B-26/g zur Stammtafel B B-26/g

Hans Lemlein n060 – Ratsherr in Bamberg und Nürnberg


Eltern: B-25/e Hans Lemlein n050, Katharina Klieber n161

(* etwa ?1395) in Bamberg, † 1473 in Nürnberg

1429-1439 in Bamberg, Ratsherr, ab 1440 Bürger in Nürnberg, dort Ratsherr und mehrmals Geschäftsführender Bürgermeister. Großkaufmann. Verhandelt 1451/57 mit Hzg Wilhelm v.Sachsen.

∞ mit Catharina Haller H360

(* etwa ?1400/1405), aus Bamberg, † 1473

Siehe Hall-26/c

ihre Eltern: Caspar Haller H363, (* etwa ?1375/1380), † 10.10.1468 in Bamberg
Ab 1411 Hausgenosse Bamberg; 1416 Übersiedlung nach Nürnberg 1417 Genannter des größeren Rats in Nürnberg. Später wieder in Bamberg. 1420-1442 Bamberg Kaulberg. Siehe Hall-25/c (Er ∞2) 1416/1417 mit Catharina Grundherr n164, (* etwa ?1389), † 1455 in Nürnberg St.Lorenz); ∞ (etwa ?1400) mit ... .... H399, (* etwa ?1380).

Kinder:

1. Michael Lemel/Lemlein, (* etwa ?1423) - im Lemleinshof in Bamberg, siehe B-27/g

2. Hans, (* etwa ?1427) - Bürger in Nürnberg und Kremnitz, siehe B-27/h

3. Margaretha Lemmel, (* etwa ?1430) - Äbtissin in Bamberg, siehe B-27/i

4. Ursula, (* etwa ?1435) - ∞ Imhof, in Nürnberg, siehe B-27/j

5. Caspar, (* etwa ?1435) - Großkaufmann in Nürnberg, siehe B-27/k

Regesten:

→ siehe auch unter HansLemleinRatsherr.html

Zusammenfassung: Ab 1429 als Bürger in Bamberg erwähnt, wo er väterliche Lehen und Hausbesitz übernimmt. Er scheint als "Ältester" seine Brüder zu vertreten, obgleich er in Wahrheit der jüngste ist.
1434, 1435 Ratsherr in Bamberg, Vertreter der Stadt im Streit gegen den Bischof. Zieht nach Nürnberg, behält aber Hausbesitz in Bamberg.
Ab 1440 Bürger in Nürnberg, 1441 Genannter des Größeren Rates.
1447 Junger Bürgermeister in Nürnberg.
1449-1450 im Markgrafenkrieg.
1450-1465 Scabinus, 1466-1473 Consul, mehrmals Geschäftsführender Bürgermeister.
1451 und 1457 verhandelt er mit Herzog Wilhelm von Sachsen.
Kauft 1447 vom Bergunternehmer Thomas Zingel ein Haus in Nürnberg in der St.Egidien-Gasse. Nachbarn sind die Holzschuher.

 •  Der Umzug von Bamberg nach Nürnberg erfolgte wegen des Streites mit dem Bamberger Bischof, aber auch wohl wegen der Pest, der im Jahr 1437 in Nürnberg 13000 Menschen erlagen, so dass hier Leute gebraucht wurden.

Die zahlreichen bekannten Urkunden betreffen Lehen und Hausbesitz, sowie Amtsgeschäfte als Ratsherr. Über Hans Lemleins Privatgeschäfte gibt es wenig urkundliche Nachrichten. 1453 ist belegt, dass er mit Wein handelt. 1460-1464 sind Waffenlieferungen an die Stadt Bamberg beurkundet. Er ist ein Finanzmann: 1454 führt er einen Geldtransport von Bamberg nach Nürnberg durch. Zu vermuten ist, daß er (zumindest als Teilhaber) Fernhändler und wohl auch Bergbau-Unternehmer war, da
- sein Bruder Mertein (wohl als Tuchhändler) in Chemnitz saß,
- sein Sohn Hans in der Bergstadt Kremnitz in den Karpaten lebte,
- die Tochter Ursula den Großkaufmann Hans Imhoff heiratete, in dessen Gesellschaft auch der Sohn Caspar eintrat,
- und da er sein Haus in der Nürnberger St.Egidiengasse von Thomas Zingel kaufte, einem Bergwerks-Unternehmer in Oberungarn und Goldkronach.

Unter den zahlreichen Hans-Lemlein-Urkunden ist keine einzige mit seinem persönlichen Siegel bekannt. Bei Siebmacher ist sein Wappen wie folgt angegeben: in Rot auf goldenem Dreiberg ein silbernes (schreitendes) Lamm; Helm: ein silbernes Lamm. Das entspricht den bekannten Wappen seines Vaters Hans, seines Sohnes Caspar und dem seiner Tochter Ursula, das in der Nürnberger Lorenzkirche auf dem Sakramentshaus von Adam Kraft zu sehen ist.
[Siebmacher, Wappenbuch, Bd.42 (Abtlg V,1) Bürgerliche 1 Tafel 32]
[Siebmacher, Wappenbuch, Bd.54 (Abtlg VI,1), Nürnberg 1884, Tafel 46; S.48 unter Abgestorbener bayerischer Adel]

Seine Frau war Catharina Haller, Tochter des Bambergers Caspar Haller, dessen Bruder Lorenz Haller ebenfalls von Bamberg nach Nürnberg kam und mit einer Katharina Lemlein (deren Vater nicht urkundlich belegt ist, die aber Hans Lemleins Schwester sein kann) verheiratet war.

 •  Zu seiner Frau:


 •  Die Schreibweise des Namens ist fast ausschließlich Lemlein. Vereinzelt kommen vor: Lämblein, Lembl, Lembel, Lemblein, Lemblin, Lemel, Lemleyn, Lemlin, Lemmel, (Lamly?).

 •  Von G. Fenitzer gibt es ein "Schabkunst"-Porträt, das offenbar nach einem verschollenen Ölbild angefertigt wurde. Bild-Unterschrift: Hanns Lemlein, in Nürnberg, ward des Raths 1447, starb 1473.
[Korbsches Sippenarchiv Bild-Nr.3544]
[vgl. Hans Dietrich von Diepenbroick-Grüter, Hamburg 1931-1933, S.446 Nr. 14 994]

 •  In seiner Amtszeit als Ratsherr wurde an der Lorenzkirche der spätgotische Hallenchor angebaut.

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Ausführliche Regesten zu Hans Lemlein:

1. Lehen, Familie, Hausbesitz in Bamberg 1429-1473
2. Lehen, Familie, Hausbesitz in Nürnberg 1440-1473
3. Ratsherr in Bamberg 1434-1439 und Ratssachen danach bis 1464
4. Ratsherr in Nürnberg ab 1441, Teil 1: 1441-1452
5. Teil 2: 1453-1473


1. Hans Lemlein:Lehen,Familie,Hausbesitz in Bamberg 1429-1473

 •  1429-1431: Hans Lemlein ist als "Ältester" (obgleich der jüngste) seiner Brüder zusammen mit seinem Onkel Heinz Lemlein Inhaber der väterlichen Lehen.
[Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.135 u. "Miszellen" S.264]

 •  2.12.1429 erhält "Hannsen lemlein sun ... solch Lehen, die der genannte sein vater seliger mit heintzen lemlein" bisher innehatte.
[StA Bamberg Standbuch 3 Lehenbuch des Bischofs Friedrich III von Aufseß 1421-1432, f.148. - Laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.87,88]

 •  1429 Lehenbrief: Erhart vom Stein zu ObernStraw gesessen belehnt Heintz Lemlein und Hans Lemlein seines Bruders Sohn mit 1 Hube, 1 Mühle, 1 Gut zu Klewkaw und 1 Wiese zu Prechtingen. Er belehnt dieselben weiters mit den zwei von Ulrich Gerhart, Bürger zu Bamberg, gekauften und durch diesen aufgesandten Höfen zu Klewkaw (auch Gleuckaw).
[German.Nat'Museum Nürnberg, Imhof-Archiv Fasc.26 (Lemlein-Archiv) Nr.11a u. 12. Durch Herbert E. Lemmel]

 •  1430: Es klaget Hanns Lemblein ... (gegen) ... Heintz (Castner?) ... Heintz Ammon ... zu (Negsthennelt???) ... Haus, Hof, Ecker, Wiesen, Holtz, Waldt ...
[StsA Bamberg, B 52 Nr.921, Bamberger Hofgericht und Kaiserliches Landgericht, Bl.242. - Kopie durch GL. - Kaum lesbar.]

 •  1431 Lehenbrief: Bischof Friedrich von Bamberg belehnt nach dem Tod des Hans Lemlein auf Bitten seines Sohnes Hans Lemlein den Bruder Heintz Lemlein des Verstorbenen mit Gütern zu Schamendorff, Wachenrod, Nidernleiterbach, Zapfendorff, Swarsdorff, Treuntz, Trunstat und am Heidelsteig (im einzelnen beschrieben).
[Lemlein-Archiv Urk. 13a]

 •  12.11.1431: Katharina, die Witwe des Hanns Lemlein, kauft "von dem gelt, dass der vorgenannte Hans Lemlein ir wirt seliger, Hannsen, Mertein und Micheln, den Lemlein gebruderen ihren Sunen, geschickt hab', für diese um 300 rheinische Gulden eine "ewige gult" von je 20 Gulden jährlich.
[StadtA Bamberg, Urk. vom 12.11.1431; laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.15 u. 134, und "Miszellen" S.264]

 •  1433: Hanns Lemlein als "Ältester" seiner Brüder bestätigt den Empfang folgender bischöflich bambergischer Lehen: 1 Hof zu Sweyßdorf, 1 Gut, 2 Simra Korn aus 1 Gütlein und 1 Zehend zu Trewntz, 2 Gütlein zu Trunstat, 31 Acker Feld am Heidelsteig gelegen hinter dem Heiligen Grab bei Bamberg.
[GNM, Imhoff-Archiv Fasc.26 (Lemlein-Archiv) Urk.13b]
[Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.135]

→ Hier erfolgt die Trennung von seinem Onkel Heinz Lemlein.

 •  1434 Lehenbrief: Caspar vom Stein zu Northeim gesessen belehnt Heintz Lemlein und die Söhne seines Bruders Hans Lemlein, Bürger zu Bamberg, mit 2 Höfen, 1 Gut, 1 Mühle zu Klewkey und 1 Wiese zu Prechting.
[Lemlein-Archiv, Urk. 14.]
[vergl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.135]

 •  7.9.1437: Gerhaws Tewfflein, Bürgerin zu Bamberg, namens ihres Sohnes Cuntz Tewffel, verkauft an Hannsen Lemlein, Bürger zu Bamberg, ein Achtel des Zehnten zu Ludbach, der von Kinnuten(?) von Gich zu Lehen geht, und setzt zu Gewerbürgen Clasen Getzendorffer und Chuntzen Ingram, ihre Schwieger. Siegler Erhart Heyder und die beiden Bürgen.
[online 2017 StArchiv-N, Rep.9 Rst Nbg: Kloster Pillenreuth, Urk.66]

 •  1438: Das älteste erhaltene Zinsbuch des Klosters St.Theodor in Bamberg nennt Hans Lemlein als Besitzer des "Eckhauses am Gesslein, als man in den Czinkenwerd gehet, zu der linken Hand, zu der Liligen genannt" und als Schuldner eines Zinses von einer halben Mark "guts gebrannts lauters Silbers".
[StA Bamberg Standbuch 4890, angefangen 1438, S.10. - Laut Hans Paschke: Die Lange Gasse zu Bamberg. Bamberg 1958. Heft 12 der Studien zur Bamberger Geschichte. S.8]
[vgl. Hans Paschke "Lämleinsgasse" S.298, wo die Jahreszahl 1435 wohl ein Fehler ist]

→ Für die anschliessenden beiden Steinhäuser ist 1451 Heinz Lemlein eingetragen, der freilich bereits 1437 stirbt.

