.Museum Nürnberg, Imhoff-Archiv Fasc.26, Lemmel-Archiv, Urk. 41]
[Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.157f]

 •  8.5.1497 Kaufbrief des Kaspar und Michel Lemlein für Otto v.Aufseß über den Zehnten zu Wölkendorf.
[Internet 2016, archive.org denkschriften de]

 •  9.5.1497: Caspar und Michel die Lemlein Gevettern zu Nurmberg schreiben an Domprobst Veit Truchsess zu Bamberg über den Zehend zu Welkendorf, welchen sie an Otten von Aufsess zu Freyenfels um 115 fl verkauft haben.
[Staatsarchiv Bamberg, Urkunden der Bamberger Domprobstei, Urk. A 110, L.115, Nr.4062. 2 Siegel. - Fotokopie und Maschinschrift durch Gerhard Lemmel]

 •  1497 in Nürnberg St.Lorenz: Michel Lemel im Viertel (Rathauskomplex, Theresienstr. bis Nr.10) des Capitäns Wolf Haller; >>>Caspar Lemel im Viertel (Theresienstr.13 bis Egidienplatz) des Capitäns Veit Melber; Burkhart Lemell dt V (für 5 Personen) im Viertel des Capitäns Heinz Wielant.

 •  1497 in Schoppershoff (bei Ziegelstein im Norden Nürnbergs): Jorg Lemel (für 2 Personen) dt xxi d.

 •  1497 in Ungelstetten (zwischen Nürnberg und Altdorf): Hanns Lemlein (mit uxor) xxi dn.

 •  1497 in Kaczwang (zwischen Nürnberg und Schwabach): Heincz Lemlein x 1/2 d.
[Das Reichssteuerregister von 1497 der vermögenden Bürger der Reichsstadt Nürnberg (und der Reichspflege Weißenburg), bearbeitet von Peter Fleischmann; Ges. f. fränk. Fam'fg Nürnberg 1993. - IH]

 •  Um 1500 gibt es in Nürnberg
22 Personen mit einem Vermögen zwischen 15ooo und 100ooo Gulden,
15 Personen mit einem Vermögen zwischen 10ooo und 14ooo Gulden, darunter Michel Lemel mit 10ooo,
42 Personen mit einem Vermögen zwischen 2ooo und 8ooo Gulden,
20 Personen mit einem Vermögen von 1ooo Gulden, darunter Caspar Lemel.
[A.Scheurl: Christoph Scheurl, Dr.Christoph Scheurls Vater. Zur Statistik des Bürgervermögens in Nürnberg um das Jahr 1500, in: Mtlgn d. Vereins f.Gesch. d. Stadt Nbg, Bd.5, Nürnberg 1884, S.46. - GL 1976]

 •  1502: "Die Lemblein haben die Kapelle zu Affalterbach erbaut".
[Staatsarchiv Nürnberg, Rst.Nbg. Hs.240]

→ Ausführlich und Erläuterung siehe an anderer Stelle. (HDL)

 •  28.9.1508: Caspar und Michel die Lemlein, Vettern, Bürger zu Nurmberg, verkaufen an Ulrich von Rusenbach zu Trunstat ihre zwei Güter zu Trunstat, ..., daran die Erbschaft Haintz Fewrer ist, ...

 •  Gesiegelt von Caspar und Michel Lemlein sowie Anthoni Harsdorfer und Hans Im Hof zu Nurmberg.
[Staatsarchiv Bamberg, Bestand G 35 I Nr.260. - Siegelfotos durch Gerhard Lemmel] - [Rudolf M.Kloos: Nachlass Marschalk von Ostheim Urkunden, in: Bay. Archiv-Inventare Heft 38, Neustadt/Aisch 1974, Urk.260]

→ Sein Siegel: Ein stehendes Lamm im Schild mit Helm, darauf dasselbe Lamm.

