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Jakob Lampl/Lämpl p201 – zu Fronsburg und Haugsdorf


Eltern: Br-31/c Christoph Lämpl/Lampl p231, Eva Gienger p904

* um 1576, † 1.11.1624

Zu Fronsburg und Haugsdorf. Grabstätte in Pernegg.

∞1) mit Johanna Wallerin von Haugsdorf p202

(* etwa ?1580)

sie ∞1) mit ...v.Egg, ∞2) mit Lampl.

ihr Vater: Wolfgang Christof Waller pg97, (* etwa ?1550)

∞2) mit Elisabeth Mager v.Fuxstatt p204

(* etwa ?1580)

Kinder:

aus 2.Ehe:

1. Georg Christoph Lampl, (* etwa ?1602) - zu Fronsburg, siehe Br-33/f

2. Regina Lampl, (* etwa ?1605) - ∞ Kerzenmandl/Unverzagt/v.Mögeri, siehe Br-33/h

3. Eva Katharina Lämpl, * 15.10.1607 - ∞ v.Kirchberg, siehe Br-33/i

4. Adam Lampl zu Fronsburg, (* etwa ?1609) - , siehe Br-33/j

Regesten:


[Unterschrift von Jcob Lämpl zu Fronßperg unter dem Güterverzeichnis von 1623. Stm.Landesarchiv Graz, Kopie 1975]

 •  Jakobs Kinder: Der Pernegg-Konvent [siehe unten] kümmerte sich um das Seelenheil von zwei Söhnen und einer Tochter. Die Söhne sind Georg Christoph und Adam. Den Geburtseintrag der Tochter Eva Katharina fand ich in Wien St.Stefan. Eine weitere Tochter muss Regina sein, die laut Haan, der Testamente auswertete, eine Schwester von Adam ist. (Wissgrill gab Regina als Tochter von Jakobs Bruder Johann an, wohl irrtümlich.) Welche der beiden Töchter in Pernegg beigesetzt wurde, habe ich nicht untersucht (HDL).

 •  Jakob Lampl Edler zu Fronspurg, auch Herr zu Haugsdorf V.v.M.B., war 1600 bis beyläufig 1607 Nieder Österr. Landrechts Beysitzer, übernahm 1610 das Gut Fronspurg. Er und seine Gemahlin wurden von Gundacker Herrn von Polhaim Freyherrn den 21.Jänner 1621 über ihre Gülten zu Stinkenbrunn und Nappersdorf belehnt (Fischerberg Mscr).
[Franz Karl Wissgrill: Schauplatz des landsässigen niederöst. ... Herren- und Ritterstand. Wien 1804, Band 5 S.417]

 •  Bis 1603 war Jacob Lampel Besitzer von Haugstorf, das 1603 verkauft wurde.

 •  1619 während des böhmischen Aufstandes wollte Jakob Lampl den österreichischen Ständen nicht gehorchen und wandte sich mit seiner Familie nach Wien. Sein Postbote, der Postillon Andreas Stokinger, wandte sich in das böhmische Königreich und errichtete die Post in Neuhaus. Er schloss sich den Neuhausern an, die sich damals gegen die Herrschaft stellten.
[Deutsches Familienarchiv Band 7, Neustadt/Aisch 1958, Seiten 9ff]

 •  Geboren 15.10.1607 Wien St.Stefan: Eva Catharina Lämpl, Vater Jacob Lämpl, Paten: Hans Balthasar v.Hoyos Catharina uxor, Frau Veronica von Molar zu ....
[Wien St.Stefan, Geburtsmatrikel, durchgesehen 1602-1615]

 •  Nach 1609 erbt Jacob Lampl von Fronsperg von seiner Mutter Eva geb. Gienger in Wien Anteile des Hauses Seilergasse 3. Die anderen Anteile erbten seine Nichte Barbara Welzer und Lucretia Walterskirchen. 1631 wird das Haus an Christoph Freiherr von Concin auf Stramersdorff und Streitwiesen verkauft.
[Paul Harrer: Wien, seine Häuser, Menschen und Kulturen, Wien 1957]

 •  1615 erhält die Propstei in Pernegg eine ewige Stiftung von Jakob Lampel, Herrn zu Frunsperg, mittels eines Weingartens zu Retz und 1000 fl Bargeld. Jakob Lampl wählte für seine Familie eine Grabstätte im Kloster Pernegg und errichtete in der dortigen Andreaskirche einen Altar zu Ehren von Joh.Bapt. Das Original ist im Stiftsarchiv Geras; rotes Wachssiegel mit dem verbesserten Lampelschen Familienwappen mit gekröntem Helm und 7 Straußenfedern und der Umschrift IACOB LAMPL ZV FRONSPVRG.

 •  Der Convent Pernegg bestätigt, den Stifter und seine beiden Söhne und die Tochter (zweyen jungen Herrlein und Freylein) ihrer Gebete und geistlicher Gnaden teilhaftig werden zu lassen.