→ Laut Paschke ist das genannte Haus zur Lilie heute Lange Gasse 2, Ecke Habergasse (Habergasse hiess früher Lemleinsgasse).
[vgl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.74] - Nebenan wohnen auch die Münzmeister und die Klieber.

 •  12.-15.1.1439: Hans Lemlein wird durch Heinz Tockler et con(sorten) aus einer Bürgschaft in Anspruch genommen, die er zusammen mit Eberhard Zollner selbstschuldnerisch in Höhe von 125 Gulden für Conrad Lemlein übernommen hatte.
[Staatl.Bibl.Bamberg, M.v.O.Hs 1 (StGB 1439/45) f.5-8; laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.97 u. 111.
→ Hier irrtümlich dem Hans, Sohn des Heinz Lemlein zugeordnet. Es muss sich um den späteren Nürnberger Ratsherrn Hans Lemlein handeln, der 1449 die Welkendorfer Lehen des Conrad Lemlein übernimmt, vielleicht aufgrund dieser Bürgschaft. (HDL) ]

→ Danach zieht Hans Lemlein nach Nürnberg, behält aber sein Haus in Bamberg.

 •  29.8.1443: Hans Rudiger klagt "an stat hannsen lemlein zu Cuntzen heimersheim umb 1 1/2 Simmer korn versessener Erb Zinse von Ecker und wisen".
[Staatl. Bibl. Bamberg, M.v.O. Hs 1 (StGB 1439/1445) f.264. - Laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.136]

 •  14.11.1443 ist Hans Lemlein genannt, "als Eberhard Clieber seliger seine geschaffte getane hett" und regelt eine Geldangelegenheit von dessen Schwägern Fritz Zollner und Thomas Zingel.
[Staatl.Bibl.Bamberg M.v.O. Hs 1 (StGB 1439/1445) f.309; laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.97 u. 111]

 •  1445/1446 über das Bamberger Haus von Hans Lemlein, Nr.134, Lange Gasse 26:

 •  18.11.1445: Hermann Lehenner und Ulrich Vrubel als Leitkaufleute beeiden, dass bei dem Verkaufe des Hauses, das an Reichart Fuhrmann gekommen ist, und darin Seligman Jude sitzt, durch Hans Ammann an Spieß Fuhrmann, vereinbart worden sei, dass wenn Hans Lemlein ihm keinen Gang durch sein Haus mehr gönnen wolle, Ammann dann durch des Spießen Haus gehen und hinten hinaus auch eine Tür haben dürfe zu seiner Kelter, die er daran liegen habe.

 •  4.7.1446: Hans Ruger klagt für Hans Lemlein, Bürger zu Nürnberg, vor dem Bamberger Stadtgericht auf Christian Rehleins Haus in der Langen Gassen, wie die Traufe davon falle auf seines Junkers daran gelegenes Haus in das Eckseule, das nicht sein solle.

 •  18.7.1446: Peter Hack beeidet vor dem Stadtgericht, dass er am Freitag nach Margarethen einen Verkündbrief an vormals Christian Rehlein zu Vorchheim geschickt habe von wegen Hans und Mertein Lemlein von Beschedigung wegen ihres Hauses hiervor beschrieben im Buch, sein Haus darum zu vertreten. (Also eine Aufforderung zur Klagebeantwortung.)
[HVB Stadtgerichtsbuch Rep.2 Nr.2 f.127' (18.11.1445), f.209 (4.7.1446), f.218' (18.7.). - Laut Hans Paschke, "Lämleinsgasse", 101. Ber. HVB Bamberg 1965 S.293,294.]
[vgl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.136]
[vgl. Hans Paschke: Die Lange Gasse zu Bamberg, Bamberg 1958, S.8, Heft 12 der Studien zur Bamberger Geschichte. - Hier dürfte Paschke jedoch mehrere Lemlein-Häuser verwechseln!]

→ Dieses Haus gehörte zuvor Hans Lemleins Onkel Peter Lemlein, dessen Witwe und Kinder es 1439 versteigern mussten. Offenbar ersteigerte es Hans Lemlein bevor er 1440 nach Nürnberg übersiedelte.

 •  19.6.1447: In Bamberg klagen die "Stewrer ... auf der ußwertigen hewsere In Bamberg gelegen", worunter sich auch "hannsen lemlein et fratres hewser unnd habe" befinden".
[H.V.Bamberg, Rep.2/1 Nr.2 - St.G.B. 1445/48, fol.299'; laut Herbert E. Lemmel, "Miszellen" S.273 und Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.136 u.74]

→ Hiernach sind alle drei Brüder nicht mehr in Bamberg: Michael seit spätestens 1442 in Nürnberg, Hans seit 1440 in Nürnberg, Merteinseit 1437 in Chemnitz.

 •  1451 (oder danach): Eintrag im Zinsbuch des Klosters auf dem Bamberger Münchberge:

 •  Hanns Lemlein de ii domibus lapideis im Zinckenw'd qud Brawn Wagners.

 •  Randvermerk von 1473 in anderer Handschrift: Dieser Zins hat lange im Irrtum gestanden. Jetzt ist vereinbart worden, dass sie 11 fl für die Rückstände und für alles zahlen, so dass sie hinfort nichts mehr geben.
[StsA Bamberg, Standbuch 4305 (Zinsbuch) S.5'. - Fotokopie durch GL 1981]
[Hans Paschke: "Lämleinsgasse", 101. Ber. HVB Bamberg 1965 S.280]

→ Gleicher Zins wie zuvor 1424 der ältere Hans Lemlein. - Paschke

→ Laut Rücksprache mit Dr.Mistele wurde das Zinsbuch 1451 angelegt. Paschke datiert auf 1451. Herbert E. Lemmel ["Herkunft" S.72 u. 155] datiert auf 1453, ohne Angabe von Gründen.

→ Paschke liest "Heinz Lemlein" statt "Hanns Lemlein". Nach der Fotokopie muss es "Hanns Lemlein" heißen, wobei falsch gesetzte i-Punkte die Lesart "Haintz Leinlein" vortäuschen können. Jedoch gibt es einen passenden Heinz Lemlein zu dieser Zeit nicht. (HDL)

 •  Hans Lemlein hat in Nürnberg ein Haus gekauft und verpachtet jetzt sein Bamberger Haus Lange Gasse 26. 1512 verkauft Hans Lemleins Neffe Michael die Einkünfte von diesem Haus.

 •  1.10.1453 Bamberg: Schultheiß Caspar von Gnottstadt und die Schöffen des Stadtgerichts fertigen eine Urkunde aus, mit der Hans Lemlein, Bürger zu Nürnberg, zusammen mit seiner ehelichen Wirtin Katherein, um einen ewigen Jahrzins von 4 fl und 1 Fastnachtshenne an die Büttnerseheleute Heinz und Kunigunde Swob zu rechter Erbschaft, sein Haus und Hofreit in der Langen Gassen zu der rechten Hand zu dem Tore hinab, einseits an Christein Rehleins Haus, anderseits an Hans Leusers Haus und Hofreit und mit dem Hinterhaus an Ulrich Vrubels Stallung stoßend, veräußert.
[StA Bamberg Rep.A 140 Lade 159 Nr.776; - laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.74 und Hans Paschke, "Lämleinsgasse"]
[vgl Hans Paschke: Die Lange Gasse in Bamberg, Bamberg 1958, Heft 12 der Studien zur Bamberger Geschichte; hier Quelle Lade 159 wie oben, aber Nr.810 - was ist richtig?]

→ Laut Paschke ist es das Haus Nr.134, Lange Gasse 26, das Hans Lemlein 1439 von seinem Onkel Peter Lemlein gekauft hatte.

→ Die gleiche Urkunde findet sich in Kopie, als Hans Lemleins Neffe Michael Lemblein 1512 den Zins dieses Hauses verkauft.[Stadtarchiv Bamberg HV Rep.2/1 Nr.477 fol.108ff, Fotokopie durch GL 1981. - Vgl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.74, wo als Quelle angegeben ist: Nr.477 fol.187', was wohl ein Irrtum ist?]

 •  Zahlungen

 •  1451 bis Walburgis 1456 erhalten die Brüder Hans und Michael Lemlein regelmäßige Zahlungen von 60 Gulden pro Zahlungstermin aus einem Ewiggeld, das die Brüder aus dem Erbe ihres Vaters erhielten, und das am 12.11.1431 durch Katharina, die Witwe des Hans Lemlein, aus dessen Nachlass für seine Söhne Hans, Michael und Martin gekauft wurde.

 •  Nach 1456 (Tod von Michael) gehen die Zahlungen allein an Hans Lemlein; ab 1463 lauten dann die Zahlungen auf "hannsen lemlein vnd seiner gesweyen ihre Ewige Zinse".

 •  28.11.1471 und weiter bis 1473: hannsen lemlein und Michel seinem Vetter ire Ewige Zinse.

 •  11.11.1473, nach dem Tode des Hans, wurde das Ewiggeld von seiten Bambergs für den beachtlichen Betrag von 1500 Gulden abgelöst und der Hauptbrief zurückgegeben, nachdem wohl schon zwischen 1465 und 1471 eine teilweise Ablösung erfolgte.

 •  Hans Lemlein erhält zusätzliche Zahlungen, wohl aus einem Ewiggeld, das ursprünglich von Bamberg an Lorenz Haller und Berthold Nützel verkauft, dann aber 1436 "von dem Lemlein erlost" wurde: 100 fl um 1500 fl [HVB Urk.354].
[Stadtarchiv Bamberg Rep.B7 Nr.68 Wochenstubenrechnung. - Laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.44 u. S.146, hier auch weitere Einzelheiten.]

 •  4.5.1471: Hanns Lemlein zu Nuremberg schreibt dem Bamberger Bischof, dass er sein Gütlein zu Treuntz an Ditzen von Gich verkauft habe.
[Staatsarchiv Bamberg A 90 v Lade 505 Nr.3681. - GL 1984]

 •  Nach Hans Lemleins Tod. 1474 werden mit den Bamberger Lehen zu Kleukheim belehnt: die Brüder Hans und Caspar, sowie deren Vetter Michel. Das heißt, das Hans Lemleins Sohn Michel, der zuletzt in Bamberg lebte, wird nicht belehnt. Er dürfte schon tot sein.


2. Hans Lemlein:Lehen,Familie,Hausbesitz in Nürnberg 1440-1473

 •  1440 erwirbt Hanss Lemblein das Bürgerrecht in Nürnberg.
[StA Nürnberg, Rep.52b, Nürnberger Briefbücher Nr.298 von 1440. Laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.139]
[Gerhard Hirschmann: Die Nürnberger Bürgerbücher I, Nürnberg 1974, S.92 Nr.1868. - GL 1976]

 •  23.5.1441 schreibt der Nürnberger Rat an Fritz von Seldeneck, Amtmann zum Zabelstein. Die Nürnberger Bürger Fritz Keyper und Hanns Lemlin/Lemlein haben Hintersassen ("Armenluten", "Manleut") namens Heintz Endres und Hanns Fewrer/Fürer zu Tronstat, deren Habe der Amtmann genommen und zum Zabelstein gebracht hat. Keyper und Lemlin waren vor dem Rat erschienen und hatten geschworen, "für die Iren, und das die von Iren anherren und vätern erblich uff sie komen sein, zu got und den heiligen behalten, und das sie die auch mit thür und nagel besliessen und sunst nymands weder tail noch gemeyn an In habe". Der Rat habe "Hannsen Grossen unsern Diener" geschickt...
[Staatsarchiv Nürnberg, Briefbücher Bd.15 fol. 20 und 28. Kopie 1992 durch Dr. Fleischmann. - Datum laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft", 101.BHVB, S.43.]

