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Christian Lemmel e310 – Bäcker in Glauchau


Eltern: Mb-32/m Melchior Lemmel e343, Catharina .... e370

* 19.7.1623 in Glauchau, † ..7.1692 in Glauchau

1661-1692 Bürger und Weißbäcker in Glauchau.

∞ 15.10.1661 in Glauchau mit Maria Engelmann e311

(* etwa ?1635), † vor 1717

ihr Vater: Thomas Engelmann e300, (* etwa ?1600), † vor 1661
Bürger und Hufschmied in Glauchau.

Kinder:

1. Anna Lemmel e312, getauft 19.10.1663 in Glauchau

∞ in Glauchau, Aufgebot Dom.16.p.Trin.1688 in Bräunsdorf mit Wolffgang Landgraff e317

(* etwa ?1660), † vor 1717

Bürger und Leinwandhändler in Bräunsdorf.

sein Vater: Ander Landgraff e295, (* etwa ?1625)
Leinwandhändler in Bräunsdorf.

2. Melchior Lemmel e313, getauft 3.1.1665 in Glauchau, † 12.7.1729 in Glauchau
1684-1698 in Ostindien, ab 1698 in Glauchau: zunächst als Bäckergesell. 1709 und 1719 Weißbäckermeister. Kinderlos.

∞ mit Magdalena Gräfe e318

* um ..6.1646, † 13.1.1743 in Glauchau im Alter von 96 Jahren und 7 Monaten

3. Christianus, * ..1.1668 - in Glauchau, Soldat, siehe Mb-34/m

4. Felix Lemmel e315, getauft 1.3.1669 in Glauchau, † 1.10.1709 in Batavia in Ostindien
1694-1699 Kürassier, 1699 in Polen desertiert. - 1701 fuhr er von Holland nach Ostindien. Pulvermacher in Batavia. Unverheiratet.

5. Johann(es) Michael Lemmel e316, getauft 7.2.1676 in Glauchau
1702 geht er nach Ostindien; dort vermißt.

Regesten:

 •  15.10.1661 heiratet er als "Bürger und Becker" in Glauchau, hinterlassener Sohn von Melchior Lemmel, weiland Bürgermeister allhier. 1663-1676 läßt Meister Christian Lemmel, Bürger und Weißbäcker in Glauchau, 5 Kinder taufen.
[Heirat, Kinder, sowie Christians Geburt und Tod: Kirchenbücher Glauchau laut R.Windisch. Kindstaufen auch laut Schönburg-Akte.]


[KB Glauchau, Trauung 15.10.1661. - Mtlg. R.S. 2014]

 •  1688 Meister Christian Lämmel, Bürger und Weißbäcker in Glaucha.
[Heiratseintrag der Tochter Anna im Kirchenbuch Bräunsdorf bei Limbach, lt RW]

Regesten zu Wolffgang Landgraff:

 •  1688 Wolffgang Landgraff, Bürger in der Vorstadt Glauchau, Sohn des Ander Landgraffen, Inwohner und Leinwandhändler in Bräunsdorf.
[Heirat Kirchenbuch Bräunsdorf, laut R.Windisch]

 •  Wolff Landgraff, Bürger und Leinwandhändler, ist vor 1717 gestorben. Sein Bruder Andreas Landgraf lebt 1716 als Bürger und Schuhmacher in Glauchau.
[Schönburg-Akte]

Regesten zu Melchior Lemmel:

[Geburt, Tod, Tod seiner Frau: Kirchenbücher Glauchau laut R.Windisch. Geburt auch laut Schönburg-Akte]

 •  1698 kommt Melchior Lämmel, ein Bäckergesell, Christian Lemmels, Bäckers, nachgelassener Sohn, aus Ostindien zurück, wo er sich, wie er sagte, 14 Jahre aufgehalten.
[Ernst Eckardt: Chronik von Glauchau. Glauchau 1882, S. 509]

 •  1709 kauft Meister Melchior Lämmel, Bürger und Bäcker in der Langen Vorstadt, ein Feld von Hans Christoph Arnold für 85 fl.
[Staatsarchiv Dresden, GB Glauchau 103, Hinterglauchau 1681-1711, Blatt 404, laut K.Wensch]

