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Andre Lembl/Lembler e717 – in Eslarn/OPf


Eltern: W-33/e Hans Lämbl/Lemler e851, Kunigunde Hannemann e750

(* etwa ?1620) wohl in Eslarn, † vor 1667

1655 in Eslarn.

∞ mit Anna .... e707

(* etwa ?1625)

1667 Witwe, verkauft in Eslarn ihr Häusl mit Zustimmung des Sohnes Endres.

Kinder:

1. Andreas Lembl/Lambl, (* etwa ?1645) - Lehrer und Ratsherr in Waldthurn, siehe W-35/e

2. Georgius Lemel/Lämel, * 1653 oder 1655 - Pfarrer in Griesbach/Oberpfalz, siehe W-35/g

vielleicht:

3. .... Lemmel, (* etwa ?1660) - in Böhmen, siehe W-35/i

Regesten:

Zusammenfassung: 1673 lebt in Eslarn "Andre Lemblers Wittib". Zuvor lebte hier 1630 Hans Lemler, der der Vater sein muss. - 1667 verkauft die Witwe Anna Lembl in Eslarn ihr Häusl, und zwar mit Zustimmung ihres ältesten Sohnes Endres, Schulmeister in Waldthurn; dieser ist also ein Sohn des Eslarner Andre Lembl. - Die Kirchenbücher von Eslarn und Waldthurn sind vernichtet, so daß seine Familie nicht direkt erforscht werden kann. - Um 1653/1655 wird in Eslarn ein Georg Lemel/Lämel geboren, der 1672 "aus Waldthurn" an der Universität Dillingen studiert. Dies muss ein zweiter Sohn des Eslarner Andre sein, der offenbar nach dem Tod seines Vaters, des Eslarner Andre, zu seinem Bruder Andre nach Waldthurn zog.

Aus den Geburtsdaten seiner Kinder zu schließen, muß Andreas Lembl etwa um 1620 geboren sein, wohl in Eslarn.

REGESTEN:

 •  Im Staatsarchiv Amberg fand sich kein Lembl/Lemmel in folgenden Beständen:
Steueranlage; Beamtenbesoldung; Auswanderungen; Verehelichungen; Kriminalfälle; Fornikanten; Testamente; Kirchenrechnungen; Schulen-Lehrer; Salbuch der Herrschaft Waldau/Waldthurn; Häuserbuch; Salbuch von 1660.
[Margot Wechsung, Mtlg 1994]

 •  1655/1672: Georgius Lemel "aus Wallthurn" 1672 an der Universität Dillingen immatrikuliert. Aus anderer Quelle wurde dieser Georg 1653/1655 in Eslarn geboren; er muss also ein Sohn des Eslarner Andre sein.

 •  1667: In Eslarn gab es in der Nachbarschaft von Singerstr. 6(11) in der Mitte des 17.Jh. zwei "Häusl", die durch Brand oder Abbruch verschwunden sind. Eines davon: Anna Lembl, Witwe, verkauft ihr Häusl mit Einwilligung ihres ältesten Sohnes Endres, Schulmeister zu Waldthurn, am 20.10.1667 an Johann Martin Raith, ehemaliger Confinschreiber.
[Gerhard Lang: Ortsfamilienbuch Eslarn, 2005 in Arbeit, Seite 400]

 •  1673 Andre Lemblers Wittib in einer Steuerliste von Eslarn. Zuvor hier 1630 Hans Lemler.
[Josef Hanauer: Heimatbuch der Marktgemeinde Eslarn, 1975. - Mtlg Georg Schmidbauer, Waldthurn, 2000.]

→ Andre Lembler/Lemmel ist also bereits verstorben. Der 1678 als Lehrer in Waldthurn genannte Andre Lembl muss also bereits ein gleichnamiger Sohn sein; dieser dürfte nach dem Tod des Vaters (des älteren Amdreas) seinen jüngeren Bruder Georg aufgenommen haben, der dann 1672 als "aus Waldthurn" bezeichnet werden und nicht "aus Eslarn", wo er geboren wurde.


2008 12 29