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Volmar Lemlin v946 – in Horkheim und Thalheim


Vater: Hb-27/h Volmar Lemlin v937

(* etwa ?1495), † 1568

1524 Amtmann Weinsberg, 1533 nach Tod der Brüder Burg Hork- heim und Thalheim, Diener am württ. Hof. 1548-1559 Amtmann in Meckmühl.

∞ um 1524 mit Barbara von Rinderbach v879

(* etwa ?1500)

sie ∞1) (etwa ?1520) mit Wilhelm v.Gemmingen v897

(* etwa ?1495), † 10.4.1523

Kinder:

1. Volmar Lemlin v949, (* etwa ?1524)
1552 am württ.Hof. Sein weiterer Verbleib ist nicht bekannt.

2. Anna Lemlerin v001, (* etwa ?1526)

∞ mit Eberhard v.Frauenberg v005

(* etwa ?1520)

3. Johann Georg Lemlin v944, (* etwa ?1528)
1544 Universität Tübingen. Sein weiterer Verbleib ist nicht bekannt.

4. Gottfried, (* etwa ?1535) - zu Thalheim und Horkheim, siehe Hb-29/g

5. Philipp, (* etwa ?1540) - zu Horkheim und Thalheim, siehe Hb-29/h

Regesten:

 •  1511 unmündig:

 •  1509 wird Vollmar Lemblin mit Manlehen in Horkheim belehnt.

 •  1511 erhält diese Lehen (dessen Bruder) Hans Lemblin anstelle seiner Vettern (= Neffen) Philipp, Volmar und Hans Lemlin Gebürdern, Volmar Lemblins sel. Söhnen.
[Generallandesarchiv Karlsruhe, Nota am Lehenbrief Sign. 67/1058 von 1533. - Fotokopie durch GL]

 •  1513 mündig:

 •  2.5.1513: Der Junker Volmar Lemlin siegelt, als Alexander Adam von Horkheim an die Heilbronner Ratsherren Hans Taler und Wolf Feurer einen Acker, der neben Lemlin gelegen ist.

 •  24.5.1532: Der Junker Volmar Lemlin siegelt und bewilligt es, als Bernhardt Staudt zu Horkheim an die Heilbronner Ratsherren Philipp Schnabel und Heinrich Hünder einen Acker verkauft.
[Moriz v.Rauch: Urk'buch der Stadt Heilbronn Bd. 2, Stgt 1913, S.573]

 •  1524 im Urbar des Deutschen Ordens, "Flur gegen Horcken" (= Horkheim): Mehrere Grundstücke, die an Volmar Lemlin und Hanns Lemlin, auch Hans Lemler, angrenzen.
[Michael Dieffenbacher: Territorialbildung des Deutschen Ordens am unteren Neckar..., in: Qu. u. Studien zur Gesch. des D.O. Bd.23, Marburg 1985. - Original im StsA Ludwigsburg, Urk. Bestand 235 Bd.317, Bl. 145, 147r, 148, 154, 157r. - Kopie durch GL]

 •  Der Edel und Vest Junker Wilhelm v.Gemminger starb 10.4.1523. Seine Witwe vermählte sich mit Volmar Lemblin v.Horkheim, Amtmann zu Weinsperg. Sie liegt zu Horkheim begraben mit dieser Inschrift: Anno Dom. 1561, den 19. Oct., starb die edle und tugendreiche Frau Barbara Lemblin geb. v.Rinderbach.
[C.W.F.L. Stocker: Chronik der Familie v.Gemmingen, Heidelberg 1868-1880, Bd.3 S.110. - GL 1976]

 •  1526 bittet Eberhard v.Frauenburg, Obervogt, den Heilbronner Rat, den Heilbronner Bürger Wolfgang Kollenberger zu seiner Verantwortung (wegen seines Verhaltens im Bauernkrieg) freies sicheres Geleit zu bewilligen. Ebenso bittet Dietrich v.Gemmingen zu Guttenberg für "Zimmerwölflin, seinen alten Schießgesellen", sowie Hans v.Massenbach genannt Dallacker, Ludwig und Wolf v.Neipperg Gebrüder, Volmar und Hans Lemlin Gebrüder. - Der Rat erkärt aber, Wolf Kollenberger nur auf Gnade und Ungnade einzulassen.