→ Unverständlicherweise übersieht Herbert E. Lemmel hier, daß der Besitz in Trunstadt liegt; er sagt unrichtig, daß dieses Eigen nur im Amt Zabelstein und damit im Kernraum der Lampert von Gerolzhofen gelegen habe (um damit seine irrige Meinung der Abstammung der Lemlein von den Lampert zu untermauern). (HDL)

 •  1442 Lehenbrief: Caspar vom Stein zu Northeim gesessen belehnt die Gebrüder Hans und Michel Lemlein zu Nürnberg mit Gülten und Zinsen aus einem Gut zu Clewcka, die sie von Hans Lungner gekauft haben.
[Lemlein-Archiv Urk.16] [vergl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.135]

 •  28.10.1443: Hans Lemlein in Nürnberg wird entsprechend seinem Vermögen zur Vorratshaltung von 4 Salzscheiben veranlagt. Sein Haushalt ist damit unter den 100 reichsten von etwa 3500 Nürnberger Haushalten.

 •  26.1.1447/1449: 1447 wird Hans Lemlein in Nürnberg, entsprechend seinem Vermögen, zur Vorratshaltung von 4 Salzscheiben veranlagt. Sein Haushalt ist damit unter den 90 reichsten von etwa 2760 Nürnberger Haushalten. Er ist dabei nicht als Ratsherr, Bürgermeister oder ähnliches bezeichnet. Für 1449 ist für diese Veranlagung keine Berichtigung oder Streichung eingetragen.
[Salzbüchlein von 1443, Amts- u. Standbuch 110, fol.23. - Salzbüchlein von 1447, Amts- u. Standbuch 111, fol.23/24, mit Berichtigungen, Nachträgen und Streichungen für 1449. - Laut W.v.Stromer, "Hochfinanz" S.528-530]

 •  1447 kauft er von Thomas Zingel und dessen Frau Kathrein deren Haus in der St.Egidien-Gasse neben Peter Kulßheimers Haus gelegen. Zeugen sind die Schöffen Berchtold Pfintzing und Gorg Gewder.
[Stadtarchiv Nürnberg Bestand A1 Urk 1467 Juni 1, darin Urkunde von 1447]

→ Thomas Zingel war zuvor Bergwerks-Unternehmer in Kremnitz/Schemnitz (Oberungarn/Slowakei) und in Goldkronach bei Bayreuth, wo auch Lemlein/Lemmel aus dem Prager bzw Bayreuther Familienzweig als Bergunternehmer tätig sind. 1475 ist auch Hanns Lemleins Sohn Hans in Kremnitz!

 •  1448: Hans Lemlein ist zusammen mit Hans Löffelholz "an der Schmiedgaß" in Nürnberg Zeuge eines Testamentes des Hans Steinlinger.
[Stadtbibliothek Nürnberg, Handschrift Amberger 173/2 f.81. - Laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.144 Fußnote 492]

 •  1449 Lehenbrief: Jorg von Schaumburg, Propst zu Bamberg, belehnt die Gebrüder Hans und Michel Lemlein, Bürger zu Nürnberg, mit dem Zehend zu Welkendorff, den Cuntz Lemlein als Geschlechtsältester bisher zu Lehen getragen und nun aufgesagt hatte.
[Lemlein-Archiv Urk.17] [vergl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.101, 135, 145]

 •  1451 Lehenbrief: Georg von Schawnberg, Dompropst zu Bamberg, belehnt die Gebrüder Hanns Lemlein, Bürger zu Nürnberg, und Michel Lemlein mit dem Zehend zu Welkendorff.
[Lemlein-Archiv Urk.18a] [vergl Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.135]

 •  1452 Lehenbrief: Hanns von Eysch, Sohn des verstorbenen Thoma von Eysch, belehnt die Gebrüder Hanns und Michel Lemlein mit einem Hof zu Obernheide.
[Lemlein-Archiv Urk.20a] [vgl Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.135]

 •  1451-1453 Briefwechsel von Hans Lemlein, dem Nürnberger Ratsherrn, mit seinem gleichnamigen Vetter, Sohn des Peter Lemlein, wegen des Hofes in Obernheide. Auch ein undatierter Brief wegen einer silbernen Kanne.
[siehe ausführlich bei B-26/i Hans Lemlein]

 •  28.4.1452: "Hanns Lemlein zu Nuremberg habet in feudum Contzen Lemlein ettwann Contzen lemleins Sone zu getreußhannden bis er zu seinen tagen komet und solch lehen selbst empfahen mag": das Drittel am Dorfzehnten ohne ein Zwölftel und zwei Teile am Reutzehnten zu Unterleiterbach, " die von dem egenannten Contzen Lemlein seinem vater uf In erstorben und komen ist.
[StA Bamberg StB 5, Lehenbuch des Bischofs Anton von Rotenhan 1432-1459 Bd.2 fol.223'. - Laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.16 u. 102]

 •  Er handelt mit Wein:

 •  15.1.1453 schreibt der Nürnberger Rat in einem Brief, dass Hans Lemlein "drey leste (Lasten) mit Wein bestellt ... heruf von Franken gen Nürnberg zu füren" hatte. Die Fracht war über Niedernbreit bis nach Markt Bibart gekommen und dort von dem Zöllner von Niedernbreit festgehalten worden, der nachgefahren war, da kein Zoll entrichtet wurde. Man bittet, nunmehr um Freigabe des Wagens und des Weines gegen Bezahlung des Zolles.
[StsA Nürnberg Rep.52b Nürnberger Briefbücher Bd.23 Fol.123']
[vgl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.138]

 •  29.10.1453: Hans Lemlein und andere Nürnberger Bürger stimmen einer durch Werner von Parsberg, Schultheiß zu Nürnberg, beurkundeten Hofübergabe der Witwe des Sigismund Pfinzing zu.
[StsA Nürnberg, Kirchen in Nürnberg, Urkunden, Nr.87. - Mtlg Dr.Machilek]

 •  1457 Spruchbrief: Es hatte Irrungen gegeben zwischen Hanns Lemlein einerseits und Katherein, Michel Lemleins Witwe, andererseits wegen der von den Brüdern Hanns und Michel Lemlein gemeinsam besessenen Gütern und Lehen. Die Spruchleute Hans Coler, Conrad Paumgartner und Anton Tucher bestellen für die Kinder der Katherein, Witwe des Michel Lemlein, als Vormünder: von Vaters Seite Hans Lemlein und Jörg Haller; von Mutters Seite Ulman Hegnein den Älteren und seinen Sohn Ulman Hegnein den Jüngeren. Ausserdem treffen sie Anordnungen über die spätere Erbteilung.
[Lemlein-Archiv Urk.21] [vgl Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.145]

 •  ebenso [StA Nbg Rst.Nbg. Kloster Pillenreuth Urk.90. - Online 2017]

→ Hans Lemlein erhält die Hälfte des Besitzes von Michel Lemlein. Siehe weiteres bei Michel Lemlein.

 •  1459 testieren Michel Ingram et Alheid uxor; Testamentsvollstrecker sind Paul Ingram sein Bruder, Hans Lemblein ihr beider Schwager und Vetter (d.h. Schwager von Michel Ingram, Vetter von Alheid). Zeugen sind Clas Geyer und Martin Löffelholz.
[Stadtbibliothek Nürnberg, Handschrift Amberger 173/2, f.57 neuer Numerierung. Laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.78 u.144]

 •  25.1.1460: Hans Lemlein habet in feodum Contzen Lemlein ettwan Contzen Lemleins Sone zu getrewß hannden vorzutragen biß er zu seinen tagen kompt.
[StA Bamberg StB 7, Lehenbuch des Bischofs Georg I. von Schaumburg 1459/1475 Bd.2 fol.242'. - Laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.16 u. 102]

 •  1460 Lehenbrief: Albrecht Graf zu Wertheim, Dompropst zu Bamberg, belehnt die Nürnberger Bürger Hans Lemblin und Michael Lemblin Michel Lemblins sel. Sohn mit dem Zehend zu Welckendorf.
[Lemlein-Archiv Urk.22] [vgl Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.135]

 •  1460: Hanns Lemblein von Nürnberg erhält Pfandnutzung auf die Güter des Fritz Alt zu Ebenßfeld wegen einer Schuldforderung von 30 fl zuzüglich Zinsen.
[Lemlein-Archiv Urk.23]

 •  14.10.1460 beurkundet Albrecht von Giech, der Landrichter des Hochstiftes Bamberg, daß einem Ulrich Ratz, der als bischöflicher Diener bezeichnet wird, ein Kundbrief auf alle Güter des Hans Lemlein erteilt wird, die er in Bamberg selbst und im Hochstift besitzt.

 •  Dem Wilhelm Löffelholz geschah dasselbe: er ermächtigt am 28.10.1460 Hans Lemlein, ihn vor dem Landgericht Bamberg zu vertreten, zu dem beide geladen sind.

 •  7.11.1460: Hans Lemlein erteilt zugleich im Namen des Wilhelm Löffelholz dem Notar Jakob Plume den Auftrag, dem Landrichter die Berufung gegen das Urteil an den Kaiser zu verkünden.
[StA Nürnberg Rep.18 Urk.433, 433, 435; - laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.144]

 •  Das Haus in der Egidiengasse, jetzt Theresienstrasse 21:

 •  26.8.1461 gehört ein Haus in der Egidiengasse dem Hanns Lemblein. Er hatte es zuvor (wann?, durch Erbschaft oder Kauf?) von Götz Grauen (=Graf) übernommen. 1443 gehörte das Haus dem Thomas Zingel oder einem Johann Gerichtsschreiber, denn das benachbarte Haus (Theresienstr.19) des Paul Holzschuher wird bezeichnet als "zwischen Johann Gerichtsschreiber und Thomas Zingel" gelegen. Dieses Nachbarhaus gehört ab 1497 dem Fritz Rappolt, der 1513 in Annaberg lebt.

 •  Die Ostseite von Hans Lemleins Haus liegt zunächst frei. 1491 steht dort ein Haus (Theresienstr.23), das dem Hans Reich gehört, 1493 den Brüdern Wolf und Wilhelm Haller, Söhnen von Ruprecht Haller.

 •  Das Haus dem Hans Lemlein gegenüber gehörte früher dem Heinrich Groland, dann der alten Weyderin, dem Heinrich Ruml, der Fritz Holzschuherin (†1446), ihrem Kind Anton Holzschuher (†1480), 1492 den Erben Seifried Holzschuher und seiner Schwester Elsbeth, die mit Ludwig Imhoff verheiratet ist.

 •  Das Haus Theresienstr. 21 gehört 1482 Hanns Lemlein sel., 1491 und 1496 dem Caspar Lemlein, 1498-1519 dem Conrad Imhoff.
[Fritz Traugott Schulz: Nürnbergs Bürgerhäuser und ihre Ausstattung. 1.Band: Das Milchmarktviertel, 2.Hälfte. (Gedruckt wo? wann?)]

→ In der Egidiengasse wohnen etliche Gewerkenfamilien. [Werner, MVGN 59, s.64]

 •  1.6.1467 stellt Abt Sebald vom St.Egidien-Kloster eine Urkunde aus, in der eine Urkunde von 1447 wörtlich wiedergegeben wird. Darin kauft Hanns Lemlein von Thomas Zingel und dessen Frau Kathrein deren Haus in der St.Egidien-Gasse.

 •  26.8.1461 und 1482 nach seinem Tod wird sein Haus in der St.Egidien-Gasse erwähnt. Sein Nachbar ist Hans Meler, der sein Haus 1461 kauft und 1482 an Görgen Keiper verkauft. Dabei wird das benachbarte Haus "Hannsen Lemleins" bzw "Hannsen Lemleins seligen" erwähnt. (Das Haus ist 1497 im Besitz von Hanns Lemleins Sohn Caspar, wobei weiterhin Hans Mäler als Nachbar erwähnt wird. Siehe bei Caspar.)
[StadtA Nbg Bestand A1 Urk. 1467 Juni 1; 1461 Aug 26; 1482 Juli 5. - Kopien durch Dr. Beyerstedt 1993]

 •  1467 Lehenbrief: Hertnidt vom Stein, Dechant des Domstifts Bamberg, belehnt die Nürnberger Bürger Hanns Lemblin und Michel Lemblin Michel Lembleins selig Sohn mit dem Zehend zu Welckendorff.

