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Christoph Friedrich Lemmel/Lämmel j251 – Magister in Leipzig


Eltern: Jb-33/i Christoff Lemmel/Lämmel j219, Anna Maria Kirsten/Kirschen j080

* 8.11.1659 in Frankenhausen, † nach 1719

1680-1689 Student in Leipzig, Wittenberg. Schrieb Gesch.der der Familie Weller v.Molsdorff. 1706 in Kopenhagen. 1709-1719 in Hamburg. Kinder sind nicht bekannt.

Regesten:

→ siehe auch unter LaemmelChr.Fr.html

[seine Geburt 1659: KB Frankenhausen lt RW]

 •  Sommersemester 1680 an der Universität Leipzig: Christoph Friedrich Lemmel/Lömmel aus Franckenhusa, Thüring.(Misn).

 •  Sommersemester 1689 wieder.
[Georg Erler: Die jüngere Matrikel der Universität Leipzig Bd.2 (1909). Laut Gerhard Lemmel.]

 •  10.7.1682 an der Universität Wittenberg: Christoph Friedrich Lämmel/Lemmel, Francohusa Misnicus.

 •  26.4.1688 wird er dort Magister phil.
[Fritz Juntke: Album Academiae Vitebergensis Teil 2 (1660-1710), Halle 1952]

 •  1684 ist Christoph Friedrich Lämmel, ältester Sohn von Christoff Lämmel ∞ Anna Maria Kirsten, Student der Philosophie und Theologie in Wittenberg.
[Leichenpredigt für die Mutter; siehe dort]

 •  Magister Christoph Friedrich Lämmel schrieb die Historia Welleriana, die Geschichte des Geschlechts der Weller von Molsdorff, die 1699 gedruckt wurde.
[Christian Meltzer: Historia Schneebergensis Renovata, Schneeberg 1716, S.342.]
[Vgl. Herbert E. Lemmel, "Nachkommen" Bd.2 S.212]
[Katalog der Stolb-Stolb. LP-Sammlung Bd.4 Teil 1 S.651 Nr.22889]

 •  Hieronymus Weller, dessen Vater Güter in Böhmen besass, wurde 1446 Bürgermeister in Freiberg, wo er 1449 in zweiter Ehe heiratete. Seine Schriften wurden größten Teils bey seinem Leben, zum Teil aber nach seinem Tod von Michael Hempel herausgegeben, um 1700 aber von M. Christoph Friedrich Lämmeln in zwei Folianten gesammelt und an das Licht gestellt.
[Christian Gotthold Wilisch: Kirchen-Historie der Stadt Freyberg, Leipzig 1737, Bd.1 S.240.]

 •  Christian Friedrich Laemmel: Histor. Wellerian. (Vorname Christian unrichtig! HDL)
[Zitiert bei Joh. Benedictus Carpzovius: Neueröffneter Ehren-Tempel merckwürdiger Antiquitaeten des Marggrafenfthums Ober-Lausitz. Leipzig und Budissin, 1719, Teil II S.90, über das Kloster Dobrilug. - Laut Gerhard Lemmel 1982.]

 •  Eine Fotokopie des Titelblattes der "Historia Welleriana" erhielt ich um 1980 von Herrn Cornel Weller, 1030 Wien, Marxergasse 39/7. Auf dem Titelblatt ist der Autor nur mit seinen Initialien M. C.F.L. angegeben.

 •  Vorwort Leipzig, den 15.12.1699, M. Christoph Friedrich Lämmel.

 •  S.104: Anfragen wegen Werken des Hieronimus Weller sollen gerichtet werden an den Lanckischen Buchladen in Leipzig, oder "in der Ritter-Straße neben dem rothen Collegio in Hr. Ritters Hause an M. Christoph Friedrich Lämmeln.
[Christoph Friedrich Lämmel: Historia Welleriana, Leipzig 1700]

 •  Christoph Friedrich Laemmel: Historia Welleriana, i.e. Historische Beschreibung des adelichen Geschlechts und Lebens des Theologi Hieronymi Welleri von Molsdorff; Leipzig 1700, 140 S.

 •  Christophorus Fridericus Laemmelius: Historia Bugenhagiana, 1706.
[Katalog Landesbibliothek Hannover]

 •  27.11.1715 stirbt in Hamburg Johann Volckmar, Magister und Archidiakon. In seiner Leichenpredigt ist ein Gedicht von Magister Christoph Friedrich Laemmelius aus Frankenhausen.
[Katalog der fürstl. Stolb-Stolb. Leichenpredigten-Sammlung Bd.4 Teil 2, Leipzig 1935, S.583 Nr.22438]

 •  Christoph Friedrich Laemmel aus Frankenhausen im Meissnischen, studierte Theologie, wurde Magister und machte dann eine Reise durch Schweden und Dänemark. In Kopenhagen gab er im Jahre 1706 ein "Leben Bugenhagen's" heraus. Von 1709-1719 hat er in Hamburg gelebt. Genaueres über ihn ist nicht bekannt. (Rotermund zum Jöcher II, Sp. 1041 nennt ihn Christian Friedrich und gibt irrig an, dass er ein Däne gewesen sei.) Die von ihm herausgegebenen Schriften führt am vollständigsten an das "Lexikon der hamburgischen Schriftsteller" Bd.4 S.272f.
[Allgemeine deutsche Biographie, Leipzig Bd.17 1883 S.569]


2012 7 21