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Johann Lämmel c310 – sächs.-poln. Gen.Kriegszahlmeister


Eltern: Ns-33/c Hans Lemmel c304, Anna Neubert c307

* 18.4.1644 in Neukirchen, † 26.5.1705 in Leipzig

1668 Handelsbedienter in Leipzig, 1681 General-Kriegszahl- meister in Dresden. Besitzt schließlich etliche Güter bei Dresden.

∞1) 19.7.1669 in Dresden mit Emilie Thomae c470

* 22.3.1640 in Meißen, † 24.7.1688 in Possendorf

ihre Eltern: Benedict Thomae c877, (* etwa ?1605)
Kgl.schwedischer Regiments-Quartiermeister. 1640 in Meißen. Siehe Ns-33/Th; ∞ mit Engelburg Beck R325, (* etwa ?1610), † 10.7.1684 in Possendorf.

∞2) 9.6.1693 in Wittenberg mit Justina Seyfried c873

(* etwa ?1653), beerdigt 13.9.1723 in Dresden

Siehe Ns-34/ao

ihre Eltern: Albinus Seyfried c868, * 29.11.1622 in Schönfeld, † 7.4.1686
Pfarrer, Superintendent in Chemnitz. Siehe Ns-33/Sf; ∞ 1648 mit Justina Elisabetha Walther c866, (* etwa ?1625).

sie ∞1) mit Melchior Wolfgang Siegel c875

(* etwa ?1650)

Amtmann in Chemnitz.

sie ∞2) mit Christian Jahn c876

(* etwa ?1650), † vor 1693

Wittenbergischer Creyßamtmann.

Kinder:

aus 1.Ehe:

1. Johanna Margaretha, (* etwa ?1670) - ∞ Trosch/v.Minkwitz, siehe Ns-35/aa

2. Rahel, (* etwa ?1673) - ∞ von Egidy, siehe Ns-35/ab

3. Johanna Emilia, * um ..3.1677 - ∞ Nerger, siehe Ns-35/ac

Regesten:

→ siehe auch unter JohannLaemmel.html

→ Ausführlich siehe:
[H.D. Lemmel: Die Familie Lemmel und August der Starke; in: Fam'fg in Mitteldeutschland 39. Jg. 1998 S.193-204; und (etwas erweitert) in: Lemlein filii, Selbstverlag Lemmel, Heft 5 1999, S.23-40; und im Internet unter LemmelAugustStarke.html]

 •  Lebensdaten und Kinder siehe auch seine Leichenpredigt, im Internet unter http://geneal.lemmel.at/JohLaeLP.html

 •  19.4.1644 läßt Hans Lemmel aus der Neustadt den Sohn Johannes in Neukirchen taufen.
[Taufbuch Neukirchen; ausführlich siehe Regest beim Vater Hans.] Der Vater war "Mälzer" in Neustadt bei Chemnitz.

 •  Die Schreibweise seines Namens ist zunächst Lemmel, dann vorwiegend Lämmel, auch Laemmel oder Læmmel. Sein Vorname ist im Taufeintrag Johannes, dann immer Johann.

 •  1668 Handelsbedienter in Leipzig. Unter den Wohltätern der Chemnitzer St.Nicolaikirche: Anno 1668 ist von Herrn Johann Lemmeln, Handelsbedienten in Leipzig, ein grün taffetnes Altartuch verehret worden.
[Adam Daniel Richter: ...Chronica der...Stadt Chemnitz..., Zittau/Leipzig 1767 S.212. - Die Seiten 212/213 dieses Buches befinden sich auch im Umschlag des Kirchenbuches von Chemnitz-Nikolai.]
[vgl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.207]

 •  Johann Lämmel (18.4.1644-26.5.1705 Leipzig). 1656 Lehre bei dem Handelsmann Zacharias Kramer in Leipzig; hier bis 1669. Dann in Diensten des Kurprinzen Johann Georg als "Hof-Handelsmann". Seit 1671 als "Fourier" bei der Kurprinzlichen Leibgarde zu Fuß, dann Regiments-Sekretär des Kurprinzlichen Kürassier-Regiments. 1680 Kriegs-Zahlmeister. 1686 General-Kriegs-Zahlmeister und Proviantmeister der kaiserlichen Truppen in Ungarn gegen die Türken. Von den Nachfolgern Johann Georgs des III. im Amt des General-Kriegs-Zahlmeisters bestätigt. 1701 Geheimer Kriegsrat.
[http://kalliope-verbund.info/de - 2011]

