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Hans Lemlin v936 – in Bönnigheim, Obervogt in Stuttgart


Eltern: Hb-26/g Volmar d.J. Lemlin v932, Anna Landschad v933

(* etwa ?1460), † nach 1537

1481 Krieg, 1496 Bönnigheim, 1507-09 Eichtersheim, 1511 Burg Horkheim, 1516-19 Obervogt Stuttgart, 1525 Bauernkrieg, 1537 Bönnigheim, 1553 Hans Lemlins Witwe. Keine Kinder.

∞ vor 1499 mit Margarete Nothaft v997

(* etwa ?1465)

Die Edle Johann Lemblin starb zu Calw am 9.8.1538.

Regesten:

 •  1487 kaiserliche Reichstag- und Ritter-Übungen zu Nürnberg. Im Gefolge des Grafen von Württemberg unter vielen anderen: Johann Lemblin.
[Johann Jakob Moser: Schwäbische Chronik, 1738, Bd.2 S.126]

 •  23.3.1479: Graf Johann v.Sulz, kaiserl. Hofrichter zu Rottweil, meldet die Ächtung des Hans Lemlin auf die Klage des Hans Wirtemberg zu Straßburg.

 •  1.10.1496: Graf Rudolf v.Sulz, Hofrichter, meldet dem Rat die Ächtung des Hans Lemlin zu Bönnigheim auf die Klage des Balthasar Pfau zu Pforzheim.

 •  11.2.1500: Die Ganerben und Vogtsherren der Stadt zu Bönnigheim, nämlich Wilhelm v.Neipperg, derzeit Baumeister, Blicker v.gemmingen, Georg und Heinrich v.Wöllwarth, Wolf v.Tachenhausen, Hans Lemlin, Wilhelm v.Wöllwart, Peter v.Liebenstein, Wilhelm v.Lierhaim, und Dieter v.Neipperg erlassen eine Appellationsordnung.

 •  1503: In einer Appellationssache werden erwähnt: Wilhelm v.Neipperg, dessen Keller zu Schwaigern Dieter Zeitbös, Hans Lemlin, der sowohl Konrad Erer als Wolf und Stoffel v.Steinheim seine Vettern nennt, Junker Konrad v.Sachsenheim, Brettspielen in Bönnigheim.

 •  1508 in einer Appellationssache erwähnt: Hans Lemlin, Baumeister zu Bönnigheim.

 •  21.12.1510: 10 Namen, darunter Hans und Volmar Lemlin, empfehlern dem Rat von Heilbronn einen reisigen Knecht zur Annahme. Der Rat erwidert, er brauche keinen.
[Moriz v.Rauch: Urk'buch d.Stadt Heilbronn Bd.2, 1913, S.111, 661, 620, 662, 663]

 •  1481 wird Hans Lemblin/Lemlin mit vier Pferden zum Krieg bestellt.

 •  1487-1490 ist er als Vasall am württ. Hof erwähnt.

 •  "1506 bis Samstag nach Leonhard 1511, abkündt". - (Was heißt das? - HDL)
[Walter Pfeilsticker: Neues Württ. Dienerbuch, Stgt 1957, Nr.1547]

 •  1491 wird erwähnt, dass Hans Lemblin mit Margarete v.Gemmingen vermählt ist, Tochter von Bernold v.Gemmingen, der im Dorf Beihingen Besitz hat. - Später heiratete Hans Lemblin eine v.Handschuchsheim und dann eine v.Sperberseck.
[C.W.F.L. Stocker: Chronik der Familie v.Gemmingen, Heidelberg 1868-1880, Bd.2/3 S.24 unter Dorf Beihingen. - GL1976]

→ Stimmt das??? 1499 ist seine Frau Margarete Nothaftin! - (HDL)

 •  21.1.1497: Der edle und feste Junker Hans Lemlin siegelt eine Urfehde-Urkunde.
[GLA Karlsruhe, online 2015]

 •  1499 verkaufen Hans Lemlin und seine Frau Margarete Nothaftin an Wolf v.Tachenhausen ihren Anteil am Schloss und dazu 4 Häuser zu Bönnigheim auf 10 Jahre um 300 fl. Wolf v.Tachenhausen verspricht dem Erzbf von Mainz, dessen Lehen die von ihm erkauften Stücke sind, von dem Kauf zurückzutreten, wenn Hans Lemlin und seine Frau vor Ablauf der 10 Jahre sterben sollten.
[Urkunden und Akten des k.Württ. Haus- und Staatsarchives Abt.1, Württ. Regesten von 1301-1500, Teil I, Altwürttemberg, Stuttgart 1916, S.285]

