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Heinrich Lemlein n614 – in Nürnberg, dann Vikar in Ansbach


wahrscheinlich Vater: N-23/a Hermann Lemmel/Lemlein n674, Irmel (Holzschuher) n603

(* etwa ?1310/1315), † 13.3.1376 in Ansbach

1337 Heinrich der Lemblinne Sohn aus Nürnberg verbannt. 1361-76 Vikar in Ansbach; Lehen des Nürnberger Burggrafen.

Regesten:

 •  1337: Heinrich der Lemblinne sun wird aus Nürnberg verbannt.
[siehe Regest bei N-23/a]

 •  Wohl identisch mit dem Vikar Heinrich Lemlein in Ansbach:

 •  1361/62 sind Lämmlein (ohne Vorname) und Heinz Lamp im Salbuch von Ansbach genannt.
[Ältestes Salbuch der Stadt Ansbach. In: Friedrich Vogtherr: Geschichte der Stadt Ansbach; Ansbach 1927 S.9. Dort ohne nähere Angaben.]

→ Dies ist eine Ergänzung zu der Veröffentlichung über das älteste Ansbacher Salbuch in: Monumenta Boica Bd.47, wo Lämmlein und Lamp nur ohne genaue Jahreszahl erwähnt sind:

 •  2.Hälfte 14.Jh.: Heintz Lamp und Lemlein (ohne Vorname) und "der Lemlein" im Urbar von Onoltspach (= Ansbach) erwähnt. - "Der Lemlein" folgt hier auf einen Habelsheimer (ohne Vorname).
[Monumenta Boica Bd.47, München 1902: Die Urbare des Burggrafentums Nürnberg bis 1450, S. 110 u. 112.]

→ In Bamberg sind später Lemlein und Habelsheimer verschwägert.

 •  1369 stirbt in Ansbach Methildis, die Magd des Vikars Heinrich Lemlein.
[Wilhelm Engel: Die mittelalterlichen Seelbücher des Kollegiatstiftes St.Gumbert zu Ansbach, Regest 137; in: Quellen und Forschungen zur Geschichte des Bistums und Hochstifts Würzburg Bd.3, Würzburg 1950, S.31.]

 •  13.3.1376 stirbt Heinrich Lemlein, Vikar des St.Martin-Altars in Ansbach. Er wird in Ansbach begraben.
[Engel, Seelbücher, wie eben, Regest 90 S.28.]
[Friedrich Wachter: General-Personal-Schematismus der Erzdiözese Bamberg, Bamberg 1908, S.293 Nr.6066.]

 •  10.10.1376 Her Hainrich Lemlein selig: Friedrich Burggraf zu Nürnberg gibt der Vikarei und dem jeweiligen Vikarier zu Onolzbach (1.) drei Pfund Haller jährliche Zinsen aus Haus und Hofreit des Newkom gegenüber dem Münster in Onolzbach zwischen des Kaufmanns und Fritz Bocks Häusern, (2.) ein Pfund Haller jährliche Zinsen aus des Eberlein Zolner Haus zwischen der Barfussen Haus und des Hansen Lettichen Haus oberseit der Pfarre zu Onoltsbach, (3.) Haus und Hofreit mit allem was dazu gehört, "daz Hern Hainrich Lemleins seligen ist gewesen, und zwischen dez Abenberges Hofe und der Schenkein Hauße von Leonrode in der Statt zu Onoltsbach ist gelegen, daz uns und unßern vordern ein Pfunt Haller jerlichen Zinßes hat gegolten". - Vikarier der Vikarey ist Her Fridereich Lemlein, der dem Burggraf dafür gibt: (1.) sechs Pfund Haller jährlicher Gült, die die Vikarey zuvor im Dorf Strüt innehatte, (2.) den Krautgarten, der vor Burggraf Friedrichs Baumgarten lag und "der vormals dez egenanten Heinrich dez Lemleins auch ist gewesen". - Die Vikarei St.Martin zu Onoltsbach liegt im Würzburger Bistum.
[Copialbuch des St.Gumbert-Stiftes zu Anspach, laut: Monumenta Zollerana Bd.4, Berlin 1858, S.373 Regest 339.]
[35. Jahresber. d. Hist. Vereins Mittelfranken, 1867, S.168]

→ Heinrich Lemlein ist hiernach Lehensmann des Nürnberger Burggrafen gewesen. Seine Verbannung aus Nürnberg 1337 dürfte daher wohl in einem Streit zwischen der Stadt Nürnberg und dem Burggrafen begründet sein.

→ Friedrich Lemlein, der als Vikar auf Heinrich Lemlein folgt, dürfte dessen Sohn oder Neffe sein.

 •  1378 stirbt Heinrich Lämblein, Vicarius S.Martini in Ansbach.
[Calend. mort. im Archiv-Conserv. in Nürnberg; laut 35. Jahresber. d. Hist. Vereins Mittelfranken, 1867, S.169]
[Adolf Bayer: S.Gumberts Kloster und Stift in Ansbach, Würzburg 1948, S.228. In: Veröff.d.Ges.f.fränk.Gesch.] - "1378" ist unrichtig.

 •  Unter den Konventualen des Augustiner-Eremiten-Klosters Windsheim sind angeführt u.a.: 8. Heinrich Lemlin 1370-1378 (Stahleder S.16); 29.6.1422 (Schirmer S.23).
[Studien zur Geschichte der Reichsstadt Windsheim. In: Jahrbuch f.fränk. Landesfg. Bd.42, Degener 1982, S.83. Laut I.Höfler, Mtlg 1983.]

→ Der hier erwähnte Heinrich Lemlein in Windsheim muss identisch sein mit dem Vikar im unweit gelegenen Ansbach. Jedoch muss sich die Nennung von 1422 auf einen anderen beziehen, der sonst noch nicht bekannt ist.

 •  Heinrich Lemlein 1376 Mon.Zoll.IV,339 (S.373).
[Gisela Schäfer: Ansbacher Namenbuch. Diss. Philos. Erlangen 1952. - GL1980]


2008 2 9