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Conrad Lömel/Lomel n604 – Schöffe in Neumarkt


Eltern: N-24/n Chunrad Lemblin/Lömel n602, Kunel/Kungunt .... n625

(* etwa ?1340), † 1408

1370-1407 als Bürger in Neumarkt erwähnt, dort 1386-1402 Schöffe. 1370 Besitz in Berngau, kauft 1401 von Erhard Loterpeck all sein Gut zu Loterpach.

∞ vor 1370 mit Gerhaws/Gertrud ... n622

(* etwa ?1350)

1370 Chunrad der Lömlein und Gerhaws sein elich hawsfraw. 1400/1401 Conrad der Lömel und seine Hausfrau Gertrud.

Kinder:

1. Ulrich Lomel/Lömel, (* etwa ?1385) - Schöffe in Neumarkt, siehe N-26/m

2. Heintz Lömlein/Lomel, (* etwa ?1385/1390) - in Neumarkt, siehe N-26/n

Regesten:

 •  Schreibweise des Namens: Lömlein 1370; Lumel 1380; Lömel 1386, 90, 94, 95, 1401(2x), 02, 07; Lomel 1387, 89, 91, 97, 1401, 02; Lämbel 1400; Lomlein 1407.

 •  Zusammenfassung: 1370-1407 Bürger in Neumarkt, 1386-1402 Schöffe. 1370-1401 seine Frau Gerhaus/Gertrud. 1380, 1395 Urteiler in Urkunden des Schultheiß von Neumarkt. Besitz: 1370 1/4 eines Hofes zu Berngau, dann wohl ab 1385 Besitz der ganzen Kammerhube bei Berngau, die 1410 an seine Söhne kommt. 1389 Kauf der Göglmühle bei Bernfurt. 1400 Hof zu Sigenhoven. 1400 Kauf von Gut zu Loterpach von Erhard Loterpeck.

 •  1370 verleiht Hans von Wildenstein Chunrad dem Lömlein, purger zu dem Newmarcht, und Gerhawssen sein elichen hawsfrawen ein Viertail eins hofs zu Perngawe gelegen, da Chunrad der Zaglin und die Gawtnerinne auf gesessen sind.
[Bay. Haupt- und Staatsarchiv München, Abt. I, Neumarkt Gerichtsurkunde Nr. 15. Siehe Fotokopie. - Vergl. Blätter des Bay. Landesvereins für Familienkunde, Jg.9, München 1931, S.62.]

 •  1380 ist Conrad Lumel als Urteiler in einer Urkunde des Dyetrich von Parsberg, Schultheiß zu Newmarkt, genannt.
[HSA München, Gerichtsurkunden Gundelfingen, Bd.88, Nr.10, Signatur jetzt: Pfalz Neuburg, Varia Neoburgica 1035.]

→ (Ein älterer Dietrich von Parsberg ist im Jahre 1300 "Viztum" von Rudolf Pfalzgraf zu Rhein und Herzog zu Baiern [Mon.Boica, Bd.2 S.140f Nr.16]. Von 1380 bis mindestens 1501 bestehen enge Beziehungen zwischen den Lemlein und den von Parsberg.

 •  1385 bei der Aufteilung des Hilpoltsteiner Erbes muss er zusätzlich zu seinem 1/4 Hof zu Berngau dort die ganze Kammerhube bekommen haben, die 1410 an seine Söhne kommt. [Mtlg S. Federhofer 1998]

 •  1386 Gerichtsschöffen und Bürger in Neumarkt: Gottfried Streb, Albrecht Ledrer, Pertholt Hohmeir, Heinrich Rosler und Cunrat Lömel. In einer Gerichtsurkunde des Neumarkter Schultheißen Altman Kemnater, als Cunrat Schezze, Siechmeister des Klosters zu Castel, gegen Heinrich den Hohmair, Bürger zu Neumarkt, wegen Äckern im Frickenhofer Feld und im Leupershofer Feld klagt.
[online 2015, STAAM Kloster Kastl Urk.248]
[J.Finck: Beiträge zur Geschichte der ehemaligen Landgerichte Hirschberg, Sulzbach und Amberg. Landgericht Hirschberg. In: Verhandlungen des Hist.Vereins für die Oberpfalz und von Regensburg Bd.4, Regensburg 1839, S.18]


