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Lemmel in Böhmen und Ungarn, einige Urkunden

Mathias Lemil 1380 in Prag
1382 Nicolaus Czolner, 1386 Heinz Stromayer




Mathias Lemmel 1398-1400 in Prag

Häuserbuch der Prager Altstadt.
[Wáczlaw Wladiwoj Tomek: Základy starého místopisu Prazskeho, Prag 1866-1875]
   


Mathis Lemmel 1412 in Ofen
 
 
 
[Schreibmaschine durch Gerhard Lemmel . - Enthält Schreibfehler]


Nicolaus Lemel 1400-1415 in Prag

[Wáczlaw Wladiwoj Tomek: Základy starého místopisu Prazskeho, Prag 1866-1875]
       

1411: Niklas Lemlein in Prag über eine Schuld der seligen Nürnberger Burgräfin Margarethe.
 
 
Staatsarchiv Bamberg, Brandenburger Lehenurkunden. Diese Urkunden lagerten in der Plassenburg und wurden 1810 nach Bamberg verlagert.
Schreibmaschinschrift durch Gerhard Lemmel.
(Die Urkunde ist auch abgedruckt in: Rudolph v.Stillfried und Traugott Mercker, Monumenta Zollerana, Band 7 (1411-1417), Urkunden der fränkischen Linie, Berlin 1861, S.29)
 
 


Regesten zu
Johannes Lemmel, ungarischer Kammergraf und Graf von Hermannstadt
(Zu seinem Familienblatt mit weiteren Regesten.)

1.    1438, in der ersten Hälfte des Jahres, ist Johannes Lemmel ungarischer Kammergraf in Hermannstadt. In der zweiten Hälfte des gleichen Jahres ist Niklas Pfeffersack für dieses Amt genannt.
[Numizmatikai Közlöny Jahrgang 1941, Seite 36. Zitiert bei: Tibor Antal Horvath und Lajos Huszar: Kamaragrofok a közepkorban. In: Numizmatikai Közlöny, Band 54/55, Budapest 1956, Seiten 21-35, Resumee Seite 80. (Ergänzung 1 von L. Huszar in: Num.Köz., Band 64/65, 1066, Seiten 55-59 und 112.)]

2.    Hermannstadt, 1439, montag an den phinxt heyligen tag. "her Hanns Lemmel, ritter, graff cu der Hermanstad" an bürgermeister und rathmanne der stat Thorn. Orig-Papier, ohne Wasserz., grün.Verschlußsiegel (Lamm). H.L. erbittet Leumundszeugnis für den ersamen Hannus Puschawsen, jetzt Mitbürger zu Hermannstad, der dort bezichtigt wird, "in den czeyten, alse der Orden von Prewssen myt den Pollan crigeten" vor 7 bis 8 Jahren, als Tilman von Wege für den Rat zu Thorn "houbtman was und her Gotschalk Stade aws scheppen-banck", dass er "nicht sulle gefaren han allze eyn beder man". H.P. benennt für sein korrektes Verhalten die houbtlewte und Claeken son von der Lynden, Hans, und Mattis Jungeweisen, und Lucas Waczelrode, die das Poschawsen bestätigen möchten.
==> Lucas Waczelrode: mütterlicher Großvater von Nicolaus Copernicus.
Wappen des Hanns Lemmel: ein aufsteigendes Lamm.

[Stadtarchiv Thorn (Archiwum miasta Torunia) dok. 922.] Mein Dank gilt Prof. W. v.Stromer, der mich 1971 auf diese Urkunde aufmerksam machte. Dem Thorner Stadtarchiv danke ich sehr für die 1973 erfolgte Anfertigung der Fotografien des Siegels und der Urkunde.

[Umschrift, Urkundenbuch zur Geschichte der Deutschen in Siebenbürgen, Urkunde 2339 aus Band 5. - Internet 2014]
> Siehe auch: [Gustav Gündisch, Urkundenbuch zur Geschichte der Deutschen in Siebenbürgen, Band 5, Bukarest 1975, Seite 27, Regest 2339]

3.    1444: Johann Lemel, Comes de Cibinio, wird dem Stuhlrichter Lorenz Turolt vorgesetzt; vielleicht hat er aber dabei die Stelle des Bürgermeisters Georg Hecht vertreten.
[Nach einer Stolzenburgischen Urkunde, zitiert von Johann Seivert: Die Grafen der Sächsischen Nation und Hermannstädter Königsrichter im Großfürstentum Siebenbürgen. Ungarisches Magazin 1782, Band 2, Seiten 261-302, Seite 290.
Vergleiche: J. Siebmachers großes und allgemeines Wappenbuch, Band 14, 12. Abteilung: Der Adel von Siebenbürgen, Seite 29.]

