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Peter Hoffmann O012 – Pfarrer in Pr. Holland


Vater: Hofm-27/a Clas Hoffmann O179

(* etwa ?1482) in Rodach-Rotha, Coburg

Rektor in Rodach, studiert als Familienvater Theologie, 1530 erster lutherischer Pfarrer in Pr.Holland/Ostpr., 1546 auch Rektor in Heiligenbeil und Fischhausen.

Kinder:

aus 1.Ehe:

1. Martin, * um 1513 - Pfarrer und Rektor in Neidenburg, siehe Hofm-29/a

2. Albert, * um 1515 - Rektor in Rodach, siehe Hofm-29/c

3. Jacob, * um 1517 - Schmied in Johannisburg, siehe Hofm-29/e

4. Hans, * um 1519 - , siehe Hofm-29/g

5. Christoph, * um 1521 - Rektor in Wehlau, siehe Hofm-29/i

6. Michel Hoffmann O086, * um 1522 in Rodach
1547 Kantor, 1552-1562 Diakon in Rodach, später Pfarrer in Öttmingshausen bei Rodach.

7. Georg, * 1523 - in Pr.Eylau, Heiligenbeil, Friedland, siehe Hofm-29/o

aus 2.Ehe:

8. Bartel, * 1530 - Rektor in Braunsberg, siehe Hofm-29/u

9. Friedrich, * um 1532 - Konsistorialsekretär in Königsberg, siehe Hofm-29/y

Regesten:

 •  Peter Hoffmann, geb. in Rodach-Rotha (Coburg) um 1480.

 •  1500 Univ. Leipzig, prom.phil. 1501, prom.theol. 1518. (1510 unrichtig: Fehler in Genealogie 2001 S.554.)

 •  Lebt seit vor 1513 bis nach 1523 in Rodach.

 •  1529 in Königsberg als Zeuge des Testaments des lutherischen Bischofs v.Queiss genannt.

 •  1530 erster lutherischer Pfarrer in Pr.Holland an der Bartholomäuskirche bis 1540. Hier offenbar ein zweites Mal geheiratet

 •  Nach 1534 im Stadtbuch von Preußisch-Holland als Pfarrer und Erzpriester erwähnt.

 •  1546 Rektor zu Heiligenbeil und Fischhausen.

 •  Er hatte 9 Söhne, von denen 6 nach Ostpreußen kamen. 2 von ihnen wurden schon in Ostpreußen geboren.

Aus der Stadtchronik Rodach: Im Juni 1529 fand unter Herzog Johann dem Beständigen ein Konvent statt zur Herstellung einer Vereinigung der evangelischen Stände, um Maßregeln zur Verteidigung des neuen Glaubens festzulegen. Die Verhandlungen wurden in der Kirche geführt, und das Ergebnis wurde in einer Votul daselbst niedergelegt. Peter Hoffmann gehörte zu den Mitautoren der Artikel. Sie sind in der Kirchengeschichte als die "Rodacher Artikel" bekannt und dienten später als Grundlage für die "Schmalkaldener Artikel". - Am 5.10.1632 wurde Rodach von dem Kriegsvolk des Generals Wallenstein mit allen Vorräten verbrannt und vollständig in Asche gelegt, weil man die von den evangelischen Ständen im Jahre 1529 in der Kirche niedergelegten Artikel vorgefunden hatte. Die Kirche wurde zerstört, der Chor und die Sakristei mit Pulver gesprengt. So auch das Haus von Peter Hoffmann am Markt; erst nach Friedensschluß wurde es wieder aufgebaut.

[alles laut Erich Lemmel (C141): Aufzeichnungen 1926 aufgrund einer Stammtafel Hoffmann des Bindfaden-Fabrikanten Gustav Hoffmann in Königsberg, in Zusammenarbeit mit Hauptmann Theodor v.Baginski gen.Hoffmann, der später als 90-jähriger auf Burg Berwartstein bei Erlenbach in der Rheinpfalz lebte. Zusätzlich: Manuskript "Hoffmann" von Theodor v.Baginski gen.Hoffmann, 1924 im Stadtarchiv Rodach hinterlegt.]

→ Die hier zitierte "Chronik von Rodach" erschien 1912 in Greiz von einem Autor namens Köcher und umfasst nur 6 Seiten.
[Norbert Buchwald, Mtlg 2002]

 •  Über seinen Vater gibt es zwei Angaben.

 •  Sein Vater: Christoph Hoffmann. [Gustav Hoffmanns Manuskript]

 •  Sein Vater: Nikolaus Hoffmann. [Manuskript von Theodor Hoffmann]

→ Da Theodor Hoffmann mit dem Stadtarchiv von Rodach in Kontakt war, dürfte seine Angabe die richtige sein (HDL).

 •  Ergänzend schreibt Friedwald Moeller:

 •  Laut Guttzeit soll er aus Königsberg stammen. (Irrt Guttzeit?)

 •  1538-1546 Pfarrer in Heiligenbeil, dann in Fischhausen.

 •  Das Testament des Bischofs von Queiß unterzeichnete er in Pr.Holland, wo der Bischof am 8.9.1529 starb.

 •  Die Pfarrer konnten erst 1525 heiraten, wenn sie protestantisch wurden; da der älteste Sohn bereits 1513 geboren wurde, sollte man annehmen, dass er vorher Rektor (in Rodach?) war und erst nach der Reformation Pfarrer wurde.
[Friedwald Moeller]

 •  Peter Hoffmann war in Rodach nicht Pfarrer. Erster ev. Pfarrer scheint dort Johann Üsinger gewesen zu sein, dieser stribt 1533, und ihm folgt Georg Mohr aus Coburg.
[Mtlg Norbert Buchwald 2002]

 •  Der schon verheiratete Rector Peter Hoffmann geht 1518 nach Leipzig, um Theologie zu studieren.
[Theodor Hoffmann-Baginski, Brief vom 9.9.1924]

 •  Peter Hoffmann, Univ. Leipzig 1501 phil., 1518 theol.
[Univ.Matrikel Leipzig; Mtlg Norbert Buchwald 2002]

Regesten zu Michel Hoffmann:

 •  Seine Nachkommen waren in Rodach Kantores, Unter-Kapläne und zugleich vicari.
[Gustav Hoffmann]

 •  Später Cantores in Rodach: 1647 Johann I; 1654 Caspar; 1688 Johann II.
[Theodor Hoffmann-Baginski]


2008 8 18