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Wigmar Lemlin v910 – in Heilbronn


Vater: Hb-23/c Volmar Lemlin v907

(* etwa ?1330), † vor 1384

Inhaber des Lad- und Eichamtes in Heilbronn. Besitzer von Weingärten.

∞ vor 1373 mit Ursula .... v943

(* etwa ?1335)

1406 auch Ursell Wickmarin genannt.

Regesten:

 •  1362: von Wigmar Lemlin 1 Pfund 7 1/2 Schilling vom Ladamt, von der Stadtwaage 30 Schilling ze mittler vasten.
[Steuerstubenrechnung Heilbronn des Rechnungsjahres 1362-1363, erstes Halbjahr. Laut: Moriz v.Rauch: Urk'buch der Stadt Heilbronn Bd.4, Württ. Gesch'quellen Bd.20, Stgt 1922. S.809 Regest 3478]

 •  5.5.1373: "Ich Wigmar Lemblin, Bürger zu Heilbronn, und ich seine Frau Ursula seine eliche Hausfrau" verkaufen an das St.Klara-Kloster 4 Pfund Heller Zins von 3 Weingärten (hinter der Kirche zu Flein...) um 60 Pfund, worüber sie quittieren, und stellen als Bürgen Heinz Wisse von Besigheim und Hans Kosse, beides Bürger zu Heilbronn. Siegler der Aussteller und die Bürgen.

 •  Angeheftet eine Urkunde von 1406: Berhtold von Northeim und seine Ehefrau Mehthild, Bürger zu Heilbronn, beurkunden, dass sie aus dem Weingarten am Greffenberg in Fliner Mark, den sie von Frau Ursell Wickmarin erkauft haben, dem Kloster St.Claren 30 Schilling jährlichen Zins zu reichen haben. Orig. Perg. mit anhang. Siegel des Heilbronner Richters Heinrich Füwer, das des Cunrat Füwer, genannt Wickmar, Richters zu Heilbronn, Siegel abgegangen.


[StsA Ludwigsburg Büschel 191 Heilbronn III Urk.135. - Kopie und Umschrift sowie Siegelfoto durch GL 1982]
[E.Knupfer: Urk'buch d. St. Heilbronn Bd.1, Württ. Gesch'quellen Bd.5, Stgt 1904, S.126 Regest 292]
[C.Jäger: Gesch. d. St. Heilbronn, Heilbronn 1828, Bd.1 S.156]
[Württ. Oberamtsbeschr., Oberamt Heilbronn, Bd.2, Stgt 1903, S.296]

 •  Siegel von Wigmar Lemblin, Bürger zu Heilbronn, 1373. Die Siegelumschrift ist undeutlich und teilweise zerstört. Zu erkennen ist "Wigmarii ....lin".
[Zeichnung von H.D.Lemmel 1983 nach einer Siegelfotografie]

 •  7.7.1378: Weinberg Wigmar Lemblins am Hagelsberg erwähnt.
[Knupfer, S.545 Regest 310a]

 •  1381, nach dem Tode Wigmar Lemlins, belehnte Wenzel den Hans Schneider von Böckingen mit dem Lad- und Eichamt in Heilbronn. Darüber kam es zum Verdruss mit Lemlins Witwe. Conz Feurer behauptete in ihrem Namen, das Lehen gehöre ihr zu; da urteilte aber der Rat, dass es keineswegs Mannlehen sei, und schrieb deshalb an den kaiserlichen Hofrichter. Darüber saß nun Herzog Friedrich von Teck zu Nürnberg im Namen des Kaisers zu Gericht und urteilte: dass allerdings Lemlins Witwe vor Hans Schneider von Böckingen bei diesem Lad- und Eichamt fürbass geruhlich sizen möge.
[Jäger, wie 1373, Bd.1 S.176 (es gibt zwei Seiten, die mit 176 numeriert sind)]

 •  22.7.1384, nach dem Tode Wigmar Lemlins, belehnt König Wenzel den Hans Schneider/Smyder von Böckingen mit dem Lad- und Eichamt in Heilbronn. Darüber aber kam es zum Verdruss mit Lemlins Witwe. Conz Feurer/Fewer behauptete in ihrem Namen, das Lehen gehöre ihr zu. 27.4.1387 urteilte der Rat, dass es keineswegs Mannlehen sei, und schrieb deshalb an den kaiserlichen Hofrichter. 16.8.1387 entscheidet Herzog Friedrich von Teck als Stellvertreter König Wenzels zu Nürnberg, dass das Amt der Ursula zugesprochen wird.
[Knupfer, wie oben, S.147 Regest 340, S.150 Regest 347]

→ Bei Jäger (siehe oben) heißt es: 1381, nach dem Tode Wigmar Lemlins.... - Was ist richtig? Starb also Wigmar vor 1381 oder vor 1384? (HDL)

 •  16.8.1387: Herzog Friedrich von Teck entscheidet als Stellvertreter König Wenzels zu Nürnberg wegen des Lad- und Eichamts zu Heilbronn zwischen Kunz Fewer, Bürger zu Heilbronn, Vertreter Ursulas, der Witwe des Weikmar Lemlin, deren Lehensträger Herbot Hübsch es gegenwärtig innehat, und Hans Smyder von Böckingen, die beide als von König Wenzel belehnt darauf Anspruch machen. Das letzte Hofgericht hatte die Sache auf Zeugenbeweis vertagt, und Fewer lässt seinen vom 27.4.1387 datierten Kundschaftsbrief verlesen, worin die Stadt Heilbronn dem Primissel, Herzog zu Teschen und Herrn zu Glogau, Hofrichter, mitteilt, das Lad- und Eichamt, das halb dem Weikmar gehört habe, sei ein Zinslehen, gülte jährlich eine Mark Silber oder 3 Pfund Heller an das Schultheißamt und sei kein Mannlehen; worauf das Amt Ursula zugesprochen wird. (Heiolbronn Lade 29, Or., Pg. mit Hofgerichtssiegel. Auf dem Bug von der selben Hand: Seyfridus Stenheymer.)
[Knupfer, wie oben, S.150 Regest 347]

 •  Bruchstück eines Betbuchs von spätestens 1394: Gewin Gemminger (16 Gulden), Peter Feurer (nur sein Haus angeführt), die Frau Wikmar Lemlins, Hans Erer (43 Gulden), Hans Eisenhut (15 Gulden), ...
[Hlbr.Archiv, Arbeitszimmer. - Die Bet betrug wohl schon damals 1/2 Prozent des Vermögens. - Laut: Rauch, wie oben, S.832 Regest 3481]

→ Muss nach dem Tod von Wigmar Lemlin, also nach 1381/1384 sein (HDL).

→ Wohl keine Kinder; vielleicht aber eine Tochter, die den Heilbronner Richter Cunrat Füwer heiratete, der 1406 als "Cunrat Füwer genannt Wickmar" bezeichnet wird. (HDL)


2010 8 9