4.    April 1444 schreibt sich "Andreas Lemmel de Cibinio" unter der ungarischen Nation bei der Universität Wien ein.
[Die Matrikel der Universität Wien, Verlag Böhlhaus Graz-Köln, Band 1, 1956, 1377-1450.]
Andreas Lemmel muß ein Sohn von Johannes Lemmel sein. Er ist sonst
unbekannt.

5.    1.10.1446 benachrichtigt Johan Giskra von Brandis, könig Laslan hauptman in Hungern etc., den Bürgermeister, Richter und Rath der Stadt zu Wien, daß der strenge Ritter her Hanns Lemmel, sein besunder heimlicher und getrauer diener, als sein Bevollmächtigter zu ihnen kommen werde; geschrieben in Ofen. Indorsat: herrn Yskra begern an den Tesch1er... per Lembel. Dabei liegt ein undatiertes Schreiben des Hanns Lemmel, graff zu Cibin, her Gijskra rat, an Bürgermeister und Rat in Wien wegen einer Geldangelegenheit des Herrn Giskra.

[Quellen zur Geschichte der Stadt Wien, Abteilung 2, Band 2, Nr.3191 = Archiv der Stadt Wien, Hauptarchiv-Urkunden, Nr.3191.]

6.    13.6.1449 Hermannstadt. Joh. Lemmel, iudex regius Cybiniensis und die übrigen Vertreter der sieben sächsichen Stühle (Verwaltungs- und Gerichtsgemeinschaften) in Siebenbürgen bestätigen ihre Urkunde von 1448 über den Rangstreit der Hermannstädter Kürschner und Schneider in der Prozession am Fronleichnamstag.
[Staatsarchiv Hermannstadt, U. II, Nr.125.]

7.    5.6.1450 Hermannstadt. Comes Johannes Lemmel und die übrigen Stadtvertreter schreiben an den Rat von Wiener-Neustadt in Angelegenheiten des Nachlasses von Sigismund Walach, der kinderlos gestorben ist.
[Auktionskatalog von Gilhofer und Ranschburg, Wien, Heft 16, 1904, Seite 60, Nr.565, nach dem seither verschollenen Original.]

8.    4.7.1450. Der Gubernator Ungarns, Johannes von Hunyad, mißbilligt das Vorgehen des Hermannstädter Rates gegen seinen früheren Bürgermeister Anton Trautenberger, wobei der "iudex Lemmel" und ein Stadtbürger Richardus besonders angeführt werden.
[Staatsarchiv Hermannstadt, U. 11, Nr.130.]

9.    5.12.1450. In einer Urkunde der sieben Stühle über einen Hattertstreit (Grenzstreit) zwischen zwei Gemeinden wird im Dorsualvermerk erwähnt "praesente comite Lemlio".
[Staatsarchiv Hermannstadt, K.A. Cisnadie (Heltau) Nr.9.]
 10.    1.7.1452. Nos Johannes Lemmel, comes Cybiniensis, und die übrigen Vertreter der Sieben Stühle bestätigen ihre Urkunde von 1411 über einen Mühlenstreit der Gemeinde Rothberg mit ihren Gräfen.
[Staatsarchiv Hermannstadt, U. II, Nr.135.]

11.    2.7.1452. Nos Johannes Lemmel, comes Cybiniensis, und die Vertreter der Sieben Stühle urkunden in Angelegenheiten des Lederhandels der Hermannstädter und der Bearbeitung von Fellen.
[Staatsarchiv Hermannstadt, Z.(Zunft-) U. 1, Nr.7.]

12.    3.2.1453. König Ladislaus dankt für die von Nicolaus Vizaknai und Johannes Lemmel, iudex regius Cybiniensis, überbrachten Geschenke Hermannstadts und der Sieben Stühle.
[Staatsarchiv Hermannstadt, U. II, Nr.140.]

13.    17.3.1453 wurde dem Andreas Loketas in Hermannstadt durch her Johannis Lemmel, hie Königsrichter, ein Brief gesant, daß her eine schult in Wien hett bezalt. Dieser Brief ist in einem Schreiben erwähnt, das Burgermaister, richter und gesworn burger der stad Cybin alias Hermannstad am 4.6.1453 an Bürgermeister und Rat der Stadt Wien richten.
[Quellen zur Geschichte der Stadt Wien, Abteilung 2, Band 2, Nr.3519 = Archiv der Stadt Wien, Hauptarchiv-Urkunden, Nr.3519.]

14.    12.6.1453. König Ladislaus V erwähnt in einer Bestätigungsurkunde zusammen mit comes Johannes Zaz von Hermannstadt, Königsrichter von Mühlbach, auch den comes Johannes Lemmel, iudex regius Cybiniensis, aulae nostrae militis.
[Staatsarchiv Hermannstadt, Z.U. 1, Nr.9.]