[Mon.Boic.Bd.24, München 1821, S.484. Kopie durch I.Höfler]

 •  13.7.1387 sind bei einem Verkauf in Neumarkt Zeugen: Friedrich Swertzer, Conrat Lomel, Schöffen, und Dyetrich Pflugel, Genannter.
[M.Romstöck: Regesten der in der städtischen Registratur zu Neumarkt i.O. aufbewahrten älteren Urkunden. In: Jahresbericht d. Hist. Vereins für Neumarkt i.O. Jg.1, 1904, S.30 Nr.29. - Laut Gerhard Lemmel 1983.]
[Vgl. Johann Nepomuk v.Löwenthal: Geschichte des Schultheißenamtes und der Stadt Neumarkt auf dem Nordgau, S.235: Verzeichnis der Schöpfen und Bürgermeister und der Rath- oder Stadtschreiber. Hier "Lemmel" statt "Lomel" (HDL).]

 •  1389 Kauffbrief: Hermann Theraffl in Nürnberg verkauft eine Müll ehm Conradt Lomel zu Newenmarcht, die Göglmüll genant. - Ich Hermann Towefel burger von Nürnberg Catharina meine eheliche Wirtin bekhennen .... zu kauffen geben hab, dem bescheiden mann, Conrad dem lemel burger zu dem Newenmarcht, gerhaussin seiner ehelichen wirttin und allen iren Erben unnd nachkhommen, mein mül die genannt ist die gritzmül, die gelegen ist inderhalb des Bernfurts mit allen iren .... als sy an mich von mein Vorfaren kommen ist .... unnd ich obgenannter Hermann Tarofel mein eheliche haußfrau unnßer erben und nachkhommen .... dem egenannten Conrad Lomel ... Bürgen Ulrich Mair von Keßlbach unnd Memschel(?) Gegenberger auch von Keßlbach .... Sonntag vor St.MartinsTag 1389.
[Stadtarchiv Neumarkt/OPf, B 6.2 Kopialbuch der Hofkapelle S.609-612; Fotokopie durch Frau Petra Wurst an I.Höfler-Lemmel 1998. - Das Kopialbuch dürfte die Abschrift einer Abschrift sein, so dass Namen, die dem Abschreiber nicht bekannt waren, in verschiedenen falsch gelesenen Varianten vorkommen.]

→ 1446 wird die Mühle vom Enkel Heinrich Lemell wieder verkauft.

 •  1390: Conrat Lömel, Bürger zu Neumarkt, ist Zeuge bei einer Stiftung an ein Kloster.
[HSA München, Gerichtsurkunden Neumarkt/Pfalz Nr.203]

 •  1391: Die erbern weisen Cunrat lomel und gotfrid pintter, an der zeit beid gesworen scheppsen von Newenmarckt, sind Zeugen, als Hainrich der Pregler zu Newenmarckt dem franzen dem wentelstein zu Nürnberg seinen halben Hof zu Hiltzhofen verkauft, auf dem Ulrich Überlein sitzt.
[Monumenta Boica Bd.24, München 1821. Monasterium Ensdorf in der Oberpfalz. S.495 Num 179.]
[online 2015, STAAM Kloster Kastl Urk.274]

→ 1407 wieder verkauft, siehe unten.

