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Michel Lemlein n070 – Großkaufmann in Nürnberg


Eltern: B-26/f Michel Lemlein/Lemmel n152, Katharina Hegner n149

* 1452/1453, † 8.9.1513 in Nürnberg

Ab 1460 in Nürnberg belehnt. 1476 noch Bürger in Nürnberg, dann Bürger in Bamberg. 1485 wieder Bürger in Nürnberg, Genannter des Größeren Rates. Imhof-Partner. Kinderlos.

∞ 21.8.1484 in Nürnberg mit Katerina Imhof n249

* 1466, † 28.4.1533 in Maihingen

Als Witwe geht sie 1516 in das Kloster Maria Maihingen im Ries, das als Tochterkloster Gnadenbergs neu erbaut wurde. Sie trug wesentlich zum Bau dieses Klosters bei. Siehe B-27/f.∞

ihre Eltern: Paulus Imhof n214, * 1426, † 1478
Siehe Imh-26/i; ∞ 1462 mit Ursula Holzschuher H091, (* etwa ?1440), † 18.4.1504 (Sie ∞2) 1481 mit Niclas Tetzel Nk73, (* etwa ?1445), † 1494
von KirchenSittenbach.).

Regesten:

Zusammenfassung:
Nach dem Tod seines gleichnamigen Vaters († 1456/1457), aus dessen 1451 geschlossener Ehe mit Katharina Hegner er stammt, wird er ab 1460 belehnt, und zwar zunächst zusammen mit seinem Onkel Hans Lemlein, dem Nürnberger Ratsherrn, dann ab 1474 zusammen mit dessen Söhnen Hans und Caspar. Dabei war er zunächst unmündig, und vor seiner Heirat 1485 bestätigt er seinem Vetter Caspar Lemlein die richtig gelegte Vormundschaftsrechnung. Beide werden Teilhaber der Imhof-Gesellschaft.

1474 ist er Bürger von Bamberg, wo er nach dem Tod des gleichnamigen älteren Vetters den Lemleinshof ("zwei Steinhäuser") übernimmt. 1476 wird er in einem Lehenbrief ausdrücklich als Bürger von Nürnberg bezeichnet. Danach aber ist er wieder Bürger von Bamberg, denn 1484 anläßlich seiner Heirat mit Katerina Imhoff verpflichtet er sich, sein bisheriges Bamberger Bürgerrecht aufzugeben und das Bürgerrecht in Nürnberg zu erwerben.

1485 wird Michel Lemel Bürger von Nürnberg, Genannter des Größeren Rates, Teilhaber der Imhof-Gesellschaft. Er stirbt 1513 und hinterläßt keine Kinder. Die Witwe Katharina geb. Imhoff (*1466), Tochter von Paul Imhoff, geht 1516 in das Kloster Maria Maihingen im Ries, das als Tochterkloster Gnadenbergs neu erbaut wurde.

Schreibweise des Namens: Vorwiegend Lemlein, so auch in seinem Siegel. Ferner Lemel, Lemblein, Lemblin, Lemlin; vereinzelt Leml, Lemla, Lemle, Lemmel, Lemelein.

Sein Siegel zeigt ein stehendes Lamm im Schild, zunächst ohne Helm (1497), dann (1508) mit Helm und einem Lamm darauf.


1497


1508


1510

 • 


[Manfred H. Grieb: Nürnberger Künstlerlexikon, S.908. - Internet 2020].

 •  Vergl. [H.v.Haller, Größe und Quellen..., 1967, S.141]


Ausführliche Regesten zu Michel Lemlein:

 •  1460 Lehenbrief: Albrecht Graf zu Wertheim, Dompropst zu Bamberg, belehnt die Nürnberger Bürger Hans Lemblin und Michael Lemblin Michel Lemblins seligen Sohn mit dem Zehend zu Welckendorf.
[GNM, Imhoff-Archiv, Fasc.26 (Lemlein-Archiv) Urk.22. - Vergl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.135]

→ Der Wortlaut wäre zu überprüfen, ob Michael Lemblin, der hier erst 8 Jahre alt ist, als Nürnberger "Bürger" bezeichnet ist.

 •  1467 Lehenbrief: Hertnidt vom Stein, Dechant des Domstifts Bamberg, belehnt die Nürnberger Bürger Hans Lemblin und Michel Lemblin Michel Lembleins selig Sohn mit dem Zehend zu Welckendorff.

 •  1471 Lehenbrief: Veit Truchses, Dompropst zu Bamberg, belehnt Hanns und Michel Lemlein Michel Lemleins selig Sohn mit dem Zehend zu Welkendorf.
[GNM Imhof-Archiv, Lemlein-Archiv, Urk.24 (1467), 26(1471)]
[vgl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.135]

 •  1471-1473 erhalten Hanns Lemlein (= der Nürnberger Ratsherr) und sein "Vetter" (= Neffe) Michel Lemlein das Ewiggeld, das 1431 Katharina (Witwe des älteren Hans Lemlein) gekauft hatte.
[Bamberger Wochenstubenrechnung, siehe Regest bei Hans Lemlein]

 •  1472 Lehenbrief: Ritter Heinrich von Schaumburg zu Rugheim belehnt Hans Lemlein und Michel Lemlein seines Bruders Sohn mit 1 Hof zu ObernHayde, 16 Acker Holz bei Weyppelsdorf auf dem Rotenpühel am Spitelholz gelegen.
[GNM Imhof-Archiv, Lemlein-Archiv Urk.27]

→ Es ist dieser Michel Lemlein (Sohn des Michel), der jetzt die zwei Steinhäuser in Bamberg besitzt, die zuvor im Besitz von seinem älteren Vetter Michel Lemlein (Sohn des Hans) dewesen waren, der um 1472 gestorben sein muss.

