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Peter Lemmel e830 – Konrektor in Schneeberg


Eltern: Sn-31/d Hans Lemmel e811, Anna Roselet e827

* 4.7.1561 in Schneeberg, † ..1.1624 in Schneeberg

1577 Univ.Leipzig. Magister. In Meissen. Bis 1595 am Gymna- sium Pegau. Ab 1595 an der Lateinschule in Schneeberg, zu- erst als Tertius, dann als Konrektor.

∞ 20.9.1596 in Schneeberg mit Susanne Musculus e870

(* etwa ?1580/1585), begraben 10.8.1618 in Schneeberg

ihr Vater: Michael Musculus e869, * 1550 in Marienberg, † 1607 in Schneeberg
Oberpfarrer in Schneeberg. Siehe Msl-31/e

Kinder:

1. Michael e871, * ..5.1589 in Schneeberg, begraben 24.5.1598 in Schneeberg

2. Katharina Lemmel e872, getauft 25.11.1599 in Schneeberg

∞ 20.7.1625 in Schneeberg mit Esaias Jahn e875

(* etwa ?1595)

sein Vater: Esaias Jahn e876, (* etwa ?1560)

3. Judith Lemmel e873, getauft 7.8.1601 in Schneeberg

4. Susanna Lemmel e874, getauft 19.7.1603 in Schneeberg, begraben 14.1.1629 in Schneeberg

Regesten:

 •  Im Wintersemester 1577 wird Petrus Lämmel/Lemmel aus Schneeberg an der Universität Leipzig immatrikuliert.
[Georg Erler: Die jüngere Matrikel der Universität Leipzig Bd.1 1559-1634, 1909]
[Vgl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.201]

 •  1595 erhält die lateinische Schule in Schneeberg einen neuen Tertius, Magister Peter Lemmel, Bruder des vorigen Tertius Paul Lemmel, der Pfarrer zu Breutingen in der Inspection Zeitz wurde.

 •  1618 kommt das Conrektorat an einen gebohrnen Schneeberger, den Magister Petrus Lemmel.
[Carl Lehmann: Chronik der freien Bergstadt Schneeberg. Schneeberg, 1837/1838, Bd.1 S.300, Bd.2 S.11]

 •  M. Petrus Lemmel aus Schneeberg, anfangs Schuldiener zu Pegau, seit dem 2.5.1895 Baccalaureus, vom 24.11.1817 Conrector in Schneeberg, starb daselbst Ende 1623 oder Anfang 1624.

 •  M. Paul Lemmel aus Schneeberg, studierte zu Leipzig und Wittenberg und erhielt im April 1589 das Baccalaureat in Schneeberg; 1595 wurde er Pfarrer in Zeitz und sein Bruder Petrus wurde sein Nachfolger in Schneeberg.
[Theodor Stade, Geschichte des Lyceums zu Schneeberg. Wissenschaftliche Beilage zum Bericht der Realschule zu Schneeberg, Ostern 1877. - GL 1981]

 •  1595 zahlt die Schneeberger Kämmerei Kämmerei 2 fl 10 gr um Peter Lemmels Gerät von Pegau hierher zu fuhren. 1597 erhält Mag. Peter Lehmel 12 gr wegen des Examens und 45 fl Sold.

 •  1601 wird 2 fl 6 gr dem Mag. Lemmel und Cantor verehrt, daß sie eine Comediam agiret haben an der Faßnacht.

 •  1607 hat Mag. Lemmel 5 fl 2 gr 2 pf an Schulgeld eingenommen.
[Schneeberger Kämmerei- und Kastenrechnungen, laut E.Költzsch u. M.Möckel]

 •  Peter Lemmel aus Schneeberg ∞ 20.9.1596 mit Susanna, Tochter des Pfarrers Michael Musculus.

 •  Aus dem dazu verfassten Hochzeitsgedicht, das Paul Lemmel seinem Bruder Peter widmet, gehen Peters Eltern nur indirekt hervor: Es wird erwähnt, dass 1568 das Haus des Vaters abbrennt, und dass 1589 der Vater starb und der Pharmazeut Andreas Lemmel für die Brüder Paul und Peter sorgt. Demnach muss der Vater Hans Lemmel sein, der 1589 stirbt und der 1568 im Haus seines Vaters Jakob lebte, das 1568 abbrannte.