 •  1719 borgt Melchior Lämmel, Bürger und Weißbäckermeister in hiesiger Vorstadt, 64 fl. von den Kirchenvorstehern zu Weidensdorf.
[Staatsarchiv Dresden, GB Glauchau 65, Amt Hinterglauchau, Gunstbuch 1682-1721, Blatt 298, laut K.Wensch]

 •  1734 erhält Magdalena, Melchior Lämmels, Bürgers und Weißbäckers Witwe, als Intestaterbin ihres Bruders Christian Gräfe, Bürgers und Fleischers, Haus und Garten "auf der Hoffnung" in Lehn.
[Staatsarchiv Dresden, Gerichtsbuch Glauchau Nr.125, Amt Hinterglauchau, Landgerichte 1732-1743, Blatt 34, laut K.Wensch]

→ In den Glauchauer Taufbüchern sind für Melchior Lemmel keine Kinder nachweisbar. Zwar haben die Taufbücher 1686-1691 eine Lücke, aber die Lücke fällt in die Zeit von Melchiors Abwesenheit. Wenn das Sterbealter von Melchiors Frau stimmt, war sie 20 Jahre älter als er und kann aus dieser Ehe keine Kinder gehabt haben.

Regesten zu Felix Lemmel:

 •  Dez. 1694: Felix Lämmel, 24 J. alt, von Glaucha aus Sachsen, übel beritten, in Glaucha freiwillig angeworben. - Leib-Kürassier-Regiment, Kompanie Plötz.

 •  28.10.1699: Felix Lämmel von Glaucha als Neu Remontierter im Kürassier-Regiment v.Beust, Kompanie v.d.Pforden.

 •  3.12.1699: Felix Lämmel von Glaucha, im gleichen Regiment aber nun Kompanie Krieger; bei einer Musterung in "Schonsense" (wohl in Polen) wird über Felix Lämmel befunden: "an großen Morast mit völliger Mondirung (= Montur) sich verlohren". - (Er ist also wohl desertiert!)
[Staatsarchiv Dresden, Militärarchiv, Musterlisten Nr.44a (1694) und Nr.69 (1699), laut Kurt Wensch, Mtlgn 1987-1989]

 •  1717/1718 bemühen sich Felix Lemmels Geschwister, nach Felix' Tod sein Erbe zu bekommen. Aus dem Akt geht hervor: 1699 ging Felix Lemmel auf Wanderschaft in fremde Lande, fuhr 1701 von Holland aus für die Kammer der Stadt Hoorn mit der Ostindischen Compagnie auf dem Schiff Vosmeer nach Batavia, diente dort etliche Jahre als Pulvermacher, und starb unverheiratet am 1.10.1709 im Hospital in Batavia (= Djakarta auf Jawa). Er hat bei der Ostindischen Compagnie in Hoorn noch 356 Gulden zu fordern. 1717/1718 versuchen die Geschwister mit Hilfe der Gräflich Schönburgschen Behörden, dieses Erbe zu erhalten, wozu drei holländische Bürger bevollmächtigt werden.
["Schönburg-Akte": Staatsarchiv Dresden, Außenstelle Glauchau, Schönburg'sche Gesamtregierung Nr.4884, laut Kurt Wensch. Siehe ausführlichere Beilage.]

Regesten zu Johann(es) Michael Lemmel:

 •  1702 geht er nach Ostindien. 1716 wird sein Bruder, Meister Melchior Lämmel, Bürger und Weißbäcker in Glauchau, zu seinem Curator bestellt, wobei über den genauen Aufenthaltsort von Johann Michael nichts angegeben ist.
[Schönburg-Akte]

→ 1695-1711 lebt noch ein anderer Michael Lämmel in Glauchau. Er ist Mälzer und wahrscheinlich identisch mit einem Michael, der 1655 in Chemnitz-Niklas als Sproß einer Mälzerfamilie Lämmel geboren wurde; siehe Stamm Neustadt.


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