W-31/a zur Stammtafel W W-31/a

Hans Lemmel/Lämbl e804 – Kaufmann und Ratsherr in Wien


Eltern: Sn-30/a Hans Lemmel e801, ... .... e840

* um 1531 in Schneeberg, † zw. Juli/Okt.1601 in Wien

Wird 1557 als Kramer Bürger in Wien. 1565/1566 Hausbesitzer in Wien, Handelsmann. 1572 Bürger des Äußeren Rates, Kirch- meister zu St.Michael in Wien. 1583 Porträtmedaille.

∞ (etwa ?1558/1562 in Wien) mit Ursula Pirkhamer Na50

* um 1541, † zwischen 1592/1601

ihre Eltern: Christoph Pirkheimer Na51, (* etwa ?1510), † 24.10.1574 in Wien
1566-1574 Bürger des Äußeren Rates in Wien. Sein gleichnami- ger Sohn wird 1594 Rektor der Wiener Universität. Siehe Pirk-30/w; ∞ mit Anna Wybmer Na54, (* etwa ?1515)
1563 erwähnt, Tochter des Müllers Philipp Wybmer..

Kinder:

1. Martin Lämbl/Lemblein, (* etwa ?1563) - in Wien und Moosbach, Eslarn/OPf, siehe W-32/a

2. Rosina Lämbel e842, (* etwa ?1565), † zwischen 1592/1601

∞ mit Andreas Brontz/Prunz e642

(* etwa ?1560)

1601 Handelsmann in Wien.

Tochter: Ursula Prunz e643, * (etwa ?1590).

3. Michael Lämbl e843, (* etwa ?1565/1570), † vor 1601
Er lebt 1592. Unverheiratet.

4. Margarete Lämbl e844, (* etwa ?1570/1575)

∞ ..2.1598 in Wien mit Sylvester Peger e855

(* etwa ?1565/1570)

Handelsmann in Wien, Äusserer Rat (als Nachfolger seines Schwiegervaters).

5. Maria Lämbl e845, (* etwa ?1570/1575)

∞1) (etwa ?1595) mit Hanns Kholler e856

(* etwa ?1570)

Soll laut Testament 1601 Hans Lämbls Haus in der Preiden- strasse mit Geschäft und Inventar erben.

∞2) (etwa ?1601) mit Moriz Pudian/Prian e857

(* etwa ?1570)

1607/1616 in Hans Lämbls Haus in der Habsburgergasse.

Regesten:

Stammvater des Lemmel-Stammes Wien-Waldthurn

siehe auch unter HansLemmelWien.html

Zusammenfassung:

 •  1541 Lateinschule in Schneeberg.

 •  1557 Bürger in Wien, Kaufmann, dort 1563 Hausbesitzer.

 •  Um 1558 Heirat mit der Tochter des Wiener Ratsherrn Christoph Pirkheimer.

 •  1572-1577 Kirchmeister zu St.Michael in Wien.

 •  1572-1593 "Bürger des Äusseren Rates", 1589-1591 "Grundbuchshändler".

 •  1583 Porträtmedaille (anlässlich der Silberhochzeit?).

 •  1601 Testament und Tod.

 •  Namensvarianten: 1541 Lemel, 1557 Lembl, 1565 Läml, 1566 Lämel, 1566 Lembell, um 1570 Lämmel, 1572,1579 Lambl, 1574-1601 häufig Lämbl, 1583,1587 Lemmel, 1584-1593 häufig Lämbel.

→ Hans-Dietrich Lemmel und Gerhard Lemmel: "Hans Lemmel in Wien -Handelsmann, Ratsherr, Protestant. Ein Beitrag zur Geschichte desProtestantismus in Wien." In: Wiener Geschichtsblätter 35.Jg. 1980 Heft 2S.69-81.

