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Paul Lemel n503 – zu Lupburg und Reichertshofen


Vater: N-25/d .... Lemmel n501

(* etwa ?1395), † nach 1449

1434-1465 erwähnt. 1442 "zum Holnstain". 1448 "zu Lupurg". 1449 Hofgerichtsbeisitzer in Regensburg. Vor 1465 ein Hof zu Willenhofen. "Zu Reckershofen".

∞ mit Angnes .... n507

(* etwa ?1400)

1448 beurkundet.

Kinder:

1. Steffan Lämel/Lemmel, (* etwa ?1425) - zu Reichertshofen, Pfleger zu Wolfstein und Parsberg, siehe N-27/d

2. Hans Lemlein von Reickershofen, (* etwa ?1430) - Richter in Parsberg und Seligenporten, siehe N-27/e

Regesten:

 •  Schreibweise des Namens: Pauls, Paul, Paulus, Pawls; Lemell, Lamle, Lemlein, Lemel, Lämbel, Lembl; im Siegel Paul Lemlein.

 •  Siegel 1436 und 1448: ein Wolf im Schild, ohne Helm.

 •  Zusammenfassung: 1434 übernimmt er von seinem Bruder (Steffan Lemell zu Reykershofen) Hof und Gut zu Frabertzhofen, das er 1439 wieder verkauft. 1442 "Paulus Lämbel zum Holnstain". 1448 "Pauls Lemel zu Lupurg gesessen". Lupburg liegt bei Parsberg. In Lupburg saß schon im Jahr 1400 ein Lemmel, der Pauls Vater sein muß. 1449 Hofgerichtsbeisitzer in einem Regensburger Gerichtsurteil. Nach 1444 muß Paul von seinem Bruder Steffan den Besitz Reichertshofen übernommen haben, der dann an Pauls Sohn Steffan kam. Letzte urkundliche Erwähnung 1449. 1465 wird er als vormaliger Besitzer eines Hofes in Willenhofen erwähnt, und zwar als Pauls der Lembl zu Reckershofen.

 •  1434 stellen Steffan Lemell zu Reykershoffen und seine Hausfrau Elspet ihrem Bruder bzw. Schwager Pauls dem Lemell für eine Schuld von 180 fl ihren Hof und ihr Gut zu Trabershoffen.
[HSA München, Ger'urk. Hohenburg/Pfalz Nr.95, Sign.jetzt: Regensburg Hst.]

 •  1436 siegeln Hanns Kottenawer, Pfleger zu Holnstain, Ulrich Sigerstorffer zu Puch(Purg?) und Paul Lamle eine Kaufurkunde des Ulrich Frey zu Grubach über einen Besitz bei dem Meidsee.

 •  1436 siegeln Hanns Kottenawer, Ulrich Sigstorffer und Paul Lemlein eine Kaufurkunde des Contz Sinbeck zu Perching über eine Hofstatt im Dorf Holfferstal.
[BayHStA München, Urkunde KU Kastl 449 u. 450. - Kopien und Siegel-Fotografien durch Gerhard Lemmel 1986. - Nr.449 auch Regest in Monumenta Boica Bd.24, München 1821, Monasterium Castel, S.624 Num.272. Im Index S.750 lautet der Name nicht ganz richtig: Paul Lamlein.]

 •  1439 verkauft Pauls Lemel sein Eigengut zu Traberczhoven; Bürge ist dabei Stephan Leml, des Verkäufers Bruder.
[wie 1434, Nr.100]

→ Trautmannshofen zwischen Neumarkt und Hohenburg [IH 1985].

 •  23.11.1439: Pauls Lemel und seine Ehefrau verkaufen ihr Gut in Fraberzhofen samt dem dortigen halben Burgstall, beides Lehen der Grafschaft Hoenberg, an Hansen Hager aus Fraberzhofen. Dabei erwähnr: Stephan Lemlein, Bruder des Pauls. - Kaufbrief von Paulsen Lemell dem Hanß Hager uber daz gut Frabertzhouen.

→ Frabertshofen (abgegangen, bei Hohenfels Lkr.Neumarkt)
[BayHStA, Hochstift Regensburg Urk. 1196. - Internet 2017]

 •  Anno 1442. ..Brief, vom Lantgericht Hirschberg, darin Paulusen Lämbel zum Holnstain, der Pexhof(?) zu Schnufenhoven, auch die Holzwax.