 •  1394: Schöffen in Neumarkt sind: Albrecht Schön, Hanns Leutenbeck, Ulrich Volkmair, Konrad Lömel.
[Löwenthal, Schöffenverzeichnis, wie oben]

 •  23.3.1395: Der Neumarkter Schultheiß Altman Kemnater hält Gericht. Urteiler sind: Heinrich Roßler, Conrad Lömel, Heinrich Heyder, Heinrich Feirtag, Gotfried Pinter, Heinrich Schönheintz, Conrad Hohmeir, Heinrich Winckler, geschworne Schöffen und Bürger von Neumarkt.
[Romstöck, ältere Urkunden, wie oben, S.31 Nr.33]

 •  1397: Bei einer Stiftung an die Pfarrkirche zu Neumarkt sind Zeugen: dy erbarn weisen Conrad Lomel, Ulrich Tanloher, beyd an der czeit gesworn schöpffen, und Berthold Hochmeir, ein genant und purger der obgenanten Stat.
[Bay. Haupt- und Staatsarchiv München, Gerichtsurkunde Neumarkt/Pfalz Nr.29. - Fotokopie.]

 •  Anno 1400. Bürgerm. und Rath alhier zahlen die langst zuvor aus der Lämblin Mess (= Mess-Stiftung) ybernommenen Jerliche ... (schwer lesbare Zins-Details).

→ Möglicherweise eine Messe, die für den vor 1343 gestorbenen älteren Chunrad gestiftet worden war? (HDL)

 •  Anno 1408 (oder 1400?). Conradt Lämbel ... Jartag zur Quatember Zeit, in St. Johannis Pfarrkhirchen ... Dergleichen Jartag bey dem Heyl.Geist im Spital zu halten ... Mer zu jeder Quatember Zeit. Soll aus seinem Hof zu Sigenhoven von dem Eltisten seines Geschlechts und in Absterbung dessen von Bürgerm. und Rath verricht werden.

→ Conradt Lämbel ist hier also der Älteste seines Geschlechts.
[Stadtarchiv Neumarkt/OPf, B 9.1 Archiv- u. Registratur-Repertorium (1678-1681) Nr.16 und Nr.60; Fotokopie durch Frau Petra Wurst an I.Höfler-Lemmel 1998.]

 •  30.12.1400 und 1401 verkauft Erhard Loterpeck zu Rotenfels gesessen, dem ersamen man Conrad dem Lömel purger zu dem Newemarckt und seiner ehelichen Hausfrau Gertrud und allen ihren Erben, allen unseren Gut gelegen zu Loterpach mit allen zugehorungen zu Dorf, Feld, Stock, Stein, Holtz, Wasser, Wald.... (Einzelheiten folgen). Bürgen des Erhard Loterpeck sind seine Vettern Hans der Struppger zu Perg und Hans der Loterpeck zu Rotenfels. Gesiegelt von der Stadt Neumarkt.
[BHSA München Abt.I Oberpfalz Urk. Nr.1486. Fotokopie. Frühere Signatur: Gerichtsurkunden Neumarkt/Pfalz Nr.30]

 •  Rotenfels ist ein Weiler südöstlich von Neumarkt, bei Oberbuchfeld. Dort stand im Mittelalter ein festes gemauertes Haus als Herrschaftssitz, der ab 1360 zu 1/3 dem Marquart Loterpeck (StAA Amt Neumarkt fasc.471 Nr.5815) und 1376 dem Hans Loterpeck gehörte (Löwenthal 32). Die Loterpecken waren in der Mitte des 14. Jh. Gefolgsleute der Wolfsteiner.
[Mtlg S.Federhofer 1996]

 •  1401: Conrad Lomel, Bürger zu Neumarckt, ist unter den Bürgen, als Hanns Weibeler, Bürger zu Nürnberg, Schulden bekennt.
[Regesten der Pfalzgrafen am Rhein Bd.2, 1214-1508, Innsbruck 1939, S.57 Regest 829.]