 •  2.10.1508 Aufschreibbrief wegen dieses Verkaufes an den Bischof von Bamberg.
[StsA Bamberg, Urk. A 50 V, L.505, Nr.3696. - Wortlaut und Fotokopie durch Gerhard Lemmel 1984]

 •  ?? 17.4.(1510?) Testament des Bürgers Caspar Lemlein zu Nürnberg, in welchem er eine Stiftung zur Unterstützung hausarmer Leute errichtet. Orig. Perg. mit 1 anh. Siegel. Datum: am Pfinztag vor dem Heiligtum (1550).
[Karteikarte zur Urkundenreihe Bestand A1 im Stadtarchiv Nürnberg. Als Provenienz werden die Wohltätigkeits-Stiftungen angegeben, jedoch hat sich das Testament weder in A1 noch in D15 (Wohltätigkeits-Stiftungen) nachweisen lassen; auch ist eine Lemlein-Stiftung in Nürnberg nicht bekannt. Auf der Karteikarte ist das Datum 3.4. fehlerhaft; die richtige Auflösung wäre 17.4. Mtlg Dr. Beyerstedt 1993. - Die Jahreszahl (1550) auf der Karteikarte dürfte falsch sein: Zu dieser Zeit ist ein Caspar Lemlein (und noch dazu ein wohlhabender) in Nürnberg nicht bekannt. 1510 könnte die richtige Jahreszahl sein. (HDL)]

 •  1510 Mittwoch nach Ursulatag gestorben der Erbar Caspar Lämlin.
[Andreas Würfel: Beschreibg aller Kirchen,Klöster,Kapellen Nürnbg. Nbg 1766, S.305]

 •  17.9.1510: item Kasper Lemel (so St.Lorenz), Casp. Leml (so St.Sebald).
[Helene Burger: Nürnberger Totengeläutbücher Bd.2 St.Lorenz 1454-1517. Neustadt/Aisch 1967. S.220 Zl.4594. Und Bd.1 St.Sebald 1439-1517.]

 •  1510 hat Caspar Lemlein 2000 fl Einlage bei der Imhof-Gesellschaft.
[H.v.Haller: Grösse und Quelle des Vermögens von hundert Nürnberger Bürgern um 1500, in: Beisträge zur Wirtschaftsgeschichte Nürnbergs Bd.1, Nbg 1967 S.117]

 •  1510 Inventar des Caspar Lemmel, aufgenommen durch seine Testamentsvollstrecker Michel Lemmel und Hannß Imhoff d.Ä., Bürger zu Nürnberg. U.a. werden folgende Guthaben genannt:
- bei Peter ImHoff und Gebrüder 230 fl,
- bei Konrad ImHof 960 fl,
- bei Hanß Im Hof d.Ä. 807 fl 4 lb 6 dl.
[GNM Imhof-Archiv Fasc.27 Nr.2a, Pergament, 2 Siegel hängen]

 •  1510/1511 Jahresrechnung des Hanns Mulner über alle Einnahmen und Ausgaben "von wegen Caspar Lemleins seligen meines junckhern". Bei den Einnahmen werden vor allem Getreide, Zehend und Weisat aus den Lemmelschen Gütern, bei den Ausgaben Aufwendungen für Speise und Trank sowie kleinere Zuwendungen an Klöster genannt. Die Güter sind mit ihren einzelnen Gülten und Zinsen genannt. Papierlibell mit 9 Blättern.

 •  1510/1514 Abrechnungen für Caspar Lemel, offenbar von seinem Kastner Hans Mulner aufgezeichnet. Papierlibell mit 10 Blättern.
[GNM Imhof-Archiv Fasc.27 Nr. 5) und 6)]

 •  1.3.1512: Michel Lemlein stiftet einen Jahrtag für den verstorbenen Caspar Lemlein. [siehe bei Michel Lemlein]


Lehenurkunden:

 •  1474 Lehenbrief: Hertnidt vom Stein, Dr. und Domdechant zu Bamberg, belehnt im Auftrag seines Vetters, des Geschlechtsältesten Baltahasar vom Stein zu Bastheym, die Nürnberger Bürger Gebrüder Hanns und Caspar Lemblin sowie deren Vetter Michel Lemblin mit 2 Höfen und einem Söldengut zu Kleugkheym (im einzelnen beschrieben). Hanns Lemblein ist bei der Belehnung jedoch "außer Landes" (weswegen er eine Vollmacht schickt: siehe folgendes Regest).
[Nürnberg, Germ.Nat'museum, Imhoff-Archiv Fasc.26 (Lemlein-Archiv) Urk.28. - Fotokopie. - Vergl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.153.]