[Stadtarchiv Neumarkt/OPf, B 9.1 Archiv- u. Registratur-Repertorium (1678-1681) Nr.5; Fotokopie durch Frau Petra Wurst an I.Höfler-Lemmel 1998.]

 •  11.11.1448 verkauft Pauls Lemel / Pawls Lemell, die zeit zu Lupurg gesessen, und Angnes seine eheliche Hausfrau, Besitz bei Sinbach im Reichental an Erhart Frey und Eberhard Gorell, Gotteshauspfleger in Hunerberg. Zeugen sind Mertein Sigerstorff zu Stawfferspuch und Gillgen Loshorn, Pfleger zu Holstain.
[BayHStA München, Urkunde KU Kastl 499. - Kopie und Siegel-Fotografie durch Gerhard Lemmel 1986. - Vergl. Monumenta Boica Bd.24, München 1821, S.751. - vergl. online gda Findmitteldatenbank]

 •  29.1.1449: Unter vielen Gerichtsbeisitzern jung Hans von Parsberg, Paulsen Lembl.
[BayHStA,Hochstift Regensburg Urk.1340. - Online 2017]

 •  1449 ist Paul Lembl neben Hans d.J. von Parsberg unter den Hofgerichtsbeisitzern in einem Regensburger Gerichtsurteil genannt.
[HSA München, Ger'urk. Wörth/Pfalz Nr.180, Sign.jetzt: Regensburg Hst.]

→ Pauls der Lembl zu "Reckershofen" hatte "lange Zeit" einen Eigenhof in Willenhofen innegehabt, den er (wann?) zusammen mit seinem Sohn Steffan verkaufte, und der 1465 weiter verkauft wird:

 •  1465: Seitz Tollinger, Schneider, Bürger zu Neumarkt, und seine Hausfrau Elspet haben (vor einiger Zeit) von Paulsen dem Lembl zu Reckershofen, seiner Hausfrau, und von ihrer beider leiblichem Sohn Steffan dem Lembl, einen Hof in Willenhofen gekauft. Der Hof, der im einzelnen beschrieben wird, liegt an der Straße nach Hembaw (= Hemau). Andre der Zenckl besitzt ihn jetzund. Tollinger hat ihn jetzt dem Erharten von Parsperg zu Parsperg, seiner ehlichen Hausfrau und allen ihren Erben verkauft. Die Abgaben gehen an die Herrschaft zu Velburg. Sowohl Pauls Lembl als auch Tollinger haben den Hof lange Zeit innegehabt.
[HSA München, Ger'urk. Parsberg/Pfalz Nr.46. - Kopie durch I.Höfler, Umschrift durch Gerhard Lemmel]

→ Auf die selbe Urkunde sind folgende 2 Regesten zu beziehen:

 •  1465 Paul Lemel von Rackenhofen erwähnt.
[L.Gernhardt, Parsbergische Familiennamen, in: Blätter des Bay. Landesvereins für Fam'kde Jg.1929 S.4; ohne genaue Quellenangaben, zumeist aus Urkundenbeständen des Staatsarchives in Bamberg.]

 •  Ein Teil der Höfe in Willenhofen gehörte zur Herrschaft Velburg. So lag ein Gut an der Straße nach Hemau, das um 1400 dem Bauern Paul dem Lembl von Rakkenhofen gehörte, im Amt Velburg, wohin die jährlichen Abgaben flossen. Lembl veräußerte den Hof an den Schneider und Bürger Seitz Tollinger von Neumarkt, der ihn 1465 um 109 rheinische Gulden an Erhard von Parsberg verkaufte.
[Alfred Spitzner: Parsberger Chronik S.58, 1950]

→ Die Urkunde ist nicht richtig zitiert. "Rackenhofen" muss "Reckershofen" gelesen werden und ist als Reichertshofen zu deuten. Der Bauer, der auf dem Hof sitzt, ist Andreas Zenckl und nicht Paul Lembl. "um 1400" ist fragwürdig; ich vermute, dass ca 1440/1450 eher richtig ist. (HDL)


2017 10 19