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Kaleidoskop:

Geografie

Lemmel ist ein Ortsteil von Hude im Oldenburgischen, hervorgegangen aus einem kleinen Gehöft ("Kate", "Köterei"). Ein Lexikon-Eintrag von 1845 besagt folgendes:
Lemmel bei Lintel. - Einzelne Köterei, zum Kirchspiel Hude gehörig. - 1 Haus, 5 Einwohner. - Großherzogthum Oldenburg. - Herzogthum Oldenburg. - Kreis Delmenhorst. - Justizamt Ganderkesee zu Falkenburg, resp. Landgericht Delmenhorst. - Justizcanzlei Oldenburg. - Der Lemmel ist eine vom eigentlichen Dorfe Lintel abgesondert liegende Köterei mit einem großen Busch (Gehölz) auf einer weit hervorragenden Anhöhe. Seinen Namen hat er wahrscheinlich von dem hier befindlichen Lehm, und von Lo, welches Holz bedeutet: also Lehmlo, abgekürzt Lemmel.
[Joh.Fr.Kratzscg: Neuestes Alphabetisches Lexicon der sämmtlichen Ortschaften der Deutschen Bundesstaaten, 2.Abt., 2.Band, Naumburg 1845. - Internet 2013]

Im Pflegamt Regenstauf gibt es den Lämmelhoff (Lamlhof) südlich und nahe bei Wolfersdorf. Im Neuburger Taschenbuch Lampelhof, 1568 Lemblhoff. Zwei Kilometer westlich davon ein Lammelhöfl (oder Ranzen). Schon im Rep. Burglengenfeld sind beide als Lamelhof oder Lamelhöfel auseinander gehalten.
[Otto Rieder: Die pfalzneuburgische Landschaft. Neuburger Kollektaneenblatt Jg.65, 1901, S.52, 97; Jg.66, 1902, S.196. - GL 1978]


Im Jahre 1312 erwirbt das Augsburger Domkapitel ein Bauerngut in Zusamaltheim namens "Lemmelhof".
[Bay.Hauptstaatsarchiv München, Augsburg Domkapitel U 131. Vergl. Regesta Boica Bd.5 1836 S.224.]
   
Noch 2013 gibt es hier einen Lämmerbauer und eine Lämmerbauerstraße. [Mtlg Manuela Winkelbauer 2013]
Ob der Lämmerbauer von 2013 noch auf dem selben Hof sitzt, der 1312 "Lemmelhof" hieß?

Ende

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