 •  1471 Lehenbrief: Veit Truchsess, Dompropst zu Bamberg, belehnt Hanns und Michel Lemlein, Michel Lemleins selig Sohn, mit dem Zehend zu Welkendorf.
[GNM Imhof-Archiv Fasc.26, Lemlein-Archiv Nr.24(1467), 26(1471)]
[vgl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.135]

 •  1470 Privaturkunde: Hanns Panzer, Bürger zu Bamberg, tritt von dem mit Connz Lemlein, Bürger zu Bamberg, abgeschlossenen Kauf von 16 Acker Holz im Rotenpühel, Lehen des Heinrich von Schaumbergk Pfleger zu Gich, zurück, nachdem diese Grundstücke vorher schon dem Hanns Lemlein, Bürger zu Nürnberg, verliehen worden waren.
[Garm.Nat.Museum Nürnberg, Imhof-Archiv Fasc.26 (=Lemlein-Archiv) Urk.25]
[vgl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.135]

→ Das Rotenbühel liegt bei Weipelsdorf und stammt aus dem Eyscher Lehen.

 •  16.10.1470: Hans Lemlein, Bürger zu Nürnberg, der etliche Lehen für seinen Vetter Conz Lemlein bis zu dessen Volljährigkeit vorgetragen hat, nämlich 1/3 am Dorfzehnt ohne 1/12 und zweiteil am Reutzehnt zu Nydern Laterpach, schreibt diese Lehen auf Bitten seines Vetters dem FB Jorgen (von Schaumberg) gegenüber auf, damit dieser sie selbst empfangen kann.
[Nürnbg. Patr. Urk. A 102 L. 426 Nr.633 StA Bamberg. - Mitgeteilt von Hans Paschke. - Fotokopie und Maschinschrift GL 1984]

 •  4.5.1471: Aufschreibbrief des Hanns Lemlein, Burger zu Nuremberg, an Bischof Jorg zu Bamberg über sein an Dicz von Gich verkauftes Gütlein zu Treuniz.
[StsA Bamberg Urk. A 90v L 505 Nr.3681. - Kopie durch GL 1984]

 •  1472 Lehenbrief: Ritter Heinrich von Schaumburg zu Rugheim belehnt Hans Lemlein und Michel Lemlein seines Bruders Sohn mit 1 Hof zu ObernHayde, 16 Acker Holz bei Weyppelsdorf auf dem Rotenpühel am Spitelholz gelegen.
[GNM Imhof-Archiv, Lemlein-Archiv Urk.27]

 •  7.6.1473 Eintrag im Lorenzer Totengeläutbuch "dem Hans Lemel".
[Helene Burger: Nürnberger Totengeläutbücher Bd.2 St.Lorenz 1454-1517 S.69 Zi.1317. Neustadt/Aisch, 1967. - Vergl. Bd.1 Nr.2480.]


3. Hans Lemlein:Ratsherr in Bamberg 1434-1439 und Ratssachen bis 1464

 •  17.1.1434: Bischof Anton von Bamberg wird von Kaiser Sigmund in Basel feierlich belehnt. Zu dieser Zeit hatte Papst Eugen der IV. einen Spruch gegen die Privilegien der Bamberger Stadtbürger erlassen. Die Vertreter der Stadt Bamberg, die in Basel waren, liessen ihren Unmut an Bischof Anton aus, so dass es sogar zu einer Messerstich-Verletzung des Fürstbischofs kam. Bei dieser Gelegenheit entspann sich durch Mitwirkung der Bamberger Bürgermeister Tockler, Lorber, Zollner und Haller, dann der Ratsherren Münzer, Lemlein, Schrepfer und Felsecker eine so allgemeine Empörung, dass der Fürst zu fliehen sich veranlasst fand.

 •  Am 9.10.1434 belegte der Papst die Stadt darauf mit einer Geldstrafe von 60ooo fl; Kaiser Sigmund widerrief alle Privilegien und befahl, die Mauern und Türme der Stadt niederzureissen und die vorzüglichsten Ruhestörer hinzurichten, durch die übrigen aber alle Kosten zahlen zu lassen.
[Heinrich Joachim Jäck: Bambergische Jahrbücher vom Jahre 741-1833, Jg.1 1829 S.192]

→ Die namentlich genannten Bamberger sind dieselben, die u.a. auch 1435 als Vertreter Bambergs genannt sind. Der 17.1.1434 genannte "Lemlein" ist also Hans Lemlein. (Dessen Vetter Conrad, der einige Jahre später Schöffe wird, kann hier nicht gemeint sein, da er noch zu jung ist.) Hans Lemlein war also bereits in Bamberg Ratsherr, bevor er dann 1441 Ratsherr in Nürnberg wurde.

 •  Kaiser Sigmund schränkte die Immunitäten in Bamberg ein und wollte die verschiedenen Einwohner vereinen und gleich machen. Er befahl, die Stadt mit einer Mauer zu umgeben, um die getrennten Gemüter in einer Mauer zu friedlicherer und verträglicherer Gesinnung zu stimmen.

 •  Zu Bamberg wollte niemand dazu die Hände rühren.

 •  Die Bürger, die doch im Grunde für des Fürsten Seite arbeiteten, wähnten, der Fürst neige sich auf des Domkapitels und der Immunitäten Seite hin. Sie wurden wütend und bauten selbst Mauern. Der Bürgermeister Tockler wiegelte sie zum öffentlichen Aufstand gegen den Fürsten auf. Unterstützt durch die Lorber, Zollner, Haller, Münzer, Lemblein, Schnepfen und Vilsecker verjagten sie den Bischof Anton aus der Stadt. Ja in blinder Wut gingen sie so weit, dass sie Hand an ihn legten und ihm die Wange aufritzten. Die Tradition bezeichnet den Bürgermeister, einen Metzger vom Handwerke, als Täter.

 •  Der Bannstrahl und das Schwert brachten sie vom Taumel zurück. Der Kirchenrat zu Basel tat die Bürgerschaft in Bann und befahl die Niederreissung der Mauern. Bischof Anton, der unterdessen ein mächtiges Heer gesammelt und 1435 die Stadt besetzte, strafte mehrere Aufrührer mit dem Tode.
[Journal von und für Franken, Bd.2 1791 S.681. - GL 1980]

 •  1435 ist Bischof Andreas von Osimo in Basel Exekutor des Urteils namens des Basler Konzils und des Bamberger Domkapitels gegen die Bürger des Bamberger Stadtgerichtes. Als Vetreter Bambergs werden die folgenden Bürger genannt: Heinrich Tockler, Eberhard Klieber, Conrad Ingram, Nikolaus Lorber, Friedrich Zolner, Nikolaus Haller, Michael Ingram, Conrad Ortlein, Conrad Munczer, Leupold Munczer, Bruno Sampach, Erhard Heider, Johann Eynhorn, Friedrich Schicke, Johann Erbeyt, Heinrich Snepf, Johann Lemlein, Conrad Lemlein, Johann Bernhart, Conrad Jacop, Conrad Munch, Nikolaus Gerung, Johann Vilsecker und Conrad Eychelperg.
[Anton Chroust: Chroniken der Stadt Bamberg Bd.1, Leipzig 1910, S.278 Regest 45]
[vgl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.89f]
[vgl. M. Landgraf: Das Kloster Michaelsberg Benediktiner-Ordens und das Elisabethenspital zu Bamberg, Bamberg 1837, S. 4. u. 5.]

 •  5.3.1436: Bamberger Bürger müssen 640 Gulden aufbringen, die an den Bischof Hans von Rotenhan zu zahlen sind. Darunter Franz Lemlein 30 fl und Hans Lemlein 30 fl. Franz erhält den Betrag bald zurück.
[Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.126. Hier zitiert: HVB Rep.2/1 Nr.1530 (Wochenstubenrechnung 1435/37) Umschlag Vorderdeckel Innenseite beiliegender Zettel. - Stadtarchiv Bamberg B 7/45 (Wochenstubenrechnung 1437/38) f.20'.]

→ HEL gibt nicht an, ob hier Franz als Lemlein oder Goltsmit genannt ist. Er gibt ohne Begründung an, dass mit Hans Lemlein der Sohn des Heinz gemeint ist; ich vermute vielmehr, dass der Ratsherr Hans Lemlein gemeint ist, also der Sohn des Hans. (HDL)

 •  In der Folge rüstet die Stadt Bamberg weiter auf und macht Schulden. Um 1437 siedeln mehrere Familien von Bamberg nach Nürnberg über. Tockler und Melber sind in Erfurt und Jena, um Geld aufzubringen. In Bamberg lauten die Schulden auf: das Almosen, das Spital bei St.Martin, die Klosterfrauen zum Heiligen Grab, Albrecht Löffelholz, Hermann Stieber, Albrecht Münzers Witwe, Conrad Lemlein, Dechant bei Sankt Stephan, etc. Statt der Zinsen zieht man an der Steuer ab: bei Contz und Clas Goldsmit, Fritz Arbeiter, Fritz Suchentrank, Heinzen Tollder, Conrad Müntzer, Hannsen Lemlein, etc.
[Nikolaus Haas: Geschichte der Pfarrei Sankt Martin zu Bamberg, Bamberg 1785, S.276. - Laut GL]

 •  Sankt-Jakobs-Abend 1438 erfolgt die Abrechnung der Steuerer in des Hans Lemlein Haus in Bamberg, wobei tüchtig gezecht wird.
[HVB Rep.2/2 Nr.1612 Tatzrechnung 1438/1439. - Laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.143 Fußnote 490]

 •  Die allgemeine Verschuldung führt zu etlichen Prozessen:

 •  1.1.1439: Hans Lemlein in Bamberg wird von Weltz Wagner verklagt.

 •  22.6.1439: Eberhard Zollner, Hanns Lemlein, Ehrhard Heider, Endres Christian, Hans Arbeit, Michel Ingram, Clas Ingram und Heinz Königsberger werden "ex Schultheis" verklagt.

 •  7.7.1439: Hans Lemlein in Bamberg klagt gegen Leichner Slosser.

 •  30.7.1439: In Bamberg sind einige von Hans Lemleins Äckern mit dem Anspruch von Fritz Sweipolt belastet, der nun von einer Schwägerin des Sweipolt abgelöst wird, damit dieser allein über die Grundstücke verfügen kann.

 •  15.9., 9.11., 23.11.1439: Hans Lemlein wird von Niclas von Regenspurg ... umb 20 gulden Hauptgut und die Judenscheden in Anspruch genommen.
[Staatl. Bibl. Bamberg, M.v.O.Hs 1 (StGB 1439/1445), und zwar f.2 (1.1.1439), f.34,35' (22.6.), f.41 (7.7.), f.49' (30.7.), f.53 (15.9.), f.59 (9.11.), f.63' (23.11.). - Laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.111.]

 •  25.5.1448: Die Stadt Bamberg hat bei 30 Nürnberger Bürgern (darunter Hanns Lemlein) einen Kredit aufgenommen. 19 Bamberger Bürger (darunter Frantz Lemlein) zeugen als Selbschuldner und siegeln.


