Hb-24/a zur Stammtafel Hb Hb-24/a

Volmar Lemlin v908 – in Heilbronn


Vater: Hb-23/c Volmar Lemlin v907

(* etwa ?1320), † zw. 1374/1381

1353-1374 Heilbronn, 1353 Verkauf von Gütern in Laufen u.a., 1360 Böllingen, Neckargartach 1364 Großgartach

∞ vor 1353 mit Agathe .... v888

(* etwa ?1325), † nach 1381

Kinder:

1. Tochter Lemlin v913, (* etwa ?1350)

∞ vor 1374 mit Hans Bernhard v993

(* etwa ?1345)

1374 siegelt er als Richter in Heilbronn, Volmar Lemblins Tochtermann.

2. Volmar, (* etwa ?1355) - in Heilbronn und Wimpfen, siehe Hb-25/a

3. Tochter Lemlin v912, (* etwa ?1355), † vor 1390

∞ vor 1379 mit Hans Erer v962

(* etwa ?1345), † 5.12.1428

Erw. ab 1378. 1395 und 1399 Bürgermeister von Heilbronn. 1412 Ratsherr in Heilbronn.

er ∞2) vor 1390 mit Barbara Lütfried v963

(* etwa ?1355)

4. Klara Lemlin v914, (* etwa ?1355)

∞ vor 1381 mit Heinz v.Stein v994

(* etwa ?1350)

5. Eberhard, (* etwa ?1355) - , siehe Hb-25/b

Regesten:

 •  5.12.1353: Volmar Lemlin und seine Frau Agatha, Bürger zu Heilbronn, verkaufen an Ritter Hofwart von Lauffen
- ihre Hofraite in der Stadt Lauffen, wo das Thürlein hineingeht,
- ihre Hofstatt im Dorf Lauffen an der Steige,
- ihre Güter in diesen beiden Orten und zu Besigheim und Hausen um 170 Ofund Heller, worüber sie quittieren und stellen als Wehrbürgen Heinrich Wigmar den alten Schultheißen, Lütwin den jungen, und Gebwin, des Ausstellers Bruder, Bürger zu Heilbronn. Siegler die Aussteller und die Bürgen. St.A. Lauffen 1 Or., Pg., das 1. u. 3. Siegel abgegangen, die beiden anderen stark beschädigt.
[Württ. Gesch'quellen Bd.5, Stgt 1904: E. Knupfer: Urkundenbuch der Stadt Heilbronn Bd.1 S.96 Regest 220]
[Urk. u. Akten des K. Württ. Haus- u. Staatsarchivs, Abt. 1, Württ. Regesten 1301-1500, Teil I, Altwürtt., Stgt 1916. - Nr.10312 S.399]
[Vgl. Württ. Oberamtsbeschr., Oberamt Brackenheim, Stgt 1873, S.286: Hausen an der Zaber]

 •  1358 "Gebwin Volmar und Volmar sein Bruder". Die Siegel dazu lauten auf Gebwin Lemelin und Volmar Lemelin.

 •  27.11.1358: Rainbot Strulle und seine Hausfrau Gere, Bürger zu Gailprunn, verkaufen um 380 Pfund Heller an den ehrbaren, bescheidenen Cuntz v.Steten, Bürger zu Hailprunn, die Güter, die Gere von ihrer Schwester Oaline, Bürger zu Hailprunn, anerstorben sind. - Bürgen, zur Leistung in Hailprunn verpflichtet: Dieter Gebwin, Gerhard v.Weiblingen, Gebwin Volmar und Volmar sein Bruder, Bürger zu Hailprunn. - Siegler: 1 als Aussteller, 2-5 als Bürgen. - Perg, 5 Siegel. Stadtarchiv Schwäbisch Hall U 21. Regest: Stadtarchiv Schw.Hall Rb.5, 1 Bl.288).
[Friedrich Pietsch: Die Urkunden des Archivs der Reichsstadt Schw.Hall, Bd.1: 1156-1399]
[Kopie der Urk. Stadtarchiv Schw.Hall, Schreibmaschinen-Umschrift durch GL vorhanden]

 •  11.4.1360: Raven von Dalsbach, Edelknecht, und seine Frau Anna verkaufen ihre Güter und Abgaben zu Böllingen mit Ausnahme der Mühlstatt an Volker Lemlin zu Heilbronn.
[Stadtarchiv Heilbronn, Heilbronnica2 S.31 Fußnote 112] "Volker" muss richtig "Volmar" heißen (HDL).