 •  10.11.1474 verkauft Abt Eberhard von Venlo "dem ersamen, unnsen besunder lieben Michelin Lemlein, Burgern zu Bamberg und seinen Erben" des Klosters Zins von 15 Schilling zu Walburgis und Martini und 9 Schilling zu St.Gilgentag von zwei Steinhäusern im Zinkenwerde und alle versessenen Zinse, um 11 Gulden rheinisch.
[StsA Bamberg Standbuch 4238 (nicht 4328) Lehenbuch des Abtes Eberhard v.Venlo, S.77, 77'. - Fotokopie durch GL 1981.]
[vgl. Hans Paschke: Lämleinsgasse...., 101.BHVB 1965 S.280]

→ Die Ablösung des Zinses auf den 2 Steinhäusern (=Lemleinshof) erfolgte bereits 23.5.1473, laut Randvermerk im Zinsbuch beim Eintrag von 1451 für Heinz Lemlein: Dieser Zins hat lange im Irrtum gestanden. Jetzt ist vereinbart worden, dass sie 11 fl für die Rückstände und für alles zahlen, so dass sie hinfort nichts mehr geben werden. Vocem Jocunditatis (23.5.)1473. [Paschke]

→ Nach dem Freikauf von 1473 erscheint der Lemleinshof nicht mehr in den bischöflichen Zins- und Lehnbüchern, so dass in der Folge nichts mehr über ihn bekannt ist, bis zum Regest von 1492.

 •  1474 Lehenbrief: Hertnidt vom Stein, Dr. und Domdechant zu Bamberg, belehnt im Auftrag seines Vetters, des Geschlechtsältesten Baltahasar vom Stein zu Bastheym, die Nürnberger Bürger Gebrüder Hanns und Caspar Lemblin sowie deren Vetter Michel Lemblin mit 2 Höfen und einem Söldengut zu Kleugkheym (im einzelnen beschrieben). Hanns Lemblein ist bei der Belehnung jedoch "außer Landes" (weswegen er eine Vollmacht schickt: siehe folgendes Regest).
[Nürnberg, Germ.Nat'museum, Imhoff-Archiv Fasc.26 (Lemlein-Archiv) Urk.28. - Fotokopie. - Vergl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.153.]

→ Diese Belehnung erfolgte nach dem Tod 1473 des Vaters Hans.

 •  1476 Lehenbrief: Philipp, Bischof von Bamberg, belehnt Caspar Lemlein von Nürnberg zugleich für seinen außer Landes befindlichen Bruder Hanns sowie ihren Vetter Michel Lemlein mit einem Hof zu Sweißdorff, 2 Simra Korn aus einem Gütlein und einen Zehend zu Treuntz, 2 Gütlein zu Trunstat, 31 Acker Feld am Heydelsteig hinter dem Heilgen Grab zu Bamberg, außerdem mit folgenden Eischerlehen: ein Hof zu Obernheyde, 16 Acker Holz bei Weipelßdorf auf dem Rotenpühel am Spitelholz gelegen.
[Lemlein-Archiv, wie oben, Urk.29, Lehenbrief.]
[Ebenso StA Bamberg, StB 9 (Lehenbuch des Bischofs Philipp von Henneberg, Bd.2 1475-1487 f.19.]
[Laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.153, 154, 42.]

 •  1476, Mittwoch nach Sonntag Iudica, werden Hanns und Caspar etwo Hannsen Lembleins Sonen, zusambt Michel Lemblein irem Vetter, Bürgern zu Nürnberg, mit einem Zehend zu Wolckendorff belehnt.
[Lemlein-Archiv, wie oben, Fasc.26 Urk.30. - Fotokopie durch Johannes Lämmel.]
[Vergl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.154]

 •  Am Kilianstage 1484 hielt Michel Lemmel, der Sohn des Michel Lemmel und der Kath. Hegner, um die Hand der der Kath. Imhoff an.
[Zschr.f.Kulturgesch. 1899 S.251] Im Internet unter Google Books erschien nur dieser Satz.

 •  1484 Revers: Michel Lemlein, derzeit Bürger zu Bamberg, verpflichtet sich, nach seiner Verehelichung mit Jgfr. Katharina, nachgelassene Tochter des Paulus Imhof, jetzt Stieftochter des Niclas Tetzel, a) innerhalb eines halben Jahres sein Bürgerrecht zu Bamberg aufzugeben und das Bürgerrecht in Nürnberg zu erwerben, b) sein und seiner Verlobten Heiratsgut auf eigenen Gütern oder Zinsen zu versichern. (3 Siegel)

 •  1484 Heiratsbrief des Michel Lemlin zu Bamberg mit Jgfr. Katharina, nachgelassene Tochter des Paulus Im Hof. Sie wird 800 fl, er 1000 fl in die Ehe einbringen. Es folgen Bestimmungen über eine spätere Erbteilung. Bürgen von seiner Seite: Oßwald Zollner von Bamberg, Petter Nützel, Wilhelm Hegnin. Bürgen von ihrer Seite: Petter Im Hof, Fritz Holtschuher d.J.
[Germ.Nat.Mus.Nürnberg, Imhof-Archiv, Lemlein-Archiv Fasc.25 Urk.2a u. 2b, Mtlg Frfr.v.Andrian-Werburg 1989] [vergl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.150]

 •  1484 Quittung des Michel Lemblein, Bürger zu Nürnberg, über die durch seinen Vetter Caspar Lemlein, Bürger zu Nürnberg, richtig gelegte Vormundschaftsrechnung.
[Lemlein-Archiv, wie oben, Urk.31]

 •  1484: Ursula, Ehefrau des Hector Pömer, und Katharina, Ehefrau des Michel Lemel, alle zu Nürnberg, bestätigen, daß sie den Erbteil ihres Vaters, ihre Aussteuer sowie den Erbteil ihrer verstorbenen Schwestern Felicitas und Magdalena Im Hof richtig ausgezahlt erhielten. (2 Siegel)
[Germ.Nat.Mus.Nürnberg, Imhof-Arch. Fasc.25 Urk.5, Mtlg Frfr.v.Andrian-Werburg 1989]

 •  2.12.1484 Gesellschafter-Vertrag: Jorg Holtzschuher und seine Schwester Ursula, Witwe des Paulus Im Hof und nun Ehefrau des Niclaus Tetzel zu Nürnberg, zugleich für die unmündige Margarethe, Tochter des Paulus Im Hof, sowie die übrigen Kinder des Paul Im Hof namens Ursula, Ehefrau des Hector Bemer, und Katharina, Ehefrau des Michel Lemlein, bestätigen den von ihrem verstorbenen Ehemann bzw. Vater abgeschlossenen Gesellschaftsvertrag mit seinen Brüdern bzw. ihren Vettern Conntz, Hanns und Petter Im Hove über seine Beteiligung an deren "kaufschlaghandel zw gewin vnd verlust". Nachdem die Mitgesellschafter das durch Paul Im Hof eingelegte Kapital in den letzten 4 Jahren richtig verwaltet und Rechnung gelegt haben, verlängern sie nun diesen Vertrag um weitere 6 Jahre mit einer Beteiligung von 8300 fl (davon Ursula Tetzlin 1100 fl, Jgfr Margar. 2900 fl, Urs. Bemer 1700 fl, Kath. Lemlin 1800 fl, und Michel Lemlin 800 fl), wobei die Verwendung des Kapitals, die Gewinn- und Verlustrechnung genaue Einzelbestimmungen vereinbart werden. (7 Siegel)
[Germ.Nat.Mus.Nürnberg, Imhof-Arch. Fasc.25 Urk.4, Mtlg Frfr.v.Andrian-Werburg 1989]