[Stadtarchiv Bamberg, Online Datenbank Bestand A21 Urk. 25.5.1448-02]

 •  25.5.1448: Bamberg nimmt bei Peter Mendel d.Ä. zu Nürnberg einen Kredit von 630 Gulden. Dafür bürgen die Nürnberger Bürger Eberhardt Zollner, Hanns Loffelholtz an der Smydegassen, Michel Ingram, Hans Lemlein, Fritz Cammermeister, Veit Melber.
[Stadtarchiv Bamberg, Online Datenbank, Bestand A21 Urk.25.5.1448-03]

 •  25.5.1448: Bamberg gelobt, 14 Nürnberger Bürger bei der Aufnahme eines Kredits bei den Nürnberger Bürgern Keypper, Mendel und Haller für deren Habe und Güter, die sie in der Stadt Bamberg und auf dem Lande haben, schadlos zu halten. Die 14 Nürnberger Bürger sind: Eberhart Zollner, Lorentz Haller, Fritz Geyer, Peter Tinter, Hans Löffelholtz d.Ä. am Weinmakt, Hans Löffelholtz an der Smydgassen, Hans Löffelholtz an der Füll, Michel Ingram, Hanns Lemlein, Prawn Ingram, Heintz Cammermeister, Fritz Cammermeister,Seitz Sweinfurter, Veit Melber.
[Stadtarchiv Bamberg, Online Datenbank, Bestand A21 Urk. 25.5.1448-04]

 •  25.5.1448: Hanns Lemlein ist unter den Bürgen eines Verkaufes der Stadt Bamberg an Peter Mendel den Eltern.

 •  18.6.1448: Der Bamberger Bürgermeister verspricht einer Anzahl von Bürgern, darunter Hanns Lemlein, Sicherheit für gegebenes Geld.

 •  18.6.1448: Hanns Lemlein ist unter den Bürgen für zwei Verkäufe der Stadt Bamberg an Burckhart Pester den Eltern und an Elbanger.
[Stadtarchiv Bamberg, Kartei der vorhandenen Urkunden, Nr.514 u. 517 (25.5.), 523-525 (18.6.). - GL 1981]

 •  18.6.1448: 16 Nürnberger Bürger, die für einen Kredit von 1000 Gulden gebürgt hatten, werden von ihrer Verpflichtung freigesprochen, da etliche ihrer guten Freunde in Bamberg Sicherheit bieten. Es sind die 14 von zuvor, sowie Jorg Keypper d.Ä. und Reymar Muntzer.
[Stadtarchiv Bamberg, Online Datenbank, Bestand A21 Urk.18.6.1448-01]

 •  18.6.1448: Bamberg nimmt einen neuen Kredit von 1000 Gulden bei dem Nürnberger Bürger Burkhart Pesler d.Ä. auf, für den jetzt nur noch 8 Nürnberger Bürger bürgen: Eberhard Zollner, Lorenz Haller, die 3 Han Löffelholz, Michel Ingram, Hanns Lemlein, Jörge Keypper.
[Stadtarchiv Bamberg, Online Datenbank, Bestand A21 Urk.18.6.1448-03]

 •  1454 führt er für Bamberg einen Geldtransport von Bamberg nach Nürnberg, "do man die Ewig gelter und leybgedinger bezalet".
[Stadtarchiv Bamberg B 7/63 Wochenstubenrechnung Ausgeben 1453/1454-1456/1457 f.30,30'; laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.143]

 •  1458 zahlt Hans Lemlein für die Stadt Bamberg an die Familie Stark Zinsen für Grundbesitz, Leibgedinge usw.
[Ulrich Starck, ein Nürnberger Handelsherr und Unternehmer; in: Beiträge zur Wirtschaftsgesch. Nürnbergs Bd.1 Nürnberg 1967 S.177ff. S.179]

 •  1458, am Tage Francisci (bei H.E.Lemmel auf 4.10.1458 datiert), stiftet der Bamberger Rat 4 Kanndeln Weins dem Hannsen Lemlein von Nur(nberg) als er hi kam.


[Stadtarchiv Bamberg Rep. B7 Nr.64, Wochenstubenrechnung, Ausgeben 1457-1461, fol.71, Schenkung und Ehrung. Fotokopie GL]

 •  1459/1460 stiftet der Bamberger Rat 8 Kanndel Weins dem Hannsen Lemlein, Jorgen Haller und anderen Burgern von Nuremberg mit In, als sie hie waren auf des Kanntzlers Süns Hochtzheit.


[StA Bbg Rep. B7 Nr.64 fol.108, Schenkung und Ehrung. Fotokopie GL]

 •  1460/1461 gibt ihm die Stadt Bamberg eine Summe, "das er fert In der Reyse (Krieg) für 270 pleyen puchsen Kugelen".
[Stadtarchiv Bamberg Rep.B7 Nr.174, Wochenstubenrechnung, Ausgeben 1457/1458-1460/1461. Laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.142,143]

 •  1461 wird sein Sohn vom Bamberger Rat bewirtet. [siehe bei B-27/h Hans]

 •  1461, als es "auff Neustatt und aufs gebirg" geht, nennen die "Außgeben der Reyse" in Bamberg die Summe von 22 Gulden "für zwu buchsen auf zweene Streytwagen durch hannsen lemlein".

 •  1462 bezahlt ihm der Bamberger Rat 363 Pfund 4 Pf für Salpeter, 18 Hakenbüchsen und 80 Handbüchsen, sowie 176 Pfund 13 Pf für Blei.
[Stadtarchiv Bamberg B7/66 Wochenstubenrechnung 1461/1462-1465/1466 f.39 Außgeben der Reyse ann 61, f.90 Außgeben der Reyse Ao ec (14)62, f.134' Gemeyn Ausgeben 1463/1464. - Laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.143,144]

 •  1462 (vor Gründonnerstag = Datum des nächsten Eintrags): Der Bamberger Rat stiftet 4 Kanndeln Weins dem Hannsen Lemleyn von Nürenberg.


[Stadtarchiv Bamberg Rep.B7/63 f.189, Wochenstubenrechnung Schenkung und Erung. Fotokopie durch GL.]
[vgl Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.143, hier datiert auf 30.1.1462]

 •  1463/1464 bezahlt ihm der Bamberger Rat mehr als 800 Pfund für 200 Handbüchsen.
[Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.143]


4. Hans Lemlein:Ratsherr in Nürnberg ab 1441,Teil 1 bis 1451

1440 Bürger. 1441 Genannter des Größeren Rates.
1447 im Rat in Nürrnberg, Junger Bürgermeister. Dann erst wieder ab 1451.1451-1465 Scabinus/Schöffe. 1466-1473 Consul, als solcher jeweils einmal im Jahr für 4 Wochen einer der beiden Geschäftsführenden Bürgermeister, 1468 "alter Bürgermeister". 1473 gestorben.
Er war keiner der "Eltern Herren".
[vergl. H.Haller v.Hallerstein, Bl.f.fränk.Fam'fg Bd.9 S.78]

 •  1441 wird Hannß Lämblein zum Genannten des Größeren Rates in Nürnberg gewählt.

 •  Hannß Lämblein war der erste (=erstmals) im Rath Anno 1447, war Stadthauptmann über die Reisigen und des ältern geheimen Raths (wann?), welcher viel Sachen in das Prediger Closter gestiftet hat.

 •  6.6.1473 gestorben und in die Prediger Kirchen mit einer großen Procession zur Erde bestättigt worden.
[Joh.Ferd.Roth: Verz. aller Genannten des größeren Raths, Nürnberg 1802]

 •  1447 von den Bürgern des Raths zu Nürnberg in Rath und Bürgermeisterstand erwehlet. 1448 sagt er "den Rath widerum auf, aus wes Ursachen ist unwissend".

 •  1450 widerum in Rath genommen, darinnen er nachmahls lange Zeit gedient, und den alten Burgermeister, und alten geheimen Herrenstand erlangt. Er war auch ein oberster Kriegsherr (wann?) über die raisigen gmeiner Stadt.
[GNM Nürnberg, Handschrift Nr.7178: Topochronographia Reipublicae Norimbergensis, 6.Theil, S.343,344]
[vgl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.139]
[vgl. H.v.Haller, "Landadel" S.80]

 •  1447 ist Hans Lemlein Junger Bürgermeister in Nürnberg, 1443-1446 noch nicht, 1448-1449 nicht mehr.

 •  1450 ist Hans Lemlein Junger Bürgermeister in Nürnberg.
[W.v.Stromer, "Hochfinanz" S.535, 538]

 •  In diesen Jahren ist immer einer aus der Anzahl neu zugezogener Bamberger Familien im Nürnberger Rat: 1443 und 1445 Stefan Kammermeister consul, 1444 Hans Löffelholcz consul, 1446,1448,1449 Eberhard Zollner, 1447 Hans Lemlein consul als siebenter in der Reihe der amtierenden Frager, 1450-1452 und 1454-1464 Hans Lemlein scabinus, 1452 Thomas Zingel consul.
[Ratsgänge, ca 1516-1526 von Hans Stromer notiert, nach seiner Notiz mit denen von Behaim und von Haller aufgeschriebenen übereinstimmend. - Mtlg W.v.Stromer 1973]

 •  1447: Aus dem Geschlecht der Lemmel wurde in der Stadt Nürnberg zur Raths Dignitation erhoben Consul et Scabinus Hannß Lemmel. Junger Bürgermeister 1447. Alter Bürgermeister 1464. Wie lang im Rath gewesen 26 (Jahre). Wann erstorben 1473.
[Stadtbibliothek Nürnberg, Handschrift Amb. 197 2° Geschlechterbuch Blatt 152v. - Laut Brief Dr.Pröll an G.Lemmel 1972]

 •  1447 und 1466-1473 ist Hannß Lemmel consul im Nürnberger Rat.

 •  1450-1465 ist Hannß Lemmel scabinus im Nürnberger Rat.
[StA Nürnberg, Bestand Nürnberger Handschriften Rep.52a Nr.217 fol.225ff.]

 •  Aus den Jahren 1444 und 1459 werden zwei prozessrechtliche Vorschriften zitiert, die von Hans Lemlin unterschrieben wurden, und zwar

 •  1444: Per Muffel und Hannsen Lemlin ex consulacio. Actum secunda ante conversionis Pauli anno 44.

 •  1459: Burgermaister her Hans Volkamer und her Hans Lemlin.

 •  Diese Vorschriften fanden Eingang in das 1479 reformierte Nürnberger Prozess- und Strafrecht.
[Daniel Waldmann: Die Entstehung der Nürnberger Reformation von 1479 und die Quellen ihrer prozessrechtlichen Vorschriften. In: Mtlgn d. Vereins f. Gesch. d. Stadt Nürnberg Bd. 18 Nürnberg 1908 S.86/87. "Die im Text zitierten bei Merkel nicht abgedruckten Statuten nach dem Fürther Kodex F.127, S.VII und F.130b S.XII." - Laut Gerhard Lemmel 1973]

 •  Mai-Juni 1448 ist Hans Lemlein in Bamberg. [siehe seine Bamberger Regesten]

 •  1449 Feuerwehrordnung: "Hauptleute über das Feuer" sind für die Sebalder Pfarre Ludwig Pfinzing und Niclas Groß, für die Laurenzer Pfarre Peter Mendel und Hanns Lemlein.


[Feuerwehrmuseum Nürnberg, Internet 2014]

 •  9.6.1449: Item Tyntner, Lemmlin gen Bamberg gönnen, Löffelholz auch.
[Irene Stahl: Nürnberger Ratsverlässe 1449-1450, Neustadt/Aisch 1983, S.130]

 •  Nach 1449 sind Berchtold Pfinczing und Hans Lemlein Viertelmeister im St.-Egidien-Viertel in Nürnberg. Jeder hat in seinem Haus 15 lederne Eymer und zwei groß Maßen Sprüczen in einem lyderen Sacke...
[Hoseph Baader: Nürnbergs Stadtviertel hinsichtlich ihrer Festungswerke und deren Verteidigung und Bewaffnung. In: 32. Jahresber. d. Hist. Vereins Mittelfranken, Ansbach 1864, S.75.]