 •  Ausführlicher: 11.4.1360: Raven von Daisbach, Edelknecht, und seine Frau Anna verkaufen ihre Güter und Zinse zu Böllingen, die Mühlstatt ausgenommen, um 120 Gulden, worüber sie quittieren, mit beiderseitigem Kündigungsrecht auf 10 Jahre, je 2 Monate vor Georgii. Im Falle des Rückkaufs dürfen die "schaff, die Volmar gende haben, volle degen" (Anmerkung: degen muss hier gleichbedeutend mit "Weide haben" sein), bis Martini. Lemlin kann ein Haus unter 12 Pfund Heller bauen und erhält beim Rückkauf eine von 2 Schiedsleuten und einem von diesen gewählten Obmann zu bestimmende Summe. Die Verkäufer wehren die Güter, solange sie bloß verpfändet sind, und geben sie dann dem Lehensherren auf.

 •  Bürgen: Beringar von Kirchhausen; Kunz und Bernhard Strube von Thalheim, beide zu Kirchhausen; und Reinbot von Klingenberg, Edelknechte, mit der Verpflichtung zum Einlager in Heilbronn. (Heilbronn, Stiftungspflegeregistratur Fasz. 127,7. Or.Pg., von den Siegeln nur das vorletzte erhalten, beschädigt)
[Knupfer S.104 Reg. 243]
[Siebmacher]

 •  1360: Rafan von Taspach, Edelknecht, verkauft seine von Kloster Steinheim erkauften Rechte und Güter in Neckargartach mit Ausnahme der Mühle um 120 fl an Volmar Lemlin, Bürger zu Heilbronn.
[Württ. Oberamtsbeschreibungen, Oberamt Heilbronn, Bd.2, Stgt 1903, S.428. - GL 1982]

 •  1362: Gute Veldnerin genannt die Pfälin, Bürgerin zu Heilbronn, verkauft an Walther Senft, Bürger zu Hall ... - Siegler die Ausstellerin und Volmar Lemmlin, Bürger zu Heilbronn. (Gabelkhover, Kollektaneen, Hschr. Landesbibl. Stgt).
[Knupfer S.112 Reg.266]

 •  26.4.1363: Hans von Münchingen, Bürger zu Heilbronn, verkauft 10 Pfund Heller und 20 Hühner Gülte von Gütern zu Wimmenthal um 120 Pfund Heller an Raven von Neuenfels, Edelknecht. - Bürgen: Volmar Lemlin; Seitz Gerhart; Hans Fuer der Junge; und Hans Lutwin, Bürger zu Heilbronn. (StA Schönthaler Diplomatar von 1512: Bl.91; von 1691: 1 Bl.244)
[Knupfer S.113 Reg.268]

 •  1.9.1363: Gewin Wigmar, Bürger zu Heilbronn, verkauft ... an Conrat Mutzmeister (sic) Schultheiß zu Hall ... - Zeugen: Die Richter und Bürger zu Heilprunn Conrat Gewin, Gerhart von Waiblingen, Stz Gerhart, Volmar Lemblin, der junge Hans Fuwer, Rucker Gewin.
[Pietsch, wie oben 1358, Urk. Nr.417]
[Kopie der Urk. Stadtarchiv Schw.Hall, Schreibmaschinen-Umschrift durch GL vorhanden]

 •  2.10.1363, Mergentheim: Pfalzgraf Ruprecht (I.) befiehlt der Stadt Mosbach von der jährlichen Steuer 60 Pfund Heller an Volmar Lemlin, Bürger zu Heilbronn, auszuzahlen, bis die 600 Pfund, die er genannten Heilbronner Bürgern schuldet, abgelöst seien. (Koch-Wille, Regesten der Pfalzgrafen am Rhein, 1837 ff, 1,212 3561/3562).

 •  a) Derselbe verschreibt seinem Wirt Volmar Lemel, Bürger zu Heilbronn, 60 Gulden von der gewöhnlichen Steuer zu Mosbach für seine Schuld von 600 Florentiner Gulden. Heidelberg Mai 29.

 •  b) Derselbe versichert Mosbach, dass diese Summe von der Steuer abgehen solle.
[Knupfer S.113 Reg.269]
[Karlsr. Copb. 464, 34 v. - Laut: Regesten der Pfalzgrafen am Rhein Bd.1 1214-1400, Innsbruck 1894, S.207 Reg.3473, S.212 Reg.3561]

