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Franz Ignaz Freiherr von Lämble
zu Rennertshofen,
Pfalz-Neuburgischer Kämmerer
Franz Ignaz Lämble, geboren 24.3.1655 in Rennertshofen, gestorben
15.11.1706 daselbst, ultimus familiae.
Er war ein Nachkomme von Wilhelm Lemblin genannt Schedl, der 1506 aus
der Oberpfalz mit Pfalzgraf Friedrich in das neu eingerichtete
Herzogtum Pfalz-Neuburg kam und die Hofmark Rennertshofen
("Rainhertzhofen") erwarb. Ernst Friedrich Lemle, der Vater von Franz
Ignaz, war Neuburgischer Landvogt und wurde 1676 von Kaiser Leopold in
den Reichsfreiherrenstand erhoben.
Franz Ignaz heiratete 1684 Magdalena Schenck v.Castell und 1698 in
zweiter Ehe Concordia Veronika v.Zinck. Aus der zweiten Ehe hatte er
einen Sohn, der schon nach wenigen Tagen starb, so dass der Stamm der
Lemble zu Rennertshofen 1706 ausstarb. Seine zweite Frau heiratete als
Witwe Johann Franz Christof v.Leoprechting, der den Lemble-Besitz erbte.
Franz Ignaz war 1696-1699 Neuburgischer Pfleger zu Rennertshofen, wo er
das Amtsgebäude dieses Pflegeamtes (heute Schulhaus) renovierte.
1691 bis 1694 war er zusätzlich fürstbischöflicher
Amtmann zu Waischenfeld (bei Heiligenstadt, Oberfranken). 1699 bis zu
seinem Tod 1706 war er Neuburgischer Kämmerer.
1699 stiftete eine eine Kirchenglocke in die Kirche zu Trugenhofen. Die
Glockenumschrift der Glocke lautete: Sr Hochwohlgeborn Herr Franz Ignaz
Freyherr v.Lämble, churfürstl. pfalzneuburg. Kämmerer
und Hauptpfleger zu Rennertshofen.

zum Aufsatz über die Lämble zu Rennertshofen