 •  26.2.1485 Nürnberg: Michel Lemel ist burger worden Sabbatha ante Reminiscere Ao 1485 et dedit x fl werung.
[StA Nürnberg Rep.52b Nürnberger Bürgerbücher Nr.299 f.23. - Laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.145]

→ 1455 wurde Barbara Lemlin Bürgerin in Nürnberg, siehe N-27/m.

 •  1485 wird der vor der Hochzeit vereinbarte Versicherungsbrief erstellt. Michael, nunmehr Bürger zu Nürnberg, versichert für Katharina das von beiden Eheleuten eingebrachte Heiratsgut auf 38 fl Ewiggeld, das ihm die Stadt Bamberg verschrieben hatte, und "auf seine Behausung zu Zinckenwerd". Das von ihm eingelegte Heiratsgut beträgt 1000 fl. Katharinas Heirats-"Zuschatz" von 800 fl wird "zu hern Hannsen Im Hof in sein gesellschaft gelegt":

 •  "zum andern so sollen die 800 fl irs obgemelten mir zubrachten zuschatzs, so numaln zu hern Hannsen Im Hof meinem lieben swager in sein gesellschaft gelegt worden sind, alledieweil die also darinn ligen, auf die benanten mein hausfrauen sehen und sie der gewartten. Wenn aber über kurtz oder lanng solch 800 fl auß der bemelten gesellschaft komen wurden, so soll und will ich die mit rat und willen der benanten meiner hausfrauen freund an andere ewige oder jerliche zinß oder nützung auf das furderlichst widerumb anlegen ..."

 •  Zeugen sind der Stadtrichter Wilhelm Hegnein und Anthon Haller Bürger zu Nürnberg. Gesiegelt vom Aussteller und den beiden Zeugen.
[GNM Imhof-Archiv, Lemlein-Archiv Fasc.26 Urk.32b. - Laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.151]
[vgl. Helmut Frhr Haller v. Hallerstein: Größe und Quelle des Vermögens von hundert Nürnberger Bürgern um 1500, in: Beiträge zur Wirtschaftsgeschichte Nürnbergs Bd.1, Nürnberg 1967, S.117]

 •  1485: Anthon Haller und Michel Lemmel bezeugen den Verkauf eines Hauses von Peter Harsdorffer d.Ä. an Ulrich Erckel. - 4.5.1490 läßt sich Ulrich Erckel diesen Kauf gerichtlich bestätigen.
[Stadtarchiv Nürnberg Urk. 1490 Mai 4. - Kopie durch Dr.Beyerstedt 1993]

 •  1485 wird Michael Lämblein zum Genannten des Größern Rats in Nürnberg gewählt (als 4. unter 8). Er "kam ab oder starb" 1513.

 •  Laut Fußnote ging Michael Lämblein anno 1502 in ein Kloster.
[Johann Ferdinand Roth: Verzeichnis aller Genannten des größeren Raths ..., Nürnberg 1802]

 •  "... und wird gedacht, dass Michael Lämmel zum Bau des Spitals zum Hl.Geist in Nürnberg etwas gegeben."
[GNM Nbg, Geschlechterbuch Hs.7178 "Topochronographia...", 1610, S.343f]

→ 1487 wurde das bereits 1339 gegründete Hl.Geist-Spital durch einen Flügelbau über dem Nordarm der Pegnitz erweitert. Offenbar hat Michael Lemlein anlässlich seiner üppig ausgestatteten Hochzeit einen Beitrag für das Spital geleistet (HDL).


 •  12.1.1487 Ratsverlass Nürnberg: Anthon Haller wird aufgetragen, "mit den Lemblein auff ein tag gen Bamberg zu ziehen".
[Staatsarchiv Nürnberg, Verlässe des Inneren Rates Nr.205 fol.4v; Kopie durch Frau Archivoberrätin Schmidt-Fölkersamb 1998]
[vergl. H.v.Haller, 96.BHVB 1958 S.137]

→ Haller zitiert "mit den Leblein (Lemlein)", was nicht ganz richtig ist, denn es ist eindeutig "Lemblein" zu lesen.

→ Die "Lemblein" sind die Vettern Caspar und Michel, die Nürnberger Bürger sind und für den Tag in Bamberg zur juristischen Unterstützung vom Nürnberger Rat den Anton Haller mitgeschickt bekommen, der ein Genannter und Richter von Wöhrd ist. Bei dem Tag in Bamberg dürfte es um die Lemleinschen Lehen des Bamberger Bischofs gehen. (HDL)

 •  1487 Landgerichtsurteil Bamberg in Sachen des Hans Judenspies zu Sewsling, dem Michel Lemlein zu Nürnberg seinen Hof zu Altdorff um einen Zins vererbt hatte, der aber seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.
[GNM Imhof-Archiv Lemlein-Archiv Urk.33]
[Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.154]

 •  1488: Bischof Heinrich von Bamberg belehnt die Vettern Caspar und Michel Lemlein zu Nürnberg, nachdem ihr Bruder und Vetter Hans Lemlein mit Tode verschieden ist, mit den (1476 genannten) Lehen: 1 Hof zu Sweißdorf, 2 Simra Korn aus 1 Gütlein und dem Zehend zu Treuntz, 2 Gütlein zu Trunstat, 31 Acker Feld am Heidelsteig, sowie mit folgenden Eischerlehen: 1 Hof zu Obernhaid, 16 Acker Holz bei Weypelstorf.
[Lemlein-Archiv Urk.34.]
[Ebenso StA Bamberg, StB 11 (Lehenbuch des Bischofs Heinrich III Groß von Trockau 1487-1500) Bd.2 f.39., 18.1.1488]
[vgl Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.154 u. 42.]