 •  6.9.1507: Pfalzgraf Philipp verleiht Hans und Vollmar Lemlin, Vollmar Lemlins, Brüdern, Schloss und Dorf Eichtersheim kraft eines Vertrages für sich und ihre Erben männlichen und weiblichen Geschlechts zu Erblehen, mit allen Rechten, In- und Zugehörungen, nichts ausgenommen, wie das die Landschaden zuerst und nachfolgend die Lemlin von Pfalz zu Lehen getragen.
[E. Heyck: Freiherrl. v.Venningsches Archiv zu Eichtersheim, Bezirksamt Sinsheim; in: Zschr.f.d.Gesch.d.Oberrheins Bd.50, NF Bd.11, Karlsruhe 1896, S.m85. - GL 1967]

→ 1509 kommt Eichtersheim an den Schwager v.Bach.

 •  1508: Junker Hans Lemlin, Baumeister, "vor allen Ganerben Actor", hatte vor dem Gericht in Wimpfen gegen den "Antworter" Jeory Kantengiesser von Heilbronn geklagt. An Gerichtskosten trägt jeder seinen Teil.
[Jo. Reinhard Wegelin: De curiis superioribus in specie dem Ober-Hoff zu Wimpffen in Schwaben. In: Thesaurus Rerum Suevicarum Band 3, 1757, S.215. - GL 1980]

 •  1509 stellt Jörg v.Bach dem Kurfürsten Philipp von der Pfalz einen Lehensrevers aus wegen des Dorfes und Schlosses Eichtersheim (Amt Sionsheim), welches er von den Gebrüdern Hans und Volmar Lemblin käuflich erworben hatte.

 •  Pfalzgraf Philipp hatte dieses Lehen "nach Abgang Wolffganng Lemblins Hannsen und Volmarn Lemblin Gebrudern" verliehen.
[Generallandearchiv Karlsruhe, Sign.44/K 22 vom 8.1.1509. - Fotokopie durch GL 1981]
[vgl. Roth v-Schreckkenstein: Aus dem Lehens- und Adelsarchiv, in: Zschr.f.d.Gesch.d.Oberrheins Bd.38, Karlsruhe 1885, S.321. - GL 1982]

 •  26.10.1509: Hans Lemlin sagt dem Pfalzgrafen Ludwig das Lehen Horkheim auf und bittet, es seinem Bruder Volmar zu übertrgane.
[GLA Karlsruhe, online 2015]

 •  11.8.1511: Conrat v.Sickingen und Hans Lemlin sind Deydingsleute, die einen Streit schlichten sollen.
[Manfred Krebs: Die Protokolle des Speyerer Domkapitels. Veröff. d. Kommission für gesch. Landeskunde in Baden-Wü. Reihe A Bd.17 Stgt 1968. - GL 1984]

 •  1516-1519 Hans Lemlin, Obervogt in Stuttgart.
[Eberhard Emil v.Georgii-Georgenau: Fürtsl. Württ. Dienerbuch, Stgt 1877, S.539]
[Adolf Diehl: Armenfürsorge in Stuttgart, in Württ. Viertelj.hefte f.Landesgeschichte Jg.42, 1936. - GL 1983]
[Walter Pfeilsticker: Neues Württ. Dienerbuch, Stgt 1957, Nr.2804]

 •  10.10.1517: Der Vorgang vom 8.1.1509 wird gegenüber Pfalzgraf Ludwig wiederholt, wobei erwähnt wird, dass das Lehen zu Eichtersheim etc zuerst die Lantschaden und nachfolgends die Lemblein vom Fürstentum der Pfalz zu Lehen getragen haben.
[Generallandesarchiv Karlsruhe, Sign.44/K 22 vom 10.10.1517. - Fotokopie durch GL 1981]

 •  1517, 1518 Junker Hanns Lemlin Obervogt in Stuttgart.

 •  Frau Sibilla Lemlerin, Ehefrau des Obervogtes Hans Lemlin, ist die Tochter des Verlegers und Buchhändlers Johann Rynmann von Öhringen; laut Württ. Vierteljahreshefte 1914 S.155-194.
[Georg Lenckner: Das Memorienbuch der Sebastians-Bruderschaft in Löwenstein. In: Württembergisch Franken Band 45 1961 S.35, 42. - GL 1980]

 •  1520 protestiert Hans Lemlin, Baumeister zu Bönnigheim, beim Rat von Heilbronn, gegen eine Schatzung (nach dem württ. Krieg auferlegt), die Philipp der Hofmännin Sohn zu Böckingen zahlen soll und ihm unbillig erscheint.

 •  1523 schreibt Hans Lemlin an den Rat von Heilbronn und setzt sich für eine Ottilia ein, die von dem Heilbronner Bürger Michel Kollenberger mehrere uneheliche Kinder hat.

