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Herbert E. Lemmel
Herbert E. Lemmel (Edmund Herbert) wurde 1911 in Pleißa geboren.
Er studierte Jura, u.a. in Köngsberg/Pr., wo er 1937 heiratete. In
Berlin war er Dr. iur. habil. und Universitätsdozent. Im
Krieg war er Hauptmann und kam in russische Gefangenschaft. Nach 1950
war er
Handelsrichter in Frankfurt, dann
Kaufmann und Fabrikant in Bad Homburg. Nach seiner Pensionierung lebte
er in Fürth.
Schon in Bad Homburg, besonders aber in Fürth, widmete er sich der
Familienforschung und veröffentlichte umfangreiche Werke
über die Lemmel und Lämmel in Franken und Sachsen, die er bis
ins 13. Jahrhundert zurück verfolgte. Deren Vorfahren aber
erforschte er bis in den karolingischen Adel, wobei er besonders die
Führungsschichten untersuchte. Hier die wichtigsten
Werke:
Herkunft und Schicksal der Bamberger Lemmel des 15.Jh. Mit
Anhang: Die
erzgebirgischen Lemmel im 16.Jh. - In: 101.Ber.d.Hist.Vereins Bamberg,
1965, S,13-220.
Über das Herkommen der Esel/Esler
in Bamberg und Nürnberg. In: Genealogie, Bd.8, 1966,
S.433-441.
Über das Herkommen der Gundloch
in Bamberg. In: Genealogie, Bd.8, 1967, S.577-588.
Geschichte der
erzgebirgisch-vogtländischen Lemmel
im 15.-16.Jh.,
ihre Ausbreitung und ihre Heiratskreise. - Ein Beitrag zur
Bevölkerungsgeschichte des sächsischen Industriegebietes. In:
Deutsches Familienarchiv Bd.43 Neustadt/Aisch 1970 S.235-348.
Lampertiner in Ostfranken. Ein
Beitrag zur Siedlungsgeschichte
Ostfrankens und zur Strukturanalyse seines Uradels.
Qu.u.Abh.z.Gesch.d.Abtei u.Diözese Fulda, Band 21, 1972.
Strukturanalyse des fränkischen
Adels im Mittelalter und seine
Bedeutung für das werdende Europa. In: 12.Int.Kongreß
f.geneal.u. herald. Wissenschaften, Kongreßbericht München
1974, S. G383 - G402.
Genealogie - ein Weg zu neuem Geschichtsbewußtsein. Frühe
Lampertiner und ihre Kognaten
in der fränkisch-deutschen Ostmark.
Vortrag Familientag Wien 1976. In: Geneal.Jb. Bd.16/17, Neustadt/Aisch
1977, S.23-40.
Die genetische Kontinuität
des mittelalterlichen Adels,
dargestellt am Beispiel des fränkischen Uradelsgeschlechtes der
Lampert von Gerolzhofen. Reihe
Genealogie und Landesgeschichte, Band
35, Neustadt/Aisch 1980.
Zur Struktur des karolingischen Adels
am Mittelrhein. In: Festschrift
für Heinz F. Friederichs. Geneal.Jb. Bd.20, Neustadt/Aisch 1980,
S.141-149.
Nickel Thum († 1541), der
Kammermeister Herzog Heinrichs des Frommen,
und seine Heiratskreise. In: Bl.f.dt.Landesgesch., Bd.120, 1984,
S.401-460. Und in: Genealogisches Jahrbuch, Band 25, Neustadt/Aisch
1985.
Vom Werden, Wandeln und Vergehen der deutschen Führungsschicht. -
Eine historische und biosoziologische Analyse genealogischer
Zusammenhänge. In: Neue Anthropologie, Jg.15 Heft 4, 1987.
Die Ahnen und Nachkommen der Osanna,
Gräfin von Ortenberg
(1238-1288).- Zur Analyse der Bevölkerungsentwicklung Deutschlands
und seiner Führungsschicht. Geneal.Jb. Bd.27, 1988.
Einige weitere Arbeiten und Kommentare dazu findet man in der Lemmel-Bibliografie.