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Peter Lemlin v923 – zu Renkain, Bönnigheim, Horkheim


Eltern: Hb-26/b Volmar d.Ä. Lemlin v918, Agnes v.Bach v921

(* etwa ?1460), † 1501

1481 Renkain, Sachsenhain, 1482/83 Güter Horkheim verkauft, 1488 Bönnigheim, 1488 Burg Horkheim

∞ mit Anna v.Münchingen v925

(* etwa ?1460)

ihr Vater: Jörg v.Münchingen v989, (* etwa ?1425)

Sohn:

1. Hugo/Haug, (* etwa ?1490) - bei Bissingen begütert, siehe Hb-28/b

Regesten:

 •  10.4.1481 wird Peter Lemlin mit Gütern in Rennckain und Sachsenhain belehnt, die vormals Bernhart v.Liebenstein und dann Jorg v.Munchingen zu Lehen gehabt hatten.
[HSA Stgt, Bestand A 157 Urk. 2737. - Kopie und Foto des Siegels durch Gerhard Lemmel 1983]

 •  Ein Lehensrevers des Bernhard v.Liebenstein vom 23.9.1478.
[HSA Stgt, Bestand A 157 Urk. 2750.]

→ Remigkain, Remmigheim, Remegheim, Rennekain: ein abgegangener Ort bei Untermberg, letzteres heute Stadtteil von Bietigheim-Bissingen.

→ In der Urkunde erwähnt ist eine "Zelg zu Remikain"; Zelge = die Drittel des Ackerlandes, die im Umtrieb der Dreifelderwirtschaft von den Dorfgenossen gleichzeitig und gleichartig benutzt werden (Brockhaus).
[Mtlg Dr. Ernst Schmidt, Vaihingen, 1984]

 •  2.1.1482: Peter Lemlin und seine Frau Anna von Münchingen verkaufen um 41 Gulden Rheinisch an Peters Bruder Volmar Lemlin d.J. ihr Drittel an allen Heller-, Hühner- und Gänsezinsen zu Horkheim sowie 3 1/2 Eimer Weingült aus Weinbergen auf der Reut in Horkheimer Mark, wie es Peter von seinem Vater Volmar d.Ä. ererbt.

 •  Siegler: der Aussteller und Hans Erer d.J. als Schwager der Ausstellerin.
[St.A. Weinsberg, Horkheim, Or. Pg. mit 2 Siegeln. In: Moriz v.Rauch: Urk'buch d. St, Heilbronn Bd.2 = Württ. Gesch'quellen Bd.15, Stgt 1913, S.272 Regest 1328]
[Urk. u. Akten d. K. Württ. Haus- u. Staatsarchivs, Abt. 1, Württ. Regesten 1301-1500 Teil I, Altwürtt, Stgt 1916. Nr.14556 S.584. - GL]

 •  1483 besitzen Horkheim: Joannes Lemlin und seine Brüder Petrus et Volmarus.
[Schannat. Siehe bei Vater Volmar, Regest von 1470]


 •  24.4.1486: Wilhelm von Wellwart hat von Hans, Peter und Volmar Lemlin einen Teil des Sachsenheimer Viertels gekauft und übernimmt damit die Schuld von 1000 fl an Speier.
[Württ. Archiv-Inventare Heft 4, 1913: Die Pfarr- und Gemeinde-Registraturen der Oberämter Backnang, Besigheim, Cannstatt; S.21 Städt. Archiv Bönnigheim Urk. Nr. 13. - GL 1979]

 •  1488 sitzt Peter Lemlin in Bönnigheim. Das Sachsenheimer Viertel in Bönnigheim gehörte 1452 Berthold und Schwarzfritz von Sachsenheim. Es wurde vielfach geteilt, 1/16 erhielten die Lemlin.
[Württ.Oberamtsbeschr. Bd.32 Besigheim S.156 Bönnigheim. - GL 1977]

 •  Um 1488 Einkommenslisten der schwäbischen Adeligen (nicht Steuerlisten!): Nr.131 Petter Lemlin (zu Bönigkein) 100 Gulden Jörg von Lynstetten leit meyn 11 Gulden.

 •  Verzeichnis der Steuern und Steuerzahlungen der schwäb. Adeligen. Nr.50 Peter Lemblin: 1493 angesetzte Steuer 4 Gulden (Gold), noch ausstehende Steuer des vorhergehenden Jahres 8 Gulden; 1494 noch ausst. St. f.d. vorherg. Jahr 3 Gulden; 1495 noch ausst. St. 2 Gulden 1 Pfund 1 Schilling; 1496 noch ausst. St. des Vorjahres 20 1/2 Gulden. (1 Gulden = 28 Schilling, 1 Pfund = 20 Schilling)
[Karl Otto Müller: Zur wirtschaftlichen Lage des Schwäb. Adels. Zschr. f.württ. Landesgesch. Jg.3 Stgt 1939 S.298, 321. - GL 1978]

 •  11.12.1488: Kaiser Friedrich organisiert den Schwäbischen Bund. Eine Liste von Rittern und Edlen imgau begi Krachnnt mit: Engelhart v.Nipperg zu Wisenlach, Peter Lämblin zu Horckein, ....
[Johann Jacob Moser: Schwäbische Chronik, 1738, Bd.2 S.131]

 •  27.4.1497 wird Peter Lemlin von Herzog Eberhard zu Wirtemberg mit Gütern in Remigkain, Sachsenheim und Ober-Riexingen belehnt, die vormals Bernhard v.Liebenstein und Jerg v.Munchingen zu Lehen hatten.
[Hauptstaatsarchiv Stuttgart A 157 Urk.2738 "Ich Petter Lemlin" und Urk.2739 "Wir Eberhart"]

 •  30.3.1500 belehnt Herzog Ulrich den Petter Lemlin mit den gleichen Lehen.
[HSA Stgt A 157 Urk.2740]

 •  30.10.1501 gehen die gleichen Lehen an des Petter seligen Sohn Hug Lemlin, der noch "unter seinen Jahren" ist. Sein Vormund ist Jerg v.Munchingen.
[HSA Stgt A 157 Urk.2741]


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