15.    12.6.1453 ertheilte König Ladislaus den Dörfern Bolgatsch und Seiden das Recht über Tod und Leben, und bestätigte auf Lemels Ansuchung den Sächsischen Kaufleuten die vom Könige Siegmund erhaltenen Freyheiten.
[Staatsarchiv Hermannstadt, U. II, Nr.147.]  Auch erwähnt: [Johann Seivert, Ungarisches Magazin 1782. Band 2, S.290]

16.    24.9.1451 Johannes von Hunyad, Erbgraf von Bistritz und Oberkapitän von Ungarn, ersucht, "festinanter egregium lemmel" zu ihm zu schicken.
[Staatsarchiv Hermannstadt, Collectio posterior V, Nr. 1156.]

17.    15.5.1455. König Ladislaus V trägt dem Rat von Hermannstadt auf, die Hermannstädter Schusterzunft in ihren Rechten zu schützen. Es geschieht über Einschreiten "egregii Johannes Lemmel, comes Cibiniensis, aulae nostrae militis, fidelis nostri dilecti".
[Staatsarchiv Hermannstadt, Z.U. 1, Nr.34.]

18.    12.7.1455. König Ladislaus befiehlt den Sachsen von Kronstadt, den Martinszins an "egregium Johannem Lemmel, comitem Cibiniensis,
aulae nostrae militem et familiarem specialem" auszufolgen.
[Staatsarchiv Kronstadt, Privilegien Nr.138.]

19.    10.12.1455. "Nos Johannes Lemmel, comes Cybiniensis aulae regiae miles" bestätigt, den Martinszins des Burzenlandes eingehoben zu haben. Der Siegeldruck ist rund (2,4 cm) in schwarzem [grünem] Wachs. Im Siegelfeld, in einem dreieckigen Schild, befindet sich auf einem Streifband [Querband] ein Tier [Lamm] im Profil, rechtsgedreht. Der Schild ist mit einer unbestimmten Krone versehen, die wie eine Haube aussieht. Im Nebenraum, zwischen zwei Kreisen, befindet sich, soweit leserlich, die Inschrift: Sigillum.

[Staatsarchiv Hermannstadt, früher Archiv des Burzenländer Evangelischen Kapitels A.B. Im Staatsarchiv Hermannstadt noch nicht mit einer Aufstellungssignatur versehen.]
Herr Generaldirektor Titileanu von der Directia Generala a Arhivelor Statului, Bukarest, stellte mir dankenswerterweise eine Fotokopie dieser Urkunde und die oben angeführte Siegelbeschreibung zur Verfügung. Die in eckigen Klammern eingefügten Wörter stammen aus einer früheren weniger ausführlichen Siegelbeschreibung in Gustav Gündisch's Urkundenwerk, das veröffentlicht wird. Das Siegel läßt sich nicht klar fotografieren.

20.    1460: Johann Lemmel, Königsrichter zu Hermannstadt und Königlicher Hofjunker - nach Urkunden war er es in den Jahren 1452 bis 1460.
[Johann Seivert: Die Grafen der Sächsischen Nation ..., wie Regest 3.] Die Jahreszahl 1460 kann nach den Hermannstädter Archiven nicht bestätigt werden. Sie ist auch unwahrscheinlich, da 1456 Hans Lemmel durch Petrus de Ruffamonte aus dem Siebenbürger Gräfenadel als Graf und Königsrichter abgelöst wird. (Mitteilung Gustav Gündisch.)

Einige Urkunden aus: Archiv des Vereins für siebenbürgische Landeskunde, Neue Folge, Heft 2, Hermannstadt 1875, Seiten 235-243
[Kopie durch Gustav Gündisch 1975]

1431 Anton Trautenberger, Königsrichter
1440 Anton Trautenberger, Bürgermeister
1449, 1450, 1453 Johannes Lemmel, Königsrichter
1452, 1454, 1455 Johannes Lemmel, Graf von Hermannstadt
1455 Johannes Lemmel, Ritter des königlichen Hofes






















13.2.1467: Hans Konsdorfer, Kammergraf von Kremnitz, kauft von Hans Lemmel, derzeit Ratsherr in Neusohl, und seiner Frau Martha eine Grube ("Grünstoln") nebst Häusern, Wiese und anderen Gütern, mit Zustimmung von Frau Anna Katzpeckin, der "natürlichen Mutter" von Lemmels Frau Martha.
[Bezirksarchiv Ziar nad Hronom, Sign.I Abt.36 Angelegenheitsgruppe Bd.I lfd.Nr.22. Mtlg Dir. Mikulás Celko 1991 nebst Fotokopie]
[zitiert bei Johann Kachelmann, Geschichten der ungarischen Bergstädte..., Schemnitz 1867, S.95 - 2013 im Internet]

 
 
 








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