 •  11.1.1490: Johannes Mulner, der Anwalt der Lemlein, geht abermals gegen Johannes Feurer vor. Diesmal werden eingeklagt: 13 Pfund 29 dn an gelt an Kesen und eyern und gerichtscheden, mer 72 wesset Kes fünffthalb Jare Im Lxxx Jare verfallen; mere 2 schoffel Korns gult Im Lxxxix Jare verfallen.

 •  14.3.1491 und 26.8.1493 klagt Johannes Mulner als Michel Lemleins Castner gegen Feurer.
[StA Bamberg, Rep. B 52 Nr. 713 f.86 (1490); 147; 262-263]
[Laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.43]

 •  11.5.1490: Heinrich Geuder und Michel Lemmel, Ratsherren, siegeln eine Verkaufsurkunde.
[Internet 2014, StAN Rst.Nbg, Kirchen, Urk.176]

 •  1490 Lehenbrief: Philips vom Stein belehnt den Caspar Lemlein und seinen Vetter Michel Lemlein, Bürger zu Nürnberg, mit 2 Höfen und 1 Söldengut zu Clewckheim (im einzelnen beschrieben).

 •  1490 Abschrift eines Verwilligungsbriefes: Die Vettern Caspar und Michel Lemlein, Bürger zu Nürnberg, erklären als Grundherren des Hermann Lungner zu Cleuckaw ihr Einverständnis, daß er an Contz Graen zu Cleuckaw 1 1/2 fl. jährlich Zins und Gült aus seinem Gut zu Cl. um 13 fl. auf Wiederkauf zu kaufen gegeben hat. (Papier ohne Siegel).

 •  1491 Lehenbrief: Hanns vom Stein belehnt Caspar Lemlein und seinen Vetter Michel Lemlein, Bürger zu Nürnberg, mit 2 Höfen und 1 Söldengut zu Clewckheim (im einzelnen beschrieben).

 •  1493 gleiche Belehnung wie 1490 und 1491, durch Fritz vom Stein.

 •  1497 gleiche Belehnung, durch Ekarius vom Stein.
[Lemmel-Archiv Urk. 35a, 35b (1490), 36 (1491), 37b (1493) und 39 (1497)]
[Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.154]

 •  1490 Revers: Ursula, Witwe des Paulus Im Hof, jetzt Ehefrau des Niclaus Tetzel, Katharina, Ehefrau des Michel Lemlein, und Margaretha, Ehefrau des Mertein Tucher, sowie Michel Lemlein, alle Bürger zu Nürnberg, bestätigen, daß sie das eingelegte Kapital zuzüglich des Gewinns nach richtiger Abrechnung durch die Imhofsche Handelsgesellschaft Cuntz, Hanns d.Ä. und Petter Im Hof, ihrer Schwäger bzw. Vettern, richtig ausgezahlt erhielten und keine Forderungen mehr an die Gesellschaft zu stellen haben. (5 Siegel)

 •  1490 Quittung über Erbteil: Ursula, jetzt Ehefrau des Niclas Tetzel, Katharina, Ehefrau des Michel Lemlein, und Margaretha, Ehefrau des Mertein Tucher, bestätigen als Erben der ohne Kinder verstorbenen Ursula, Ehefrau des Hector Pemer, daß sie deren Einlage in die Imhofsche Handelsgesellschaft in Höhe von 1700 fl zuzüglich 242 fl Gewinn richtig erhalten haben und verpflichten sich, etwaige Erbansprüche des Ehemannes der Verstorbenen u.U. von sich aus zu regeln. (5 Siegel)

 •  4.12.1490 Erneuerung des Gesellschaftsvertrages: Ursula, jetzt Ehefrau des Niclas Tetzel, Katharina, Ehefrau des Michel Lemlein, Margaretha, Ehefrau des Mertein Tucher, sowie Michel Lemlein, alle Bürger zu Nürnberg, erneuern ihren Gesellschaftsvertrag mit der Imhofschen Handelsgesellschaft, vertreten durch Hans Im Hof d.Ä., und legen ein Kapital von 5700 fl ein (davon Urs.Tetzel 1700 fl, Kath.Lemlein 2200 fl, Marg.Tucher 1000 fl, Michel Lemlein 800 fl). Vertragsverlängerung gilt auf 6 Jahre auf Gewinn und Verlust. (6 Siegel)

 •  Quittung: Hector Bömer, Bürger zu Nürnberg, bestätigt, daß er aus der Einlage seiner verstorbenen Ehefrau Ursula in die Imhofsche Handelsgesellschaft einschl. des aufgelaufenen Gewinns 382 fl 10 Schilling durch die Gesellschafter richtig erhalten hat.
[Germ.Nat.Mus.Nürnberg, Imhof-Arch., Lemlein-Archiv Fasc.25 Urk.7, 8, 9, 10; Mtlg Frfr.v.Andrian-Werburg 1989]

 •  1491 kauft Bischof Heinrich von Bamberg kauft dem Michel Lemlein für 760 fl die Ewigrente ab. (Dafür verkaufte der Bischof eine andere Ewigrente an seinen Rat Hans von Schaumberg verkauft.)
[Stadtarchiv Bamberg, Online Datenbank, Bestand A21 Urk.16.8.1491]

→ Michel Lemlein besitzt noch den Lemleinshof in Bamberg.

 •  1492 wohnt Hans Mulner, Schreiber des Stadtbauhofes und des Reichen Almosens, im Lemleinshof in Bamberg (den er wohl für den Eigentümer Michel Lemlein, der seit 1485 in Nürnberg lebt, verwaltet).

 •  Danach wird der Lemleinshof verkauft; Verkaufsurkunden sind nicht erhalten. Das später so genannte Haus zur weißen Lilie, Nr.119, Habergasse 5, wird abgetrennt und ist 1516 im Besitz von Sebald Kag, Gralodner. Der verbleibende größere Teil, das Eckgrundstück Nr.120, Habergasse 3, heisst fortan Lemleinshof und ist 1512 im Besitz von Marx Markmüllner.
[Stadtarchiv Bamberg B 5/80 1492; laut Hans Paschke, "Lämleinsgasse..."]