 •  Nach Wissgrill war Jakob Lampel's Gemahlin Johanna Wallerin von Haugsdorf; nach dem Gruftsteine war es aber Elisabet Mager von Fuxstatt. Im Jahre der Stiftung (1615) war er schon Witwer.

 •  Er hatte 2 Söhne, Georg Christoph und Adam; und eine Tochter, Eva Katharina ∞ mit Christoph Siegmund Frhrn v. Kirchberg. Der 2. Sohn, Adam Lampel, Herr zu Fronsburg und Grossau, † 1676, verkaufte Fronsburg 1670 an Johann Rascher von Weyeregg. Seine Gemahlin war Anna Sabina Herrin von Hoyos, Tochter des Adam Eusebius Frhrn v. Hoyos zu Persenbeug.

 •  In der Familiengruft fand man 1899 eine kleine vergoldete Tafel: "Hie ligt begraben der Edl und Gestreng Herr Jacob Lampl zu Fronsperg, der Rom. Kay. May. Beysitzer der N. O. Landtsrechten, ist gestorben den 1. Novembris Anno 1624 Seines Alters 48 Jahr. Gott verleie ihm eine froliche Auferstehung. Ammend."

 •  Inschrift der mächtigen Sandsteinplatte, die beim Öffnen 1866 zerbrach: " Hie ruet der Wol Edle Geborne Herr Iacob Lampl Edler Herr von und zu Franspurg, Herr auf Haugstorff, Oberfladniz und Peigarden, der Röm Kay Mai: Rat und Beisitzer der NÖ Landsrechten, und dessen Frau Gemahlin Frau Ellisabeta, ein geborne Magerin v. Fuxstatt, so in Gott entschlaffen den 1. Novembris Anno 1624 (muss auf Jakob bezogen werden!), sambt deren Fraven Schwer (= Schwiegertochter) der Hoch und Wolgebornen Frau Anna Sabina Frauen Lamplin Edle Herrin von und zu Fransperg ein geborne Herrin von Hoyos, so in Gott auch entschlaffen den 30.Novemb.1661."
[Alphons Zák: Das Chorherrenstift Pernegg. Bl. d. Vereins f. Landeskde v. NÖ Jg. NF 34, 1900, S.246. - GL 1982] - Hier wird die (teils falsche) Lampelsche Familiengeschichte laut Wisgrill zitiert, u.a., Christoph Lampel zu Freundsberg "bei Feistritz in der Steiermark".

 •  9.3.1623 besitzen Jacob Lämpl zu Freundtperg und Hauekhstorf, Georg Christoff Waltherßkhircher von und zu Wolfsthall zu Chundshaimb ∞ Lucretia Lämplin von Fronsperg, und Gebhart Wilhelm von Welzer von Eberstain und Prunzendorff ∞ Barbara Lämplin, zahlreiche Gülten und Güter im Ennstal um Liezen und im Paltental um Rottenmann, die sie von weiland Herrn Sebastian Lampln, ihrem Herrn Vetter und Schwager, geerbt hatten, und die in einem Urbarium im einzelnen aufgeführt sind.

 •  1627 ebenso.
[Steierm.Landesarchiv Graz, 1623: Lampl-Akten; 1627: aus A Sarau 81/903.]

→ Hiernach ist Haugsdorf 1623 noch in seinem Besitz, während es (nach dem Regest weiter oben) bereits 1603 verkauft wurde.

→ Auffallend ist, dass hier "Freundtperg" und "Fronsperg" neben einander genannt sind. Offenbar muss man beide Varianten auf die Fronsburg unweit Haugsdorf beziehen.

 •  Zwei Söhne studieren 1625 in Dillingen:

 •  Christophus Ernestus Lampel a Fronspurg Austriacus orphanus Jacobi (=Waise!, der Vater Jakob starb 1624) ann.16, convictus ad min. syntaxis sice 2.class. grammatica (29.Dez.). ("ann.16" = Altersangabe? oder er studierte hier schon anno 1616? - HDL)

 •  Adamus Lampel Fronsburgensis Austriacus convictus ad grammatica.
[Archiv f.d.Gesch. des Hochstiftes Augsburg Bd.2 u. 3, Dillingen 1909-1913, darin: Thomas Specht, Die Matrikel der Univ. Dillingen Bd.1 u. 2. - Seite 597, 1625 Nr. 176 u. 177. - GL 1985]

→ Der hier genannte Sohn Christoph Ernst muss identisch sein mit dem später ganannten Sohn Georg Christoph. Denn in Jakob Lampels Stiftung 1615 sind nur 2 Söhne angegeben.














Regesten zu Johanna Wallerin von Haugsdorf:

 •  Wolfgang Christof Waller auf Haugsdorf. Seine Tochter Johanna ∞1) mit ... v.Egg, ∞2) vor 21.1.1621 mit Jakob Lampl Edlem Herrn zu Fronsburg.
[Siebmacher Bd.31 II Niederösterreich, Textband, S.514]


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