 •  18.5.1681 ordnet Churfürst Johann George zu Schloss Hartenfels in Torgau an, dass "Deroselben bestalter Kriegs-Zahlmeister Johann Lämmell" dem Musquetier Wolff George von Reibisch, in Ansehung der treuen Dienste seiner Vorfahren, 3 Rthlr monatlich auszuzahlen.
[Für ältere Litteratur und Neuere Lectüre Quartal-Schrift, erstes Stück, Leipzig 1783, S.100]

 •  1681 ist Herr General Kriegs-Zahlmeister Lämmel in Dresden erwähnt. (1681 ist er 37 Jahre alt.)

 •  1.8.1683: Kurf. Joh.Georg bricht mit seiner Armee zum Entsatz von Wien auf.

 •  Anno 1683, als die Kayserliche Residenz-Stadt Wien von den Türken belagert wurde und Ihre Churfürstliche Durchlaucht Johann Georg III seine ganze Armee zum Entsatz dahin schickte, veranlaßt Herr General Kriegs-Zahlmeister Lämmel, Gottfried Jentzsch, geboren 1657 zu Oschatz, zum Feldprediger zu berufen.
[Johann Paul Oettel: Alte und neue Historie der...freyen Berg-Stadt Eybenstock im Meißnischen Ober-Erz Gebürge. Schneeberg 1748. Seite 61. - Laut Mtlg Gerhard Lemmel.]

 •  Bei dem Entsatz von Wien dabei ist Julius Heinrich von Friesen, der anschließend seinen Hausrat von Dresden nach Amsterdam schickte. "Herr Lämmel, welcher seine Geldgeschäfte besorgte, begrüßte ihn am 8.12.1684 zu seiner glücklichen Ankunft in Amsterdam."
[Ernst Frhr v.Friesen: Geschichte der reichsfreiherrlichen Familie von Friesen, Dresden 1899, Bd.1. - Mtlg Inge Höfler-Lemmel 2001 aus Victoria, Kanada]

 •  1681, 1684, 1687, 1689, 1691, 1695 Grundstückskäufe des General-Kriegszahlmeisters Johann Lämmel.
[StsA Dresden, GB Nr.14 u. 15 für Dippoldiswalde, laut K.Wensch 1986. Wahrscheinlich sind in den vorhergehenden Bänden weitere ähnliche Einträge.]

 •  Theisewitz: "Mitte des 17.Jh." im Besitz von Johann Lämmel, der das Rittergut Theisewitz, das Rittergut Kleincarsdorf und das damalige vorwerk und spätere Rittergut Possendorf besaß. - Nach ihm ist Theisewitz im Besitz von Oberstleutnant von Riegen.
[Internet HStA Dresden, unter Theisewitz]

→ "Mitte des 17.Jh." ist nicht richtig. Er kann Theisewitz wohl frühestens um 1680 erworben haben. (HDL)

 •  1686 im Türkenkrieg in Ofen (Budapest) bei der Befreiung der Stadt. Er bringt zwei Türkenmädchen als Gefangene mit, die 1689 in Possendorf getauft werden.
[Taufbuch Possendorf 1689. Mtlg M.Schicht 2011]

 •  9.10.1687 ist Herr Johann Lemmel, Churfürstlich Sächsischer General-Kriegszahlmeister, Taufzeuge, als in der Leipziger Nikolai-Kirche ein Türke von 19 Jahren namens Ismael auf die Vornamen Johann Friedrich getauft wird.
[Türkentaufen in Leipzig, in: Fam'geschichtliche Blätter Jg.36, Leipzig 1938, S.333]