 •  1493 Urteilsbrief des Bischofs Heinrich von Bamberg im Streit zwischen der Dorfgemeinde zu Altendorff und dem Hans Judenspieß, jetzt dessen Witwe, bei dessen Ausstellung der Grundherr, Michell Lemblein zu Nürnberg, zugegen ist.
[Lemlein-Archiv Urk.37a; durch Herbert E. Lemmel]

 •  St.Marx-Tag 1493 bezeugen Jorg Holtzschuher und Michel Lemlin den Vertrag, in dem Hans Imhoff der Ältere den Bildhauer Adam Krafft mit der Errichtung des Sakramentshauses für St.Lorenz in Nürnberg beauftragt. Das Sakramentshaus, das 1496 fertiggestellt wird, trägt an der Balkonbrüstung die drei Wappen von Hans Imhoff und seinen beiden Frauen Margareta Neudung und Ursula Lemlin.
[B.Daun: Adam Krafft und die Künstler seiner Zeit; 1897, S.30-33.]
[Herbert Bauer und Georg Stolz mit Fotos von Ingeborg Limmer: Engelsgruss und Sakramentshaus in St.Lorenz zu Nürnberg, Verlag Langewiesche-Köster 1974 in der Reihe "Die Blauen Bücher". Hierin auch der volle Wortlaut des Vertrages mit Adam Krafft.]

 •  1493/1495: 1 Brief, 2 Quittungen.
a) ohne Datum: Michel Leml an Hanns Im Hoff d.J. - "Lieber ohaim, ich pit dich, du wollest mir 220 fl. leyhen, als ich in nechsten mit dir vom eim kauf gerett hab".
b) 1493 Quittung des Hans Im Hoff d.J. zu Nürnberg, dass er von seinem Oheim Michell Lemelein, Bürger zu Nürnberg, 524 Goldgulden eingenommen hat, "die ich im von fleyssig pet wegen sollen an legen und handeln nach meinem guten petuncken".
c) Quittung des Hans Im Hoff d.J., Bürger zu Nürnberg, dass er von seinem Oheim Michell Lemelein, Bürger zu Nürnberg, "gerechnet han und von seinentwegen innen hab am esretn 560 1/2 Goldgulden, mer 1052 Goldgulden alles rheinisch, die ich im von fleyssigen pet wegen sollen an legen und handeln nach meinem guten peduncken und was ich im rechen für gewin oder verlust, davon (daran?) an petrangigen (d.h. ohne Bedrängnis) wollen sein...."
[Lemlein-Archiv Urk.37c; Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.157]

 •  22.12.1495 in Nürnberg: Es siegeln Jorg Holtzschuher, Fritz Holtzschuher sein Bruder, Michell Lemle sein Swager.
[Stadtarchiv Nürnberg Urk. 1495 Dez.22, siehe unter Jorg Holtzschuher]

→ "Schwager": Michel Lemlein, * 1452/1453; seine Schwiegermutter Ursula Holzschuher (*?1440) ist die Schwester der hier genannten Jorg (*1453) und Fritz Holzschuher.

 •  1495 Kaufbrief: Heinz Gewder, Bürger zu Nürnberg, verkauft an Michel Lemlein, Bürger zu Nürnberg, und seine Ehefrau Katharina 30 fl jährlich Leibgeding, das dem Verkäufer aus der Losungsstube zu Nürnberg zusteht. (3 Siegel)

 •  1497 Kaufbrief: Hainrich Gewder, Bürger zu Nürnberg, verkauft an Michel Lemlein und dessen Ehefrau Catharina weitere 20 fl Leibgeding. (3 Siegel)
[Lemlein-Archiv Urk.38 u. 40; Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.156]

 •  Sept.1496 Urkunde des Nürnberger Bürgers Michel Lemlein für Heinrich Geuder; gesiegelt vom Aussteller, von Anton Haller und Sewolt v.Lochaym.
[Frhr.v.Geudersches Archiv Heroldsberg, Rotes Schloss Sign.a 21. - Laut H.v.Haller 96.BHVB 1958 S.138]

 •  8.5.1497 Kaufbrief des Kaspar und Michel Lemlein für Otto v.Aufseß über den Zehnten zu Wölkendorf.
[Internet 2016, archive.org denkschriften de]

 •  9.5.1497: Caspar und Michel die Lemlein Gevettern zu Nurmberg schreiben an Domprobst Veit Truchsess zu Bamberg über den Zehend zu Welkendorf, welchen sie an Otten von Aufsess zu Freyenfels um 115 fl verkauft haben.
[Staatsarchiv Bamberg, Urkunden der Bamberger Domprobstei, Urk. A 110, L.115, Nr.4062. 2 Siegel. - Fotokopie und Maschinschrift durch Gerhard Lemmel]
→ Darunter sein Siegel: Ein stehendes Lamm im Schild ohne Helm, Umschrift: S. Michel Lemlein.

 •  1497: Michel Lemlein, Genannter des größern Rates, ist Zeuge, als Georg Hartmann seine Ockersmühle und anderes an Georg Holzschuher verkauft.
[Gatter: Historia Holzschuherorum, Nbg 1755, Urk194. - Ausführlicher siehe bei Georg Holzschuher.]

 •  31.5.1497 Quittung über Geschäftsanteile: Ursula, jetzt Witwe des Nicklas Tetzel, Katharina, Ehefrau des Michel Lemel, Margaretha, Ehefrau des Mertein Tucher, sowie Michel Lemel, alle Bürger zu Nürnberg, bestätigen, daß ihre Einlage in die Handelsgesellschaft des Hans Im Hof d.Ä. und seiner Söhne nach Ablauf der vereinbarten 6 Jahre mit Kapital und Nutzen richtig zurückgezahlt wurde. (4 Siegel)

 •  5.6.1497 Erneuerung des Gesellschaftsvertrags: Dieselben wie eben, jedoch ohne Marg.Tucher, erneuern den Gesellschaftsvertrag, und zwar Urs.Tetzel 1700 fl, Kath.Lemlin 2200 fl, Michel Lemlein 800 fl. (4 Siegel)

 •  7.6.1503 wird die Rückzahlung bestätigt. (3 Siegel)
[Germ.Nat.Mus.Nürnberg, Imhof-Arch. Fasc.25 Urk.11, 12, 14a; Mtlg Frfr.v.Andrian-Werburg 1989]

 •  1497 in Nürnberg St.Lorenz: >>>Michel Lemel im Viertel (Rathauskomplex, Theresienstr. bis Nr.10) des Capitäns Wolf Haller; Caspar Lemel im Viertel (Theresienstr.13 bis Egidienplatz) des Capitäns Veit Melber; Burkhart Lemell dt V (für 5 Personen) im Viertel des Capitäns Heinz Wielant.