Ausführlich:

 •  Zum Schuljahr 1541/1542 wird Johann Lemel in die Schneeberger Lateinschule aufgenommen.
[Schneeberger Kämmerei- und Kastenrechnungen; laut E.Költzsch]

→ Danach finden sich über ihn in Schneeberg keine Nachrichten.

 •  1557 wird der Kramer Hans Lembl Bürger in Wien.
[Stadtarchiv Wien, Zettelkasten Wiener Bürger] - Zu dieser Zeit gibt es noch kein erhaltenes Bürgerbuch, jedoch wurden die Einnahmen des Bürgergeldes verbucht. Die Herkunft von Hans Lembl ist nicht angegeben.

 •  Lämbl, Hans, Ä.R. 1572-1601 (gest. 1601); Kirchmeister St.Michael 1572-1574,1576-1577; Grundbuchshändler 1589-1591.
[Stadtarchiv Wien, Handschriften B77/4, Personalstände 1533-1640, 1669-1767]

 •  Die Kinder, die etwa 1563/1570 geboren sein müssen, laut Testamenten. Demnach muss er spätestens 1562 geheiratet haben. Ein entsprechender Heiratseintrag wurde nicht gefunden. (In Wien St.Stefan gibt es Heiratseinträge von Personen ähnlichen Namens wie Hans Lampl/Lämpl/Lemp, die leicht zu Verwechslungen führen können.)

 •  1589 Hans Lämbel, Bürger und des äußern Rat in Wien.
[Herbert Mansfeld: Trauungsmatrikel i, 16.Jh. der Wiener Vorstadt St.Ulrich (Maria Trost) und der Stadtpfarre St.Michael. Beilage zur Zeitschrift "Die Matrikel" Jg.1935/36]

 •  1589-1591: Hanns Lämbl, Grundbuchshändler in Wien.
[Stadtarchiv Wien, Zettelkasten "Varia"]

 •  1592 am Dreikönigstag macht ihr Testament: Ursula, Hannsen Lämbl des Äußern Rath und Bürgers zu Wienn eheliche Hausfrau. Zeugen sind: Marx Luz, Bürger des Äußern Rats und Handelsmann, Friedrich Graf, Grundbuchshändler und Ä.Rat, Lorenz Khuner, Ä.Rat, und Anton Robiz, Apotheker. - Das Testament wird erst nach dem Tod von Hanns Lämbl 1601 geöffnet, so daß seine Frau Ursula irgendwann zwischen 1592 und 1601 gestorben ist.
[Stadtarchiv Wien, Testament Nr.222. Fotokopie in meinem Besitz.]

→ Der Zeuge Marx/Max Luz trat 1579 zusammen mit Stephan Lambl als Anführer der Protestanten auf. [Siehe Regest bei Stephan Lambel]

 •  12.6.1592: Christoff Hedeneckh, Goldschmidt in Wien, erneuert eine Stiftung des Matthes Schwarz von 1591. Gesiegelt von der Stadt Wien, von dem Edlen Ehrnvesten Herrn Hannsen Lämbl Burger und deß äußern Rats alhie, und von Christof Hedeneckh von Egkh. - Auf Lämbls Siegel ist sein Name "Hans Læmmel" geschrieben.
[Wien, Archiv des Schottenstiftes, Stiftungsurkunde vom 12.6.1592. - Vgl. Quellen zur Gesch.d.St.Wien Bd.I/3 S.102 Urk.Nr.2702; Bd.I/5 S.153 Nr.5599.]

 •  Im Juli 1601 macht sein Testament: Hanns Lämbl, Bürger des Äußern Raths allhie zu Wienn. Zeugen sind: Friedrich Graf und Michael Rorer(?), beide Äußerer Rat und Grundbuchhändler. - Später ist hinzugefügt: 3.9.1601 werden 15 Taler Tax bezalt.

 •  ..10.1601 wird das Testament eröffnet, in Anwesenheit von drei Kindern und Herrn Prunß "umb die ... Frau Lamblin".
[Stadtarchiv Wien, Testament Nr.223. Fotokopie in meinem Besitz.]