 •  Geboren 4.7.1561. Wird zunächst vom Vater unterrichtet. Kommt 1575 zu Rektor Obermayer auf die Schule (der bis Ende 1574 in Schneeberg, dann in Zwickau war - Herbert E. Lemmel). Vorübergehend in Meissen, dann am Gymnasium in Pegau. Wird in Jena Magister. Heiratet 1596 in Schneeberg.
[Hochzeitsgedicht, Kopie durch Herbert E. Lemmel]
[vergl. Dr. Herbert Koch, Jena: Hochzeits-Carmina der Universitätsbiblithek Jena, in: Arch.f.Sippenf'g 15.Jg. 1938 S.175]
[vergl. Herbert E. Lemmel, "Nachkommen" Bd.2 S.171 und "Herkunft" S.201]

 •  Eine Druckschrift von Peter Lemmel, 1600, "Epigramma Gratulatorium..." auf den Sohn des Pastors Fugmann in Tannenberg bei Annaberg. [Titel im Web genannt]

 •  1600 löst Susanna Lemblin ihrer alten Schwieger Stand (Kirchenstuhl in St.Wolfgang) um 5 gr.
[Schneeberger Kastenrechnung laut E. Költzsch]

 •  ..5.1598 bis 19.7.1603 werden in Schneeberg 4 Kinder getauft; davon werden Michael am 24.5.1598 und Susanna am 14.1.1629 begraben.

 •  Patenfamilien: Cadmann, Lichtenhan, Iphof, Rüger, Reibold, Kothen, Zowelt, Lowasser, Seling, Cardinal, Röhling, Bruckner.
[Kirchenbücher Schneeberg laut E.Költzsch]

 •  9.5.1614 in Schneeberg: M. Petrus Lemmel schreibt einen Brief mit einer Verzichtserklärung, mit Unterschrift und Siegel.
[Staatsarchiv Dresden, Gerichtsbuch Marienberg Nr.54 für das Annaberger und Freiberger Viertel 1587-1671, nach Blatt 139, laut Mtlg Kurt Wensch 16.1.1988. Fotografie des Siegels durch KW Nov.1988]

→ Kurt Wensch, der das Siegel im Original sah, meint, daß es wohl ein Lamm darstellt. Die Fotografie, auf der nur wenig zu erkennen ist, zeigt einen Schild, in dem man nur nach der Beschreibung von Kurt Wensch ein Lamm erahnen kann, von dem nur der Körper und der Schwanz zu erkennen sind, nicht aber der Kopf. Über dem Schild sind zwei Buchstaben zwischen drei Punkten, die wohl
die Anfangsbuchstaben P.L. des Namens sind.

 •  1614: Petrus Lemmel Gedicht-Verfasser in einer Leichenpredigt in Schneeberg.
[Katalog der Stolb-Stolb. LP-Sammlung]

 •  1617 ist Magister Peter Lemmel aus Schneeberg, Bruder des Paulus Lemmel, Konrektor der Lateinschule in Schneeberg.
[Christian Meltzer: Historia Schneebergensis Renovata. Schneeberg 1716, S. 353 u. 361]

 •  Eine griechische Schrift "Hekatortastichon ..." von Peter Lemmel, Leipzig 1617.
[Sächs. Landesbibliothek Dresden]

 •  1618 wird dem Conrector Mag. Lemmel 81 fl 15 gr Sold gezahlt.

 •  1624 in Schneeberg: 20 fl am 30.1. geliehen laut Quittung von Herrn Christoph Pierer uf Herrn Mag. Peter Lemmels Conrectors Begräbnis.
[Kämmerei- und Kastenrechnungen]

 •  1627 wird in Schneeberg das Haus von Magister Peter Lemmel selig erwähnt.
[Staatsarchiv Dresden, Gerichtsbuch Schneeberg Nr.50 ab 1623, laut W.Kühnel]

 •  Der Annaberger Pfarrer Christian Köhler berichtet, er sei in Schneeberg 1604 geboren und dort zur Schule gegangen, unter anderen bei Magister Paul Lemmel, bis die alte Stadtschule bei dem Lösnitzer Tore von einem Donner-Wetter angezündet und eingeäschert worden sei. (
→ Verwechslung! muss richtig Peter Lemmel heissen! -HDL)
[Buchwald: Selbstbiographie eines 83jährigen erzgebirgischen Pfarrers. In: Beiträge zur Sächsischen Kirchengeschichte, Bd.4 Leipzig 1888 S.226]

Regesten zu Esaias Jahn:

[Heirat 20.7.1625: KB Schneeberg laut E.Költzsch]

 •  Ein älterer Bruder des Esaias Jahn war 1631-1635 Pfarrer in Platten. Der Vater beider Brüder hiess ebenfalls Esaias.
[Gustav Sommerfeldt: Erzgebirgische Forschungen und Geschlechterkunde, Teil 1, Dresden 1929, S.279. - Das hier angegebene Heiratsdatum 10.7.1623 dürfte irrig sein.]

 •  Die 2. Braut von Esajus Jahn ist Cattarina, Tochter des Magisters Peter Lemmel.
[Internet 2013, Bergmannsche Exulantensammlung, StsA Dresden]

 •  Vorfahren Jahn siehe: [Friedrich Weiss, in Ekkehard Jg.12 S.71.]


2013 7 19