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Cunradus Lemmelinus v900 – reicher Bürger in Heilbronn


Eltern unbekannt

(* etwa ?1175)

1220 reicher Bürger in Heilbronn, der dem würzburger Bischof Geld lieh.

Sohn:

1. ... Lemmelin, (* etwa ?1210) - in Heilbronn, siehe Hb-21/a

Regesten:

 •  1220 verkauft Bischof Otto von Würzburg auf ein Jahr alle seine Einkünfte in Heilbronn mit Ausnahme der Weinbede an sechs Heilbronner Bürger: Cunrado Lemmelino, Hartmodo Sholloni, Henrico Burbach, Gerungo de Flige, Cunrado de Louphe, Swickero.

 •  Der verschwenderische und prachtliebende Bischof Otto von Lobdeburg (1207-1223), der durch freigibigkeit und Verschwendungssucht Güter und Einkünfte des Hochstifts verschleuderte, verpfändete 1220 alle Zinsen und Gefälle, die das Hochstift in Heiolbronn hatte, ausgenommen den Bedwein.

[München. Orig.Perg. Abdruck: Monum.Boica 45 S.56 n.33]

[Württ. Oberamtsbeschreibungen, Oberamt Heilbronn Band 1, Stuttgart 1901, Seiten 13f]

[Regest Heilbronner Urkundenbuch 1, 3 n.11. Laut: Wirtemb. Urkundenbuch Bd.11, Stuttgart 1913, S.464 Urk.5569]

[Eugen Knupfer: Urk'buch der Stadt Heilbronn Bd.1 = Württ. Gesch'quellen Bd.5, Stuttgart 1904, S.3 Regest 11.]

→ Hier ist die Schreibweise "Konrad Lemellin".

→ Laut Knupfer ist das Original in der Chron.Schönthal, Landesbibl. Stgt.

[Carl Jäger: Gesch. d. Stadt Heilbronn, Heilbronn 1928, Bd.1 S.50]

[Karl-Heinz Mistele: Bemerkungen zum Patriziat der Reichsstadt Heilbronn. In: Lemmlein Filii, Fürth/Stuttgart 1975, S.79ff, Selbstverlag Lemmel]

→ Hier wird statt "Flige" "Fline" angegeben, nach Flein bei Heilbronn.

[Württ. Oberamtsbeschreibungen, Oberamt Heilbronn, Bd.1, Stgt 1901, S.13f. - GL 1982]

→ Die genannten Heilbronner Bürger, an deren Spitze Cunradus Lemmelinus steht, hatten dem Bischof von Würzburg Geld geliehen, das dieser dadurch zurückzahlt, dass er seine Einkünfte in Heilbronn an die Geldgeber abtritt.

→ Cunradus Lemmelinus dürfte der Großvater der Brüder Lemmelin sein, die ab 1281 beurkundet sind. (HDL)


2008 11 2