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Ulrich Lemel  (* ca 1385), Schöffe in Neumarkt/Oberpfalz


Konrad Lemel, Schöffe in Neumarkt/Oberpfalz, bekam um 1385 den Sohn Ulrich, der seinem Vater im Schöffenamt folgte. Die Rechtschreibung nahm man nicht so genau, und so findet man ihn in den Urkunden als 
LemelLömlein, LomelLömel, Lomblein. Seine Frau Margarete geborene Wydmann erscheint als die Lämlin, Lemlin oder Lömlin.


Im Oktober 1403 wurde Ulricus Lemel an der Wiener Universität immatrikuliert. Einige Jahre später starb sein Vater und er übernahm das väterliche Haus in Neumarkt sowie einige Güter als pfalzgräfliche Lehen in der Umgebung bei Pilsach, Loterbach, Wiesenacker. Im Jahre 1422 ist er als einer der Neumarkter Schöffen beurkundet, und um die Jahreswende 1424/1425 starb er bereits im Alter von knapp 40 Jahren, ohne einen Sohn zu hinterlassen.
Er muss recht vermögend gewesen sein. Unter anderem besaß er die Neumarkter "Badestube", die nun von der Witwe und der Tochter Barbara Lemlin betrieben wurde. Im Jahre 1451 gründete Barbara mit der Badestube und dazu gehörigem Kapital eine "Seelbadstiftung" und zog sich in ein Kloster zurück, von wo aus sie aus dem väterlichen Vermögen noch einen Altar in der Gnadenberger Klosterkirche stiftete. Durch die Seelbad-Stiftung können arme Leute an 10 Dienstagen im Jahr ein Bad nehmen und dabei Bier bekommen.

Ulrich musste sich um einen Sohn seines früh gestorbenen Bruders kümmern, einen Heinz Lömel, der um 1450 in Neumarkt beurkundet ist, dann aber nach Altdorf ging.

H.D.Lemmel

Aus einem Bericht von Hauke Höpcke in der Online-Zeitung www.nordbayern.de vom 21.12.2014:



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►◄ 23.12.2014
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