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 Die Lembelin/Lemlein/Lemmel in Nürnberg

siehe Hans-Dietrich Lemmel: "Nürnberger Lemlein im 14. Jahrhundert - Fernhändler und Montanunternehmer bereits um 1300?" in: "Bätter für deutsche Landesgeschichte" Band 120 (1984) Seiten 329-370.

Mit Chunrad Lembelin, der im Jahre 1305 als Nürnberger Bürger beurkundet ist, beginnt die Geschichte der Familie, die sich später Lemlein, Lemmel und Lämmel nannte.

In den Nürnberger Genealogien des 16.Jahrhunderts werden die Lemlein zu den alten Nürnberger Familien gerechnet. Man kann daher annehmen, dass bereits Cunradus Lembelin "aus Nürnberg", der ab 1151 in Köln beurkundet ist, zu der selben Familie gehört, die damit zu den ältesten Familien Nürnbergs zählt. Mangels erhaltener Urkunden tritt sie im 13. Jahrhundert nicht in Erscheinung, lebt aber im 14. Jahrhundert in beträchtlichem Wohlstand und ist mit den führenden Handelshäusern der Stromer und Holzschuher verschwägert.

Um 1350 gibt es vier Familienzweige in Nürnberg, Neumarkt, Bamberg und Prag, zu denen bald darauf weitere Zweige in Bayreuth, Chemnitz, Coburg, Sulzbach und einigen anderen Orten hinzukommen. Nachdem die Familie in Nürnberg bereits 1415 im Mannesstamm erlosch, kam von Bamberg her der jüngere Nürnberger Zweig mit dem Ratsherrn und zeitweiligen Bürgermeister Hans Lemlein († 1473), dessen Familie in Nürnberg freilich auch bereits 1513 im Mannesstamm erlosch. Nur abgewanderte Zweige blühten weiter.

Heute lebende Nachkommen gibt es unter den Namen Lämmlein, Lemmel, Lämmel, Lämbl, Lammel und anderen Varianten in ganz Deutschland. Aber es gibt auch andere Familien mit diesen Namen, die anderer Herkunft sind.