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August Lemmel/Lemmél w716 – Apotheker in Burg


sein Taufname: August Friedrich

Eltern: WhK-38/e Jean Baptist Lemmel/Lemmél w715, Dorothea Amalia Maria Tamsen w613

* 2.9.1810 in Kiel, † 10.10.1840 in Burg

1835 Univ. Kiel. 1839-1840 Apotheker in Burg.

∞ Neujahr 1840 mit Marie Mechlenburg w616

(* etwa ?1815)

sie ∞2) 1841 mit Georg August Wolff w604

* um 1814, † 1855 in Burg

1841-1855 Apotheker in Burg.

Regesten:

 •  Nachdem sein Vater 1817 die Familie verliess, wuchs er im Hause seines Grossvaters Tamsen auf, der ihn studieren liess und ihm eine Apotheke in Burg in Ditmarschen verschaffte, wo er kinderlos starb.
[Mtlg H.H. Lemmel]

 •  August Friedrich Lemmel, geboren in Kiel, wurde am 10.Juni 1835 im Alter von 24 1/2 Jahren als Student der Pharmazie immatrikuliert. Zuvor hatte er an keiner anderen Universität studiert. Angaben über die Schule fehlen. Als Eltern und Vormünder werden genannt: J.B. Lemmel, Advokat Fock in Kiel und Apotheker Hoepner in Preetz.
[Franz Gundlach: Album der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel 1665-1865, Kiel 1915, S.284f. Laut Mtlgn Univ.-Bibl. Kiel und Landesarchiv Schleswig-Holstein in Schloss Gottorf 1983 an Gerhard Lemmel]

 •  August Friedrich Lemmel: Am 19.3.1836 legte er vor dem "Sanitäts-Collegium für die Herzogtümer Schleswig und Holstein, Herrschaft Pinneberg, Grafschaft Rantzau und Stadt Altona" die Apothekerprüfung ab.

 •  Von 1839-1844 war er Inhaber der Privilegierten Apotheke in Burg-Dithmarschen.
[Landesarchiv Schloss Gottorf. - Mtlg des Vester-Archives an Gerhard Lemmel]
[Thomas Otto Achelis: Prüflinge der Pharmazie in Schleswig-Holstein 1804-1866, Eutin 1952 S.13 No.158. Laut Mtlg H.Frobeen 1992]

 •  Die priv.Apotheke in Burg/Dithm.: Erstes Privileg 11.6.1839 an Friedrich Cropp aus Rendsburg, der jedoch die Absicht hatte, nach St.Croix in Westindien auszuwandern und wohl gar nicht nach Burg kam. Durch Vermittlung des Hofapothekers Lorenz Henningsen in Gravenstein wurde das in Burg gelegene Haus, in dem die neue Apotheke eingerichtet werden sollte, sowie das allerhöchst verliehene Privilegium zur Anlegung einer Apotheke in Burg und die vorhandene Apothekeneinrichtung an August Lemmel verkauft. Auf diesen wurde unter dem 24.12.1839 das Privileg, das dem Inhaber "alle den Apothekern in Unserm Herzogtum Holstein zustehenden Freiheiten und Gerechtigkeiten" zusichert aber kein Exklusiv-Privileg darstellt, ausgedehnt.

 •  Am 6.12.1844 ging das Privileg auf Georg August Wolff über.
[Arnold Habernoll: Die Entwicklung des Apothekenrechtes und der privilegierten Apotheken. Eutin 1951 S.90. - Laut Gerhard Lemmel 1983]

 •  Siehe auch im Internet: Der Apotheker Georg Friedrich August Lemmel aus Flensburg kauft von Hofapotheker Lorenz Henningsen das königliche Apotheken-Privileg, das am 24.12.1839 an ihn übertragen wird. Er betreibt die Apotheke im ländlichen Wohnhaus am Burger Marktplatz, das Henningsen ihm am 11.2.1840 überlässt. Bereits 10 Monate später stirbt Lemmel im Alter von 30 Jahren. Die Witwe heiratete 1841 den Apotheker Georg August Wolff, der die Apotheke übernahm, am 6.12.1844 das Privileg bekam und 1855 in Burg 41-jährig starb.


Apotheke Burg um 1859 [burger-museum]
[www.burger-museum.de 2011] Lemmels Vorname ist hier Georg Friedrich August, wobei Georg ein Irrtum sein mag (HDL).

 •  August Friedrich Lemmél, Apotheker, † 10.10.1840 in Burg in Süderditmarschen im 31. Lebensjahr. Er hinterlässt als Witwe Marie geb. Mechlenburg, erst seit Neujahr vermählt, und einen Bruder Louis Lemmél, cand.pharm.
[Neuer Nekrolog der Deutschen Jg 1840. - Laut Gerhard Lemmel 1979]

 •  "Der Apotheker Friedrich August Lemmel ist mir nicht unbekannt, da er als damaliger Begründer meiner Apotheke angesehen werden kann. Denn er war der erste, der von dem Apotheken-Privilegium in Burg Gebrauch machte. F.A. Lemmel ist jedenfalls nur 5 Jahre in Burg geblieben und hat sein Privileg 1844 auf Georg August Wolff übertragen lassen. Zur selben Zeit erhielt der Provisor Louis Lemmel das Privilegium zum Halten einer Apotheke in Süderstapel, was auch nicht weit von uns entfernt ist.

 •  Die Apothekerkammer in Kiel besitzt keinerlei Unterlagen aus der Zeit vor 1947, da das gesamte Archiv im Krieg verbrannt ist.

 •  Das Haus der Apotheke in Burg soll vor der Einrichtung einer Apotheke ca 100 Jahre lang Bauernhaus gewesen sein.
[Mtlg Apotheker Peter Sommer in Burg vom 28.3.1983 an Gerhard Lemmel]


2011 9 8