Hausbesitz in Wien:
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→ Seit 1565 Habsburgergasse 3 (=heutige Adresse). Die Habsburgergasse führt vom Graben zur Michaelskirche, wo Hans Lemmel Kirchvater ist. Vom Graben aus ist es links das zweite Haus (heute ein Bau von um 1900). Dasselbe Haus 1563/1566: Nr.138 in der Preidenstraße. An dieser Stelle erbaute er um 1570 ein neues Haus: Nr.139,137 in der Preydenstraß. 1587 Breidtenstraß Nr.137. (1822: Obere Bräunerstraße Nr.1135.) - Während der Zeit des Neubaues wohnt er im Haus Nr.614B Graben 26 Ecke Jungferngasse.

 •  Das Haus Habsburgergasse 3 gehörte den Familien Konigwieser, dann Steger, dann Wybner. Dann übernimmt Christoph Pirkhamer das Haus von seiner Schwiegermutter. 1563 überlässt Michel Pirkhamer sein Hausviertel seinen Geschwistern, die das ganze Haus 1565 an Hanns Läml und seine Frau Ursula verkaufen. Nach dem Tode der beiden kommt das Haus durch Testament 1601 an die Kinder: Mert Lämbl; Margarete, Frau des äußeren Rats und Handelsmannes Sylvester Pegerer (etwas weiter unten, wohl infolge eines Lesefehlers, als "Schuster" Poger bezeichnet); Maria, Frau des Kramers Pudian (später als Moriz Prian aufgeführt; auch die zweite Frau des Moriz Prian hieß Marie); und an die Enkelin Ursula, Tochter des Handelsmannes Andre Prunz (nicht Pranz) aus dessen Ehe mit Rosina geb. Lämbl.
[Paul Harrer: Wien, seine Häuser, Menschen und Kulturen, Wien 1957. Manuskript im Stadtarchiv Wien. Band 6/2 Seiten 339f.]

 •  1563 gehört das Haus Nr.138 in der Preidenstrasse dem Michel Widmer, pegk (=Bäcker); 1566 ist es "Hanns Lämels haus".

 •  Im Hofquartierbuch, ohne Datum, zwischen 1567/1586 zu datieren: In der Preydenstraß unter Nr.139,137: Hannß Lämmels hauß, von neuen erpaut.
[Ernst Birk: Materialien zur Topographie der Stadt Wien in den Jahren 1563-1587. In: Berichte und Mitteilungen des Altertumsvereins zu Wien, Bd.10 Wien 1869 S.104f: Hofquartierbücher von 1563 und 1566.]

 •  Im Hofquartierbuch des Jahres 1566 ist für das Haus Preidenstrasse Nr.138 eingetragen:
Name und Eigenschaft des Besitzers: Hanns Lembell, Handelsmann.
Eigenschaft des Hauses: bürgerlich.
1822 ist die Adresse dieses Hauses: Obere Bräunerstrasse Nr.1135; heute heisst sie Habsburgergasse.
[Albert Camesina Ritter von San Vittore: Urkundliche Beiträge zur Geschichte Wiens im 16. Jahrhundert, Wien 1881, S.7.]

 •  Philipp Harmer und Frau Magdalena vererben ihr 1544 erworbenes Haus Nr.614B Graben 26 Ecke Jungferngasse an ihre Enkelinnen: Ursula Lambl und Justine, Frau des r.K.M. Diener Hanns Bischofsrieder. Letztere tritt 1572 ihren Teil an den Rat des Äußeren Hanns Lambl und dessen Frau ab. Später gehört das Haus dem Goldschmied Urban Fellner und seiner Frau Katharina.
[Harrer, wie oben, Bd.1/1 S.127]

 •  1587 in Wien in der Breidtenstraß Nr.137: Hannß Lemmel, handelßman.
[Hofquartierbuch Wien 1587, laut Birk, wie oben, S.105]