 •  1526: Philipp v.Helmstatt, speyerischer Hofmeister, Wolf v.Gemmingen, Dietrich, Ludwig und Wolf v.Neipperg, Balthasar v.Neuenhaus, Wilhelm v.Massenbach, Volmar und Hans Lemlin, und Hans Lutz bitten den Heilbronner Rat, den ausgetretenen Bürger Hans Hass (sein Stiefvater wurde wegen seines Verhaltens im Bauernkrieg in Heilbronn hingerichtet) auf Gnad und bürgerliche Strafe wieder einkommen zu lassen.

 •  1527: Lorenz v.Rosenberg, Amtmann zu Möckmühl, Hans v.Ehrenberg, Philipp v.Sickingen, Burkhard v.Helmstatt, Kaspar Gunßrodt, Volmar und Hans Lemlin Gebrüder, Ludwig und Wolf v.Neipperg Gebrüder, bitten den Rat für Hans Fuch v.Weinem, der dienstweise zu Heilbronn gewesen, aber jetzt ausgewiesen worden sei.

 •  1527: Hans Lemlin (d.Ä.), Ganerbe zu Bönnigheim, schreibt an den Rat von Heilbronn: den ihm vom Rat angesetzten Tag in der Handlung zwischen ihm und dem Heilbronner Bürger Meister Philipp (Anm.: Ritter) zu besuchen, sei ihm nicht gelegen. Wenn Meister Philipp bei den vor seinem Vetter Volmar Lemlin und einem Heilbronner Bürger ausgegossenen Worten bleibe, sei er (Hans) erbötig, vor seinen Freunden und Schwägern zu Schwaigern, Lauffen oder Bönnigheim mit ihm vorzukommen.
[Moriz v.Rauch: Urk'buch der Stadt Heilbronn Bd.4, Stgt 1922, S.314, 346, 382, 383]

 •  1533: Vollmar Lemlin bekennt, dass er nach dem Tod seiner Brüder Philipßen und Hansen Lemlins die Burg Horkheim als Manlehen des Pfalzgrafen erhalten hat. Dem Lehenbrief ist eine "Nota" angefügt:
1511 hat Hans Lemblin als Treger seiner Vettern Philißen , Volmars und Hansen Lemlin Gebrüder, Volmar Lemblins seligen sonen, das gleiche Manlehen empfangen.

 •  1509 hat gleichermaßen "ir vatter Vollmar Lemblin" das selbe Manlehen empfangen.
[Badisches Generallandesarchiv Karlsruhe, Lehenbrief Sign.67/1058 Nr.271. - Kopie und Fotografie des Lemlin-Wappens an Gerhard Lemmel 1984]
[Das Wappen dieser Urkunde ist abgedruckt in: Wappenkunde, 5.Jg. Karlsruhe 1897, S.89. - GL 1976]

 •  1534-1539 ist Volmar Lemlin zu Horicken am württ. Hof Diener von Haus aus mit 4 Pferden.

 •  1536-1539 ist Volmar Lemblin von Thalheim und Horkheim Amtmann und Obervogt in Weinsberg. 1539 war er vielleicht auch Obervogt von Besigheim.

 •  1541-1568 ist Volmar Lemblin von Thalheim zu Horkheim Obervogt von Besigheim.

 •  1548-1556 ist Volmar Lemlin/Lämblin/Lemblin Oberamtmann und Amtmann in Meckmühl.
[Walther Pfeilsticker: Neues Württ. Dienerbuch, Stgt 1957, Nr.1547(1534-39), 3029(1536-39), 2188(1541-68), 2615(1548-56)]
[1537 in Weinsberg, 1552 Meckmühl, 1560 in Besigheim, auch Eberhard Emil von Georgii-Georgenau: Fürstl. Württ. Dienerbuch, Stgt 1877, S.604, 491, 379]

 •  1537 ist Volmar Lämlin von Thalheim Amtmann zu Weinsberg. 1541 wird er Obervogt von Besigheim und "Buwherr zu Thalheim" genannt.

