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Martin Sembritzki M692 – Bezirksbürgermeister in Berlin


sein Taufname: Martin Rudolf

Eltern: Mas-38/c Rudolph Sembritzki M642, Louise Krieger M694

* 24.8.1872 in Königsberg, † 1.8.1934 in Berlin

Jurist, 1902 Stadtrat in Königsberg, 1921-1933 Bezirksbürgermeister in Berlin-Steglitz.

∞ 29.6.1900 in Königsberg mit Helene Symanski M693 (Taufname: Clara Elisabeth Helene)

* 23.2.1878 in Königsberg, † 28.4.1949 in Isenhagen

Bis 1920 in Königsberg, 1921-1945 in Berlin, dann in Isenhagen-Hankensbüttel Kreis Gifhorn, Niedersachsen.

ihre Eltern: Johannes Symanski K222, * 21.12.1832 in Königsberg-Tragheim, † 29.4.1917 in Königsberg
Jurist, 1863 Kreisrichter in Barten, 1870/71 Hauptmann der Landwehr mit dem Roten Adlerorden, dann Stadtgerichtsrat und ab 1900 Landgerichtsrat in Königsberg. - Evangelisch. Siehe Sy-38/e; ∞ 10.7.1863 in Barten mit Ottilie Krebs K223 (Taufname: Johanna Ottilie Julie), * 28.11.1836 in Silberberg bei Glatz, † 22.12.1905 in Königsberg/Pr
Katholisch..

Kinder:

1. Eva, * 7.11.1902 - ∞ Gehrcke, Studienrätin, siehe Mas-40/ca

2. Vera, * 30.4.1904 - ∞ Lemmel, siehe Mas-40/cb

3. Arnold, * 12.11.1907 - Dr.jur. in Berlin, siehe Mas-40/cf

Regesten:

[Geburtsschein siehe Regest beim Vater]

 •  Kneiphof-Gymnasium Königsberg. Rechts- und Staatswissenschaften Univ. Königsberg. 1894 Referendar. Bis 1900 Assessor und Richter am Landgericht Königsberg, dann 1901 Stadtrat in Königsberg, Aufgaben: Eingemeindung, Aus- und Umbau der Eisenbahn- und Hafenanlagen.
[Brigitte Schellmann: Who's Top, Internet 2006]

 •  Jura-Studium Universität Königsberg. Ein Foto vom Wintersemester 1893/1894 existiert.

 •  1894 Martin Sembritzki, Referendar in Königsberg, 1894 Teilnehmer am 350. Universitätsjubiläum. [APG Bd.35 2005 S.89; hier "Marc." statt Mart."]


Martin Sembritzki und Helene Symanski 1899 als Verlobte

 •  Am 29.6.1900 heiraten in Königsberg: der Gerichts-Assessor Martin Rudolf Sembritzki, ev., * 24.8.1872 in Königsberg, wohnhaft in Königsberg, Hintere Vorstadt 8, Sohn des Oberingenieur Rudolf Hermann und Luise Amalie geborenen Krieger-Sembritzki'schen Eheleute wohnhaft in Königsberg; und die Clara Elisabeth Helene Symanski, ohne Beruf, ev., geboren am 23.2.1878 in Königsberg, wohnhaft in Königsberg, Kopernikusstr. 9, Tochter der Landgerichtsrath Johannes und Ottilie geborenen Krebs-Symanski'schen Eheleute wohnhaft in Königsberg. Als Zeugen sind erschienen: der Landgerichtsrath Johannes Symanski, 67 Jahre alt, wohnhaft in Königsberg, Copernikusstraße 9; der Oberingenieur Rudolf Sembritzki, 64 Jahre alt, wohnhaft in Königsberg, Hintere Vorstadt 8.
[Heiratsurkunde des Standesamts I Königsberg Pr., ausgestellt 1934 für Gerhard Lemmel, Aktenzeichen S8a]

 •  1902 bei der Geburt der ältesten Tochter: Stadtrat in Königsberg.

