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Die letzten Lemmel-Familien in Melsheim
Aus einem Reisebericht von Karlheinz Lämmel, Regensburg, 1997
Einige Häuser an der Kirche vorbei Richtung Norden wohnt die
Familie
Mathia. (Gilbert Mathia, 131 Chemin Bitzen, F-67270 Melsheim). Linkes
Bild.

Sie bestätigt, dass im Ort vier anwesende Familien Laemmel/Lemmel
vorhanden waren.
Das erste Haus, zur Zeit leer, liegt genau gegenüber Herrn Mathia
und
steht zum Kauf an. Rechtes Bild. Es ist lediglich noch der Hausname
erhalten. Eigentümer soll eine Familie Ludwig sein.
Herr Gilbert Mathia wies uns dann den Weg zum Friedhof, der
außerhalb
am Nordrand des Dorfes liegt. Bei der Abzweigung von der
Hauptstraße
zum Friedhof liegt links das Anwesen Heyer. Es sit ebenfalls ein
ehemaliges Laemmel-Anwesen, das ein Auswanderer namens Heyer nunmehr
gekauft und hergerichtet hat.
Nach dem Friedhofbesuch kamen wir wieder zurück zur
Hauptstraße. Wir
wandten uns dann rechts und bei der nächsten Straße wieder
nach links.
Dort steht auf der rechten Seite das Anwesen des Bruders des Heern
Gilbert Mathia.
Anschließend auf der rechten Straßenseite ist ein weiteres
Laemmel-Anwesen. Es ist derzeit noch von einer Frau Laemmel bewohnt,
deren Mann am 28.5.1997 verstorben war. Wir wollten deshalb nicht
stören. Im Flur des Anwesens des Bruders von Herrn Mathia
hängt noch
ein Linolschnitt aus dem Jahr 1949 von einem Kunstmaler Erdel. Darauf
ist noch das abgebrochene Haus des nachbarlichen Lämmel-Anwesens
zu
sehen.

An der Straße gegenüber steht ein Haus mit
türkisfarbener Fassade.
Hier handelt es sich ebenfalls um ein ehemaliges Laemmel-Anwesen. Vor
einigen Jahren wurde der Stadel dieses Anwesens abgebrochen. Herr
Mathia teilte mit, dass aus diesem Stadel von seiner Familie ein
Querbalken gerettet wurde, der nunmehr schräg gegenüber in
das Anwesen
seines Bruders als Unterstandstragbalken eingebaut wurde. Die Inschrift
auf dem Balken betrifft den 1793 geborenen Bauern Georg Lemmel (siehe
Me-39/fm), der 1834 zusammen mit seiner Frau Anna Paulin sein
Bauernhaus errichtete.
Vom Mesner der Kirche, Herrn Harmann, erhält man die
Schlüssel zur Kirche.
Er sagte mir, dass auf der Ehrentafel für die Gefallenen des
Weltkrieges 1914-1918 ebenfalls ein Lemmel aufgeführt ist.
Die Menschen in Melsheim waren sehr aufgeschlossen, sehr freundlich und
hilfsbereit. Sie freuten sich, dass jemand Interesse an Melsheim hat.
Herr Gilbert Mathia lud mich sogar noch zu sich ein und zeigte mir sein
am Ortseingang liegendes Haus.
Der Mesner gab Auskunft, dass der Pfarrer, ein 32-jähriger
Elsässer, im
Nachbarort Dettwiler residiert. Die Kirchbücher befinden sich
ebenfalls
in Dettwiler, auch für Melsheim. Die Frau von Herrn Harmann
erwähnte
zum Schluss noch, dass zwei ledige Lemmel, ein Mann und eine Frau, noch
lange in Melsheim wohnten und bei einer Familie Lambs in Stellung
waren. Familie Lambs ist noch in Melsheim wohnhaft und kann Auskunft
geben. Auch in den umliegenden Ortschaften sollen noch Lemmel mit "e"
und Laemmel mit "ae" wohnen.Ende
Ende
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