Porträtmedaille
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 •  1583 lässt er sich von dem bedeutenden Renaissance-Künstler Severin Brachmann eine Porträtmedaille anfertigen mit seinem Porträt auf der einen und dem seiner Frau auf der andern Seite. Inschriften: Hans Lemmel, aeta 52, anno 1583; Ursula Lemlin, (ihres A?)lters 42, Anno 158. - Eine weitere Medaille zeigt dasselbe Hans-Lemmel-Porträt auf der einen Seite und auf der andern (seine Mutter? - HDL) Margaretha Lemlin, aeta 50, anno 1559, gestorben im 83.
[ 2 Porträtmedaillen im Kunsthistorischen Museum Wien, Münzkabinett. Beschrieben bei Habich und Dworschak.]

 •  "Im Wiener Münzkabinett erliegt eine Medaille auf Hans Lemmel (1583) und seine Mutter Margaretha - nicht, wie bisher angenommen, seine Frau (Domanig D.M.182) - und der sonst schwer nachweisbare "Handelsmann" erscheint als Hausbesitzer in der "Preidenstraße", wo er sein Anwesen zwischen 1567 und 1586 neu erbaute. Nach dem Ungarischen Magazin II (1782) S.293 entstammt Lemmel einer Hermannstädter Familie und die Sammlung des Gouverneurs von Siebenbürgen Baron Bruckenthal enthielt eine leider nun verschollene Medaille, welche mit der Vorderseite des oben genannten Stückes - ein Werk Brachmanns - das Bildnis der Frau Ursula Lemlin verbindet."
[Fritz Dworschak, Wiener Porträtmedaillen, wie oben. Es wird auf folgende Literatur hingewiesen:
Karl Domanig: Die Porträtmedaillen des Erzhauses Österreich, Wien 1896.
Fritz Dworschak: Die Renaissancemedaille in Österreich. In: Jahrbuch der kunsthistorischen Sammlungen in Wien, N.F. Bd.1 1926.
Fritz Dworschak: Meister S.B. In: Archiv f. Medaillen u. Plakettenkunde Bd.4.]
[Vergl. Johann Seivert: Die Grafen der Sächsischen Nation ..., in: Ungarisches Magazin 1782 Bd.2 S.261-302.]

[Vergl. Georg Habich: Die deutschen Medailleure des 16.Jh. Verlag der Münzhandlung A.Riechmann und Co Halle/Saale 1916 S.163. Hier ist aber nur die eine der beiden Medaillen angegeben: 1583 Hans Lemmel und Margaretha Lemmel.
Karl Domanig: Die deutsche Medaille, Wien 1907.
J.†A. Erbstein: Verzeichnis der Hofrat Engelhardtschen Sammlung sächsischer Münzen und Medaillen.]

 •  Das Münzkabinett der Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden teilt 1985 mit, daß die Hans-Lemmel-Medaille sich nicht in der dortigen Sammlung befindet.


Ratsherr und Kirchenmeister:
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 •  1572-1577: Hanns Lämbl Kirchmeister zu Sankt Michael in Wien.

 •  1572-1601: in Wien erwähnt.
[Stadtarchiv Wien, Zettelkasten "Varia"]

 •  29.12.1574: Das Oberkammeramt empfängt von Hannsen Lämbl, Bürger des äußeren Rates und Kirchenmaister zu Sankt Michael aus gedachtes seines Amtes (...?) von wegen und in abschlag der bei Sankt Michael neuerbauten Läden 300 Phundt δ. R 300 ß - δ -

 •  27.1.1575 unter der Überschrift "Entlehent gelt so der Römischen Kayserlichen Majestät fürgestreckt worden": Hanns Lämbl des äußern Raths alhir erlegt auf ein Jarlang one Innteresse R 100 ß - δ -

