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sein Taufname: Carl Wilhelm Paul
Eltern: L-38/s Carl Lemmel 2, Schu-38/e Marie Schumann U001
* 9.9.1853 in Bartenstein, † 15.5.1940 in Martinau bei Beuthen
Kaufmannslehre in Danzig, Banklehre in Königsberg. 1879-1903 eigene Weinhandlung in Königsberg-Kneiphof. Aufsichtsrat der Union-Gießerei. Hauptmann der Landwehr.
∞ 17.10.1888 in Königsberg/Pr mit Elise Ostendorff 85 (Taufname: Emma Elise)
* 7.8.1857 in Königsberg/Pr., † 18.7.1932 in Königsberg/Pr.
ihre Eltern: Gottfried Ostendorff 90 (Taufname: Johann Gottfr.Dietrich Wilhelm), * 5.4.1812 in Weddinghofen/Westf., † 23.9.1876 in Neuhäuser in Ostpr.
Kommerzienrat und Fabrikdirektor. - 7 Kinder. Siehe Osdf-38/i (Er ∞2) 1866 mit Charlotte Negenborn 392, (* etwa ?1840)); ∞ 24.6.1847 in Königsberg/Pr. mit Bertha Schnell 91 (Taufname: Dorothea Bertha), * 26.1.1823 in Königsberg/Pr., † 4.12.1863 in Königsberg/Pr..
1. Erich, * 16.2.1890 - Kaufm.Königsberg, Oberst Wiesbaden, siehe L-40/ua
2. Jenny Lemmel 98, * 1.2.1891 in Königsberg, verschollen 1945 in Cranz, (ihr Taufname: Bertha Jenny Elise )
Konzertpianistin. Sie wird durch eine in USA erlittene Ge- hirnentzündung berufsunfähig. 1936 Klavierlehrerin in Cranz in Ostpreußen. Dort bis 1945, verschollen. Unverheiratet.
3. Arthur, * 9.3.1893 - Arzt in Martinau und Brückenau, siehe L-40/ui
4. Paul Lemmel 77, * 14.12.1894 in Königsberg, † gefallen 22.3.1916 in Rußland
Landwirtschaftlicher Eleve, Kriegsfreiwilliger,Unteroffizier gefallen in Rußland südlich des Naroßsees.
• Carl Wilhelm Paul Lemmel, ehelicher Sohn des Kaufmanns Carl Heinrich Lemmel und dessen Ehefrau Maria Luise geb. Schumann, wird zu Bartenstein am 9.9.1853 geboren und am 18.11.1853 getauft.
[Taufschein Bartenstein 1908]
• Bis zum "Einjährigen" 1872 Schulbesuch in Bartenstein, dann Obersekunda an der Burgschule in Königsberg, wo er 1873 nach dem Tod des Vaters die Schule verlassen muß. 3 Jahre kaufmännische Lehre in Danzig. 1 Jahr Militärdienst, teils in Danzig, teils in Bartenstein. 2 Jahre Bankfach in Königsberg, im Bankhaus Simon Witwe und Söhne (später umbenannt in Ostbank für Handel und Gewerbe). 1/2 Jahr bei der Weinfirma Stempf und Blankenburg in Bordeaux, die er später in Königsberg vertrat. 1879 eröffnet er ein Wein-Kommissionsgeschäft in Königsberg. Kauft das Haus Kneiphöfische Langgasse 41, in das 1882 auch seine Mutter und Geschwister aus Bartenstein einziehen.
[Heinz Lemmel: Ernst Louis Heinrich Lemmel, Manuskript 1966]
[Erich Lemmel, Manuskript 1966]
• 1878-87 Seconde-Leutnant, 1888-93 Premier-Leutnant.
1878-83 2.Ostpr. Grenadier-Regiment Nr.3.
1884-88 Reserve-Landwehr-Btl. Nr.33 in Königsberg, Infanterie.
1888 Landwehr-Dienstauszeichnung 2.Klasse.
1889-93 Landwehr-Bezirk Königsberg, Infanterie, 1889 1.Aufgeb., ab 1890 2.Aufgeb.
[Staatsarchiv Hannover, Rang- und Quartierliste der Kgl. Preuß. Armee 1870-1918, laut Gerhard und Heinz Lemmel Dez.1979]
• 1881: Paul Lemmel, Agentur und Commissionsgeschäft, Spezialität Wein. Weinlager: Mittel-Tragheim 39. Wohnung Altstädtische Langgasse 35/36.
[Adreßbuch Königsberg 1881, laut Erich Lemmel]
• Nach dem Tod des Vaters Carl Lemmel in Bartenstein 1873 hatte die Mutter Marie geb. Schumann das dortige Geschäft weitergeführt. 1882 zog sie nach Königsberg um. In Bartenstein wurden das Geschäft und das Gut Wilhelmsruh verkauft. Von dem Erlös wurde dann (wann?) das Grundstück Kneiphöfische Langgasse 41 in Königsberg erworben. Paul sorgte auch dafür, daß seine jüngeren Brüder an der Universität studieren konnten.
[Erich Lemmel, Manuskript 1966]
• 17.10.1888 heiraten der Kaufmann, Prem:Lieutenant der Landwehr, Carl Wilhelm Paul Lemmel, wohnhaft zu Koenigsberg, und Emma Elise Ostendorff, wohnhaft zu Koenigsberg.