 •  24.7.1688 gestorben: Frau Emilie Herrn Johann Lämmels Churfürstl. Durchl. zu Sachß Hochbestalter General-Kriegszahlmeisters Eheliebste auß Dreßden, welche den 24.July nachmittags umb 4 Uhr allhier auff ihrer Schencke im Herrn seel. entschlaffen, und den 1.Augusti in ihr Zubereitetes Gewölbe oder Schlaff-Cämmerlein unter ihrer Empohr Kirchen bey der Cantzel, mit einer Leichen Predigt, welche Herr Doctor Fam: Benedictus Carpzovius, Supintendens auß Dreßden verrichtet, und Abdanckung, so der Herr Pfarrer allhier, Hr. M. Felicianus Jerichovius abgeleget. Zur Erden bestattet worden in Ihres Alters 48 Jahr 17 Wochen und 5 Tage.
[Totenbuch Possendorf 1688, Mtlg M.Schicht 2009]

 •  1688 stirbt in Dresden Emilie geb. Thomae, die Frau des General-Kriegszahlmeisters Johann Laemmel. * 22.3.1640 in Meißen, † 24.7.1688 in Dresden, beerdigt in Possendorf.
[Katalog der fürstlich Stolberg-Stolbergschen Leichenpredigten-Sammlung, Bd.4 Teil 2, Leipzig 1935, S.493 Nr.3088]

 •  ∞2) mit Justina Seyfried. Sie war zuvor verheiratet gewesen mit Melchior Wolfgang Siegel, Amtmann in Chemnitz, und Christian Jahn, Wittenbergischer Creyßamtmann. Ihr Bruder Christian Albinus Seyfried war Ratsherr in Chemnitz.
[Chemnitzer Chronik S.37, unter M. Albinus Seyfried]
[vergl
. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.207 und "Nachkommen" Bd.2 S.86 Nr. XX.3.2.3]

 •  Wohl anlässlich des Todes seiner Frau stiftete er das "Kleincarsdorfer Betstübchen" an der Possendorfer Kirche. Das stand an der Stelle, wo später die Sakristei mit dem darüber liegenden Konfirmandenzimmer errichtet wurde, wobei das Betstübchen auf die andere Seite des Kirchenschiffes verlegt wurde. Dort trägt der Schlussstein eines Fensterbogens das Lämmel-Wappen. Dieser Schlussstein stammt vermutlich von dem ersten Betstübchen und lässt vermuten, dass dieses von Johann Lämmel gestiftet wurde.
[Mtlg Ingeborg und Manfred Schicht 2007/2008, nebst Foto des Schlusssteines]

 •  Oktober/November 1688 ist die chursächsische Armee mit dem Kurfürsten persönlich, mit einigen tausend Pferden und 10ooo Mann am Rhein gegen die Franzosen. Unter den angeführten Führungsoffizieren ist der General Kriegs-Zahlmeister Lämmel genannt.
[Christoph Boetius: ... Kriegs-Helm der Röm.Kayserl. Majestät und deren Hohen Bundes-Verwandten ..., 4.Teil, Nürnberg 1690, Seite 344. - Internet 2016]

 •  1689 ähnliches.
[Europäischer Mercurius oder Götter-Both, Kriegs- und Friedens-Actiones, 1689, S.40]
[Das von Frankreich zwar verunruhigte doch allarte Teutschland, Frankfurt/Leipzig 1689, S.340]

 •  1690 ist der General Kriegszahlmeister Lemmel mit der churfürstlich sächsischen Armee mit 15 Regimentern Teilnehmer im österreichisch-französischen Krieg, der sich in den Niederlanden und in Deutschland abspielt.
[Kriegsarchiv Wien, unter: Krieg gegen Frankreich 1690 in Niederlanden und Deutschland, 13/II 13, Band 20, Aufstellung des Bestandes der sächsischen Armee, Generalität, wo er als 12ter von 12 Generälen aufgeführt ist. Darunter auch ein v.Munckewiz; vergl. Lemmels Schwiegersohn v.Minkwitz.]