→ Diese Belehnung erfolgte nach dem Tod 1473 des Vaters Hans.

 •  1476 Lehenbrief: Philipp, Bischof von Bamberg, belehnt Caspar Lemlein von Nürnberg zugleich für seinen außer Landes befindlichen Bruder Hanns sowie ihren Vetter Michel Lemlein mit einem Hof zu Sweißdorff, 2 Simra Korn aus einem Gütlein und einen Zehend zu Treuntz, 2 Gütlein zu Trunstat, 31 Acker Feld am Heydelsteig hinter dem Heilgen Grab zu Bamberg, außerdem mit folgenden Eischerlehen: ein Hof zu Obernheyde, 16 Acker Holz bei Weipelßdorf auf dem Rotenpühel am Spitelholz gelegen.
[Lemlein-Archiv, wie oben, Urk.29, Lehenbrief.]
[Ebenso StA Bamberg, StB 9 (Lehenbuch des Bischofs Philipp von Henneberg, Bd.2 1475-1487 f.19.]
[Laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.153, 154, 42.]

 •  1476, Mittwoch nach Sonntag Iudica, werden Hanns und Caspar etwo Hannsen Lembleins Sonen, zusambt Michel Lemblein irem Vetter, Bürgern zu Nürnberg, mit einem Zehend zu Wolckendorff belehnt.
[Lemlein-Archiv, wie oben, Fasc.26 Urk.30. - Fotokopie durch Johannes Lämmel.]
[Vergl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.154]

 •  18.1.1488: Bischof Heinrich von Bamberg belehnt die Vettern Caspar und Michel Lemlein zu Nürnberg, nachdem ihr Bruder und Vetter Hans Lemlein mit Tode verschieden ist, mit den 1476 genannten Lehen zu Sweißdorf usw.
[Lemlein-Archiv, wie oben, Urk.34.]
[Ebenso StA Bamberg, StB 11 (Lehenbuch des Bischofs Heinrich III Groß von Trockau 1487-1500) Bd.2 f.39.]
[Laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.154, 42]

 •  1490 Lehenbrief: Philips vom Stein belehnt den Caspar Lemlein und seinen Vetter Michel Lemlein, Bürger zu Nürnberg, mit 2 Höfen und 1 Söldengut zu Clewckheim (im einzelnen beschrieben).
[Lemmel-Archiv Urk. 35a][vergl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.154]

 •  1491 Lehenbrief: Hanns vom Stein belehnt Caspar Lemlein und seinen Vetter Michel Lemlein, Bürger zu Nürnberg, mit 2 Höfen und 1 Söldengut zu Clewckheim (im einzelnen beschrieben).
[Lemmel-Archiv Urk. 36][Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.154]

 •  1493 gleiche Belehnung wie 1490 und 1491, durch Fritz vom Stein.

 •  1497 gleiche Belehnung, durch Ekarius vom Stein.
[Lemmel-Archiv Urk. 37b und 39]

 •  9.5.1497: Caspar und Michel die Lemlein Gevettern zu Nurmberg schreiben an Domprobst Veit Truchsess zu Bamberg über den Zehend zu Welkendorf, welchen sie an Otten von Aufsess zu Freyenfels um 115 fl verkauft haben.
[Staatsarchiv Bamberg, Urkunden der Bamberger Domprobstei, Urk. A 110, L.115, Nr.4062. 2 Siegel. - Fotokopie und Maschinschrift durch Gerhard Lemmel]

→ Darunter sein Siegel: Ein stehendes Lamm im Schild ohne Helm; Umschrift: S. Caspar (Lemlein - kaum lesbar).