 •  Der Stadtrat Martin Sembritzki, wohnhaft in Amalienau, Hammerweg Nr.2, ev., zeigt an, daß von der Helene Sembritzki geborenen Symanski, seiner Ehefrau, ev., in seiner Wohnung am 30.4.1904 ein Mädchen geboren sei und daß das Kind die Vornamen noch nicht erhalten habe. Erst am 1.7.1904 erscheint die Frau Stadtrat Helene Sembritzki geborene Symanski und zeigt an, daß dem Kinde die Vornamen Vera Charlotte beigelegt worden seien.
[Geburtsurkunde des Standesamts Amalienau Kreis Königsberg i.Pr., beglaubigte Abschrift für Gerhard Lemmel, Aktenzeichen S7a]

 •  1904 Stadtrat Sembritzki in Königsberg unter den Mitgliedern des Vereins zur Hebung des Fremdenverkehrs in Ostpreußen.
[Altpr.Geschl'kde Bd.39, 2009, Seite 380]

 •  Martin Sembritzki, seit 1913 Stadtsyndikus in Berlin-Charlottenburg.
[Mtlg Dr. Quassowski 1942 an Ulrich Sembritzki]

 •  1913 Stadtsynidikus von Charlottenburg, Leiter des Dezernats für Wohnungswesen. 1920 wurden Charlottenburg und andere Gemeinden nach Berlin eingemeindet und bildeten den 12. Bezirk: Steglitz. 2.3.1921 Wahl zum neuen und ersten Bürgermeister von Steglitz, 1.4.1921 Amtsantritt. Hauptanliegen: Grünanlagen, neue Feuerwache Südendstraße, Einrichtung eines Renterheimes in der Rückertstraße und eines Jugendhauses in der Paulsenstraße, sowie die Initiative zur Anlage des Lichterfelder Stadions und der "Lilienthal-Gedächtnisstätte".
[Brigitte Schellmann: Who's Top, Internet 2006]

 •  1921 Stadtrat in Berlin-Charlottenburg.

 •  † 1.8.1934 in Berlin.
[Ahnenliste Arnold Sembritzki]

 •  1.4.1921-31.3.1933 Bezirksbürgermeister in Berlin-Steglitz. Am 11.7.1957 wurde der im Bezirk Steglitz liegende Teil des Priesterweges in "Sembritzkistraße" umbenannt.
[Mtlg des Senats von Berlin 1980 an Gerhard Sembritzki]

 •  1924 Bezirksbürgermeister von Berlin-Steglitz (auch für Lankwitz und Lichterfelde zuständig), Wohnung Hindenburgdamm 10. Er zeigt den Tod seiner bei ihm wohnenden Mutter Amalie Luise geb. Krieger an.
[Sterbeurkunde, Aktenzeichen S18a]

 •  12.-14.8.1929: Martin Sembritzki und Frau, Bürgermeister aus Berlin-Lichterfelde, im Hotel Dornbusch in Kloster auf der Insel Hiddensee.


[Gästebuch des Hotels, Seite 168. - Mtlg WL 2008]

 •  1932: Martin Sembritzki feierte seinen 60. Geburtstag. Geboren August 1872 in Königsberg, Abitur Kneiphöfisches Gymnasium, Uni Königsberg Jura, 1894 Referendar, 1900 Assessor, Richter, 1901 Stadtverwaltung, Stadtrat in Königsberg, 1913 Berufung als Stadtsyndukus nach Berlin, wurde März 1921 Bürgermeister des Verwaltungsbezirkes Steglitz.

 •  Martin Sembritzki, Bürgermeister, † August 1934 in Berlin nach längerem Leiden. Zu seiner Zeit wurde 1920 die Landgemeinde Steglitz nach Berlin eingemeindet.
[Der Tag 24.8.1932 und 7.8.1934, laut Quassowski Seite S647f]

 •  1932 Berlin-Lichterfelde, Hindeburgdamm 10.
[Tod 1934 laut gedruckte Ahnenliste Arnold Sembritzki]

 •  Eine Würdigung des Wirkens von Martin Sembritzki erschien in [Der Lichterfelder, 19.Jg. Nr.74, Berlin 1992]

Regesten zu Helene Symanski:

 •  1900 in Königsberg, Kopernikusstr. 9. [S8a]

Regesten zu Ottilie Krebs:

[Forschungen Gerhard Lemmel 1936, Aktenz. C110, S9c, S11c-d, S20b]

 •  Sie war katholisch getauft, wurde durch die Heirat evangelisch.

 •  Ihr Mann sagte zu den Kindern: "So hübsch wie eure Mutter war, ist keine von euch."
[Briefe]

 •  Sie soll in jungen Jahren schön gesungen haben, ein Talent, das sie an ihre Töchter vererbte. [Erinnerungen Helene Symanski]


Ottilie mit Sohn (laut Enkel Hans Symanski wohl der älteste Sohn Walter) - Unten Ottilie um 1902


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