 •  1401 Schöffen in Neumarkt: Ulrich Volkmair, Konrad Lömel, Heinrich Haiden, Konrad Halbmayr.
[Löwenthal, Schöffenverzeichnis, wie oben]

 •  13.3.1402: Die folgenden Neumarkter Schöffen sind als Zeugen genannt: Conrad Lömel (so in Urk.34) oder Chunrad Lomel (so in Urk.35 desselben Tages), Heinrich Heyde, Heinrich Schunheintz, Friedrich Lettner, Ruger Hytzel, Ott Taschner.
[Romstöck, ältere Urkunden, wie oben, S.31 Nr.34 und 35.]

 •  1407 sind Bürgen: die eerbergen man Cunrad der lömel und Otto der taschner ped purger ze dem Newmarkt, als Franz Wendelstein zu Nürnberg Besitz in Hiltzhofen verkauft, auf dem der Überlein und der Rauch sitzen.
[Monumenta Boica, Bd.24, München 1821. Monasterium Ensdorf in der Oberpfalz. S.547, Num 225.]

→ Kauf 1391, siehe oben.

 •  1407: Marquart Lydwacher, an der Zeit zu "Sansee" gesessen, verkauft an Ulrich den Kewtzenhofer, an der Zeit zu der Hemspurg gesessen, ein halbes Gütel, das gelegen ist zu Loterpach und da an der Zeit Walther Muffen sitzet und das halb ist Conrad des Lomleins purger zum Newenmarckt. (Viele Einzelheiten folgen.)
[Bay. HStA München Abt.I, Oberpfalz Urk.Nr.1490. Signatur früher: Gerichtsurkunden Neumarkt/Pfalz Nr.32. - Fotokopie.]
[Vgl. Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Neumarkt, S.269-271.]
[Vgl. Franz Buchner: Burgen und Burgställe des Eichstätter Bistums. In: Sammelblätter des Hist. Vereins Eichstätt Jg.39 (1924) S.25 im Kapitel über Loderbach bei Berg.]
[online 2015, STAAM Kloster Kastl Urk.359]

→ Das Dorf Loterbach wurde um das Jahr 1130 erbaut und auf Kaiser Lothars Namen getauft. Der erste Besitzer nahm den Namen Loter an.

→ Konrad Loterbek war Bürger zu Neumarkt und 1454 Zeuge bei einer Stiftung an das Spital daselbst. Es hat sich also dieses Geschlecht in den Bürgerstand herabgelassen. Es erschienen hierauf andere Besitzer, nämlich die Lydwacher und Lemel oder Lemelein, welche in Neumarkt sassen und in Nürnberg Ehrenämter bekleideten. Marquart Lydwacher zu Sansee gesessen verkaufte 1403 Ulrichen dem Kruzenhofer, zu der Hainspurg gesessen, einige Güter. Konrad Lemel hatte schon Besitzungen daselbst.
[Johann Nepomuk Löwenthal: Geschichte des Schultheißenamts und der Stadt Neumarkt auf dem Nordgau oder in der heutigen obern Pfalz. München 1805, S.23.]

 •  1408 Jahrtag für Conradt Lämbel. Finanziert aus seinem Hof zu Sigenhoven.
[Stadtarchiv Neumarkt/OPf "B 9.1", Fotokopie]

 •  Nach ihm in Neumarkt genannt und daher seine Söhne:
Anno 1410 empfangen Ulrich und Heinreich die lömlein von Neuenmarkt die Cammerhueb zue Perngaw undt daz Muschach holtz zu Pilsach, "ist vom Vater anerstorben".
[HSA München, Oberpfälzer Lehenbuch Nr.1, Saalbuch von Herzog Johann 1404-1438, Seite 263, Amt Newenmarkt-Altdorff undt die Rindsmewl lehen. - Schreibmaschinen-Auszug im Besitz von Gustav Fuchs, Neumarkt. Durch Inge Höfler 1986.]

→ 1370 bekam Chunrad Lömlein einen Hof zu Berngau, 1407 wird er das letzte Mal erwähnt. Die beiden Lömlein von 1410, die einen Hof in Berngau erben, sind daher sicher seine Söhne.


2017 7 18