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Werner Lemlein n619 – Genannter in Nürnberg


wahrscheinlich Vater: N-24/b Fritz Lemlein n601

(* etwa ?1350), † wahrsch.1414

1392-1414 in Nürnberg erwähnt. Ab 1394 Genannter des Größeren Rates. Vor ihm in diesem Amt: Fritz Lemlein, nach ihm: Conrad Lemlein.

∞ mit Elspet .... n629

(* etwa ?1355/1360)

1413 erwähnt.

Sohn:

wahrscheinlich:

1. Conradt Lämblein, (* etwa ?1385) - Genannter in Nürnberg, siehe N-26/c

Regesten:

 •  1392 ist "Lemmel filius F. lemel" als steuerzehlender Einwohner in Nürnberg genannt.
[siehe bei Fritz Lemlein; der "Lemmel" ohne Vorname muß mit Werner Lemlein identisch sein, der fortan mehrfach in Nürnberg beurkundet ist]

 •  2.Hälfte 14.Jh., Urbar Cadolzburg: im Register burggräflicher Zinser in Cadolzburg ein Lemlein ohne Vorname.
[Monumenta Boica Bd.47 NF Bd.1, München 1902, S.8: Aus einem Urbar des Burggrafenthums Nürnberg.] - Cadolzburg liegt 15 km westlich von Nürnberg. Der Eintrag muß sich auf Werner Lemlein beziehen, denn 1414 ist in Cadolzburg Conrad Lemlein beurkundet, der im Nürnberger Genannten-Amt auf Werner folgt.

 •  1393 kauft Werner Lemlein in Nürnberg von Hermann Stromer ein "Eigen bei St.Lorenz am Vischbach gelegen". Nachbar ist Hermann Steiner.
[Welserisches Archiv, laut Imhoff, Geneal. Handbuch der rats- und gerichtsfähigen Familien der vormaligen Reichsstadt Nürnberg, 9.Forts., 1900, S.256. - Siehe Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.38 und Herbert E. Lemmel, "Heiratskreis" S.88.]

→ Bei dem Stromer-Anwesen am Vischbach handelt es sich um das Haupthaus der Stromer-Gesellschaft, des führenden Handelshauses dieser Zeit. Hermann Stromer ist ein Sohn von Peter Stromer, dem führenden Nürnberger Politiker und Ratgeber Kaiser Karls des IV.
[Stromer, "Hochfinanz" S.73]

 •  1394 wird Werner/Wernher Lämblein/Lemblein/Lemlein Genannter des Größeren Rats in Nürnberg, gestorben 1430.
[Stadtbibliothek Nürnberg, Genanntenbuch, Handschrift Amb. 804. 2°, und: Beschreibung und Bericht vom Ursprung und Anordnung der Genannten des Größeren Raths allhier in Nürnberg... 1338-1695, Handschrift Amb. 172. 2°. Laut Dr. F.X.Pröll, Stadtbibl.Nbg 1972, der brieflich bestätigt, daß das Sterbejahr hier mit 1430 angegeben ist und daß "1330" bei Roth ein Druckfehler ist.]
[Ferdinand Roth, Verzeichnis aller Genannten des größeren Raths von der ältesten bis auf die neuesten Zeiten, Nürnberg 1802]

 •  1397 Wernher Lembel in Nürnberg.
[StsA Nbg, Repertorium 52b Nr.271: Älteste Losungsliste (= Liste aller steuerzahlenden Nürnberger Einwohner), fol 23a. - Angeführt bei C. Scheffler-Erhard: Alt-Nürnberger Namenbuch, Nürnberg 1959.]

 •  1397 haben Peter Stromair und uxor ein Anwesen am Vispach. Ein Lemmel ist hier nicht genannt.

 •  1403 hat Hermann Stromeyr einen Besitz am Frawentor. Etwas rechts darunter ist eingefügt: Wernher Lemblin. Später wurde dieser Name wieder gestrichen.
[StsA Nürnberg, Losungslisten der Lorenzer Stadthälfte; 1397 Amts- und Standbücher Nr.278 fol.14' unter Vispach; 1403 Amts- und Standbücher Nr.280, fol.6 unter Frawentor. Mtlg Dr. Machilek]

 •  14.1.1400: Heinrich Ammann und Wernher Lemblein Zeugen in einer Kaufurkunde.
[StA Nbg Losungsamt 7-farb.Alfabet Urk.295. - Online 2017]

 •  1404 verkauft der Abt Heinrich zu Eberach ein Gütlein zu Elbersdorf bei Winspach gelegen, den Ersamen Mannen Franzen Wendelstein, Wernher Lemlein und Niclausen Holfelder, alle drey pürger tzu Nüremberg und vormünder Jewten Lengein seligen geschefts. - Letztere war die Frau von Reinpot Lange und Schwester von Heinrich Wagner.
[Andreas Würfel: Historische, genealogische und diplomatische Nachrichten zur Erläuterung der Nürnbergischen Stadt- und Adelsgeschichte. Nürnberg, 1766, S.253]

