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Tidemann Giese D401 – Bischof von Kulm und vom Ermland


sein Taufname: Tiedemann Bartholomäus

Eltern: Gie-28/i Albrecht Giese D652, Elisabeth Langenbeck D664

* 1.6.1480 in Danzig, † 23.10.1550 in Heilsberg

Begraben im Frauenburger Dom neben Kopernikus.

Regesten:

 •  Ausführlich (und weitere Quellen) siehe Heinz Gerlinger: Bischof Tiedemann Giese (1480-1550), Freund des Nikolaus Kopernikus - und sein Geschlecht. In: Genealogie Bd.15 S.465-472, Heft 3/1981.

 •  Eine Bildnistafel, ein Holzrelief mit seinem Porträt, hing im Königsberger Schloss.
[Theodor Müller: Deutsche Plastik der Renaissance. Die Blauen Bücher, Verlag Langewiesche, Königstein 1963. Text S.12, Abbildung (Aufnahme von Helga Schmidt-Glaßner) S.55.]

 •  Diese Bildnistafel befindet sich jetzt in Berlin im Schloss Grunewald. Sie wurde im russisch besetzten Königsberg entwendet und kam auf nicht geklärte Weise nach Deutschland, wo sie der Skulpturengalerie in West-Berlin zum Kauf angeboten wurde. Weil das Königsberger Schloss der Preussischen Schlösserverwaltung unterstanden hatte, wurde sie der Berliner Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten übergeben, die sie im Schloss Grunewald unterbrachte.
[Prof. Dr. Helmut Börsch-Supan, Verwaltung d. staatl. Schlösser u. Gärten. Berlin; Mtlg 1994]

 •  Studiert in Leipzig, Basel, Italien. Magister, dann Sekretär des Königs von Polen.

 •  1508 ermländischer Domherr.

 •  1515 Pfarrer an St.Peter in Danzig.

 •  1519 Adels- und Wappen-Verleihung an ihn und seine Geschwister durch Kg Sigismund von Polen.

 •  1523 Domkustos in Frauenburg.

 •  1532 Koadjutor des Bischofs von Ermland.

 •  1538 Bischof von Kulm auf Schloss Loebau.

 •  1549 Bischof von Ermland.

 •  Statthalter des Kapitels Allenstein.

 •  Freund von Kopernikus.
[APG 3120 und APG 3249] [Erich Lemmel]


2010 5 21