N-28/e zur Stammtafel N N-28/e

Jacob Lemel/Lembl n506 – zu Schirling, Landrichter in Kelheim


Vater: N-27/e Hans Lemlein von Reickershofen n505

(* etwa ?1465), † nach 1515

1499 Pfleger zu Flügelsberg. 1501 Pfleger zu Lubpurg. 1502-1515 zu Schierling, Landrichter zu Kelheim.

Sohn:

vielleicht:

1. Ulrich Lämbl, (* etwa ?1505) - in Abbach, siehe Abb-29/a

Regesten:

→ siehe auch unter LemleinHans.html

→ Sein Siegel zeigt einen Wolf ähnlich dem Siegel der Lemel zu Reichertshofen. Jacob Lemel ist daher eindeutig ein Angehöriger der Lemel zu Reichertshofen; als sein Vater kommt kein anderer in Frage als Hans Lemlein von Reickershofen. Dessen Sitz Reichertshofen war 1504, als die Nürnberger Neumarkt belagerten, zerstört worden. (HDL)

 •  1499 siegelt Jacob Lammel, Pfleger zu Flügelsperg, als die Gemeinde Tewssing einen Vertreter gegen die Gemeinde Zell ernennt.
[HSA München, Gerichtsurkunden Riedenburg/Pfalz Nr.409]

 •  1501 siegeln Jorg von Parspergk der Ältere zu Lubpurg und Jacob Lemel, Pfleger daselbst.
[HSA München, Gerichtsurkunden Velburg/Pfalz Nr.82]

 •  1502-1511 ist Jakob Lämmel zu Schirling Landrichter und Beamter zu Kelheim.
[K.A. Böheimb: Beiträge zur Genealogie oberpfälzischer Adelsgeschlechter. In: Verhandlgn d.hist.Vereins von OPf u. Regensb. Bd.23 (1865), S.210-375. S.367.]

 •  1503 ist Jacob Lemll Beisitzer in einem in Dietfurt ausgestellten Gerichtsbrief, der den Komtur zu Altmühlmünster betrifft.
[HSA München, Verschiedenes im Repertorienraum, Ritterorden Nr.555]



[Siegel von Jakob Lemel/Lämmel, Landrichter zu Kelheim. Fotografie HSA München 1997, Siegel unter mehreren Gerichtsurkunden Kelheim 1508/1515. Zeichnung H.D.Lemmel. - Das linke Schriftband enthält den schwer lesbaren Text "S(igillum) Jacob"; das rechte Schriftband ist in dem vorliegenden Siegelabdruck gegen Ende verschwommen, so dass man nicht entscheiden kann, ob es "Lemel" oder "Lemmel" heißt.]

 •  1508, 1511, 1512 ist Jakob Lembl/Lämel/Lemel Landrichter zu Kelheim; er siegelt verschiedene Urkunden.

 •  1514, 1515 ist er genannt als Jakob Lembl/Lemell zu Schierling, Landrichter zu Kelheim.

 •  1515 siegelt er in einem Schiedsspruch für die Pfarrgemeinde Schierling.
[HSA München, Gerichtsurkunden im Repertorienraum, Kelheim, Signatur jetzt: Regensburg-Niedermünster, Nr. 123, 462, 464, 466, 467, 469-472, 620]

 •  13.11.1508 siegelt Jacob Lambl aus Schierling, Landrichter zu Kelheim.

 •  1512 siegelt Jacob Lembl als Landrichter zu Kelheim bei einem Verkauf.
[HSA München, Klosterurkunden im Repertorienraum, (1508) Paring Nr.195; (1512) Biburg Nr.361]

 •  3.4.1509: In einem Erbvergleich unter den Erben: Jacob Lembl, ihrer Mume Hauswirt (Sitz Inkofen).
[HSA München, Gerichtsurkunden im Repertorienraum, Kirchberg Nr.124.]

→ Es gibt zwei Inkofen: eins östlich von Schierling und eins südlich von Schierling.

 •  27.3.1515: Eine Regensburger Urkunde über eine letztwillige Verfügung wird gesiegelt mit des Jacoben Lämlen zu Schierling Siegel, die Zeit Landrichter zu Kelheim. Wachssiegel.
[Kollegiatstift U.L.Frau zur Alten Kapelle in Regensburg, Urk.Nr. 1742, Kopie. - Zitiert bei Joseph Schmid: Die Urkunden-Regesten des Kollegiatstiftes U.L.Frau... Band 1, Regensburg 1911, Seite 359. - GL 1980]

 •  Über Verkauf oder Neu-Belehnung seines Besitzes nach 1515 oder über etwaige Nachkommen ist nichts zu ermitteln.
[Mtlg HSA München 1997]

 •  Ein Landrichter Jacob Lämle (oder ähnlich) ist im Stadtarchiv Kelheim nicht bekannt. Die Liste der Landrichter im Oberbayerischen Archiv Bd.28 (1868/1869) nennt ihn nicht. Unser Archiv beginnt um 1600.
[Mtlg R.Ettelt, Stadtarchiv Kelheim, an GL]

→ In Abbach, das etwa zwischen Kelheim, Schierling und Regensburg liegt, lebt 1564 Ulrich Lämbl mit 3 um 1535/46 geborenen Söhnen: Stammvater des Lämbl- Lammel- Stammes Abbach. Da der Name Lämbl zu dieser Zeit hier sonst nicht vorkommt, dürfte Ulrich Lämbl ein Sohn (allenfalls auch Enkel) des Landrichters Jakob Lembl sein (HDL).


2015 1 27