 •  1524 schreibt Graf Ludwig von Löwenstein an Konrad Thumb, dass sie beide vom Rat zu einer Leistung gemahnt worden seien, und dass Thumb deswegen zu ihm nach Marbach kommen möchte, ebenso Wolf v.Gültlingen, der Hofmeister (Philipp v.Nippenburg), Hans Lemlin und wer seine Anzahlung zu geben willig sei.
[Moriz v.Rauch: Urkundenbuch der Stadt Heilbronn Bd.3, 1916, S.555, 632, 607]

 •  1524 im Urbar des Deutschen Ordens, "Flur gegen Horcken" (= Horkheim): Mehrere Grundstücke, die an Volmar Lemlin und Hanns Lemlin, auch Hans Lemler, angrenzen.
[Michael Dieffenbacher: Territorialbildung des Deutschen Ordens am unteren Neckar..., in: Qu. u. Studien zur Gesch. des D.O. Bd.23, Marburg 1985. - Original im StsA Ludwigsburg, Urk. Bestand 235 Bd.317, Bl. 145, 147r, 148, 154, 157r. - Kopie durch GL]

 •  23.4.1525 im Bauernkrieg: Ein Register von Geleitsbriefen, die die Bauern für etliche Edelleute ausstellten, darunter u.a. Peter v.Liebenstain, Hans Lemlin, Wilhelm und Bernhart von Sachsenheim, Haymer und Ytel Nothafft, Herren v.Nipenprug, Jerig v.Minchingem, ...
[Günter Franz: Aus der Kanzlei der württ. Bauern im Bauernkrieg, in: Württ. Viertelj.hefte f.Landesgeschichte, Stuttgart 1935]

 •  1525 schreibt der Heilbronner Rat an Hans Lemlin, Baumeister, und Wilhelm v.Lierheim, ganerb zu Bönnigheim, wegen ihrer Fürbitte für den Heilbronner Bürger Ulrich Seyffer, der den Heilbronner Torwart Hans v.Egen verwundet hatte.

 •  1527: Hans Lemlin (d.Ä.), Ganerbe zu Bönnigheim, schreibt an den Rat von Heilbronn: den ihm vom Rat angesetzten Tag in der Handlung zwischen ihm und dem Heilbronner Bürger Meister Philipp (Anm.: Ritter) zu besuchen, sei ihm nicht gelegen. Wenn Meister Philipp bei den vor seinem Vetter Volmar Lemlin und einem Heilbronner Bürger ausgegossenen Worten bleibe, sei er (Hans) erbötig, vor seinen Freunden und Schwägern zu Schwaigern, Lauffen oder Bönnigheim mit ihm vorzukommen.
[Moriz v.Rauch: Urkundenbuch der Stadt Heilbronn Bd.4, 1922, S.300, 383]

 •  12.5.1528: Wilhelm Egen, Bürgermeister zu Gmünd, empfiehlt dem Heilbronner Rat einen Apotheker zur Anstellung. Einige, darunter Hans Lemlin u.a., schließen sich dieser Empfehlung an.

 •  5.1.1529: Hans Lemlin, Ganerbe zu Bönnigheim, bittet den Rat, eines Häfnerhaslachers Töchterlein in das Spital aufzunehmen, um einen Stein schneiden zu lassen.
[Moriz v.Rauch: Urkundenbuch der Stadt Heilbronn Bd.2, S.396, 365]

 •  1537 lebt Hans Lemlin der ältere von Bönnigheim. - 1553 erhält Heinrich von Ernberg von Hans Lemlins Witwe eum Viertel am Sachsenheimer Teil als Mainzisches Lehen.
[Karl Klunzinger: Geschichte des Zabergäus und des jetzigen Oberamts Brackenheim, Stuttgart 1844, Teil 1, S. 92. - GL1978]

→ Fehlerhinweis: 1537 besitzt Heinrich Lemlin 1/16 des Sachsenheimer Viertels in Bönnigheim. Heinrichs Witwe verkauft ihr 1/16 an Heinrich v.Ehrenberg, der es 1573 an einen v.Liebenstein verkauft.
[Württ. Oberamtsbeschreibungen Bd.32 S.156. - GL 1977]
[Kgl.statist.-topograph.Bureau, Beschreibung des Oberamts Besigheim, Sgt 1853. - GL 1976]

→ Hier muss "Heinr." ein Lesfehler für richtig "Hans" sein. (HDL)

 •  9.8.1538: Zu Calw starb die Edle Johann Lemblin.
[Johann Jakob Moser: Schwäbische Chronik, 1738, Bd.2 S.248]


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