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Contz Lemlein n206 – in Bamberg und Frauendorf


Vater: B-26/c Conrad Lemlein n185

(* etwa ?1445/1450), † vor 1521

1452, 1460 unmündig, sein Vormund ist Hans Lemlein, der Nürnberger Ratsherr. In Bamberg, dann in Frauendorf bei Staffelstein.

Kinder:

1. Hermann, (* etwa ?1480) - in Frauendorf, siehe Ba-28/m

2. (Tochter) Lemlein n287, (* etwa ?1480)

∞ vor 1521 mit Fritz Ulrich n294

(* etwa ?1480)

In Unterleiterbach.

Regesten:

 •  1452 bis 1470 hat Hans Lemlein in Nürnberg in Vormundschaft für "Contz Lemlein Contzen Lemleins Sohn" Anteile am Lehen in Unterleiterbach:

 •  28.4.1452: "Hanns Lemlein zu Nuremberg habet in feudum Contzen Lemlein ettwann Contzen lemleins Sone zu getreußhannden bis er zu seinen tagen komet und solch lehen selbst empfahen mag": das Drittel am Dorfzehnten ohne ein Zwölftel und zwei Teile am Reutzehnten zu Unterleiterbach, " die von dem egenannten Contzen Lemlein seinem vater uf In erstorben und komen ist.
[StA Bamberg StB 5, Lehenbuch des Bischofs Anton von Rotenhan 1432-1459 Bd.2 fol.223'. - Laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.16 u. 102]

 •  25.1.1460: Hans Lemlein habet in feodum Contzen Lemlein ettwan Contzen Lemleins Sone zu getrewß hannden vorzutragen biß er zu seinen tagen kompt.
[StA Bamberg StB 7, Lehenbuch des Bischofs Georg I. von Schaumburg 1459/1475 Bd.2 fol.242'. - Laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.16 u. 102]

 •  16.10.1470: Hans Lemlein, Bürger zu Nürnberg, der etliche Lehen für seinen Vetter Conz Lemlein bis zu dessen Volljährigkeit vorgetragen hat, nämlich 1/3 am Dorfzehnt ohne 1/12 und zweiteil am Reutzehnt zu Nydern Laterpach, schreibt diese Lehen auf Bitten seines Vetters dem FB Jorgen (von Schaumberg) gegenüber auf, damit dieser sie selbst empfangen kann.
[Nürnbg. Patr. Urk. A 102 L. 426 Nr.633 StA Bamberg. - Mitgeteilt von Hans Paschke. - Fotokopie und Maschinschrift GL 1984]

 •  22.10.1470: Conz Lemlein wird von Georg von Schaumburg mit den genannten Lehen belehnt. Er ist dabei unter den "Bambergenses" angeführt.
[Schaumberg-Lehenbuch, wie oben, fol.295'. - Laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.102]

 •  1470 Privaturkunde: Hanns Panzer, Bürger zu Bamberg, tritt von dem mit Connz Lemlein, Bürger zu Bamberg, abgeschlossenen Kauf von 16 Acker Holz im Rotenpühel, Lehen des Heinrich von Schaumbergk Pfleger zu Gich, zurück, nachdem diese Grundstücke vorher schon dem Hanns Lemlein, Bürger zu Nürnberg, verliehen worden waren.
[Garm.Nat.Museum Nürnberg, Imhof-Archiv Fasc.26 (=Lemlein-Archiv) Urk.25]
[vgl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.135]

 •  1498 ist Conc Lemlein in Frauendorf bei Staffelstein (6 km nordöstlich von Unterleiterbach) genannt.
[Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.107; Quelle dort nicht ersichtlich]

→ Vorher ist in Frauendorf um 1420 Pecz Lemlein genannt, der Großonkel, der Teile seines Besitzes an die Brüder verkaufen musste, so wohl auch den Besitz in Frauendorf.

→ Nach ihm in Frauendorf und daher wohl sein Sohn: Hermann.

→ Contz Lemlein stirbt vor 27.2.1521:

 •  27.2.1521: Peter Lemlein erhält einen Acker zu Lehen, der Puchacker genannt, der an den Klingenweg und an die Hanggasse stösst. Er rührt aus dem Erbe des verstorbenen Kunz Lemlein, dessen Erben "des ackers nit, sondern gellt dafür haben nemen wollen". Peter zahlt "den elteren dreyen erben 24 güld, unnd den Jungen dreyen Kinden 29 guld" dafür.

 •  An demselben Tag erhält Fritz Ulrich von Unterleiterbach einen Acker in Kirchschletten zu Lehen, "der Anna lemlerin seiner Hausfrawen in obgemelter teylung angefallen und worden ist".
[StA Bamberg StB 553 Kammerlehenbuch 1511-1525 f.226; laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.105 u. S.16]

→ Von den in dieser Urkunde erwähnten 6 Kindern konnten bisher nur Hermann als Besitznachfolger und die mit Fritz Ulrich verheiratete Tochter erschlossen werden.

→ Herbert E. Lemmel ["Herkunft" S.108] vermutet als weitere Söhne Hans Lemlein in Coburg (siehe Lemlein-Stamm Coburg) und Conrad Lemlein in Bamberg (siehe Ba-28/l), jedoch ohne für diese Zuprdnung überzeugende Gründe anzugeben.

→ Seine Nachkommen siehe Lemlein-Stamm Bamberg, jüngerer Teil.


2008 1 19