 •  1364: Volmar Lemlin und seine Frau Agathe, Bürger, verkaufen an den Dechanten und die Herren gemeinlich des Wimpfener Stifts ein Pfund guter Heller Gült Wimpfener Währung, zahlbar an Jakobi dem Präsenzmeister zu Wimpfen, aus ihrer von dem von Staufeneck gekauften Kelter zu Großgartach um 15 Pfund guter Heller. Rückkauf gestattet. - Siegler die Aussteller und das Wimpfener geistliche Gericht.
[Haus- und Staatsarchiv Darmstadt, Kopialbuch des Wimpfener Stifts Seite 1. - Laut: Moriz von Rauch, Urkundebuch der Stadt Heilbronn Bd.4, Württ. Gesch'quellen Bd.20, Stgt 1922. S.825 Regest 3479]

 •  4.12.1364 Heilbronn: Ludwig genannt der Swiner, Bürger zu Heilbronn, verzichtet nach dem Urteilsspruch der Schiedsrichter Rudolf von Homburg, Landvogts in Unterschwaben, Konrad Gewin, Volmar Lemplin und Hans Lutwin, Bürger zu Heilbronn, zugunsten des Klosters Steinheim auf seine Ansprüche an eine Wiese im mBadgarten zu Steinheim gegen 7 Pfund Heller als Ersatz für seine Kosten.
[Knupfer S.114 Reg.272]

 •  24.6.1367: Volmar Lemlyn und Heinrich Hars siegeln eine Urkunde des Ulich von Cronberg, Vitztum im Rheingau.

 •  29.6.1367: Lemlin und Heinrich Hars, Bürger zu Heilbronn, besiegeln die Abschrift einer Urkunde des Dietrich von Hardenberg.
[Fritz Viegener: Regesten der Erzbischöfe von Mainz Abt.II,1 (1354-1371), Leipzig 1913, S.512 Reg.2260; S.385 Reg.1700]

 •  1369/11.1.1370: In einem Streit zwischen Engelhart von Weinsberg und Harsch wird ein Schiedsgericht gebildet aus je zwei Leuten von beiden Seiten, "zu denen die von Heilbronn Volmar Lemlin als den Fünften geben mögen".
[Knupfer S.119 Reg.283, hier datiert 11.1.1370, hier auch nähere Angaben]
[Carl Jäger: Geschichte der Stadt Heilbronn, Heilbronn 1828 Bd.1 S.148, hier datiert "etwa 1369".]

 •  1.2.1374: Heinz Pfirsich und seine Frau Irmel, Bürger zu Heilbronn, verkaufen um 15 Pfund Heller Heilbronner Währung an Meister Peter Karl, Wundarzt zu Heilbronn.... - Siegler: die Richter Kunz Alwig und Hans Bernhart, Volmar Lemblins Tochtermann. (Heilbronn, Privatbesitz, Or.Pg., Siegel abgegangen).
[Knupfer S.543 Reg.295a]

 •  10.3.1374: Die Lemlin und andere Adelige werden aus der Stadt Heilbronn verstoßen. Die Lemlin kehren nicht wieder in die Stadt zurück.

 •  10.3.1374: Konrad Gewin, Volmar Lemblin, die Söhne beider, Gewin Lemblin, Hans Wigmar, Gewin Slecz bekunden, dass sie, dem Urteilsspruch des Bischofs von Speier folgend, außerhalb der Stadt Heilbronn bleiben sollen.
[F. Viegener: Regesten der Erzbischöfe von Mainz Abt.II Bd.1 (1354-1371), Leipzig 1913, S.75 Reg.3151]
[Knupfer S.127 Reg.295]

 •  Vergl. [Karl-Heinz Mistele: Bemerkungn zum Patriziat der Reichsstadt Heilbronn. In: Lemmlein filii, Fürth/Stuttgart 1975, S.85f, Selbstverlag Lemmel]

 •  Vergl. Bl. f. württ. Fam'fde Bd.1 Stgt 1921 S.51f]

 •  1381, Samstag vor dem Weißen Sonntag: Agathe Volmarin von Heilbronn gibt ihre Güter, Vogtei und Rechte zu Großgartach, die teilweise ihre Morgengabe waren und die sie an das Kloster Odenheim verkauft hat, mit Zustimmung ihrer Tochtermänner Hans Bernhart und Hans Egerer und ihrer Kinder Volmar, Anna, Klara und Else auf, "als man sann morgengabe reht und billigen üffgeben sol in dem egenannten dorffe zu Gartach" und beschwört ihren Verzicht. - Siegler: die Ausstellerin und die beiden Tochtermänner (StA Brackenheim Geistl.12 Or.Pg., nur das zweite Siegel ist erhalten).


Siegel von Hans Bernhart oder Hans Egerer.