 •  ao.1691 ist vom damahligen Churfl. Kriegs-Zahlmeister Herrn Joh. Lemmel auffm Possendorffer Berge eine Wind-Mühle erbauet worden.
[Christoph Meißner: Umständliche Nachricht von der Chruf. Sächs. Schrifftsäßigen freyen Zinn-Bergstadt Altenberg, Dresden/Leipzig 1747, S.462. - Internet 2016]

 •  1691 lässt der kurfürstliche Kriegszahlmeister Johann(es) Lemmel/Lämmel als Besitzer des Possendorfer Vorwerks und des Gasthofes eine Holländerwindmühle aus rot-weißem Sandstein bauen.
[Intenet 2016, www.bannewitz.de]

 •  1692 bekommt die Nikolaikirche in Chemnitz einen neuen Turm, und zu der alten Glocke kommen zwei neue Glocken hinzu, die 300 Taler kosteten und von denen die eine 2, die andere 4 Zentner wiegt. Auf der kleinen steht: "Andreas Herold in Dresden goß mich, 1692, Johann Laemmel C.S. General Kriegs Zahlmeister".
[Adam Daniel Richter, Chronica ... Chemnitz, 1.Teil, Zittau/Leipzig 1763, S.213.]

 •  Diese Glocke war bis 1917 in Benützung. Nach dem Abriß der alten Nikolaikirche 1884 wurde das alte Bronze-Geläut, das in Es-G-B gestimmt war, 1888 in der neuen Nikolaikirche wieder angebracht. 1917 wurden die Glocken eingeschmolzen. 1946 wurde die Nikolaikirche abgerissen.
[Mtlg Pfarramt St.Nikolai/Thomas 1994]

 •  1698 zur Wahl Augusts des Starken zum polnischen König erfolgten Finanztransaktionen, für die die engsten Vertrauten waren: Graf von Flemming, Baron von Löwenhaupt, der "Hofjude" Berent Lehmann, und der Kriegszahlmeister Lämmel. Sie waren von der Finanzkontrolle befreit. Für Lämmel bemerkte August, in seinen Rechnungen befänden sich "auch fielle sachen, so ich nicht gerne sehe, das die commission sie zu sehen bekehme".
[Karl Czok: Die sächsisch-polnische Personalunion..., in: Die Personalunion von Sachsen-Polen und Hannover-England, Wiesbaden 2005, S.109]

 •  1699 wurde der Kirchturm von Possendorf vom ersten Gesims aufwärts erhöht. Dazu wurde der erste Quaderstein gelegt "von dem über diesen Bau bestellten Inspector Christian Michael Albrecht, derzeit Verwalter bei dem Kriegsrat und General-Kriegszahlmeister Johann Lämmel". Die Baukosten beliefen sich auf 2000 Taler incl. zwei neuer Glocken. Zu den Kosten trug der Churfürst (August der Starke) außer dem nötigen Bauholz 200 Taler bei. "Johann Lämmel, damaliger Besitzer der beiden Güter Klaincarsdorf und Theisewitz, wie auch der Schänke in Possendorf, gab 100 Taler."
[Friedrich Hermann Nadler, "Der Kirchturm zu Possendorf...", gedruckt 1884 nach den Akten des Pfarrarchives. - Mtlg Ingeborg und Manfred Schicht 2007/2008]

 •  9.12.1702 ist Johann Lämmel, königlicher Kriegsrat und General-Kriegszahlmeister, in Dresden Pate bei der Taufe von Johann Friedrich Escher, Sohn von Meister Gottfried Escher, Büchsenschäfter in Dresden. 1732 bekommt Johann Friedrich Escher als Büchsenschäfter-Geselle aus Dresden einen Geburtsbrief ausgestellt.
[StsA Nürnberg, Rep.78a, Findbuch über Geburtsbriefe, Taufzeugnisse, etc]

 •  1703 in Leipzig: Der sächs. Kurfürst verkauft dem Oberpostmeister Johann Jakob Keeß/Käse die Einkünfte der Post für 160 000 Taler, wofür der Geheime Kriegs-Rath Johannes Lämmel quittiert. Darüber gibt es einen Schriftwechsel bis 1712.

