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Hans Lemlin v947 – in Horkheim und Thalheim


Vater: Hb-27/h Volmar Lemlin v937

(* etwa ?1505), † 19.9.1532

1526 Thalheim, 1532 im Türkenkrieg gefallen

Sohn:

1. Valentin Lemlin v948, (* etwa ?1530)
1554 Horkheim

Regesten:

 •  1511 ist dieser Hans Lemblin unmündig:

 •  1509 wird Vollmar Lemblin mit Manlehen in Horkheim belehnt.

 •  1511 erhält diese Lehen (dessen Bruder) Hans Lemblin anstelle seiner Vettern (= Neffen) Philipp, Volmar und Hans Lemlin Gebürdern, Volmar Lemblins sel. Söhnen.

 •  1533 erhält diese Lehen Vollmar Lemlin nach dem Tod seiner Brüder Philipßen und Hans Lemlin.
[Generallandesarchiv Karlsruhe, Nota am Lehenbrief Sign. 67/1058 von 1533. - Fotokopie durch GL]

→ Ab 1526 ist Hans Lemlin, der 1511 noch unmündig war, neben seinem gleichnamigen Onkel in den Urkunden genannt, und beide sind nicht immer leicht auseinander zu halten. (HDL)

 •  1526 bittet Eberhard v.Frauenburg, Obervogt, den Heilbronner Rat, den Heilbronner Bürger Wolfgang Kollenberger zu seiner Verantwortung (wegen seines Verhaltens im Bauernkrieg) freies sicheres Geleit zu bewilligen. Ebenso bittet Dietrich v.Gemmingen zu Guttenberg für "Zimmerwölflin, seinen alten Schießgesellen", sowie Hans v.Massenbach genannt Dallacker, Ludwig und Wolf v.Neipperg Gebrüder, Volmar und Hans Lemlin Gebrüder. - Der Rat erkärt aber, Wolf Kollenberger nur auf Gnade und Ungnade einzulassen.

 •  1526 verwenden sich für Jörg Beck (der am Bauernaufruhr teilgenommen hatte), Eberhard v.Frauenburg, die anderen Ganerben und Vogtsherren zu Talheim: Joachim v.Thalheim, Hans Lemlin, Agnes v.Thalheim geb. Sperberseck.

 •  1526: Philipp v.Helmstatt, speyerischer Hofmeister, Wolf v.Gemmingen, Dietrich, Ludwig und Wolf v.Neipperg, Balthasar v.Neuenhaus, Wilhelm v.Massenbach, Volmar und Hans Lemlin, und Hans Lutz bitten den Heilbronner Rat, den ausgetretenen Bürger Hans Hass (sein Stiefvater wurde wegen seines Verhaltens im Bauernkrieg in Heilbronn hingerichtet) auf Gnad und bürgerliche Strafe wieder einkommen zu lassen.

 •  1526/27 ist eine Verhandlung zwischen dem Junker Max Stumpf und Heilbronner Untertanen wegen eines Aufruhrs in Frauenburg im Verlauf des Bauernkrieges: Dabei sind die Beistände von Max Stumpf: Erasmus v.Habern, Franz v.Adelsheim, beide Chorherren zu Sinsheim, sonst drei v.Adelsheim, Lorenz v.Rosenberg, Wolf v.Neipperg, Eberhard v.Frauenberg, Eberhard v.Gemmingen, Hans Lutz, Hans Lemlin, Fabian v.Buttlar, einer v.Vopell, Carlin v.Dürn.

 •  1527: Lorenz v.Rosenberg, Amtmann zu Möckmühl, Hans v.Ehrenberg, Philipp v.Sickingen, Burkhard v.Helmstatt, Kaspar Gunßrodt, Volmar und Hans Lemlin Gebrüder, Ludwig und Wolf v.Neipperg Gebrüder, bitten den Rat für Hans Fuch v.Weinem, der dienstweise zu Heilbronn gewesen, aber jetzt ausgewiesen worden sei.

 •  1529: Eberhard v.Ehingen, Kommentur, Joachim v.Thalheim, Eberhard v.Frauenberg, Hans Lemlin, Agnes v.Thalheim geb. v.Sperberseck, gemeine Ganerben zu Thalheim, schreiben an den Heilbronner Rat und zeigen die tödliche Verletzung eines Müllers Jörg an.
[Moriz v.Rauch: Urk'buch der Stadt Heilbronn Bd.4, Stgt 1922, S.314, 321, 346, 342, 382, 484]

 •  Hans Lemlin wurde 19.9.1532 in des Reiches Zug von den Türken erlegt.
[Siebmacher Bd.VI.2, Nürnberg 1884, S.56]

 •  Hans Lemlin fiel nach der alten Oberamtsbeschreibung am 19.9.1532 im Krieg gegen die Türken. Die dieses besagende Inschrift in der Kirche von Horkheim ist nicht mehr erhalten.
[Württ. Oberamtsbeschr., Oberamt Heilbronn, Bd.2, Stuttgart 1903, S.382 f. - GL 1982]

 •  Kurfürst Friedrich II von der Pfalz, der Weise, * 1482, † 1556. Seit 1544 Kurfürst als Nachfolger seines Bruders Ludwig. Zuvor war er Vormund seiner Neffen Ottheinrich und Philipp im Fürstentum Pfalz-Neuburg. Dann anch dem Tod seines Vaters 1520 Regent der Oberpfalz, wo er die Residenz von Amberg zurück nach Neumarkt verlegte und dort das 1520 abgebrannte Schloss neu errichtete. In dieser Zeit in Diensten des Habsburger-Kaisers Ferdinand I.
[Wikipedia]

 •  1532 war er des Kaisers Feldherr gegen die Türken. In einer von seinem Sekretär Hubertus Thomas Leodius verfassten Lebensbeschreibung heißt es, dass in einer Schlacht gegen die Türken bei Wien 15ooo Türken getötet wurden, während auf der Seite des Feldherrn Friedrich keine Verluste entstanden außer einem einzigen Reiter namens Lemmlein.
[Kopie der gedruckten Lebensbeschreibung S.66/67 (ohne bibliografische Angabe). - IH]

Regesten zu Valentin Lemlin:

 •  1554 Besitzer von Horkheim: Valentinus quondam Joannis Lemlin Filius.
[Schannat. Siehe Regest von 1470 bei 26/b Volmar]

→ Dieser Valentinus ist nach meiner Kenntnis nicht urkundlich belegt. Falls es ihn tatsächlich gab, müsste er bald nach 1554 gestorben sein. (HDL)


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