 •  1405 ist Herr Wernher Lembleyn Zeuge in einem Gerichtsbrief des Ritters Georg Kratz, in dem Friedrich Holzschuher den Verkauf eines Hofes bezeugt.
[HStA München, Ritterorden, Kommende Ellingen, Urk. Nr. 2039. Laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.39]

 •  24.11.1406: Wernher Lemblein und Cunrad Kupfermann als Zeugen.
[StA Nbg Losungsamt 7-farb.Alfabet Urk.391. - Online 2017]

 •  9.6.1407 Heinrich Grefenperger, Hans Tewffel, Friedrich Habelczheymer, Heinrich Ammann und Wernher Lemblein für das Frauenbrüder und Barfüßerkloster zu Nürnberg bezeugen, dass Bruder Friedrich Holczschuher, Spitalmeister des Deutschordens zu Nbg....
[Staatsarchiv Nürnberg, Insert in Sign. Rst.Nbg.Hl.Geist-Spital, U52. - Internet 2009 Regest 66]

 •  26.3.1408: Eine Beurkundung in Gegenwart des Hermann Stayner und Wernher Lemblein. (Ein Erbe wird an Gerhausen, Witwe des Jakob Waltstromeyr übergeben.)
[StA Nbg Losungsamt 7-farb.Alfabet Urk.4. - Online 2017]

 •  1407 ist Werner Lemlein ein Zeug neben Herrn Hannß Teuffel.

 •  1408 ist Werner Lemlein erwähnt.

 •  1410 ist Werner Lemlein ein Zeug neben Conrad Haller.
[StsA Nürnberg, Rep.52a: Nürnberger Handschriften Nr.236: Des Nürnbergischen Geschlechterbuches anderer Teil 1351-1536 fol. 241-243. - Die Originalurkunden hierzu sind noch unbekannt. HDL]

 •  1412 ergeht ein Urteil-Brief wegen eines Erbes zu Ludersheim vom Schultheiß Ritter Hannß von Rosenberg und den Schöffen der Stadt Nürnberg. Zeugen sind: Herr Hannß Grolandt des Seitzen Sohn, Herr Wernher Lemmlein, und Herr Erhard Vetter.
[Historia Norimbergensis Diplomatica, Nürnberg 1738, Teil 2 S.530]
[Staatsarchiv Nürnberg, Sign. Rst.Nbg.Hl.Geist-Spital U74. - Internet 2009 Regest 89]

 •  1403 die ersamen Mannen Herr Cunrat Mordere, Herr Wernher Lembel und Herr Heinrich Armbawrer.

 •  1413 die ersamen Mannen Herr Sigmund Stromeyr, Herr Wernher Lemblein und Herr Hermann Prawn, als Zeugen für Michel Beheim.

 •  (26.5.1413?) Wernher Lemblein und seine eliche wirtin Elspet hatten ihr Haus "bey unser frawn prüdern am Eck gen dem Stören über gelegen, darynn derselb Lemblein yetzund wonhaft wer" an Burkhart Pesler verkauft. Zeugen des Verkaufs waren Andres Volkmeyr, Jacob Topler und Herr Herman Kepffen gewesen, die am 13.6.1420 dem Burkhart Pesler diesen Verkauf bestätigen. (Laut Index im Stadtarchiv gibt es eine Urkunde von Wernher Lemblein und seiner Frau Elspet vom 26.5.1413, die ich nicht kenne; das könnte die ursprüngliche Verkaufsurkunde sein.)

 •  9.10.1414 sind Herr Wernher Lemblein und Herr Heinrich Ammann Zeugen, als Heinrich Barlirer in Nürnberg sein Gut zu Wilhelmstorff bei Lichtenawe an eine Pfründe der Lorenzkirche stiftet.
[Stadtarchiv Nürnberg, Gerichtsurkunden Urk. 1402 Juni 25 (muß wohl richtig 1403 heißen - HDL), Urk. 1413 Mai 26, Urk. 1420 Juni 13, Urk. 1414 Okt. 9. - Kopien durch Dr.Beyerstedt 1993]

 •  1414: Wernher Lemblein und Hans Tracht Zeugen in einem Kaufbrief zwischen Nyclas und Hanz Holfelder.
[Georg Ernst Waldau Hrsg., Neue Beitröge zur Geschichte der Stadt Nürnberg Bd.2. Nürnberg 1791. - Internet 2017]

 •  14.8.1415: Wernher Lemblein und Heinrich Ammann als Zeugen.
[StA Nbg Losungsamt 7-farb.Alfabet Urk.530. - Online 2017]

 •  Werner Lemlein soll 1430 gestorben sein (Genanntenbuch, siehe oben), was sicher falsch ist. Seine letzte urkundliche Erwähnung ist am 9.10.1414. Im Jahr 1414 folgt auf ihn als Genannter sein mutmasslicher Sohn Conrad.

 •  1437 in einem Spruchbrief erwähnt: Fridrich Habelcheymer, Heinrich Ammann und Wernher Lemblein für das Frauenbrüder- und Barfüßerkloster zu Nürnberg.
[online 2015, StAN Rst. Nbg. Heilig-Geist-Spital, Urk.223]


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