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Fritz/Friedrich Lemmel/Lemlein e499 – in Brambach, Buttelstedt, Ronneburg


Eltern: Sn-29/d Hans Lemmel/Lemmer e809, ... Bleinitzer e806

(* etwa ?1505)

1542 Vogt in Brambach. Bis 1549 Geleitsdienst zu Buttelstedt bei Weimar. 1553 Bürgermeister in Ronneburg. 1555 Wildenfelsischer Stadt- und Landrichter in Ronneburg.

∞ vor 1542 mit Sibille Leupken e495

(* etwa ?1505)

ihr Vater: Benedix Leupken e494, (* etwa ?1470), † vor 1542
In Ronneburg.

Sohn:

1. Hans Lemmel, (* etwa ?1530) - zu Wildenfels, siehe Wild-31/i

Regesten:

→ siehe auch unter FritzLemmelRonneburg.html

 •  1533: In einem Briefentwurf des "Von Gots Gnaden Johann Friedrich Herzog zu Sachsen und Churfürst" wird sein "Knecht" Fritz Lemblein zu Buttstedt erwähnt. (Buttelstedt 10 km nördlich von Weimar).


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[Staatsarchiv Weimar, Dienersachen Reg Cc 239 Bl.2. - Kopie GL 1980]

 •  1542: Fritz Lemmel, Vogt zu Brambach, und seine Frau Sibille, Tochter des seligen Benedix Leupken zu Ronneburg, zeigen vor Herrn Johann Hofman an, daß eine Schuld zwischen ihm und seiner Frau einerseits und Barthel Khunel und seiner Schwieger der Richterin andererseits beglichen wurde.
[Stadtarchiv Zwickau, Stadtbuch Nr. 24, 1539-1541, III x 1, Nr. 24, Bl. 100 b, Fotokopie 1988, nach Hinweis von E.Költzsch 1969]
[Vergl. Herbert E. Lemmel, "Nachkommen" Bd.1 S.142; dort ist als weitere Quelle angegeben: Gerichtsbuch Zwickau Nr. 28, Stadtkaufbuch (1549-1551) Blatt 233, wo aber das Stadtarchiv laut Mtlg 1988 den Namen Lemmel o.ä. nicht finden konnte.]

→ Das war unter Kurfürsten der Ernestinischen Linie Johann Friedrich dem Großmütigen, der 1554 starb.

 •  1549: Ein Briefentwurf an Fritz Lemlein, darin ihm der Geleitsdienst zu Buttelstedt aufgekündigt wurde.


[StsA Weimar, Dienersachen Reg. Rr S. 1-316 Nr. 1010 Bl. 1-1'. - Kopie GL 1980]

→ Der Verlust dieses Gelitsdienstes steht wohl im Zusammenhang mit dem Schmalkaldischen Krieg, als Kurfürst Johann Friedrich 1547 die Kurwürde an seinen albertinischen Vetter Moritz verlor.

 •  Bürgermeister in Ronneburg: 1551 Philipp Titzsch, 1552 Georg Hellborn, 1553 Friedrich Lemlein, 1557 Ambrosius Schumann, 1560 Jobst Grosser.

 •  Friedrich Lemlein anno 1555 genannt, war vorher Bürgermeister, und ist vermerkt unter den Beamten zu Ronneburg, Wildenfelsischen Stadt- und Landrichtern.
[Christian Löber: Historie von Ronneburg, Altenburg 1722. - Gerhard Lemmel 1987, nach Hinweis von K.-H.Kramer 1986.]
(Wildenfels liegt zwischen Zwickau, Schneeberg und Hartenstein, wo überall Lemmel vorkommen.)

Anmerkungen: Die genannten Orte liegen im Gebiet der Ernestinischen Wettiner.

 •  Das erste Gerichtsbuch von Wildenfels, das ist das Amtshandelsbuch der Herren von Wildenfels und Ronneburg für 1536-1568, enthält keinen Lemmel/Lemlein. Der Band enthält fast nur Urfehden und Schwängerungssachen; Akte der freiwilligen Gerichtsbarkeit sind darin erst ab etwa 1550. Erwähnt sind u.a. Jorg Lange als Amtmann, Wolf Erler als Richter zu Wildenfels, als Schösser erst Merten Gork, dann Johann Fogel.
[Mtlg Kurt Wensch 1986]


2017 3 26