N-27/e zur Stammtafel N N-27/e

Hans Lemlein von Reickershofen n505 – Richter in Parsberg und Seligenporten


Eltern: N-26/e Paul Lemel n503, Angnes .... n507

(* etwa ?1430), † nach 1481

1468/1469 Lehensverwalter bei Pfalzgraf Otto II. in Neumarkt 1476 Hans Lemlein v.Reickershofen. 1481 Richter zu Seligenporten. 1505 auf Wünricht (Id.?).

Sohn:

1. Jacob Lemel/Lembl, (* etwa ?1465) - zu Schirling, Landrichter in Kelheim, siehe N-28/e

Regesten:

→ siehe auch unter LemleinHans.html

 •  1468/1469: Hans Lemlein ist oberster Lehensverwalter bei Pfalzgraf Otto dem II., der im Schloß zu Neumarkt residiert. Es handelt sich um Lehen, die östlich von Regensburg liegen, die vermutlich der Regensburger Bischof an den Pfalzgrafen verpfändet hatte: Tumstauff (= Donaustauf), Kiefenholz, Pondorf, Tamling (= Demling), etc. "Die hernach geschriebenen Lehen hab ich Hanns Lemlein an der Zeit meines gnäd. Herrn Herzogs Otten zu seiner Gnaden Anwald seiner Lehen, dem erbaren Ulrich Kastner zu Camb bevolen zu erfarn und die in die Cantzley meines gnäd. Herrn zu wissen thun."
[StsA Amberg Bestand "Lehensbücher" Nr.290; und: Bestand "Oberster Lehenshof" Nr.461 im zweiten Teil Blatt LII. Mtlg Simon Federhofer 1997.]

 •  1476 in Bamberg: Apel von Lichtenstein, Ritter, Landrichter des Stiftes Bamberg; Dr. in geistlichen Rechten Franz Lemlein; Johann Frauenschuh, Dr. in medicis; Hans Lemlein von Reichershofen als Versorger, die man in Rechten Curatores heißt; in Teilungssachen zwischen Lamprecht d.Ae., Hans Lorber und den Gebrüdern Nikolaus, Jorg und Lamprecht mit Vormündern.
[Josef Heller: Beiträge zur Geschichte des Medizinalwesens in Bamberg. In: 6. Bericht des Historischen Vereins Bamberg, Bamberg 1843 S.96.]
[Vergl. Herbert E. Lemmel, "Miszellen" S.266f.; hier werden Franz Lemlein (siehe Lemlein-Stamm Bamberg) und Hans Lemlein v.R. als nahe Verwandte angesehen, was ich nicht verifizieren kann (HDL). Es dürfte ein Zufall sein, daß hier zwei Lemlein aus verschiedenen Familienzweigen zusammen in einer Urkunde vorkommen.]

 •  31.1.1477 in Wien: Kaiser Friedrich lädt eine Anzahl Leute vor sein Hofgericht. Darunter (an erster Stelle) den Landrichter Hannsen von Parsperg und (an zwölfter Stelle) Hannsen Lemmel Richter zu Parsberg.
[Internet 2015 StAN Rst.Nbg. Losungsamt, 7-farbiges Alfabet, Urk. 3515]

 •  1477 ist Hans Lemel, Richter zu Parsberg, unter vielen Urteilssprechern des Landgerichtes Hirschperg genannt, als Kaiser Friedrich in Wien die Vertagung eines Prozesses der Stadt Nürnberg gegen das Landgericht Hirschberg verfügt.
[HSA München, Gerichtsurkunden Hirschberg/Pfalz Nr.234; Signatur jetzt: Pfalz-Neuburg, Alte Landgerichte 219.]

 •  5.5.1481 schreibt die Stadt Nürnberg an Hanns Lemlein, Richter zu der Seligenpforten, wegen Streitigkeiten zwischen Erhart Stretz und Jacob Zehen.
[StA Nürnberg, Briefbücher, Tom.37 fol.196.]
[Vergl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.36; und Herbert E. Lemmel, "Heiratskreis" S.89; hier wird die Urkunde irrtümlich einem anderen Hans Lemlein zugeordnet (HDL).]

 •  1504 wurde Neumarkt von den Nürnbergern belagert [Ried: Neumarkt]. Dabei soll Reichertshofen zerstört worden sein. Folglich ist hier kein Lemel/Lemlein mehr anzutreffen. (HDL)

 •  1505 Hans Lempl auf Gut Wünricht (bei Neumarkt).
→ Identität?
[HStA München, Salbuch Ambt Heimburg von 1504 Nr. 1 5.99. Mtlg I. Höfler 1992]

→ Hans Lemlein "von Reichertshofen" (so 1476) muss Sohn von Steffan oder Paul Lemmel sein, die zuvor in Reichertshofen beurkundet sind. Steffan scheint kinderlos gestorben zu sein, so dass wahrscheinlich Paul der Vater ist.

→ Nachkommen von Hans Lemlein sind nicht beurkundet. Ein Sohn muss Jacob Lemel/Lembl sein, der als Pfleger und Landrichter in Flügelsperg, Lupburg, Kelheim und Schierling beurkundet ist. (HDL)


2015 10 4