 •  1501: Manlehen des Bischofs Veit zu Bamberg über den Zehend zu Ludwag mit aller seiner Zugehorung zu Dorf und zu Felde:

 •  Caspar Lemlein erhält ein Viertel dieses Zehends, der von seinem Vater Hanssen Lemlein auf ihn gekommen ist;

 •  Caspar und Michel Lemlein erhalten den halben Teil und ein achtel dieses Zehends, , der von ihren Eltern auf sie gekommen ist.
[Staatsarchiv Bamberg, Standbücher unter A221/1, Standbuch 13 S.138, Lehenbuch des Bischofs Veit I. Truchsess von Pommersfelden 1500-1503. - Fotokopie und Maschinschrift durch Gerhard Lemmel]

→ Ludwag: ca 10 km nordöstlich von Bamberg, 5 km südöstlich von Schesslitz.

 •  1502: Caspar und Michel Lemlein zu Nuremberg Gevettern werden belehnt, und zwar in Sweysdorff, Treyntz, Trunstat, am Heydelsteig bei Bamberg, zu Obernheyde, Weypelsdorf.

 •  1505: Dieselbe Belehnung wie 1502.
[Staatsarchiv Bamberg; 1502: Standbuch Nr.14, S.48, 48', Lehenbuch des Bischofs Veit I. 1501-1503; 1505: Standbuch Nr.20, S.73, 73', Lehenbuch des Bischofs Georg III. - Fotokopie und Maschinschrift durch Gerhard Lemmel 1981.]

 •  1505 Lehenbrief: Bf Georg von Bamberg belehnt die Vettern Caspar und Michel die Lemlein zu Nürnberg nach dem Tod des Hans Lemel mit 1 Hof zu Sweysdorf, 1 Gütlein und 1 Zehend zu Treyntz, 2 Gütlein zu Trunstat, 31 Acker Feld am Heydelsteig hinter dem Heiligen Grab bei Bamberg sowie mit den Eischerlehen: 1 Hof zu ObernHeide, 16 Acker Holz bei Weypelsdorf auf dem Rotenpühel am Spitalholz gelegen (Güter im einzelnen beschrieben).
[GNM Imhof-Archiv Fasc.27 Nr.1]

→ Warum hier noch einmal der Tod des Hans Lemel erwähnt ist, ist unklar. Der war ja schon im Lehenbrief von 1488 als gestorben gemeldet. Offenbar hat der Schreiber den Lehenbrief von 1488 einfach abgeschrieben. (HDL)

 •  1511-1512: Michael Lemlein ist nach Caspars Tod der alleinige Lehensträger.
[Lemlein-Archiv, wie oben, Fasc.27 Urk.3a, 3d, Lehenbriefe 1511-1512]

 •  28.9.1508: Caspar und Michel die Lemlein, Vettern, Bürger zu Nurmberg, verkaufen an Ulrich von Rusenbach zu Trunstat ihre zwei Güter zu Trunstat, ..., daran die Erbschaft Haintz Fewrer ist, ...

 •  Gesiegelt von Caspar und Michel Lemlein sowie Anthoni Harsdorfer und Hans Im Hof zu Nurmberg.
[Staatsarchiv Bamberg, Bestand G 35 I Nr.260. - Siegelfotos durch Gerhard Lemmel] - [Rudolf M.Kloos: Nachlass Marschalk von Ostheim Urkunden, in: Bay. Archiv-Inventare Heft 38, Neustadt/Aisch 1974, Urk.260]

→ Sein Siegel: Ein stehendes Lamm im Schild mit Helm, darauf dasselbe Lamm.

 •  2.10.1508 Aufschreibbrief wegen dieses Verkaufes an den Bischof von Bamberg.
[StsA Bamberg, Urk. A 50 V, L.505, Nr.3696. - Wortlaut und Fotokopie durch Gerhard Lemmel 1984]

 •  1511 nach Caspar Lemleins Tod wird Michel Lemlein mit den Bamberger Lehen belehnt, die zuvor (1505) die Vettern Caspar und Michel Lemlein zusammen innegehabt hatten.
[StsA Bamberg, Standbuch 21, Fol.42 und 42'. - Wortlaut und Fotokopie durch Gerhard Lemmel 1984]


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