 •  Thalheim war Ganerbiat, d.h. es wurde von den Inhabern der Territorialgewalt gemeinsam verwaltet. 1542 finden wir den Kommentur W. Lochinger, Eberhard v.Frauenberg, Volmar Lämlin, sowie Joachim, Bernhard, Reinhard, Wilhelm und Burkhard v.Thalheim als Ganerben, die bei König Ferdinand um das Recht, Stock und Galgen zu errichten und über das Blut zu richten, bitten.
[Württ. Oberamtsbeschr., Oberamt Heilbronn Bd.2, Stgt 1903, S.475f. - GL 1982]

 •  1539: Reinhard v.Sachsenheim, Friedrich v.Liebenstein, Volmar Lemlin und drei andere vom Adel bitten beim Heilbronner Rat für Konrad, Engelhard, Melchior und Christof Erer, "ihre Vettern", dass ihnen, dieweil sie "noch ledig und jung Gesellen", der Bürgereid erlassen werde möchte. Die Brüder Erer waren Söhne zweiter Ehe des Heilbronner Bürgermeisters Konrad Erer, der Anfang 1539 starb.
[Moriz v.Rauch: Die Erer in Heilbronn. Berichte des Hist.Vereins Heilbronn Heft 15, 1923, S.46]

 •  In Horkheim entstehen Schwierigkeiten bei der Besetzung der Pfarrstelle. Volmar Lemlin wird auf den 11.2.1549 unter Überschickung des Interims nach Gmünd zu einem Versammlungstag geladen, wiewohl er, wie er sagte, mit der Pfarrei nichts zu tun hatte. Er erschien auch nicht in Gmünd, entschuldigte sich mit 17-wöchiger Krankheit, wolle sich aber dem kaiserlichen Mandat gehorsam halten.
[Württ. Oberamtsbeschreibungen Bd.2 Stgt 1903, Oberamt Heilbronn, S.390. - GL 1982]

 •  1550: An einem Balken im Schloß Horkheim befindet sich das Lemlin-Wappen mit der Jahreszahl 1550. Das andere Wappen muss das seiner Frau, Barbara v.Rinderbach, sein.
[Fotografie durch Frau Line Ebert, angefertigt von ihrem Neffen Hermann Bader 1985]

 •  15.3.1552 verordnet Herzog Christoph von Wirtemberg Moriz v.Liebenstein und Volmar Lemlin nach Öhringen und Neckarsulm, wo sich alles sammeln solle, um den heranziehenden Markgraf Albrecht aufzuhalten.
[Enst Viktor: Briefwechsel des Herzogs Christoph von Wirtemberg Bd.1, Stgt 1899, S.431 Nr.410. - GL 1982]

 •  4.10.1554: Volmar Lemblin, Amptman zu Meckmül, schreibt an Herzog Christoff zu Württemberg. Ein weiterer Brief vom 3.9.1559.


[HSA Stuttgart, Sign A 155 Büschel 72]

 •  1556; Bei einer Erbteilung v.Thalheim vermitteln Reinhard v.Thalheim, Volmar Lemblin zu Horkheim, Wolf v.Weiler zu Lichtenberg, Ulrich v.Weyttershausen, Conrad v.Wittstadt gen. Hagenbach zu Helfenberg, Christof Erer, Ludwig v.Frauenberg d.J. und Ambrosius Bechter.
[Stammtafel v.Thalheim, Zschr.d.Hist.Vereins f.d.wirtemb. Franken Bd.7 S.253. - GL 1975]

→ Hier sind Volmar Lemlin und Ulrich von Weitershausen zusammen in einer Urkunde. Ich vermute daher, dass die Anna Lemlin, die mit Ulrich v.Weitershausen verheiratet ist, eine Tochter von Volmar Lemlin ist. (HDL)

→ Volmar Lemlin ist 1537-1552 Amtmann von Weinsberg und 1548-1556 Amtmann von Möckmühl. Ab 1630 ist Amtmann zu Weinsberg und Möckmühl Ludwig Andreas Lemblin aus einer ganz anderen Familie dieses Namens; sein Bruder Philipp Wolf Lemlin wird 1610 Hauptmann, dann Besitzer von Horkheim. Siehe den Stamm der Lemblin zu Rennertshofen. - 1984 schickte ich die Aufzeichnungen zu Volmar Lemlin und Ludwig Andreas Lämblin an das Stadtarchiv von Möckmühl, wo sie im Ordner B I/1984 lagern. (HDL)