 •  1449-1450 im Markgrafenkrieg. Er wird in einem um 1450 über diesen Krieg entstandenen Gedicht von Hanns Rosenblüt namentlich erwähnt als einer von vier Genannten, die "wieder eine Ordnung machten".
[Georg Ernst Waldau: Vermischte Beyträge zur Geschichte der Stadt Nürnberg, Band 4, Nürnberg 1789. - GL 1980]

 •  1450 erscheint Hans Lemel erstmals unter den Scabini, und zwar an letzter = 13.Stelle, 1451 an 9.Stelle, 1452 an 5.Stelle, 1453 an 4.Stelle, und so weiter bis 1465. Von 1466 bis 1473 erscheint er unter den Consules.
[StsA Nürnberg, Nürnberger Amts- und Standbücher Nr.1, Ratsgänge. - Laut Mtlg Dr.Machilek]

 •  1450-1465 jedes Jahr als Schöffe in den Nürnberger Ratslisten genannt.

 •  Bis 1465 als Schöffe, ab 1466 als Konsul im Nürnberger Rat.

 •  Ab 1468 "alter Bürgermeister".
[Älteste Nürnberger Ratslisten im Frhr v. Hallerschen Archiv Schloß Gründlach. Laut H.v.Haller, "Landadel" S.80. Dort muß "1451" in "1450" berichtigt werden, laut Mtlg H.v.Haller]

 •  April bis Juni 1450 bekriegen sich die Nürnberger und Markgraf Achill von Brandenburg, wobei die Nürnberger die Markgräflichen schließlich besiegen. Die Nürnberger werden angeführt von 4 Genannten und 4 Ratsherren, darunter Hans Lemel.

 •  Der Nürnberger Hanns Rosenblüt besingt diese Kämpfe in einem Gedicht, das 1450 oder kurz danach aufgeschrieben wurde:
Da warn vier genant und vier rathern,
der Linhart Mendel und der Linhart Stromer,
die rieten, wir solten hin heimhin kern,
dass uns icht pei nacht misling,
wenn einr den andern nicht wol kennt.
Heronimus Kress, her Sebolt Pfinzing,
das sein die vier genanten genannt,
Hans Lemel, Peter Mendel der jung,
der Ludwig Pfinzing was auch mit,
die machten wider ein ordenung,
Jobst Tetzel was das oberst glid;
die ordenierten uns wider zu haufen,
dass wir hin heimhin zugen mit ru.
Der Reuss von Plauen und der von Kaufen
die huten treulich hinten zu ....
[R.v.Liliencron: Die historischen Volkslieder der Deutschen vom 13.-16.Jh., Bd.1 Leipzig 1865 S.435: Der Markgrafenkrieg; das Treffen bei Hembach.]
[auch abgedruckt in: Verm.Beiträge z.Gesch.d.St.Nbg Band 4 1789, Hans Lemlein siehe Seite 102]
[vgl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.140ff]

→ Die bei Liliencron ebenfalls besungenen Ritter Johann und Heinrich Lemlin siehe die Stammfolge der Lampert von Gerolzhofen unter Ger-25/h.

 •  12.6.1450: Hanns Coler und Hanns Lemlein bezeugen als Schöffen eine Gerichtsurkunde von Schultheiß Werner v.Parsberg.

 •  10.9.1450: Berthold Pfinzing und Görg Derrer bezeugen als Schöffen eine Gerichtsurkunde von Werner v.Parsberg. Ulreich Widemann kommt zum Gericht. Er hat von Dr. Conrat Konhofer, Pfarrer an St.Lorenz in Nürnberg, eine Wiese gekauft. Zuvor hatte offenbar Agnes Heldin diese Wiese an Konhofer verpfändet. Ulrich Widemann bringt nun den Schöffen Hanns Lemlein mit, der beeidet, daß Agnes Heldin diese Wiese nicht wieder ausgelöst habe. (Der Verkauf der Wiese durch Konhofer ist durch diese Aussage also rechtens.)

→ Eine Verwandtschaft zwischen Hans Lemlein und Agnes Held ist aus dem Text dieser Urkunde nicht ersichtlich.

 •  22.5.1451: Jorg Gewder und Ruprecht Haller bezeugen als Schöffen eine Ger.Urk. von W.v.Parsberg. Ulrich Widenmann, Bürger zu Nürnberg kommt zum Gericht. Anton Erolnpflug ist dem Berchtolt Tucher 513 Gulden seit 1449 schuldig. Unterpfand: Erbe an einem Hause beim Badprunnen (Eigenschaft desselben Tuchers) mit Hinterhäusern (Eigenschaft von Ulrich Futver). Tucher bringt den Schöffen Hannsen Lemblein mit, der bezeugt, daß Erolnpflug das Pfand nicht ausgelöst habe. Tucher verkauft also die Häuser an Widenmann.

→ Ulrich Lömel in Neumarkt (entfernter Vetter von Hans Lemlein) ist um 1420 mit Kunigunde Wydmann verheiratet, siehe N-26/g.

 •  29.7.1451: Schultheiß Wernher von Parsberg und die Schopffen Niclas Groß, Hans Lemlein, Conrat Paumgartner, Rupprecht Haller beurkunden einen Verkauf zwischen Erhart Schurstab, Ulrich Triebacher ∞ Alheid und Heinz Lanf ∞ Elsse.

 •  31.8.1452 bezeugen Ruprecht Haller und Hans Lemlein einen Kauf des Jacob Puck.

 •  18.1.1453: Huttner, Pesler, Toppler, Valtzner, Pfinzing, Kress wegen einer Kandel, dazu Zeugen: Paulus Grundherr und Hans Lemlein. Schöffen: Berthold Pfinzing und Anton Tucher.
[StadtA Nbg Bestand A1 Urk. 1450 Juni 12; 1450 Sept. 10; 1451 Mai 22; 1451 Juli 29; 1452 Aug 31; 1453 Jan 18. - Kopien durch Dr. Beyerstedt 1993]

 •  2.4.1451: Herr Jobst Tetzel und Herr Hans Lemlein sind Zeugen in einer Urkunde des Werner von Parsberg, dass die Vormünder (Heinz, Kunz und Hans Imhof) der Kinder des seligen Kunz Imhof, ferner Hans Volkmeir und Hans Dreychsler für sich und ihre Erben, sodann Bartholomes Knebel als Vormund des Sohnes des sel. Hans Ulstat das Aigen an dem Hif zu Ruederstorff (=Rudelsdorf sw Schwabach), darauf Hans Hager sitzt, an den Nürnberger Bürger Herrn Berchtold Tuecher verkauft haben.
[62. Jahresber. d. Hist. Vereins f. Mittelfranken, Ansbach 1919, S.17 Regest Nr.7. - GL 1981]

 •  5.8.1451: Niclauß Groß und Hanns Lemlein aus dem Rat zu Nürnberg sind Zeugen eines Gerichtsbriefes der Stadt Nürnberg über einen Verkauf.
[HSA München, Verschiedenes, Ritterorden Nr.4007]

 •  7.8.1451: Die Ersamen Mannen Herr Bertolt Pfinzing und Herr Hanns Lemlein sind Zeugen des Gerichts zu Nürnberg, als Nicolaus Topler bezeugt, dass Frau Margarethe Valznerin seinem Vetter Conrad Topler 4 fl ewiges Geld vermacht hätte.
[Andreas Würfel: Historische, genealogische und diplomatische Nachrichten zur Erläuterung der Nürnbergischen Stadt- und Adels-Geschichte. Nürnberg 1766, S.657. - Ebenso: Historia Norimbergensis Diplomatica, Nürnberg 1738, S.657. - GL 1984]

 •  27.9.1451: Bürgermeister sind Paulus Grunther und Ulman Hegnein. Letzterer an Hannsen Lemlin meinen lieben Schwager. Hans Lemlein wird angewiesen, in der Streitsache zwischen dem Herzog Wilhelm von Sachsen und Apel Vicztum möglichst durch einen Freund in Coburg verlauten zu lassen, dass Nürnberg nicht gesonnen sei, diese Angelegenheit auf dem augenblicklich in Herzogenaurach stattfindenden "gutlich unverpunden tage" zwischen Markgraf Albrecht und Nürnberg zu verhandeln, sondern dass "wir ploß uf Außtrag des rechten beleiben".
[Staatsarchiv Nürnberg, Briefbücher Bd.22 Fol.26']
[vgl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.141]

 •  1452 wird das kleine Stadtsiegel, das 1440 für ein verloren gegangenes älteres in Gebrauch genommen war, als untauglich beseitigt. Dazu berichtet der Chronist Müllner: Nachdem aber auch das neue Sekret (das von 1440) gebrechlich und derwegen abermals ein neues gemacht worden, ist das alte unter Bertholf Pfinzings, Hansen Lemleins und Erhard Schürstabs Insiegel verwahrt in die Losungsstube geliefert worden.
[Reinhold Schaffer: Die Siegel und Wappen der Reichsstadt Nürnberg, in: Zschr. f. bay. Landesgeschichte, Jg.10, München 1937, S.163]
[Georg Ernst Waldau: Vermischte Beyträge zur Geschichte der Stadt Nürnberg Band 3, 1788, Seite 372. - GL 1980]

 •  31.10.1452: Karl Holzschuher und Hans Lemblein vertreten die Stadt Nürnberg gegen Heinz Roell als Vertreter des Landshuter Rates in einer Leibgedingsache.
[StsA Nürnberg, Urk. d. 7farbigen Alfabets Nr.2288. - Laut Mtlg Dr.Machilek]


5. Hans Lemlein,Ratsherr in Nürnberg,Teil 2:ab 1453

 •  8.2.1453: Hans Bernhard gemeinsam mit Conrad Hilpoltsteiner in Sachen Ulrich Loter, F. Link, Hans Lemlein.
[HVB Rep.2/1 Nr.3 (StGB 1452/55) f.63; laut Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.55]

 •  17.2.1453: Wernher von Parsberg, Schultheiß, schlichtet einen Streit. Siegelzeugen: Anthoni Tucher und Hanns Lemmlein.
[Staatsarchiv Nürnberg, Sign. Rst.Nbg, Hl.Geist-Spital U313. Internet 2009]

 •  ..3.1453: Hans Lemlein erscheint als Zeuge bei einer durch Werner von Parsberg, Schulheiß, vorgenommenen Beurkundung.
[StsA Nürnberg, Urk. verschiedener Herkunft Nr.116; Urkunde von Handschrift abgelöst und daher beschädigt. - Laut Mtlg Dr.Machilek]

 •  14.5.1453: Die Herren Anthony Tucher und Hanns Lemlein sind Zeugen in einem Gerichtsbrief des Schultheiß Werner von Parsberg und der Schöffen der Stadt Nürnberg.
[Archiv der Freiherren Stromer von Reichenbach auf Burg Grünsberg, Teil 1, Urkunden, bearbeitet von Matthias Thiel; in: Bay. Archivinventare Bd.33, Neustadt 1972, S.109 Nr.213]

 •  29.10.1453: Anna Reinsperger, Sigmund Pfinzings Witwe, verkauft mit Zustimmung des Rates ihren Hof zu Nieder-Rotel beim Stein ... Zustimmen: Conrad Paumgärtner, Hans Lemlein, Berchtold und Benedikt Pfinzing, Peter Mendel, Hans Grolant. Zeugen: Nicolaus Muffel, Hans Volkmeir.
[Internet 2011/2017. StArchiv-N Rep.8 Rst.Nbg Urk.der Kirchen in Nbg Nr.87]

 •  1453/1454 (wann?): Bürgermeister Ulrich Haller und Hanns Lemel. (Überschrift auf Fol.64)

 •  Hannsen Küchenmeister zu Nwemburg. Erbar und vester Hanns Lemlin, unser Burger und Ratsgesell ... 3 Leste herauf von Franken gen Nürnberg zu führen... (Fol.123b)

 •  Dem bescheiden Hannsen Lemlin. Lieber Hanns. Dein Schreiben, uns zugefügt, unsern Ratsfreund Hannsen Lemlin antreffende... (Fol.247)
[Staatsarchiv Nürnberg, Briefbücher Band 24 (Juli1453-Aug.1454). - HDL 1976]

 •  9.2.1453 Erbteilung Coburger, u.a. wegen einer Mühle. Schöffen: Berchtolt Pfinzing und Hans Lemlein.