 •  1497 in Schoppershoff (bei Ziegelstein im Norden Nürnbergs): Jorg Lemel (für 2 Personen) dt xxi d.

 •  1497 in Ungelstetten (zwischen Nürnberg und Altdorf): Hanns Lemlein (mit uxor) xxi dn.

 •  1497 in Kaczwang (zwischen Nürnberg und Schwabach): Heincz Lemlein x 1/2 d.
[Das Reichssteuerregister von 1497 der vermögenden Bürger der Reichsstadt Nürnberg (und der Reichspflege Weißenburg), bearbeitet von Peter Fleischmann; Ges. f. fränk. Fam'fg Nürnberg 1993. - IH]

 •  22.2.1498: Fritz Holtzschuher und Michel Lemlein bezeugen und besiegeln, als Georg Holtzschuher, Bürger zu Nürnberg, 30 Gulden Ewiggeld auf seinem Hof zu Vach an Mertan Geüder verkauft, zusätzlich zu bereits 1495 verkauften 30 Gulden.
[Stadtarchiv Nürnberg, Urk. 1498 Feb. 22. - Kopie durch Dr.Beyerstedt 1993]

 •  31.8.1498: Georg Holtzschucher, Bürger zu Nürnberg, verkauft eine Wiese (zwischen Schweinau und Rottenbach) an die Pfarrkirche zu Fürth, und zwar an Conrad Helt, Pfarrer, Hans Oberndorffer, Amtmann, und die Pfleger Hans Weyler, Hans Hofmann, Haintz Stanng von Fürth, Hans Brunner von Ley. Siegler: die Verkäufer, Peter Harstorffer d.J., und Michael Lemmel, Bürger und Genannte des größeren Rats zu Nürnberg.
[StsA Nbg Landalmosenamt Urk.Nr.229, online 2015]


 •  1500 ist Michel Lemlein im Besitz des Hauses Nr.1941 in Bamberg, heute Matern 10.
[StA Bamberg StB 4313 f.19'; laut Hans Paschke, "Lämleinsgasse" S.298]

 •  1500 Quittung über Erbschaft. Durch Zeugenaussagen wird beurkundet, daß den Erben der verstorbenen Jungfrau Ursula, Tochter des verstorbenen Conradt Im Hoff, durch Petter, Conradt, Hanns Im Hoff, ihre Brüder, nach Rechnungslegung der Nachlaß übergeben wurde, darunter 295 fl 2 lb 10 dl. Als "nächste Erben" werden genannt: die Konventualin im Kloster Pillenreuth Magdalene Im Hof als Tochter des Paulus Imhof, Mertein Tucher und seine Ehefrau Margaretha, sowie Michel Lemlein und seine Ehefrau Katharina.
[Germ.Nat.Mus.Nürnberg, Imhof-Arch. Fasc.25 Urk.13, Mtlg Frfr.v.Andrian-Werburg 1989]
→ Der Vorgang dürfte Jahrzehnte früher stattgefunden haben; daher jetzt die Zeugen.

 •  Um 1500 gibt es in Nürnberg
22 Personen mit einem Vermögen zwischen 15ooo und 100ooo Gulden,
15 Personen mit einem Vermögen zwischen 10ooo und 14ooo Gulden, darunter Michel Lemel mit 10ooo,
42 Personen mit einem Vermögen zwischen 2ooo und 8ooo Gulden,
20 Personen mit einem Vermögen von 1ooo Gulden, darunter Caspar Lemel.
[A.Scheurl: Christoph Scheurl, Dr.Christoph Scheurls Vater. Zur Statistik des Bürgervermögens in Nürnberg um das Jahr 1500, in: Mtlgn d. Vereins f.Gesch. d. Stadt Nbg, Bd.5, Nürnberg 1884, S.46. - GL 1976]

 •  1501 Stiftung an St.Sebald. - Im Schatzverzeichnis von St.Sebald in Nürnberg: Item ein gut gewurkt altertuch mit einer gewurkten leisten, am tuch das jungst gericht mit unser lieben frauen, sant Johansen dem taufer und den zwelfpoten, auch die urstend der toten und an der ein seiten des tuchs s.Michael und der andern s.Katherina mit Lemel und Imhof schilten und helmen; hat Michel Lemel geben an s.Sebolts abend anno 1501.
[Albert Gümbel: Das Mesnerpflichtbuch von St.Sebald in Nürnberg 1482. In: Einzelarbeiten aus der Kirchengeschichte Bayerns Bd.11, München 1929, S.27]

 •  1501: Michel Lemlein erhält, teils zusammen mit seinem Vetter Caspar, ererbte Lehen über Anteile des Zehends zu Ludwag bestätigt.
[siehe bei Caspar Lemlein]

 •  1502: "Die Lemblein haben die Kapelle zu Affalterbach erbaut".
[Staatsarchiv Nürnberg, Rst.Nbg. Hs.240]

→ Ausführlich und Erläuterung siehe an anderer Stelle. (HDL)

 •  1502: Caspar und Michel Lemlein zu Nuremberg Gevettern werden belehnt, und zwar in Sweysdorff, Treyntz, Trunstat, am Heydelsteig bei Bamberg, zu Obernheyde, Weypelsdorf.