 •  Anno Domini 1563 ist die Capelle von dem Edlen und Ehrenfesten Volmar Lemlin für sich und seine Nachkommen zu einer Begräbnis erbaut und glücklich vollendet worden.
[Gründungsstein der Lemlinschen Begräbniskapelle auf dem Horkheimer Friedhof. Laut Gerhard Kuppler, Sonderdruck]
[Fotografie des Gründungssteines durch Frau Line Ebert, 1984, Foto ihres Neffen Hermann Bader]

 •  1568 wird Volmar Lemlin zuletzt genannt. 1569 ist Besitzer von Horkheim: Godefridus, quondam Volmari Lemlin filius [Schannat, siehe Regest von 1470 bei 25/b Volmar]. Dieser vergleicht sich 1572 mit seinem Bruder Philipp über die väterliche Hinterlassenschaft [siehe bei 29/g Gottfried]. - Aus den zwei Allianzwappen auf dem Gründungsstein der Horkheimer Begräbniskapelle zu schließen, muss er zweimal geheiratet haben. Bisher ist nur die Ehefrau Barbara v.Rinderbach bekannt.

 •  Nach ihm ist 1553 Bernhard v.Thalheim Oneramtmann von Weinsberg, 1558 Reinhard v.Thalheim Obervogt von Weinsberg [Georgii]

 •  Bernhard und Reinhard v.Thalheim sind Söhne von Joachim v.Thalheim, der mit Volmars Tante Katharina Lemlin verheiratet ist und der in Beilstein sitzt und 1488-1507 Vasall am württ. Hof ist. Seine Tochter Magdalena ist 1526-1570 Äbtissin in Oberstenfeld. [Pfeilsticker Nr.1522]

→ 1626 ist Obervogt von Meckmühl und Weinsperg Ludwig Andreas Lämblin zu Reinhartzhofen aus dem Lemlin-Stamm Rennertshofen. Dieser Stamm ist mit dem Heilbronner Lemlin-Stamm nicht verwandt. In der Württ. Oberamtsbeschreibung, Heilbronn Band 2, Stgt 1903, S.167, wird die Identität der beiden Familien durch Wappenvergleich "bewiesen", was aber nicht richtig ist.

Regesten zu Volmar Lemlin:

 •  1552 ist Volmar Lemblin Edelknabe der württembergischen Fürstin und Prinzessinnen.
[Walther Pfeilsticker: Neues Württ. Dienerbuch, Stuttgart 1957, Nr.391]

Regesten zu Eberhard v.Frauenberg:

 •  1552: Eberhard v.Frauenberg et uxor Anna geb. Lemlerin verkaufen an ihren Bruder und Schwager Ludwig v.Frauenburg um 370 fl ihren Zehnten zu Ilsfeld ...

 •  1556 Eberhard v.Frauenberg cum uxore Anna Lemlerin verkaufen ihre Behausung im Dorfe bei der Bach um 750 fl an Reinhard v.Talheim.

 •  Daneben gibt es einen älteren Eberhard v.Frauenberg, der 1505 und 1524 belehnt wurde, 1512 zu Thalheim lebte und 1518 weitere Anteile am Schloss Thalheim aufkaufte.
[H.Bauer: Thalheim. Zschr. d. Hist. Vereins f.d. württ. Franken Bad.7, 1866, S.244. - GL 1976]

→ Die Anna Lemlerin muss eine Tochter des etwa 1495 geborenen Volmar Lemlin sein, der mehrfach zusammen mit Eberhard v.Frauenberg beurkundet ist. (HDL)

Regesten zu Johann Georg Lemlin:

 •  3.8.1544 Joannes Georgius Lemlin de Horckain an der Universität Tübingen immatrikuliert.
[Heinrich Hermelink: Register zu den Matrikeln der Universität Tübingen Band 1, 1931. - GL]


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