 •  8.12.1579: Das Oberkammeramt empfängt für Entlechendt geldt auf der Statt Nottürfften: Hannß Lambl Burger des äußern Raths alhir erlegt zu gemainer statt sondern fürgefalnen Notturfft 300 Taller jeden derselben zu 71 gulden Kreutzer, thut 355 gulden Reinisch, sollen Ime von dato über ain Monat lang also bezalt werden. R 355 ß - δ -

 •  13.1.1580: Das Oberkammeramt zahlt dem Hannsen Lämbl Burger des außern Rats die 200 Gulden so er den 13. Juny verschines 76. Jars zu dem Kaiserlichen Anlehen des pollnischen wösens halber Gemainer stadt wienn auf 2 Jarlang ohn Innteresse dargelehen. Lands der Obligation und seiner quittung hiebey.

 •  13.1.1580 zahlt das Oberkammeramt dem Hanns Lämbl die 300 Taller so er den 8.12. negst verschines 79. Jars jeden derselben zu 71 Kreuzern, auf ain Monat Lanng, Gemainer stadt zu der selben genödigen Außgaben dargelihen, vermüg Herrn Pranntners gewössnen Oberstadtcamerers Ambst Bekandtnus Turth in münz, 355 Pfundt Pfening die ich Ime also gegen quittung zugestölt habe. R355 ß - δ -
[Stadtarchiv Wien, Oberkammer-Amtsrechnungen von 1574/1575 Seiten 102 und 210, 1579 Seite 54 R, 1580 Seiten 100 und 100 R]

 •  1584 vom Oberkammeramt empfangen: Endtlehnet auf der Stath Nottürfften Hanns Lämbl burgern alhir, an denen 50 gulden, so er neben andern Burgern zu abtzallung der Frauen von Mollärt dargelihen. Denn halben thaill 25 gulden quitung hirbey R 25 ß - δ - (Zum Namen Mollärt: 1604 wird genannt [S.171]: Ernst von Mollärth Freyherr zu Steinegg und Drosendorff, Röm.Kays.Mtt.Rath Camerer und Statthalter der N.Ö.Landen.)

 •  1585: Ausgabe auf die Betzallung des entlehneten Gelts auf der Statt nodturfften, unter Nr.465: Hannsen Lämbl, Handlsman, 35 gulden R 35 ß - δ -

 •  1586 empfängt das Oberkammeramt entlehnet gelt auf der Stat nottürfften: Hanns Lämbl zu 86. und 87. (also in den Jahren 1586 und 1587) an seiner steuer abgehn zu lassen 100 gulden R 100 ß - δ -

 •  1586: Ausgabe des Oberkammeramtes auf die Betzalung des entlehneten gelts auf der Stat nottürften: Hanns Lämbl 48 gulden 1 Schillinh 10 Pfennig.

 •  1587: Ausgabe des Oberkammeramtes auf die betzalung des entlehneten gelts auf der Stat nottürften: Hannßen Lämbl zu völliger Bzalung der 100 Gulden auf den vorigen Empfang noch darauf 51 Pfundt sechs schilling 20 Pfennig vermüg Quittung R 51 ß 6 δ 20
[Stadtarchiv Wien, Oberkammeramts-Rechnungen 1584 S. 42 u. 107 R Nr.631; 1585 S.87 Nr.465, 1586 S.44R u. S.87, 1587 S.129 R Nr.484]

 •  1590 empfängt das Oberkammeramt entlehnet gelt zu der Stat nottürft: Hans Lämbl R 200 ß - δ -

 •  14.1.1590 zahlt das Oberkammeramt unter "Ausgaben auf die betzalung des Entlehneten auf der Stat nottürft" dem Hannsen Lämbl des äußern Raths alhir die 100 pfundt pfening weliche er zu der Röm.Kays.Maj. unsers Allergenedigisten Herrn (bruor?) stunden (laißtend?) notwendigen (Bränitz?) betzalung den andern May verschines 82. Jars dargelihen. Obligation und quitt. 100 Gulden.

