Hb-27/h zur Stammtafel Hb Hb-27/h

Volmar Lemlin v937 – in Thalheim und Horkheim


Eltern: Hb-26/g Volmar d.J. Lemlin v932, Anna Landschad v933

(* etwa ?1465), † 1510/1511

1498 Thalheim, 1507-1509 Eichtersheim, 1509 Burg Horkheim.

Kinder:

1. Philipp v945, (* etwa ?1494), † nach 1511
1511 unmündig, danach nicht mehr erwähnt, also wohl bald nach 1511 gestorben.

2. Volmar, (* etwa ?1495) - in Horkheim und Thalheim, siehe Hb-28/g

3. Hans Lemblin, (* etwa ?1505) - in Horkheim und Thalheim, siehe Hb-28/h

Regesten:

 •  Nov.1488 beruft Kurfürst Friedrich von der Pfalz eine Versammlung des Kraichgauer Adels nach Heidelberg. Unter den Versammelten werden u.a. aufgeführt: Peter, Volmar d.Ä., Volmar d.J. Lämlin.
[siehe Regest bei Peter]

→ Es ist nicht sicher, welche beiden Volmar Lämlin hier gemeint sind.

 •  Wenn 26/g noch lebt, dann sind 26/g und 27/c gemeint. Wenn 26/g bereits gestorben ist, sind 27/c und 27/h gemeint.

 •  10.11.1498 ist Volmar Lemlin zu Thalheim als Währbürge genannt, als Konrad Sturmfelder zu Thalheim einen Wald beim Weiler Jettenbach verkauft.

 •  10.8.1500 Ausstellung einer Urfehde, wohl in Heilbronn. Siegler sind die Junker Wilhelm v.Massenbach und Volmar Lemlin.
[M.v.Rauch: Urk'buch d.Stadt Heilbronn Bd.2 = Württ. Gesch'quellen Bd.15, Stgt 1913, S.523 Regest 1647; S.555 Regest 1695]

→ Zu dieser Zeit scheint 27/h Volmar der einzige Lebende seines Namens zu sein.

 •  1501 schreibt der Heilbronner Rat an Herrn Hans v.Welden, Kommentur zu Heilbronn, Gerhard v.Thalheim, Vogt zu Lauffen, Hans v.Frauenberg, Konrad Sturmfeder und Volmar Lemlin (Ganerben zu Thalheim), in deren Gerichtszwang zu Thalheim der Heilbronner Bürger Peter Kober u.a. angeblich einen mit Gewalt zu Gefängnis angenommen hatten.

 •  1507 schreiben Hans v.Welden, Kommentur zu Heilbronn, Joachim und Bernhard von Thalheim Gebrüder, Volmar Lemlin, Eberhard v.Frauenberg, Mechthild Sturmfeder, alle Ganerben zu Thalheim, an den Heilbronner Rat wegen einer Streitigkeit eines Thalheimers mit einem Heilbronner.
[Heilbronn K.325 Privatkorr., Or., laut M.v.Rauch, wie eben, Bd.3 bzw Bd.19, Stgt 1916, S.8 Regest 1870; S.188 Regest 2101]

 •  6.9.1507: Pfalzgraf Philipp verleiht Hans und Vollmar Lemlin, Vollmar Lemlins, Brüdern, Schloss und Dorf Eichtersheim kraft eines Vertrages für sich und ihre Erben männlichen und weiblichen Geschlechts zu Erblehen, mit allen Rechten, In- und Zugehörungen, nichts ausgenommen, wie das die Landschaden zuerst und nachfolgend die Lemlin von Pfalz zu Lehen getragen.
[E. Heyck: Freiherrl. v.Venningsches Archiv zu Eichtersheim, Bezirksamt Sinsheim; in: Zschr.f.d.Gesch.d.Oberrheins Bd.50, NF Bd.11, Karlsruhe 1896, S.m85. - GL 1967]

 •  26.10.1509: Hans Lemlin sagt dem Pfalzgrafen Ludwig das Lehen Horkheim auf und bittet, es seinem Bruder Volmar zu übertragen.
[GLA Karlsruhe, online 2015]

 •  1509 stellt Jörg v.Bach dem Kurfürsten Philipp von der Pfalz einen Lehensrevers aus wegen des Dorfes und Schlosses Eichtersheim (Amt Sinsheim), welches er von den Gebrüdern Hans und Volmar Lemblin käuflich erworben hatte.
[Roth v.Schreckenstein: Aus dem Lehens- und Adelsarchiv. In: Zschr.f.d. Gesch. d. Oberrheins Bd.38, Karlsruhe 1885, S.321]

 •  1517 dergl. gegenüber Pfalzgraf Ludwig.
[Wortlaut und Fortokopie der Urkunden von 1509 und 1517 siehe bei 27/b Hans]

 •  1509 wird Vollmar Lemblin mit Manlehen in Horkheim belehnt. 1511 erhält diese Lehen ein Hans Lemblin anstelle seiner Vettern Philip, Volmar und Hans Lemlin Gebrüdern, Volmar Lemblins seligen Söhnen.
[Gen'Landesarchiv Karlsruhe, Nota am Lehenbrief Sign.67/1058 von 1533. Fotokopie durch GL]

 •  1510: Hans v.Helmstatt, Ludwig v.Stetten, Amtmann zu Möckmühl, Volmar Lemlin, Heinrich und Ulrich die Kaplan genannt Bautzen, Joachim v.Thalheim, Beringer v.Berlichingen, (und viele andere mehr)... bitten den Heilbronner Rat, dass er Kesselhans v.Brackenheim, der im Zorn einen in Heilbronn zu Tide verwundet, ohne Sorgen und frei wieder einkommen lasse.
[Heilbronn, K.325, Privatkorr., Or., laut Rauch, wie oben unter 1501, S.253, Regest 2181]

 •  1511 ist Volmar Lemblin gestorben, und die Burg Horkheim als Mannlehen empfängt Hans Lemblin "als Treger seiner Vettern Philipßen, Volmars und Hansen Lemlin gebrüder, Volmar Lemblins seligen sonen".

 •  Orendel v.Gemmingen kauft (ca 1513) von Burkhard v.Angeloch einen Hof, sowie einen von Vollmar Lemlin, davon man denen v.Venningen zu Eichtersheim 22 Mlt. dreierlei Frucht geben muss.
[C.W.F.L.Stocker: Chronik der Familie von Gemmingen, Heidelberg 1868-1880, Bd.2,1 S.51 unter Dorf Michelfeld. - GL 1976]

→ Zu dieser Zeit ist Volmar Lemlin bereits gestorben; sein gleichnamiger Sohn ist noch nicht mündig.

Regesten zu Philipp Lemlin:

 •  1511 unmündig:

 •  1509 wird Vollmar Lemblin mit Manlehen in Horkheim belehnt.

 •  1511 erhält diese Lehen (dessen Bruder) Hans Lemblin anstelle seiner Vettern (= Neffen) Philipp, Volmar und Hans Lemlin Gebürdern, Volmar Lemblins sel. Söhnen.

 •  1533 erhält Vollmar Lemlin das Lehen nach dem Tod seiner Brüder Philip?en und Hansen Lemlin.
[Generallandesarchiv Karlsruhe, Nota am Lehenbrief Sign. 67/1058 von 1533. - Fotokopie durch GL]


2016 1 10