 •  1704: Ein Schreiben des Livländischen Staatsmannes Johann Reinhold von Patkul an den Kriegsrat Lämmel in Dresden, worin er jenem Gefälligkeiten gegen die Lubomirska (Mätresse des Königs) anempfiehlt; man könne sich dadurch beim König "in guten Kredit setzen".
[Brief im Sächsischen Landesarchiv, laut Yella Erdmann: Der Livländische Staatsmann Johann Reinhold v.Patkul, Haude & Spenersche Verlagsbuchhandlung Berlin, 1970, Seite 180]

 •  Sein Porträt befindet sich im Dresdener Kupferstichkabinett: Johann Læmmell, Potentissimi Regis et Electoris Saxoniæ Consiliarus Belli intimus (= Kriegsrat des Sächsischen Königs und Kurfürsten).
[A 1157,2 (neu A 139871); Singer 17011/50734 (neu 54975). - Schabblatt 270x190 mm von Dieter Schenk (1660-1718/1719), nach Samuel Bottschild. - Fotografie besorgt von Paul Lämmel, Dresden, 1988, für I.Höfler; in meinem Besitz.]

 •  Er besitzt schließlich die Güter Carsdorf, Deusewitz (= Theisewitz bei Dresden), Obernitzschka und Possendorf.
[Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.207]

→ Das ist teilweise unrichtig. Obernitzschka war nicht in Lämmel-Besitz sondern im Besitz der Familie seines Schwiegersohnes v.Minckwitz.

 •  Im Dresdener Kunstgewerbe-Museum gibt es einen Ofen aus Kleincarsdorf mit einer Eisenplatte, die das Wappen der Familie von Lemmel zeigt. Die Platte wurde im Hammerwerk Bahra bei Pirna von dem Schneeberger Bildhauer Johann Heinrich Böhme angefertigt, der 1675 am Dresdner Hof weilte.
[Walter Hentschel: Kursächsischer Eisenguß. Dresden 1955. Seiten 163ff und Kat.Nr.78. - Laut Mtlg W.Roch]

 •  1705, Ratsleichenbuch Leipzig: Ein Mann, 60 Jahre alt, Herr Johann Lämmel, kgl. Poln. und churf. Sächs. Hochbestellter und Geheimer Kriegsrat sowie Kriegszahlmeister von Dresden, allhier vom Neumarkt, abgeholt am 29.5.1705.
[Stadtarchiv Leipzig im Rathaus, Ratsleichenbücher, laut Mtlg R.Windisch]

 •  1705: Protokoll über die aus dem Tode des Geh. Kriegsrates Lämmel sich ergebenden Geldangelegenheiten.
[StsA Dresden, Register der Akten des Dresdener Appellationsgerichtes Nr. 13 316, laut K. Wensch 1986]

 •  Dresden, 17.4.1714: Die Lemmelschen Erben verkaufen das Erbschenkgut Possendorf mit Vorwerk Wilschdorf an Carl Gottlob v.Leubnitz für 10ooo Taler. Der Käufer bittet, ihm die bisher dem Amt Dippoldiswalde zustehende Gerichtsbarkeit zu übertragen, was auch geschieht.
[StsA Dresden, Lehnhof Dresden, Possendorf. Laut K.Wensch 1996]

 •  23.12.1715: Beim Verkauf des Rittergutes Sachsgrün sind vom Kaufgeld etliche Gläubiger zu befriedigen, darunter: 2285 fl 15 g die Frau Geheimte Kriegsräthin Lämmelin.
[StsA Dresden, Lehnhof, RG Sachsgrün, Confirm. u. Cons. 1576-1720, Bl.235. - Mtlg K.Wensch 1994]

 •  13.9.1723 wird Frau Justine Lämmel, Witwe von Johann Lämmel, kgl. sächs. Geh. Kriegsrat auf Carsdorf und Deusewitz, in Dresden beerdigt.
[Katalog der LP-Sammlungen der Peter-Paul-Kirchenbibliothek und anderer Bibliotheken in Liegnitz, 1938, laut G. Lemmel. LP gedruckt bei Teubner, Leipzig, 1750.]

 •  1727: Karl Gottlob v.Leubnitz auf Olbernhau gegen Johann Lämmels Erben auf Badrina wegen des Erbschenkgutes in Possendorf.
[StsA Dresden, Register der Akten des Dresdener Appellationsgerichtes Nr. 3652, laut K. Wensch 1986]

Regesten zu Engelburg Beck:

 •  Benedict Thomaeus ∞ Engelburg Beck, sie † 10.7.1684 in Possendorf. Ihre Eltern: Nicolaus Beck, Archidiakon bei der Johanniskirche in Flensburg, er † 1652, ∞ mit Anna Calixt.
[AL Till v.Egidy 2016]


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