 •  1590 Zahlt das Oberkammermat dem Hannsen Lämbl 52 gulden 1 schilling 10 pfening.

 •  5.10.1592 zahlt das Oberkammeramt unter "Ausgaben auf die bezalung des Entlehneten gelts auf der Stat Wienn Notturften" dem Herrn Hannsen Lämbel burger und des äußern Rats alhir abermal im Abschlag der 200 gulden so er vor verschinen 89. Jars zu aines Thails abzalung der Herrn Verwandten im Landthaus alhir aus stenstigen Schuldenlast dargelihen Benenntlichen 57 gulden 1 Schilling zehen Pfennig lt.Quitg. R 57 ß 1 δ 10

 •  5.10.1593 zahlt das Oberkammeramt unter "Ausgaben auf die betzalung des entlehneten gelts auf der Stat notturften" dem Herrn Hannsen Lämbel burger des äußern Rathes hir zu völliger Betzalung der 200 gulden Rheinisch so er verschines 89. Jars zu aines thails abzalung den Herrn Verwandten im Landthaus alhir aus stendiger schuldenlast gemainer Stat ohne Interesse dargelihen benenntlichen 38 gulden Reinisch und 4 schilling Pfennig vermüg Obligation und darauf geschriebner Quittung hirbey. R 38 ß 4 δ -
[Stadtarchiv Wien, Oberkammeramts-Rechnungen 1590 S.67, S.226 R u. S.251 R Nr.549, 1592 S.163 Nr.592, 1593 S.139 R Nr.649]

Regesten zu Ursula Pirkhamer:

 •  Geburt um 1541 [laut Medaille]

 •  † zwischen 1592/1601 [Testamente]

 •  Tochter von Christoph Pirkhamer [Harrer, wie oben]

Regesten zu Rosina Lämbel:

 •  Heirat post pascham 1589 in Wien Sankt Michael: Andreas Brontz, Gesell, und Rosina, Tochter des Hans Lambel/Lämbel, Bürger und des äußern Rats hier.
[Verkündbuch Wien St.Michael - GL]
[Vgl. Mansfeld: Trauungsmatrikel; und Stadtarchiv Wien, Trauungsmatrikel]

 •  † zwischen 1592/1601. Ihr Mann ist (1601) Andreas Prunz, Handelsmann; eine Tochter, Ursula Prunz, lebt 1601. [Testamente der Eltern]

Regesten zu Margarete Lämbl:

 •  1592 noch unverheiratet. 1601 als Margaretha Pryin erwähnt. [Testamente]

→ Der Name Pryin überrascht. Nach den anderen Regesten muss Pegerin gelesen werden, während die Schwester Maria mit einem "Prian" (sonst Pudian) verheiratet ist.

 •  Margarete Lämbl ∞ ..2.1598 in Wien mit Silvester Peger, Bürger und Handelsmann. [Mansfeld: Trauungsmatrikel]

 •  1601 ist ihr Mann erwähnt als: Sylvester Pegerer (andere falsche Lesart: Schuster Poger), Außerer Rat und Handelsmann. [Harrer]

Regesten zu Maria Lämbl:

 •  ∞ zwischen 1592/1601 mit Hans Kholler, der Hans Lämbls Haus in der Preidenstrasse mit Geschäft und Inventar erbt. [Testamente]

 •  Die Angaben bei Harrer sind abweichend: Maria Lämbl ∞ vor 1601 mit Moriz Pudian (auch Prian), Kramer. Nach dem Tod des Vaters ist Maria Lämbl Mitbesitzerin des Hauses Habsburgergasse 3 in Wien. - 1607 übernehmen Maria und Moriz Prian das Haus ganz. Maria testiert 1616 ihren Hausanteil dem Gatten, und dieser hinterlässt es im Testament von 1639 seinen beiden Söhnen zweiter Ehe Thomas und Mathias. Der Vorname der zweiten Frau ist ebenfalls Maria.
[Harrer]


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