 •  21.1.1383: "Ich Eberhart, Volmar Lemlins selige Sun". Er erkennt den Verkauf dieser Güter durch seine verstorbene Mutter Agatha an. - Siegler: der Aussteller, Hans Alwig genannt Kolbrün und Kunz Luphrit, Richter zu Heilbronn. (StA Brackenheim Geistl.12 Or.Pg., mit schön erhaltenen Siegeln).


Im Siegel: "S Eberhardi dci (=dicti) Wolmar", in der Urkunde: "Eberhart Lemlyns selige Sun von heilprune".


Hans Alwig


Cuntz Luphrit
[HStA
Stuttgart, Urk.7541 von 1381 und 7545 von 1383, Kopien und Siegel-Fotografien. - GL]
[Knupfer S.136 Reg.313]
[Urk. u. Akten, wie oben, Nr.7541 S.285]

 •  Der gleiche Akt zitiert bei [Moriz von Rauch: Die Erer in Heilbronn, Berichte des Hist.Vereins Heilbronn Heft 15, 1912, S.17]

 •  Sein Siegel unter verschiedenen Urkunden.

 •  Siegel des "Volmari Lemelin de Heilprun", in der Urkunde genannt als "Volmar Lemblin, Bürger zu Heilprunn".
[Stadtarchiv Schwäbisch Hall, Urkunde vom 1.9.1363, Heilbronn. Fotografie des Stadtarchivs für Gerhard Lemmel. Zeichnung von H.D.Lemmel kombiniert nach den Siegelabdrucken von 1358 und 1363.]

Regesten zu Agathe ....:

 •  Agathe ... "erwähnt 1353, 1364, 1379, †1380"

 •  "26.2.1379": Agathe Volmarin ... verkauft Großgartach ...
[Urk.Buch der Stadt Heilbronn und andere Quellen]

→ Die Kopie dieser Urkunde [Nr.7541] zeigt, dass das Datum richtig lautet: Samstag vor dem Weißen Sonntag 1381. (Weißer Sonntag = Sonntag nach Ostern). Agathe lebte also noch 1381 und kann nicht 1380 gestorben sein. (HDL)

Regesten zu Hans Erer:

 •  Seine Mutter ist vielleicht aus der Heilbronner Familie Erlewin. Sein Großvater ist wohl der Schultheiß Konrad Erer.

 •  Erw. ab 1378.

 •  1379 Tochtermann der Agathe Lemlin.

 •  18.6.1381 kauft er vom Heilbronner Bürger Heinz v.Stein und dessen Gattin Klara (Schwester von Hans Erers Frau geb. Lemlin) ihre Hälfte an Gütern zu Böllingen (jetzt Böllinger Hof bei Neckargartach) inner- und Außerhalb der Mark sowie an der Vogtei, dem Gericht und dem Zehnten dort. Der Kaufpreis beträgt 200 Pfund Heilbronner Heller.

 •  7.9.1384 erwirbt Hans Erer die andere Hälfte von seinem Schwager Volmar Lemlin und dessen Gattin Anna von Massenbach um 350 Pfund Heller.

 •  Hans Erer ∞2) vor 1390 mit Barbara Lütfried, Tochter des Heilbronner Bürgermeisters Kunz Lütfried.

 •  1395 und 1399 ist Hans Erer Bürgermeister von Heilbronn.

 •  1399 zahlt er 43 Gulden "Bet", was einem zu versteuernden Vermögen von 8600 Gulden entspricht. Er ist damit neben Kunz Leyder genannt Schletz der Höchstbesteuerte der Stadt.

 •  1412 ist er Ratsmitglied in Heilbronn, † 5.12.1428.

 •  Söhne: Konrad aus erster Ehe, Bürgermeister von Speier, † um 1467; Hans aus zweiter Ehe, Bürgermeister von Heilbronn, † 1475.

 •  1430 verkaufen die Brüder Hans und Konrad ihre Rechte an Böllingen an das Heilbronner Spital
[Moriz v.Rauch: Die Erer in Heilbronn, Hist.Verein Heilbronn 1922]

Regesten zu Klara Lemlin:

 •  Klara ∞ vor 18.6.1381 mit Heinz von Stein, Bürger in Heilbronn.
[Moriz v.Rauch: Die Erer in Heilbronn, Ber.d.Hist.Vereins Heilbronn Heft 15, 1923, S.17]

 •  Hans v.Stein, Bürger zu Heilbronn, war 1381 mit Charlotte Lemlin verheiratet.
[Württ. Oberamtsbeschreibungen Band 2, Stuttgart 1903, Seite 175. - GL 1982]

→ Hier sind wohl die Vornamen falsch. - Oder gibt es zwei Brüder v.Stein, die zwei Schwestern Lemlin heirateten? (HDL)


2016 1 10