 •  27.1.1455: Fritz Wertheimer von Werde ∞ Dorothea hat Anteile an Häusern bei dem Badprunnen an Fritz Speyrer verkauft. Zeugen: Connrat Paumgartner der elter und Hanns Lemblein. Schöffen: Jörg Derrer und Hanns Lemmblein.

 •  14.3.1455: Kungund Witwe von Hermann Nefen vererbt ihr Pockenhaus an Clasen Pecken von Haydelberg. Schöffen: Berchtold Pfintzing und Hanns Lemlein.

 •  14.3.1455: Erhart Schürstab in Sachen des Neuen Spitals; Kläger Hanns Kellner von Wertheim, seine Mutter Margreth Steinerin; erwähnt Heinrich Storr, Frau Beatrix Stromerin; Zeugen: Karl Holtzschuher, Berchtolt Pfintzing, Sebolt Reter, Heinrich Meichßner; Schöffen: Niclaß Muffel, Hanns Lemlein.

 •  16.5.1455: Hauskauf Jeronimus Holper, Goltsmid, Lienhart Holtzmann, Sneider. Schöffen: Conrat Pawmgartner, Hans Lemlein.

 •  11.3.1456: Hanns Vischer, Daniel Ulmer, Kauf von Fischwasser und Gruben. Schöffen: Jobs Tetzel, Hanns Lemlein.

 •  4.4.1457: Anteile an Häusern; Walther Prütting, Ulrich Wideman, Andres Tucher als Vormund von Heinrich Gewders sel. Kinde, Hanns Mayr. Schöffen: Jobst Tetzel, Hanns Lemlein.

 •  20.11.1458: Sigmund Örtel, Hans Sigwein der elter und der jünger, Haus der Kunigunde Pewtingerin selig zwischen Ulrich Ritter sel. und Fritz Wagner. Schöffen: Conrat Paumgartner und Hanns Lemlein.

 •  16.6.1460: Lorentz Dinckel, Heintz Mon, Hausverkauf. Schöffen: Hanns Lemlein, Wilhelm Derrer.
[StadtA Nbg Bestand A1 Urk. 1453 Feb 9 (zweifach vorhanden); 1455 Jan 27; 1455 März 14 (2 Urk. vom selben Tag); 1455 Mai 16; 1456 Marz 11; 1457 April 4; 1458 Nov 20; 1460 Juni 16. - Kopien durch Dr. Beyerstedt 1993]

 •  19.1.1454 Zeugen: Hanns Lemblin und Sebolt Rumel. Karl Holtzschuher, Ulrich Haller und Niclas Muffel sind Exekutoren des Testaments des Konrad Kunhofer.

 •  24.7.1454 im Auftrag des Rats: Leupold Schürstab und Hanns Lemlein.
[Internet 2015. StAN Rst.Nbg., Losungsamt, 7-farbiges Alfabet, Urk.2361, 4272. - Online 2017]

 •  5.3.1455: Heinrich Wüstendorfer von Fürth verzeichtet vor Hans Lemmel als Vertreter des Rates zu Nürnberg und Konrad Großherr, Amtmann zu Fürth, auf seine gegen ein Urteil des Beuerngerichts eingelegte Berufung an das Kaiserliche Landgericht.
[Staatsarchiv Nürnberg Urk. d. 35 neuen Laden der unteren Losungsstube Nr.3295. - Laut Mtlg Dr.Machilek]

 •  Juni 1455: Im Vorladungsbrief zu einem Prozeß sind genannt: Ulrich Haller, Karl Holzschuher, Konrad Paumgartner, Ulman Heiger, Niclas Muffel, Berchtold Pfintzing, Hans Coler, Jörg Derer, Jorg Geuder, Jobst Tetzel, Heinrich Meißner, Peter Mendel, Hans Volkamer, Niklas Groß, Anton Tucher, Hans Pirckheimer, Ulrich Starck, Hans Lemlein, Erhart Schürstab, Cristan Erhard,Schneider, und Heinrich Boxdorffer der Schmied.

 •  1458-1459: In einem Prozeß, der sich vom 26.1.1458 bis zum 23.11.1459 hinzieht, sind in einem Vorladungsbrief 300 Nürnberger namentlich aufgeführt, darunter Hans Lamly. (Identität??)
[Ludwig Veit: Nürnberg und die Feme. Nürnberger Forschungen, Bd.2, Nürnberg 1955, S.180,182]

 •  1456: Die Schöffen Her Conrat Pawmgartner, Her Niclas Groß und Her Hans Lemlein sind Zeugen, als Emeram Zingel vor dem Nürnberger Gericht seinem Schweher Karl Holzschuher 800 Gulden Heiratsgut quittiert.

 •  1459: Die Schöffen Her Anton Tucher und Her Hanns Lemlein sind Zeugen bei einer Holzschuherschen Erbteilung vor dem Nürnberger Gericht. Dabei treten auf: Sebald, Ulrich, Hanns, Margarete, alles Kinder von Paul Holzschuher, sowie ihre Vettern Martin, Anton und Karl Holzschuher. Erwähnt ist ein Erbe des Ahnherrn Ulrich Haller.
[Johann Christoph Gatter: Historia Genealogica Dominorum Holzschuherorum, Nürnberg 1755, Teil 2 S.156 Urk.149 (1456); S.161 Urk.154.]

 •  16.3.1456: Der kaiserliche Notar Jacob Krawß beurkundet, dass die beiden Bürgermeister Niclas Muffel und Wilhelm Löffelholtz sowie der Nürnberger Bürger Hanns Lemblin ... (Aushändigung eines Leibgedinges).

 •  26.5.1456 Zeugen: Niclas Groß und Hanns Lemel.
[StA Nbg Losungsamt 7-farb.Alfabet Urk.2511, 2528. - Online 2017]

 •  1456: Bürgermeister Bercht Pfintzing und Hanns Lemlin. (Band 26 IX55-Nov56, Überschrift Fol.84)

 •  1456: Bürgermeister Hanns Volheimer und Hanns Lembel. (Band 26, Überschrift Fol.152)

 •  25.7.1456: Unserm Bürger und Ratsges. Hannsen Lemblin. Lieber Hanns, nachdem du Lewpolt Schürstabn unsern Ratsfreund von der Critzelmeyr wegen geschrieben hast... hat uns derselbe Leupold solch dein Schreiben ... ferngehalten.

 •  12.7.1457: Hans Lemlein soll beim Herzog Wilhelm von Sachsen, der jetzt nach Bamberg käme, vorstellig werden, dass die "von Sweinfurt, nachdem die in seinem verspruch sein", nunmehr ohne längeren Verzug die den verschiedenen Nürnberger Bürgern dort zustehenden Zinse und Leibgedinge anrichten.

 •  2.-30.11.1457 geschäftsführende Bürgermeister in Nürnberg: Franntz Rumel und Hanns Lemel. (Überschrift Band 27 fol.201b)

 •  26.7.-23.8.1458 ist er zusammen mit Hans Volkmeir geschäftsführender Bürgermeister. (Überschrift Band 28 fol.54)

 •  20.10.1458 Hannsen Lemlein unserm Ratsfreund. Bürgermeister Merten Holzschuher und Peter Mendell begehren mit Ernst, dich auf Freitag schierest früh zur Ratszeit ohne Säumnis herhaim zu uns zu fügen, das ist gentzlich unsre ernste Meinung. ... zu einer Beratung über das Gewerbe.
[Nürnberger Briefbücher; Bd.26 f.185' (25.7.1456); Bd.27 f.146' (12.7.1457), f.211' (Nov.1457); Bd.28 f.55 (7/8 1458), f.101f (20.10.1458).]
[vgl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.139, 141]

 •  2.1.1457 Zeugen: Niclas Groß und Hanns Lemlein.

 •  3.8.1457 Zeugen: Hanns Lemlein und Jeronimus Kreß.

 •  5.5.1458 Vertreter der Stadt Nürnberg: Hanns Tetzel, Bürgermeister, und Hanns Lemlein, Bürger.

 •  18.11.1458 Vertreter des Rates: Hanns Lemlein und Heinrich Meichsner.

 •  24.11.1458 ebenso.

 •  7.7.1459 Zeugen: Mertein Holtzschuher und Hanns Lemlein.
[StA Nbg Losungsamt 7-farb.Alfabet Urk.2581, 2625, 2663, 2698, 2768. - Online 2017]

 •  22.11.1458 Vetreter der Stadt Nbg: Mathes Puntzinger, Anton Tucher, Hanns Lemlein.

 •  17.7.1459 namens des Rates: Jacob Muffel und Hanns Lemlein.
[StA Nbg Losungsamt 35 neue Laden Urk.2311, 3326. - Online 2017]

 •  18.3.1458 Zeugen: Anton Tucher und Hanns Lemlein.

 •  20.7.1458 ebenso.

 •  14.10.1460 Zeugen: Berchtold Pfintzing und Hanns Lemlein.

 •  29.10.1462 Zeugen: Anton Tucher und Hanns Lemlein.
[StA Nbg Losungsamt Heil.Geist Spital Urk.361, 365, 383, 401. - Online 2017]

 •  1458 usw: Hans Lemlein oft in den Nürnberger Ratsverlässen erwähnt, u.a.

 •  1458: Item H. Lemlein, Wilh Loffelholcze: Melchior Mullers sachen in acht zu haben, ob die gericht mecht werden und ein rate noch noturft versorgt wurde, des solt man sich costen lassen von 20 biß in 30 gulden. [S.8]

 •  1458: Item gegen unsern veinden und die uns teglichen beschedigen fleiß tun und den nachzustellen. Herr Erhart Haller, Rupprecht Haller, Lewpolt Schurstab, Hans Lemlein. Und so es nottut, mogen sie zu in vordern Hans Coler, Jobst Tetzel. [S.10]

 •  1458: Item Hans Lemel, Linh.Gralant solen mit Jorgen Haller eintzawn marcken. - Item Jorg Hallers sachen erfarung tun. Linh.Gralant, Hans Lemlein. [S.17,18]
[Nürnberger Ratsverlässe 1452-1471, Degener 1995, S.wie angegeben]

 •  22.11.1458: Matthes Punzinger, Anton Tucher und Hanns Lemlein sind als Vertreter der Stadt Nürnberg erwähnt.

 •  17.7.1459: Jacob Muffel und Hans Lemlein sind namens des Rates zu Nürnberg erwähnt.

 •  29.4.1460 wird Hans Lemlein als Ratsherr erwähnt.

 •  29.7.1463 werden Hans Lemblein und Mertein Beheim als Ratsherren erwähnt.

 •  30.4.1465 sind Jakob Muffel als älterer und Hans Lemlein als jüngerer Bürgermeister erwähnt.
[StsA Nbg Rep.2a "35 neue Laden der unteren Losungsstube" Regest 1317: V 90/1 Nr.2311 (1458); Regest 1332: V 94/1 Nr.3326 (1459); Regest 1374: Lade 23 Nr.32 V 94/1 Nr.3344 (1460); Lade 23 Nr.48 Rep.2 V 94/1 Nr.3363 (1463); Lade 23 Nr.56 Rep.2 V 94/1 Nr.3369 (1465)]

 •  1458 hatte der Rabbiner David Sprintz, Hochmeister der Nürnberger Juden, eine Auseinandersetzung mit dem Juden Jakob von Schweinfurt und dessen Schwiegervater, dem Rabbiner David Frank. Der Streit wird in der Nürnberger Ratsstube durch die Ratsherren Anton Tucher und Hanns Lemlein beigelegt.
[Arnd Müller: Geschichte der Juden in Nürnberg. In: Beiträge zur Geschichte und Kultur der Stadt Nürnberg, Bd.12, Nürnberg 1968, S.77.]

