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Johannes Lemmel in Hermannstadt, Kammergraf und Königsrichter
Goldgulden 1438. Münzzeichen links H für Hermannstadt, rechts ein kleines Lamm für den Münzmeister Lemmel

1437 starb Kaiser Sigmund, König von Ungarn, Böhmen und Deutschland. Nachfolger wurde sein Schwiegersohn Albrecht der II. von Habsburg. Dessen Kammergraf in Hermannstadt im ungarischen Siebenbürgen war 1438 Johannes Lemmel, der Sohn von Sigmunds Schatzmeister Mathias Lemmel. Als Kammergraf hatte er die Aufsicht über die Gold-Bergwerke und als Münzmeister ließ er ungarische Goldgulden prägen, die die finanzielle Basis für König Albrecht waren. Albrecht starb bereits 1439. Erst nach seinem Tod wurde sein Sohn Ladislaus (Postumus) geboren, der 1444 (unter der Vormundschaft seiner Mutter) König von Ungarn wurde. In diesem Jahr wurde Johannes Lemmel Graf von Hermannstadt, später auch Königsrichter. In den Verteidigungskämpfen gegen die Türken war sein Gegenspieler der rumänische Fürst Vlad Dracul, Herrscher der Walachei, um den sich später die "Dracula"-Sagen drehen sollten.
Zum ausführlichen Text über Johannes Lemmel.
 
Zu seinem "Familienblatt" nebst Urkunden-Regesten.


[Johann Seivert, Ungarisches Magazin 1782, Band 2, Seite 290]