 •  1505 ebenso.
[siehe bei Caspar Lemlein]

 •  10.6.1503 Erneuerung des Gesellschaftsvertrags. Ursula, Wwe des Niclas Tetzel, Katharina, Ehefrau des Michel Lemlein, sowie Michel Lemel, alle Bürger zu Nürnberg, legen in die Handelsgesellschaft der Gebrüder Petter und Hanns Im Hoff 4500 fl auf Gewinn und Verlust auf 2 Jahre ein (Urs.Tetzel 1500 fl, Kath.Lemlin 2200 fl, Michel Lemlein 800 fl).
[Germ.Nat.Mus.Nürnberg, Imhof-Arch. Fasc.25 Urk.14b u.14c, Mtlg Frhr. v.Andrian-Werburg 1989]

 •  26.7.1505 bestätigt das Kloster St.Katherina des Predigerordens zu Nürnberg, von "des Erbern und weyßen Michel Lemel Burger zu Nuremberg Katherina sein Eliche Haussfraw" ein Behältnis zu treuen Händen empfangen zu haben "mit ettlichen Cl....., Sylbergeschirr, Ringen und ettlichen paren geld etc Nach laut einer Zettel darinn ligent". - Darunter eine spätere Notiz: Item die Lemlin hat die laden selber hinaußgenommen an S Valentins Abent im 6 Jar (also 1506).
[Stadtarchiv Nürnberg, Urk. 1505 Juli 26. - Kopie durch Dr.Beyerstedt 1993]

 •  1505 Lehenbrief: Bf Georg von Bamberg belehnt die Vettern Caspar und Michel die Lemlein zu Nürnberg nach dem Tod des Hans Lemel mit 1 Hof zu Sweysdorf, 1 Gütlein und 1 Zehend zu Treyntz, 2 Gütlein zu Trunstat, 31 Acker Feld am Heydelsteig hinter dem Heiligen Grab bei Bamberg sowie mit den Eischerlehen: 1 Hof zu ObernHeide, 16 Acker Holz bei Weypelsdorf auf dem Rotenpühel am Spitalholz gelegen (Güter im einzelnen beschrieben).
[GNM Imhof-Archiv Fasc.27 Nr.1]

→ Warum hier noch einmal der Tod des Hans Lemel erwähnt ist, ist unklar. Der war ja schon im Lehenbrief von 1488 als gestorben gemeldet. Offenbar hat der Schreiber den Lehenbrief von 1488 einfach abgeschrieben. (HDL)

 •  Ähnlicher Text. [Staatsarchiv Bamberg, Standbuch 20, Lehenbuch des Bischofs Georg III, 1505ff, S. 73, 73'. Fotokopie GL 1981]

 •  1511-1512: Michael Lemlein ist nach Caspars Tod der alleinige Lehensträger.
[Lemlein-Archiv, wie oben, Fasc.27 Urk.3a, 3d, Lehenbriefe 1511-1512]

 •  26.11.1507 Drahtmühle in Ockersmühl: Ernst von Giltlingen, Spitalmeister des alten Spitals zu Nürnberg, vererbt mit Wissen des Landkomturs der Ballei Franken und Komturs zu Ellingen, Wolfgang von Eissenhouen, an die Bürgerfrauen Katharina Michael Lemlein und Margarete Martin Tuchers als Erblehen die von der Mutter Niclas Tetzlin ererbte Drahtmühle zu Ockersmul gegen Zins von 3 fl.rh., 1/4 Kr., 1 Weck (= 15 den.), 1 Hh, 1Fh (= Herbst- und Fastnachtshuhn).
[HSA München RO 3768] - [Deutschordens-Zentralarchiv Wien Hs.121 Bl.133] - [StAN Ritterorden Urk.3768. - Omline 2017]

 •  Diese Drahtmühle war von Erhart Ortel und seiner Frau Margarete erkauft und 1490 vom alten Spital an die Brüder Jorg und Fritz Holzschuher und ihren Mitgesellen Jorg Hartmann nebst Waldrecht vererbt worden.

 •  1516 Verleihung der Drahtmühle an Hans Hofler. [HSA München RO 3788, 3789]
[alles laut Gerhard Pfeiffer: Die ältesten Urbare der Deutschordenskommende Nürnberg, Neustadt/Aisch 1981, S.126,127 Nr.188. - GL1984]

→ Kath. Michel Lemlein und Marg. Martin Tucher sind Schwestern; ihre Mutter Ursula Imhof geb. Holzschuher, Schwester der erwähnten Jorg und Fritz Holzschuher; Ursulas Mutter: Magdalena Löffelholz ∞1) Holzschuher, ∞2) mit Niclas Tetzel.

 •  28.9.1508: Der Losungsschreiber Hans Tucher quittiert dem Michel Lemmel und dem Martein Tucher als Vollstrecker des Testaments von Niklas Tetzels Witwe Ursula, 1 fl Ewiggeld mit 30 fl aus der Losungsstube für die Sebalduskirche erkauft zu haben.
[Internet 2014, StAN Rst.Nbg, Kirchen, Urk.225, S. I 7 9/2]

 •  28.9.1508: Caspar und Michel die Lemlein, Vettern, Bürger zu Nurmberg, verkaufen an Ulrich von Rusenbach zu Trunstat ihre zwei Güter zu Trunstat, ..., daran die Erbschaft Haintz Fewrer ist, ...

 •  Gesiegelt von Caspar und Michel Lemlein sowie Anthoni Harsdorfer und Hans Im Hof zu Nurmberg.
[Staatsarchiv Bamberg, Bestand G 35 I Nr.260. - Siegelfoto durch Gerhard Lemmel] - [Rudolf M.Kloos: Nachlass Marschalk von Ostheim Urkunden, in: Bay. Archiv-Inventare Heft 38, Neustadt/Aisch 1974, Urk.260]

 •  2.10.1508 Aufschreibbrief wegen dieses Verkaufes an den Bischof von Bamberg.
[StsA Bamberg, Urk. A 50 V, L.505, Nr.3696. - Wortlaut und Fotokopie durch Gerhard Lemmel 1984]

 •  4.8.1508 Erneuerung des Gesellschaftsvertrags. Katharina, Ehefrau des Michel Lemlein, Margaretha, Ehefrau des Mertein Tucher, sowie Michel Lemel, alle Bürger zu Nürnberg, legen in die Handelsgesellschaft der Gebrüder Peter, Cunrat und Hanns Im Hoff 4550 fl auf Gewinn und Verlust auf 6 Jahre ein (Kath.Lemlin 3000 fl, Marg.Tucher 750 fl, Michel Lemel 800 fl).

 •  13.10.1508 Quittung. Catherina, Ehefrau des Michel Lemel, und Margaretha, Ehefrau des Mertein Tucher, Bürgerinnen zu Nürnberg, bestätigen als Erben ihrer Mutter Ursula verw. Imhof verw. Tetzel, deren Geschäftseinlage von 1500 fl in die Handelsgesellschaft Gebrüder Peter und Hanns Im Hof nach Abrechnung richtig einschl. Gewinn mit insgesamt 1905 fl empfangen zu haben. (4 Siegel)
[Germ.Nat.Mus.Nürnberg, Imhof-Arch. Fasc.25 Urk.15 u.16, Mtlg Frfr.v.Andrian-Werburg 1989]

 •  1509: Michel Lemmel ist Zeuge, als Fritz Holzschuher der Ältere sein Testament macht.
[Gatterer: Historia Holzschuherorum Urk.212. - Ausführlicher siehe bei Fritz Holzschuher.]