→ In derselben Quelle sind auch mehrere Nürnberger Juden namens Lemlein genannt.

 •  1458 ist Hannß Lemlein ein Zeug neben Herrn Anthoni Tucher.

 •  1463 ist Hannß Lemlein ein Zeug neben Herrn Marthin Holzschuher.
[StsA Nbg, Rep.52a: Nürnberger Handschriften Nr.236: Des Nürnbergischen Geschlechterbuches anderer Teil 1351-1536 fol.241-243]

 •  26.9.1459 Zeugen: Niclas Groß und Hanns Lemlein.

 •  25.10.1459 Zeugen: Conrat Paumgartner und Hanns Lemlein.
[StA Nbg Losungsamt 7-farb.Alfabet Urk.4295, 2787. - Online 2017]

 •  1459 Samstag nach Hl.Kreutztag. Wir, Anna Beyerin, Äbtissin des Klosters St.Clara samt Franzißen zu Bamberg gelegen, unnd der Convent bekennen: ... Verkauf dem Ersamen Albrecht Schöner Bürger zu Neumarkt und Anna seiner ehelichen Wirtin, unser Hofe Gült und Selden zu Kebenpach .... der dann itzo Märcklein Reblein .. Innhat und paut ..... unnd des Lanndtgerichts zu Hirsberg, darInnen die güter gelegen sindt, gewonhait unnd recht ist ..... haben wir zu werpürgen (Gewährbürgen) gesetzt die Ersamen und weisen Hannsen Lemlein und Closen Beyer bede bürger zu Nurmberg. (Gesiegelt vom Kloster und den beiden Bürgen.)
[Stadtarchiv Neumarkt/OPf, B 6.2 Kopialbuch der Hofkapelle Blatt 508, 509; Fotokopie durch Frau Petra Wurst an I.Höfler-Lemmel 1998. Das Kopialbuch enthält natürlich keine Siegel; die Originalurkunde mit Hans Lemleins Siegel ist nicht erhalten.]

→ Kebenpach: Ein Kettenbach liegt halbwegs zwischen Neumarkt und Altdorf. Ein Gebenbach liegt nördlich von Amberg, östlich von Sulzbach. Was ist gemeint?

→ Hans Lemlein war Guttäter des Bamberger St.Clara-Klosters. Warum er aber Bürge für den Besitz in "Kebenpach" ist, ist unklar.

 •  29.4.1460: Der Nürnberger Rat lässt dem Hennslein Kromer "von Hasfurt genannt" durch den Ratsherrn Hans Lemlein mitteilen, dass er ihm das verlangte Leibgedinge nicht auszahlen könne...
[StA Nbg Losungsamt 35 neue Laden Urk.3344. - Online 2017]

 •  26.10.1460 war im Streit des Nikolaus Muffel gegen Cuntz Götz ein Tag zu Wöhrd angesetzt. Als Zeugen waren dort versammelt: Der Abt Heinrich von Weißenohe, der Schultheiß von Nürnberg Ritter Sigmund von Egloffstein, Anton Tucher, Lienhart Groland der Ältere, Jakob Muffel, Wilhelm Löffelholz, Hans Lemlein und zwei Geschworene des Marktes zu Wöhrd.
[StsA Nürnberg Rep.80 L.614/11. - Laut: Geschichte der Familie Muffel im Mittelalter, in: Nürnberger Mitteilungen, MVGN, Bd.27, 1928; MVGN Bd.41, Nürnberg 1950, S.328]

 •  1.12.1462-5.1.1463 ist Hans Lembl zusammen mit Bercht Pfinzing, Laurent Karol Holtzschur und Johann Imhof geschäftsführender Bürgermeister.

 •  17.4.1463 Hannsen Lemlein, unserm Ratsfreund: Lieber Hanns, dein Brief uns itzund zugesant... Er wird beauftragt: "du wollest deiner vertigung, inmassen du die von uns entphanngen hast, nachgeen und dich der westvelischen freiheit ... darzu gebrauchen". Niclas Muffel und Wilhelm Löffelholz sind Bürgermeister zu dieser Zeit.

 •  11.5.-8.6.1463: Bürgermeister sind H. Bercht Pfinzing und Her Hanns Lembl.
 •  31.5.1463: Hannsen Lemlin, unserm Ratsfreund. Er wird wegen der Bestrafung eines Mörders angewiesen, "dass du dich nach gestallt einer sollichen merklichen grossen ubeltat vest haltest und die urteyl als uber ein morder ergeen lassest".
[Staatsarchiv Nürnberg, Rep.61a Briefbücher des Rats, Tom.30 Fol.47', 101 Original (=104 Bleistift), 115 Original (=118 Bleistift), 123 Original (=126 Bleistift). - HDL 1976]
[vgl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.139,141]

 •  20.12.1462: Heinrich Storr, Spitalmeister des Neuen Spitals. Schöffen: Wilhelm Löffelholz und Hans Lemlein.

 •  16.2.1463: Hanns Beheim, Bierbräu, Kungund Peter Pawrs sel Witwe, Hauskauf. Schöffen: Hanns Lemlein, Jeronimus Kress.

 •  19.12.1463: Kauf zwischen Heintz Gastelstorffer, Anthon Tucher, Heintz Besolt. Schöffen: Hanns Lemlein und Erasem Schurstab.
[StadtA Nbg Bestand A1 Urk. 1462 Dez 20; 1463 Feb 16; 1463 Dez 19. - Kopien durch Dr. Beyerstedt 1993]

 •  7.4.1463: Hanns Lemlein in Amberg schreibt an die Stadt Nürnberg in verschiedenen Angelegenheiten.

 •  12.7.1463: Verabredung einer Streitbeilegung durch Niclas Groß, Hanns Lemlein und Wilhelm Derrer.
[StA Nbg Losungsamt 7-farb.Alfabet Urk.3038, 3063. - Online 2017]

 •  29.7.1463: Der Nürnberger Rat beauftragt die Ratsherren Hans Lemblein und Mertein Beheim, auf eine Klagschrift aus Dinkelsbühl zu antworten.
[StA Nbg Losungsamt 35 neue Laden Urk.3363. - Online 2017]

 •  1463, am Erichtag (Dienstag) vor der heiligen Crewtzstag Erhöhung, sind Her Hanns Volkmeir und Her Hanns Lemlein Zeugen in einem Gerichtsurteil des Schultheiß Ritter Sigmund v.Egloffstein und der Schöpfen der Stat zu Nuremberg, betreffend Jacob Keltzwein, Fraw Anna Jeremias Holtzschuher, Frau Agnes Sebalten Geyer, Lienhart und Hanns die Sigwein; es geht um ein Haus zwischen Eberlein Tetzgriffen und Cuntz Egenhofer.

 •  1463 siegelt Hans Lemlein eine Urkunde über die Aufzeichnung "aller Geschirr und Wagen und Karren, die Getraid, Wein und Kaufmannschaft führten". (Der Text ist abgedruckt.)
[Joh. Ferd. Roth: Verz. der Genannten des größeren Rates, Nürnberg 1802. - Letztere Urkunde s. Fußnote; Mtlg K.Höfler 1992.]

→ Das Original der letzteren Urkunde, unter der Hans Lemleins Siegel zu finden wäre, findet sich nicht im Stadtarchiv Nürnberg [Mtlg Archivrat Dr.Beyerstedt 1992].

 •  1464-1475: Hans Lemlein, Tuch., in Nürnberg.
[Mathias Lex: Nürnberger Personennamen-Buch 1300-1500, Handschrift vom März 1864, im 2.Weltkrieg vernichtet; laut Charlotte Scheffler-Erhard: Alt-Nürnberger Namenbuch, in: Nürnberger Forschungen Bd.5 Nürnberg 1959 S.207.]

→ "Tuch." dürfte eine abgekürzte Quellenangabe sein, die nicht erläutert ist.

 •  10.2.1464: Hans Lemlein und Peter Harssdörfer sind Zeugen einer Nürnberger Gerichtsurkunde.
[StA Nbg Rst.Nbg, Kloster Pillenreuth Urk.94. - Online 2017]

 •  20.3.1464: Hanns Lemlein und Peter Harssdörffer Zeugen.
[StA Nbg Rst.Nbg, Ratskanzlei, A-Laden Urk.39. - Online 2017]

 •  2.-30.5.1464 ist Hanns Lembel zusammen mit Bercht Pfintzing geschäftsführender Bürgermeister. (Überschrift fol.11)

 •  20.12.1465 bittet Nürnberg den Ritter Jörg von Bebenburg, des Reichs Erbküchenmeister, um Unterstützung in einer Schuldforderung "unseres Ratsfreunds Hannsen Lembls" gegen Mertin Ginger, der ein Erbmann des von Bebenburg ist.
[Staatsarchiv Nürnberg Rep.61a Briefbücher des Rats, Tom.31 Fol.11',187'. - HDL 1976]
[vgl. Herbert E. Lemmel, "Herkunft" S.139]

 •  1465: Die Namen der deputierten Herren am Schlusse eines Ratsverlasses: Hans Lemlein, Endres Geuder gehandelt.

 •  Bei einem an Sebalt Grolant d.Ä. wegen eines Hofes zu Heroldsberg vom Rat aus zu bestellenden Auftrafe treten zunächst Hans Lemlein und Heinrich Meischner auf, als ultimus relator Bürgermeister junior. Actum feria tertia post trinitatis 1465.
[E. Mummenhoff: Die Nürnberger Ratsbücher und Ratsmanuale, in: Archivalische Zeitschrift, NF Bd. 17/18, München 1910/11, Seite 29/30. - GL 1987]

 •  30.4.1465 in einem Notariatsinstrument: Jakob Muffel, älterer Bürgermeister, und Hans Lemblein, jüngerer Bürgermeister.

 •  24.7.1465: die Ratsherren Hanns Lemel und Martheim Beheym, in einem Notariatsinstrument erwähnt.
[StA Nbg Losungsamt, 35 neue Laden Urk.3369,3372. - Online 2017]

 •  29.7.1465: Hanns Lemlein erwähnt [laut Kartei im Stadtarchiv, jedoch habe ich hiervon keine Kopie]

 •  23.8.1465: Haintz Haß wegen der Zwelfbrüder zu Nürnberg. Schöffen: Hanns Lemlein, Peter Harstorffer.

 •  Undatiert, erwähnt in einer Urkunde vom 4.12.1476: Anton Paumgartner, Endres Tucher, Hanns Lemlin, Michael Paumgartner wegen eines Paumgartnerschen Hauses hinter dem Rathaus.
[StadtA Nbg Bestand A1 Urk. (1465 Juli 29); 1465 Aug 23; 1476 Dez 4. - Kopien durch Dr. Beyerstedt 1993]

 •  1467: Anton Tucher und Hans Lemlein erwähnt.
[32.Jahresber. d. Hist. Vereins Mittelfranken, Ansbach 1864, S.8.]

→ Näheres wurde nicht notiert.

 •  Wann? Die Stadt Bamberg leistet eine Zahlung durch "Hans Lemlein zu Nürnberg" an den Nürnberger Meister Hans Tublinger für dessen Tätigkeit in Bamberg.
[Paschke: Vorchheimer, Studien... Heft 8 S.35]

 •  14.12.1471: Hanns Lemlin zu Nürnberg an Adam von Gich(/Buch?) zu Kotzelstorff. - Hanns Lemlin zu Nürnberg schreibt, dass er über den Contz Knobloch trotz eingezogener Erkundigungen keine Auskunft geben könne.
[Staatsarchiv Nürnberg, Rep.61a Briefbücher des Rats Band 34a (fol.46 Original = fol.75 Bleistift). - HDL 1976. Auch laut Mtlg Herbert E. Lemmel]

 •  Nach seinem Tod: Nürnberger Ratsverlässe Nr.32-39 (= 29.12.1473 bis 3.8.1474) durchgesehen, kein Lemmel.
[HDL 1976]


2017 9 9