[Bescheinigung der Eheschließung, Standesamt Königsberg i.Pr. und Domkirche, Originalurkunde von 1888]
• 1890 Kaufmann in Königsberg.
[Geburtsurkunde des Sohnes Erich]
• 1891: Lemmel, Paul, Firma, Agentur-, Wein-Commission und Propr-Geschäft (d.h. eigene Wirtschaft), Kneiphöfische Langgasse 41.
[Adreßbuch Königsberg 1891, laut Erich Lemmel]
• 1895 erwirbt er in Königsberg das Grundstück Königsstr. 8, wo dann auch die Mutter und die Schwester Mila wohnen.
[Heinz Lemmel, Manuskript, wie oben]
• Er war Inhaber eines Wein-Kommissionsgeschäftes in Königsberg, das er 1903 aufgab.
• Inhaber mehrerer Ehrenämter, insbesondere Vorsitzender der Ostpreußischen Blindenunterrichtsanstalt; 1909 eröffnete er die neu erbaute Blindenanstalt in Königsberg auf den Hufen. Davon wird in der Königsberger Allgemeinen Zeitung vom 18.10.1909 berichtet [siehe Fotokopie].
• 1910 veröffentlicht er die Stammfolge der Familie Lemmel im "Gotha", bürgerliche Geschlechter Bd.10, S.728. (Gleichzeitig veröffentlichte Georg Roemert die Stammfolge Lemmel im Gen.Hdb.bgl.Familien, Starke, Bd.17, 1910.)
[Erich Lemmel]
• 1911 Rentier in Königsberg, Königstraße 8. Er zeigt den Tod der bei ihm lebenden Mutter an.
[lt Sterbeurk. u. Todesanzeige der Mutter]
• 1916 Hauptmann, Wohnung Königsberg, Henschestr.8.
[lt Todesanzeige des gefallenen Sohnes Paul]
• Der Sohn Paul fiel bei der Batterie seines älteren Bruders Erich, nachdem er auf vorgeschobenem Beobachtungsposten die feindliche Batterie erkannt hatte, die seit Tagen große Verluste im deutschen Frontabschnitt verursacht hatte und dann zum Schweigen gebracht wurde.
[Mtlg Erich Lemmel]
• 1919 Kaufmann in Königsberg.
[Heiratsurkunde des Sohnes Erich]
• Paul Lemmel besass ein Haus in Georgenswalde an der Ostsee, das von einer Haushälterin geführt wurde. Im Garten gab es sogar einen Tennisplatz. Hier traf sich im Sommer die ganze Familie.
[Mtlg Inge Höfler 1997]
• 1936 Hauptmann der Landwehr a.D. in Königsberg.
[Heinz Lemmel: Familie Lemmel aus Lötzen, 1937]
• Er war 40 Jahre lang Aufsichtsrat der Union-Gießerei in Königsberg, die von seinem Schwiegervater Gottfried Ostendorff geleitet wurde und von Gustav Schnell (= Ostendorffs Schwiegervater) gegründet worden war. Geh.Kom'Rat Gustav Schnell hatte auch ein Flachsgeschäft, das nach seinem Tode 1864 von seinem Schwiegersohn Adolph Hoffmann übernommen wurde. Dessen Sohn Gustav Hoffmann führte es bis zu seinem Tode 1944 weiter, u.a. als Bindfadenfabrik.
[Mtlg Erich Lemmel]
• Ein Verein "Blindenunterrichtsanstalt" unter dem Vorsitz des Kaufmanns Paul Lemmel, der ein Schwiegersohn von Gottfried Ostendorff und seit 1890 im Aufsichtsrat der Uniongießerei war, baute 1909 nach dem Plan des Landesbaurats Wilhelm Varrentrapp eine neue Blindenunterrichtsanstalt in Hardershof. Fußnote: Der Bericht über die Einweihung in der Ostpr.Ztg. vom 19.10.1909, wieder abgedruckt in Ostpreußenwarte 1954 Nr.3.
[Fritz Gause: Geschichte Königsberg Band 2, 2.erg.Auflage 1996, Seite 662]


• "Sie liegt nun schon über 10 Monate zu Bett, es geht ihr etwas besser, vor allem hat sie keine Schmerzen mehr, und wenn sich solche melden, werden sie von Arthurs gesandten electrischen Lampe durch Bestrahlung vertrieben."
[Brief Paul Lemmel, Königsberg, 23.2.1931]
[verschiedene Mitteilungen]
• In Berlin und Leipzig in Musik ausgebildet. 1931 (während der Wirtschaftskrise) hat sie "eine sehr gute Anstellung als Musiklehrerin an einer höheren Töchterschule" in Shelbyville, Kentucky, USA. [Bf Paul Lemmel 1931]
• Jenny Lemmel "aus Shelbyville" fährt am 28.8.1930 mit dem Schiff "Stuttgart" von Bremen nach New York.
• Jenny Lemmel aus Königsberg fährt am 30.8.1931 mit dem Schiff "Bremen" von Bremen nach New York,
• Jenny Lemmel aus Königsberg fährt am 2.9.1933 mit dem Schiff "Europa" von Bremen nach New York.
[Internet 2012, Passagierlisten. Die Maus.]
• Gefallen 22.3.1916 zwischen Wischnew- und Narotsch-See.
[Notiz von Erich Lemmel auf Foto]