 •  1510 schreibt Michel Lemlein, Bürger zu Nürnberg, an Bischof Georg zu Bamberg. Er habe seinen Hof zu Obernhaid für 180 Gulden rheinisch an Hanß Mulner, des Bischofs Kammerschreiber, verkauft und verzichte auf dieses Lehen. Gesiegelt von Michel Lemlein und seinem Oheim Hans Im Hoff.
[StsA Bamberg Urk. A100 L 357 Nr.281. - Kopie und Maschinschrift durch GL 1984]

 •  1511 nach Caspar Lemleins Tod wird Michel Lemlein mit den Bamberger Lehen belehnt, die zuvor (1505) die Vettern Caspar und Michel Lemlein zusammen innegehabt hatten:

 •  einen Hof zu Schweisdorf, ein Guttlein zu Treintz, 31 Acker Velds am Heydelsteig hinter dem Heiligen Grabe bei Bamberg, 16 Acker Holtz bei Weysselsdorf und dem Roten Puhel am Spital Holtz. (Zugehör und Erträge sind angeführt.)
[StsA Bamberg, Standbuch 21, Fol.42 und 42'. - Wortlaut und Fotokopie durch Gerhard Lemmel 1984]

→ Bei Schweissdorf wird noch 1623 "des Lembleins Wald" erwähnt:

 •  Hanns Stroemendtlein der Junge zu Schweissdorff hat zu Manlehen empfangen ... zwischen Oberndorf und Schweissdorf gelegen, mit einem an die Hohe Strassen und den andern an des Lembleins Wald stossend.
[StsA Bamberg A 221/1 Standbuch Nr.165 von 1623 S. 14r u. 15. - GL 1984]

 •  12.4.1511 verkaufen Bürgermeister und Rat der Stadt Nürnberg ein Ewiggeld zu einem Jahrtag an Michel Lemmel und Hannsen Imm Hof den Eltern als Vormunde von Caspar Lemmel selig.
[Stadtarchiv Nürnberg Urk. 1490 Mai 4. - Kopie durch Dr.Beyerstedt 1993]

 •  1.3.1512 Gerichtsbrief: Johann Mullner, der Schreiber des reichen Almosens, übergibt, in Vollmacht von Michel Lemlein, Bürger zu Nürnberg, und seiner ehelichen Wirtin Katharina, den Zins (jährlich 4 fl und ein Fassnachthuhn) und alle Gerechtigkeit von Haus und Hofreit des Putners (=Büttners) Hans Langenfelder und dessen Wirtin Dorothea in Bamberg an Heinrich Seiden, Prior und Konvent des Klosters zu den Predigern zur Ausstattung eines Jahrtages für den verstorbenen Caspar Lemlein.
[StsA Bamberg A 140 L.159 Nr.810 S.241. - GL 1984]
[Abschrift in Rep.2/1 Nr.477 fol.108. - Fotokopie GL 1984]

 •  Nach der Beschreibung der Nachbarn des Hauses ist es Nr.134 Lange Gasse 26. Dieses Haus hatte der Onkel Hans Lemlein am 1.10.1453 gegen einen ewigen Jahrzins verkauft.
[Hans Paschke, Lämleinsgasse...., 101. Ber.d.Hist. Verins Bamberg 1965 S.293. - Die Jahreszahl 1515 muss richtig 1512 heissen.]
[vgl. Hans Paschke: Die Lange Gasse zu Bamberg, Bamberg 1958, S.45, Heft 12 der Studien zur Bamberger Geschichte]
[vgl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.75]

 •  18.6.1512 schreibt die Stadt Nürnberg einen Brief an Wolff Erenreicher zu Goßmannstein (wohl Goßmannsdorf bei Hofheim nördlich von Haßfurt). Dabei wird ein Hans Küffel erwähnt, ein Hintersasse des Nürnberger Bürgers Michel Lemel.
[StA Nürnberg, Briefbücher, Tom.68 fol.226. - Vgl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.44]

 •  1513 in Bamberg: Dietz von Gich hatte "dem Lemlein zu Nürmberg" einen Zehnten verkauft, mit der Genehmigung, den Zehnt weiter zu verkaufen. Darüber, ob das rechtmäßig war, gibt es Streit.
[Stadtarchiv Bamberg, Online Datenbank, Bestand A21 Urk.3.8.1513]

 •  1513 am Pfingsttag an unserer Frauen Geburt gestorben der Erbar Michel Lemlein.
[Andreas Würfel: Beschreibg aller Kirchen,Klöster,Kapellen Nürnbg. Nbg 1766, S.305f]

 •  1513 stirbt Michel Lemel "hinter dem Rathaus".
[Helene Burger: Nürnberger Totengeläutbücher Bd.2 St.Lorenz 1454-1517. Neustadt/Aisch 1967, S.227 Nr.4830; und Bd.1 St.Sebald 1439-1517, Neustadt/Aisch 1961, Nr.6078.]

 •  Das Geschlecht Lemel (Lämblein) ist mit Michael L. 8.September 1513 erloschen. Catharina, Witwe dieses letzten L., eine geborene Imhoff, trat 1516 in das Brigittenkloster Maihingen im Ries (siehe Briefe aus dem Brigittenkloster Maihingen im Ries 1516-22 von Johann Kamann).
[Wilhelm Freiherr von Imhoff: Genealogisches Handbuch der zur Zeit lebenden rats- und gerichtsfähigen Familien der vormaligen Reichsstadt Nürnberg, 9.Forts., Nürnberg 1900, S.256]

 •  ... Michel Lemmel (der Vater) hat auch einen Sohn gehabt, Michel genand, aber auch keinen Erben verlassen, und ist der letzte gewest so zu Nürnberg gewohnt, dann noch etliche zu Bamberg verblieben, deren Nachkommen noch heutigs Tags unter dem Adel in gutem Andehen sein.
[StsA Nürnberg, Repertorium 52a: Nürnberger Handschriften Nr.236: Des Nürnbergischen Geschlechterbuches anderer Teil 1351-1536 fol.241-243]


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