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Dietrich v.Parsberg Nc20 – zu Parsberg


Eltern: Pars-22/a Heinrich v.Parsberg Nc07, Elisabeth v.Wildenstein Nf19

(* etwa ?1270), † nach 1344

∞1) vor 1298 mit Elisabeth v.Liebenstein Nf30

(* etwa ?1277)

ihr Vater: Heinrich v.Liebenstein Nf35, (* etwa ?1245), † 1292

∞2) (etwa ?1317) mit Agnes Lautwein Nf40

(* etwa ?1290)

aus Regensburg

Kinder:

aus 2.Ehe:

1. Dietrich, (* etwa ?1318) - , siehe Pars-24/d

2. Friedrich v.Parsberg Nf53, (* etwa ?1323)
Komtur des Deutschen Ordens.

3. Hans, (* etwa ?1330) - "der alte Hans" zu Parsberg u.Lupbg., siehe Pars-24/e

Regesten:

 •  1297 zus. mit dem Vater.

 •  ∞1) vor 1298 mit Elisabeth, To des 1292 gestorbenen Heinrich v.Liebenstein.

 •  1298 verkauft er das Schloss Liebenstein.

 •  1300 Viztum von Pfalzgraf Rudolf.

 •  13.8.1300: Dietrich und sein Bruder Heinrich v.Parsberg geben dem Kloster Pielenhofen einen Hof zu Mausheim.

 •  1311: Dietrich v.Parsberg, Heinrich v.Wildenstein und andere sind Theidinger (= Schiedsmänner) auf Seiten von Herzog Rudolf, als dieser sich mit seinem Bruder Hzg Ludwig vergleicht. Aber beide zerstritten sich wieder, und Ludwig eroberte einige Burgen, darunter die Feste Parsberg, die er niederreißen ließ. 1315 versöhnten sie sich wieder, und Ludwig, inzwischen zum dt. König gewählt, gab dem Dietrich v.Parsberg seine Feste zurück.
 •  22.4.1317 zu Windsheim: Die Klöster Pielenhofen und Seligenporten werden vom weltlichen Gericht befreit. Dabei sind neben anderen anwesend: Gottfried v.Haideck, Gottfried v.Wolfstein, Dietrich v.Parsberg.

 •  1318: Pfalzgraf Rudolf belehnt D.v.P. und seine Nachkommen mit den zur Feste Parsberg gehörenden Rechten. Es wird erwähnt, dass das Geschlecht der Parsberger bereits 385 Jahre auf der Burg Parsberg sitzt.

 •  1328 besitzen die Parsberger an bayr. Lehen u.a. in Mantlach, Pottenhofen, Routinshofen, Parshofen, Holnstein, Unterreichshausen.

 •  1335 siegelt Dietrich v.Parsberg für Heinrich v.Wildenstein, der ihn seinen Oheim nennt.

 •  4.5.1344 letzte Beurkundung. Danach gestorben. Seine Gemahlin war Agnes die Levtbeinin (=Lautwein), eine Patriziertochter aus Regensburg. 6 Kinder: Dietrich, Hans, Friedrich (Deutscher-Ordens Komtur), Elsbeth (Klosterfrau, Äbtissin zu Obermünster), Anna (Äbtissin zu Pielenhofen 1370-1390) und Adelheid.

→ Fehlerhinweis: Früher nahm man an, dass er nach 1317 starb und dass die folgenden Urkunden auf einen gleichnamigen Sohn zu beziehen seien. Richtig ist, dass die Urkunden bis 1344 auf ein und den selben Dietrich zu beziehen sind, der um 1344 starb.
[Alfred Spitzner: Parsberger Chronik S.9, 1950]

→ Spitzner sagt (S.10), dass Dietrich um 1344 "in jungen Jahren" starb; das kann nicht richtig sein: er muss etwa 70 Jahre alt geworden sein (HDL). Die Gemahlin Agnes Leutwein muss seine zweite Frau sein, und die Kinder müssen aus dieser zweiten Ehe stammen (HDL).

 •  1300 Dietrich v.Parsberg Viztum von Rudolf Pfalzgraf zu Rhein und Herzog zu Baiern.
[Mon.Boica Bd.2, München 1764, S.140f Nr.16. - GL 1973]

 •  Dietrich von Parsberg ist beständig im Gefolge Kaiser Ludwigs des Bayern zu finden, der ihm Privilegien verlieh, u.a. das Hochgericht und das Geleitrecht in Parsberg, sowie Bergwerksregal und Vogteirechte.
[A.Schmid: Parsberg im Herzogtum der Wittelsbacher, Parsberg 2005]

 •  Ludwig der Bayer bestätigt 1326 und 1334 dem Dietrich v.Parsberg getreue Dienste in der Herrschaft Parsberg.

 •  Dietrich war auch Richter in Waldeck auf dem Nordgau.

 •  Dieser Dietrich war auch Herzog Rudolfs Vitzthum.
[Sulzbacher Kalender 1892]

 •  Hat Egerer Lehen, die die Söhne Dietrich und Hans v.P. 1370 verkaufen.
[VHVO 33. - IH]


2009 10 5